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Veröffentlicht am 15.09.2017

Beeindruckender und bewegender Berich!

Schwarze Magnolie
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Der Moment, wenn man nicht weiß, wie man es in Worte fassen kann.
So ging es mir in den ersten Minuten, als ich anfing die Rezension zu schreiben und das Buch noch einmal durch ging.
Hyeonseo Lee, 1980 ...

Der Moment, wenn man nicht weiß, wie man es in Worte fassen kann.
So ging es mir in den ersten Minuten, als ich anfing die Rezension zu schreiben und das Buch noch einmal durch ging.
Hyeonseo Lee, 1980 geboren, lebt an der Grenze zwischen China und Nordkorea. Als sie 17 Jahre alt ist beschließt sie kurz rüber nach China zu gehen, nur wusste sie nicht, dass Zurückkehren keine Option mehr war und sie ihre Familie für eine sehr lange Zeit nicht mehr wieder sehen wird.

Am Anfang der Erzählung spürt man noch ihre Naivität und lockere Art, wie sie an die Dinge rangegangen ist und mit der Zeit merkt man stark, wie sie an den vielen schlimmen Situationen gewachsen ist.
Ihre Reise wird zu einer Odysee, die sie eindringlich und mit vielen Informationen, als auch Emotionen schildert. Wobei ihre Emotionen nicht in große Worte gepackt sind und manche findet man zwischen den Zeilen, wodurch das Buch seine eigene besondere Stimmung entwickelt und sehr eindringlich auf mich gewirkt hat.

Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig und nicht zu einfach, dazu kommt noch die Spannung, die durch neue Ereignisse immer wieder aufgebaut wird und man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Der Roman regt zum Nachdenken an, über das was wir zu wissen glauben über Nordkorea und was in Wirklichkeit dort passiert. Es ist viel schlimmer, als man denkt oder sich vorstellen kann.
"Schwarze Magnolie" war mein zweites Buch zu diesem Thema, das Erste war "Meine Flucht aus Nordkorea", dass nicht so viele kleine Details besaß wie dieses hier und es zeigt wieder mal, was ein Menschen bewirken und ertragen kann.

Der Erlebnisbericht bewegt einen zutiefst und ich empfehle es auf jeden Fall weiter. Es ist eine sehr informative, interessante und beeindruckende Odysee, die Hyeonseo Lee schildert, dabei berichtet sie von anderen Ländern, die wir nur als Touristenorte kennen, von einer ganz anderen eindringlichen Seite.

Veröffentlicht am 31.08.2017

Schön, aber auch langatmig!

Die Clique
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Es war viel anstrengender zu lesen gewesen, als ich zunächst gedachte habe. Die Autorin schreibt über eine handvoll Charaktere, die sie alle sehr interessant und authentisch beschreibt, aber zu Anfang ...

Es war viel anstrengender zu lesen gewesen, als ich zunächst gedachte habe. Die Autorin schreibt über eine handvoll Charaktere, die sie alle sehr interessant und authentisch beschreibt, aber zu Anfang hatte es mich doch erschlagen. Denn wie sie eine Person vorstellt oder sie näher beleuchtet holt sie weit aus und ich hatte mich somit hin und wieder in der Handlung verloren. Dazu kommt noch, dass sie viel über die damalige Gesellschaft, die Vorurteile, Konflikte und dergleichen schreibt, was für mich das Interessante am Buch war. Sie schreibt über die Jahre ab 1930 und hat mir ein sehr gutes Bild von der Zeit verschafft (ich habe mich nie mit dem Thema befasst).

Der Roman hat viele lebendige Momente und es ist aufregend zu sehen, wie sich die Charaktere entwickeln und wie sie mit ihren Träumen und Hoffnung in die reale Welt hinausgehen nach dem Collegeabschluss. Aber das Springen von einem zum anderen Charakter und das wiederkehrende Ausholen war anstrengend gewesen und irgendwann wollte ich es nur noch fertig haben. Es läuft nicht zu den einen Höhepunkt zu oder auf einen bestimmten Moment, wodurch es für mich langatmig wurde.
"Die Clique" hat seinen Charme und beschreibt gelungen die damalige Gesellschaft, doch ich musste immer wieder Dinge nachschlagen, die mir nichts gesagt haben um dem Insiderwitz nicht zu verpassen, denn die Autorin besitzt einen schlagfertigen Humor!

Ein schöner, aber auch langatimger Roman von fünf Frauen aus der Mittel- und Oberschicht, die für ihre Zeit modern sind und sich mit Themen, wie Sex, Verhütung und Kindern, als auch Karriere beschäftigen. Das Buch gilt als Vorlage für Sex and the City und besitzt daher auch ein wunderbares Vorwort von der Autorin Candace Bushnell! Und wie es im Vorwort auch steht, vielleicht war ich noch nicht bereit gewesen für dieses Buch und muss es in einigen Jahren nochmal lesen.

Veröffentlicht am 29.08.2017

Unterhaltsame, aufregende Fortsetzung!

Bourbon Sins
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Der zweite Band der Reihe knüpft nahtlos an die Geschehnisse vom Vorband an und ich fand mich schnell zurecht. In diesem Teil werden wieder alle Charaktere näher betrachtet, wobei Edward, der älteste und ...

Der zweite Band der Reihe knüpft nahtlos an die Geschehnisse vom Vorband an und ich fand mich schnell zurecht. In diesem Teil werden wieder alle Charaktere näher betrachtet, wobei Edward, der älteste und kaputteste Sohn mehr ins Licht rückt.

Die Familiengeschichte wird immer weiter ausgebaut und ich fragte mich nur, woher kommen all diese vielen Geheimnisse? Es ist genauso aufregend wie der erste Band und Edward ist ein besonders toller Charakter, den die Autorin authentisch umgesetzt hat. Wir erfahren mehr über seinen Leidensweg und inneren Problemen, die ihn zu diesen abhängig Mann gemacht haben. Aber er ist auch der ältere Bruder, der sich um seine Geschwister kümmert. Komme was wolle.

Besonders aufregend zu lesen sind auch die Handlungsstränge von Gin. Die Schwester von Edward und Lane, die auf ihre eigene Art versucht die Familie und ihren Lebensstil zu schützen. Seit dem ersten Band bange ich mit ihr, sie ist viel komplexer als man zu Anfang denkt und im zweiten Teil ist ihre Geschichte dramatischer geworden, sodass ich es kaum abwarten kann den Abschlussband in den Händen zu halten. Ja, die Reihe ist mit drei Büchern beendet. Auf jedenfall gibt es noch ein paar ungelöste Punkte.

Im Gegensatz zum ersten Buch fand ich es hier noch viel rasanter und die Ereignisse überschlugen sich, wurden immer dramatischer und beim Lesen konnte man gut die Anspannung spüren unter der die Charaktere litten. Auch zeigt J. R. Ward wieder was für tolle Charaktere sie schaffen kann, ich habe mit allen mit gelitten und so ziemlich für jeden geschwärmt. Ihre Figuren werden mit jeder Seite interessanter, wie auch die Handlung. Natürlich ist es hier nicht gerade die anspruchsvollste Literatur, aber ihr Unterhaltungswert ist enorm und die Überraschungen machen es umso packender.

Der zweite Teil der Bourbon Trilogie konnte mich toll unterhalten und ich empfehle sie allen Lesern, die gerne dramatische Familiensagas der Reichen und Schönen lesen. (MelDRAMA wird hier groß geschrieben!

Veröffentlicht am 25.08.2017

Verrat...und noch mehr Verrat!

Legenden und Lügner
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Die Geschwister Vocho und Kacha stehen in dem Ruf, die besten Schwertkämpfer von Reyes zu sein. Doch seit sie die Pläne des dunklen Magiers Sabates vereitelt haben, scheint es so, als sei ihnen die ganze ...

Die Geschwister Vocho und Kacha stehen in dem Ruf, die besten Schwertkämpfer von Reyes zu sein. Doch seit sie die Pläne des dunklen Magiers Sabates vereitelt haben, scheint es so, als sei ihnen die ganze Welt auf den Fersen - und es ist mehr als ungewiss, ob die Schnelligkeit ihrer Klingen diesmal ausreichen wird, um sie zu retten ...

"Die Uhren teilten sein Leben mit jedem Tick, jedem Tack in wohlbemessene Teil. Ein Leben, dass auf Schienen dahinglitt, in dem alles so geschah, wie das Uhrwerk es vorhersah." - S. 30

Für mich war das ein typischer zweite Band. Kennt ihr das, wenn der erste Teil wirklich gut war und der Zweite damit nicht mithalten kann?
Der Vergleich war immer da gewesen, aber zum Ende hin konnte mich es doch mehr überzeugen.

Nach dem Ereignissen in "Schwerter und Schwindler" geht es nahtlos weiter und kleine Erinnerungen wurden für den Leser eingebaut. Mit dem wieder reinkommen hatte ich so gar keine Probleme und der Schreibstil ist angenehm zu lesen, trotz längeren Sätzen.

Es verlaufen viele kleine Ereignisse parallel und die Autorin hat die Angewohnheit genauso viele Wendungen einzubauen, sodass sich die Handlung immer wieder überschlägt. Dazu kommt noch Verrat. Der lauert an jeder Ecke und brachte so einige Überraschungen mit sich, sodass ich am Ende gar nicht mehr sicher war, wem man vertrauen kann (richtig gut!).
Durch das ganze Hin und Her gab es natürlich auch Spannung, aber es hat sich alles immer wieder in die Länge gezogen und ich legte es öfter als erwartet zur Seite. Kurzum es packte mich nur stellenweise.

Wir verfolgen hier weiter die Geschwister Vocho und Kacha als Protagonisten, wobei sie noch einen amüsanten Partner an ihre Seite bekommen und Dom, der bereits im ersten Teil eine Rolle spielte, ist wieder mit von der Partie und bekommt eine interessante Hintergrundgeschichte. Auf die ich lange gewartet habe! Bei den Geschwistern fehlte mir hier mehr Tiefgang. Im ersten Band wurden Zusammenhänge mit der Vergangenheit aufgestellt und Rückblenden um den Charakter zu erklären, diesmal gibt es nur wenige Sätze.
Auch die Magie ist wieder ein wichtiges Thema und dazu erscheinen zwei neue Magier auf der Bildfläche, die für viel Chaos Sorgen...


Der zweite Teil der Duellanten Reihe punktet mit überraschenden Wendungen, Spannung und Verrat an jeder Ecke! Magie, Steampunk, Schwertkämpfe und Geheimnisse kommen ans Licht!

Veröffentlicht am 23.08.2017

Start einer vielversprechenden Reihe!

Lady Mechanika. Band 1
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Inhalt: Die junge Frau weiß weder ihren Namen noch irgendetwas über ihre Vergangenheit, und schon gar nicht, wer ihr diese künstlichen Arme verpasst hat. Die allerdings verschaffen ihr übermenschliche ...

Inhalt: Die junge Frau weiß weder ihren Namen noch irgendetwas über ihre Vergangenheit, und schon gar nicht, wer ihr diese künstlichen Arme verpasst hat. Die allerdings verschaffen ihr übermenschliche Kräfte, und so entschließt sie sich, das Beste daraus zu machen: Sie ermittelt auf eigene Faust überall dort, wo sich sonst niemand kümmert – oder traut. Immer in der Hoffnung, dabei vielleicht Hinweise auf ihre Herkunft zu finden. Und das in einem spätviktorianisch inspirierten Ambiente, in dem fanatischer Fortschrittsglaube und Fantastik eng miteinander verwoben sind. Ein Fortschritt, der buchstäblich über Leichen geht auf dem Weg zur Erkenntnis.

Gleich mit seinem mysteriösen und düsteren Start konnte mich der erste Band von "Lady Mechanika" packen und hielt mich fest durch immer wiederkehrenden Actionszenen und neuen aufregenden Charakteren.
Lady Mechanika ist eine starke und stolze Frau in der Steampunk durch Look und mechanische Attribute verbunden ist. Sie sucht ihren Schöpfer, da sie keine Erinnerungen besitzt und als ein fremdes Mädchen mit mechanischen Armen gefunden wird, denkt sie eine Spur gefunden zu haben. Aber ob das eine gute
Idee ist?


Unsere Protagonistin ist ein Mythos, eine Jägerin, von der man nur flüstert und sie führt uns durch ein dunkles und viktorianisches London. Ein düsterer, aufregender Ort folgt dem nächsten, dabei geraten wir oft in eine heikle Situation, sie hat nicht gerade wenig Feinde, aber ihr Sidekick unterstützt sie tatkräftig, wenn er gerade kann...
Nicht nur Lady Mechanika hat eine Vergangenheit, die man noch entdecken muss, auch viele weitere Charaktere wurden ausgebaut und bringen Spannung in die Geschichte durch ihren Hintergrund.
Wie auch die Beziehung zwischen Lady Mechanika und Katherine Winter, die mit ihrer Truppe die Lady verfolgt. Ihre gemeinsame Geschichte wird in Dialogen zum Teil erzählt, aber wo blieb da bloß der Flashback? Und zum Ende hin wird die Story immer mysteriöser, bis wir nur noch offene Fragen haben!
Man merkt einfach schnell, dass noch einiges auf einen zukommt und dies erst ein Anfang für eine längere Geschichte ist (hoffentlich!).

Auf jeden Fall ist der Comic voll mit Action, Spannung und der Krimi darin kommt ebenfalls gut zur Geltung. Die Handlung bringt bis zum Schluss noch Überraschungen mit sich und was mich schlicht und weg begeistert hat ist der Zeichenstil. Wenn einen nicht schon die Geschichte gut unterhält, dann das Artwork. Der Steampunklook wurde zusammen mit dem viktorianischen Stil bis ins kleinste Detail wunderbar umgesetzt, von Automaten bis langen drapierten Kleidern, an alles wurde gedacht!

Eine klare Empfehlung meinerseits für alle Fantasy- und Steampunkfans. Selbst für Leser, die nicht viel mit dem Genre oder mit Comic anfangen können, würde ich diesen hier empfehlen. Denn neben den tollen Zeichenstil besitzt der erste Band von "Lady Mechanika" auch eine gut umgesetzte Handlung hat, die Lust auf mehr macht!