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Veröffentlicht am 05.06.2022

Dramatik und große Gefühle

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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„The Moment I Lost You“ erzählt die Geschichte von Emilia »Mia« Turner und Nathan »Nate« Patrick Dawson. Sie trauert um ihren besten Freund Brant Cooper, der vor vier Jahren auf einer Party in ihren Armen ...

„The Moment I Lost You“ erzählt die Geschichte von Emilia »Mia« Turner und Nathan »Nate« Patrick Dawson. Sie trauert um ihren besten Freund Brant Cooper, der vor vier Jahren auf einer Party in ihren Armen gestorben ist. Er saß vier Jahre im Gefängnis, weil er Brant Cooper umgebracht hat. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Rebekka Weiler geschrieben und ist 2022 als eBook und Taschenbuch im Ravensburger Verlag (Ravensburger Gruppe) erschienen. „The Moment I Lost You“ ist der erste Band der „Lost Moments“ Reihe.

Mia ist Anfang zwanzig und seit dem Tod ihres besten Freundes Brant voller Trauer und Schmerz. Ich konnte mich problemlos in sie hineinversetzen und habe sie für die unvorstellbare Kraft, mit der sie sich zurück ins Leben kämpft, bewundert. Mia entwickelt im Laufe der Geschichte eine unglaubliche Willensstärke und so wurde aus dem jungen Mädchen ohne Hoffnung eine Frau voller Stärke und Nächstenliebe. Dank der Erzählung aus ihrer Sicht, habe ich eine sehr aufschlussreiche Einsicht in ihre Gefühle und Gedanken bekommen. So waren ihr Verhalten und ihre Entscheidungen für mich stets nachvollziehbar. Die zahlreichen Ecken und Kanten, die ihr nicht nur eine erkennbare Persönlichkeit, sondern auch Authentizität verliehen haben, haben mir besonders gut gefallen.

Anfänglich habe ich geglaubt Nate sei der zweite Hauptcharakter, doch damit lag ich falsch. Nate ist eher eine Nebencharakter, der zwar eine wichtige Rolle spielt, neben Mia aber farblos und eindimensional wirkt. Bis zum Schluss hatte ich die Hoffnung, dass ich ihn durch Mia näher kennenlerne. Leider hatte ich am Ende den Eindruck, dass ich Nate allerhöchstens oberflächlich kennengelernt habe. Ich finde das sehr Schade, weil er ein faszinierender Charakter ist und ich das Gefühl hatte, dass seine Persönlichkeit aus vielen unterschiedlichen Facetten besteht. Zwar bekommt der Leser im letzten Kapitel einen Einblick in Nates Gedanken und Gefühle, das hat aber definitiv nicht gereicht, um ihn kennenzulernen. Ich hätte mir mehr Kapitel aus seiner Sicht gewünscht.

Rebekka Weiler beschäftigt sich in „The Moment I Lost You“ mit einem sehr ernsten Thema. Ich kann nur bedingt sagen, ob ihre Umsetzung realistisch ist, weil ich selber mit diesem Thema noch nie in Berührung gekommen bin. Rein vom Bauchgefühl her würde ich aber sagen, dass es größtenteils der Realität entspricht. Der Rest läuft wahrscheinlich unter „künstlerische Freiheit“. Mir persönlich hat die Umsetzung sehr gut gefallen. Mit diesem Buch schickt Rebekka Weiler den Leser auf eine Reise voller großer Gefühle, unvorstellbar vielen Emotionen und mindestens genauso viel Dramatik. Zusammen mit Mia habe ich etliche Höhen und Tiefen erlebt und dabei stets das Gefühl gehabt live dabei zu sein.

Der Schreibstil von Rebekka Weiler ließ sich angenehm flüssig lesen. Die Wortwahl hat hervorragend zum Genre gepasst. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus der Sicht von Mia erzählt. Das Buch wurde in der ersten Person geschrieben.

Fazit

Eine Geschichte, die man nicht mehr so schnell vergisst.

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Veröffentlicht am 03.06.2022

Reise nach Schottland

Sehnsucht nach Rose Cottage (Herzklopfen in Schottland)
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„Sehnsucht nach Rose Cottage“ erzählt die Geschichte von Ellen »Ellie« Bell. Einer jungen Frau, die auf der Suche nach sich selbst ist. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Hanna Holmgren geschrieben ...

„Sehnsucht nach Rose Cottage“ erzählt die Geschichte von Ellen »Ellie« Bell. Einer jungen Frau, die auf der Suche nach sich selbst ist. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Hanna Holmgren geschrieben und ist 2022 als eBook und Taschenbuch im FeuerWerke Verlag erschienen.

Zum Beginn der Geschichte steht Ellie am Scheideweg ihres Lebens. Sehr schnell wird klar, dass Ellie keinen Plan hat, was sie in ihrem Leben erreichen will. Im ersten Moment macht das einen Charakter spannend, wenn der Charakter aber fast das gesamte Buch brauch, um eine Lösung für seine Situation zu finden, dann ist das irgendwann nur noch nervig. Ellie ist Anfang dreißig, verhält sich stellenweise aber wie Anfang zwanzig. Dank ihrem widersprüchlichen Verhalten hatte ich große Probleme eine Bindung zu ihr aufzubauen. Hinzukommen ihre bisweilen sehr merkwürdigen Entscheidungen, die nicht immer Sinn ergeben haben. Für meinen Geschmack hatte sie zu wenige Ecken und Kanten, was ihr ein bisschen die Authentizität genommen hat.

Bei den Nebencharakteren ist der Autorin ein relativ breites Spektrum an Persönlichkeiten gelungen. Ellis Tante Rosemary »Rose« Bell ist ein sehr spannender Charakter, der für mich definitiv mehr Facetten als Ellie hatte. Im ersten Moment wirkt Rose wie eine zutiefst verbitterte alte Dame, die ständig schlechte Laune verbreitet und am liebsten ganz alleine ist. Ich gebe zu, dass ich eine Ewigkeit gebraucht habe, bis ich mit Rose warm geworden bin. In der zweiten Hälfte des Buches gewährt Rose dem Leser einen Blick hinter ihre Maske und plötzlich konnte ich ihr gesamtes Verhalten nachvollziehen.

Ein weiterer wichtiger Nebencharakter ist Graham Flynt. Graham ist Rose Nachbar und Ellies erste Liebe. Graham ist das komplette Gegenteil von Rose. Er ist farblos und hat so gut wie keine Facetten. Ecken und Kanten waren für mich nicht erkennbar, was ihn in meinen Augen austauschbar gemacht hat. Mit seinem Verhalten und seinen Entscheidungen fang ich gar nicht erst an. Beides war für mich überhaupt nicht greifbar. Ich kann mich nur in Charaktere hineinversetzen, wenn ich Einsicht in ihre Gedanken und Gefühle bekomme. Dank der Tatsache, dass die Geschichte ausschließlich aus der Sicht von Ellie erzählt wird, fehlt mir diese Einsicht.

Theoretisch bin ich ein großer Fan von Liebesgeschichten. Praktisch muss eine Liebesgeschichte bestimmte Komponenten aufweisen, damit sie mich anspricht. Ich lege großen Wert auf eine realistische Handlung und bin absolut kein Fan von Zufällen, weil sie die Geschichte sehr schnell konstruiert wirken lassen. Leider wurde „Sehnsucht nach Rose Cottage“ im letzten Drittel immer kitschiger und somit immer unrealistischer. Am Ende hätte ich mehr als zwei Hände gebraucht, um all die Zufälle aufzuzählen, die die Autorin in die Geschichte eingebaut hat. Genauso wichtig ist mir eine gute Portion Drama. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig. „Sehnsucht nach Rose Cottage“ enthält nahezu gar kein Drama, was die Geschichte irgendwie langweilig gemacht hat. Letzten Endes hätte das auch eine Jugendbuch sein können, weil abgesehen von ein paar Küsschen nichts passiert. Das Einzige was nicht ganz ins Bild passt, ist das Alter der beiden Hauptcharaktere.

Der Einblick ins Ellies und Grahams Vergangenheit hat mir dagegen außerordentlich gut gefallen. Ellie und Graham haben eine gemeinsame Vergangenheit. Der Leser bekommt mit diesen Kapiteln die Möglichkeit, die wichtigsten Erlebnisse aktiv mitzuerleben. Das hat der Liebesgeschichte wenigstens ein bisschen Spannung verliehen.

Der Schreibstil von Hanna Holmgren ließ sich flüssig lesen. Die Wortwahl hat halbwegs gut zum Genre gepasst. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ellie erzählt. Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben.

Fazit

Nette Liebesgeschichte für zwischendurch. Ich vergebe 3,5 von 5 Sterne.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2022

Annabell und Ian

Trust me, Vögelchen!
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„Trust me, Vögelchen!“ erzählt die Geschichte von Annabell Walter und Ian Carter. Sie lebt in Los Angeles und arbeitet als Produktionsassistentin. Er ist dominant und arbeitet als Fotograf. Das Buch wurde ...

„Trust me, Vögelchen!“ erzählt die Geschichte von Annabell Walter und Ian Carter. Sie lebt in Los Angeles und arbeitet als Produktionsassistentin. Er ist dominant und arbeitet als Fotograf. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Sara-Maria Lukas geschrieben und ist 2020 als eBook und Taschenbuch im Plaisir d'Amour Verlag erschienen. „Trust me, Vögelchen!“ ist der fünfte Band der „Hard & Love“ Reihe.

Annabell und Ian sind wie Feuer und Eis. Sie hat in der Vergangenheit schlimme Erfahrungen gemacht und verschließt sich seit dem vor der Liebe. Statt eines freien Lebens, kämpft sie jeden Tag mit einer Existenz voller Zweifel und Zwängen, die sie sich selbst auferlegt. Irgendwie konnte ich Annabells Ängste nachvollziehen und ich hatte sie fast ins Herz geschlossen, doch dann trifft sie eine Entscheidung, die mich sprachlos gemacht hat. Ian ist ein Mann, der loszieht und die Dinge in angrifft nimmt. Er ist spontan und kann mit Menschen, die alles tot denken nicht viel anfangen. Einerseits fand ich ihn faszinierend. Anderseits war er für meinen Geschmack ein bisschen zu perfekt. Letzten Endes war er eine unterhaltsamer Charakter mehr aber auch nicht.

„Trust me, Vögelchen!“ ist ein BDSM-Roman. Annabell und Ian haben mich von ihrer Verbindung her ein bisschen an Emma und Steven erinnert. Die beiden entwickeln Gefühle füreinander brauchen aber eine ganze Weile, bis sie sich diese auch eingestehen. Auf ihrem Weg zum Happy End erleben die beiden eine Menge Höhen und Tiefen und ein paar sehr heiße Momente. Der Sex war definitiv erotisch und wahnsinnig fesselnd. Anfänglich war es prickelnd, später wurde es dann sehr emotional und am Ende hat man ganz deutlich gemerkt wie sehr die beiden sich lieben.

Der Schreibstil von Sara-Maria Lukas ließ sich angenehm flüssig lesen. Die Wortwahl hat gut zum Genre gepasst. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Annabell und Ian erzählt. Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben.

Fazit

Eine Liebesgeschichte, die unter die Haut geht.

Veröffentlicht am 29.05.2022

Rosie und Jason

So long, Butterfly!
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„So long, Butterfly!“ erzählt die Geschichte von Rosemarie »Rosie« Fischer und Jason Carter. Sie wurde in jungen Jahren entführt und hat bis heute mit den Folgen zu kämpfen. Er ist dominant und hat früher ...

„So long, Butterfly!“ erzählt die Geschichte von Rosemarie »Rosie« Fischer und Jason Carter. Sie wurde in jungen Jahren entführt und hat bis heute mit den Folgen zu kämpfen. Er ist dominant und hat früher als Polizist gearbeitet. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Sara-Maria Lukas geschrieben und ist 2018 als eBook und Taschenbuch im Plaisir d'Amour Verlag erschienen. „So long, Butterfly!“ ist der vierte Band der „Hard & Love“ Reihe.

Rosie und Jason haben eine gemeinsame Vergangenheit, die beide gezeichnet hat. Rosie ist nach der Entführung in ein seelisches Tief gefallen und hat mit schweren physischen und psychischen Problemen zu kämpfen, die ihr ganzes Leben bestimmen. Einerseits konnte ich mich in Rosie hineinversetzen und sowohl ihr Verhalten als auch ihre Entscheidungen nachvollziehen. Anderseits lebt sie nach einer Art und Weise, die ich regelrecht abstoßen fand. Jason ist vielmehr ein Mann der Tat als der Worte. So trifft er Entscheidungen, die mich schockiert haben und sein Verhalten gegenüber Rosie entwickelt sich irgendwann in eine Richtung, die mich massiv aufgeregt hat. Leider muss ich sagen, dass meine anfängliche Sympathie für Jason sehr schnell verflogen ist.

„So long, Butterfly!“ ist ein BDSM-Roman. Bei dieser Form des Sex ist gegenseitiges Vertrauen extrem wichtig. Leider kommt es im Laufe der Geschichte zu mehreren Situationen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass Jason Rosie gegen ihren Willen dominiert. In diesen Momenten war Jasons Verhalten für mich unterste Schublade. Rosie befindet sich in einem seelischen Ausnahmezustand und Jason behandelt sie auf eine Art und Weise, die meiner Meinung nach völlig unangebracht ist. Das hat die Stimmung für mich regelrecht zerstört.

Der Schreibstil von Sara-Maria Lukas ließ sich gut lesen. Die Wortwahl hat leider nur stellenweise zum Genre gepasst. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Rosie und Jason erzählt. Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben.

Fazit

Für mich leider der schlechteste Band der Reihe. Rosie und Jason konnten mich nicht von sich überzeugen.

Veröffentlicht am 29.05.2022

Michelle und Tyler

Cool down, Püppchen!
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„Cool down, Püppchen!“ erzählt die Geschichte von Michelle van Hoogemaan und Tyler Carter. Sie ist unglücklich verheiratet und sehnt sich nach einem dominanten Mann. Er ist dominant und arbeitet als Privatdetektiv. ...

„Cool down, Püppchen!“ erzählt die Geschichte von Michelle van Hoogemaan und Tyler Carter. Sie ist unglücklich verheiratet und sehnt sich nach einem dominanten Mann. Er ist dominant und arbeitet als Privatdetektiv. Das Buch wurde von der deutschen Autorin Sara-Maria Lukas geschrieben und ist 2017 als eBook und Taschenbuch im Plaisir d'Amour Verlag erschienen. „Cool down, Püppchen!“ ist der dritte Band der „Hard & Love“ Reihe.

Michelle und Tyler sind wie Tag und Nacht. Sie wäre gerne erwachsen benimmt sich aber wie eine kleines Kind. Ihre grenzenlose Naivität hat mich sprachlos gemacht. Wie kann man nur mit solch einem Tunnelblick durchs Leben laufen? Ich habe es wirklich versucht aber selbst zum Schluss konnte ich Michelles Verhalten nicht nachvollziehen. Tyler ist der Typ Mann, der gerne mit dem Kopf durch die Wand rennt. Stellenweise konnte ich nachvollziehen, warum er sich so verhält. Es gab aber auch etliche Situationen, in denen ich dieses Verhalten nicht mehr nachvollziehen konnte. Manchmal fand ich es sogar unangebracht. Seine Ungeduld gegenüber Michelle war für mich absolut verständlich.

„Cool down, Püppchen!“ ist ein BDSM-Roman. Irgendwie hat das Thema BDSM super gepasst und irgendwie auch nicht. Ich gebe zu ich war wirklich zwiegespalten. Michelle hat viele Jahre lang eine Ehe geführt die alles andere als normal war. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das spurlos an ihr vorbeigegangen ist. Trotzdem stürzt sie sich in eine BDSM Beziehung mit Tyler, der als Dom kein bisschen harmlos ist. Mit diesen Gedanken fiel es mir schwer, die Sexszene zu genießen.

Pädophilie ist definitiv kein harmloses Thema. Einerseits hat mir gefallen, dass die Autorin so ein ernstes Thema in einem ihrer Bücher anspricht. Anderseits hätte ich mir gewünscht, dass sie das Ganze eine wenig intensiver behandelt. Der Täter ist Michelles Ehemann Patrick van Hoogemaan. Für meinen Geschmack wurden seine kriminellen Handlung am Ende zu sehr verharmlost.

Der Schreibstil von Sara-Maria Lukas ließ sich angenehm flüssig lesen. Die Wortwahl hat gut zum Genre gepasst. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Michelle und Tyler erzählt. Das Buch wurde in der dritten Person geschrieben.

Fazit

Die Geschichte hat mich zwar gut unterhalten, war aber nicht ganz so stark wie ihr Vorgänger.