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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.02.2023

Hier wird der Leser gefordert!

Jemand
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Während ich das Buch innerhalb von 2 Tagen inhaliert habe, hat nun Wochen gedauert, diese Rezension zu verfassen.
Warum?!?
Nachdem ich zuvor vollkommen begeistert von „Schmerz und kein Trost“ war, konnte ...

Während ich das Buch innerhalb von 2 Tagen inhaliert habe, hat nun Wochen gedauert, diese Rezension zu verfassen.
Warum?!?
Nachdem ich zuvor vollkommen begeistert von „Schmerz und kein Trost“ war, konnte ich diese Neuerscheinung von Elias Haller kaum erwarten.

Nur stellte ich dann beim Lesen ziemlich schnell fest, dass es diesmal etwas komplett anderes ist, als ich mir vorgestellt habe.
Das Buch besteht aus zahlreichen Handlungssträngen, die am Ende zwar schlüssig zusammenführen, aber auch viel Aufmerksamkeit vom Leser erfordern.
Ich habe zugegebenermaßen dabei mehr als einmal den Faden verloren.

Wer ist das „Böse“ in der Geschichte, wer der/die Gute(n) ?!
Korrupte Polizisten, ehemalige Stasi-Mitarbeiter, Drogendealer und ein Serienkiller, der Fotos seiner in Szene gesetzten Opfer, anschließend im Darknet versteigert, sind es zunächst jedenfalls nicht!
Wer am Ende mein Held in diesem Buch ist, kann leider nicht verraten, das gilt es selbst herauszufinden.

Während die Kreativität des Autors hier durch den komplexen Plot seinesgleichen sucht, war ich zeitweise ein wenig überfordert, jedoch ist die Auflösung am Ende wieder unglaublich spannend und eine wahre Nervenzerreißprobe, die vom Hocker haut.

Mein Lieblingsthriller von Elias Haller wird “Jemand” zwar nicht, trotzdem hat er mich auch in diesem Buch mit einem grandiosen Ende überzeugen können!

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Veröffentlicht am 04.02.2023

Ein schönes Hörbuch

Ein simpler Eingriff
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Eine Geschichte die in einem Krankenhaus spielt.
Während Krankenschwester Meret zunächst noch stolz und überzeugt hinter der fachlichen Expertise der neurochirurgischen Abteilung steht, in der sie arbeitet, ...

Eine Geschichte die in einem Krankenhaus spielt.
Während Krankenschwester Meret zunächst noch stolz und überzeugt hinter der fachlichen Expertise der neurochirurgischen Abteilung steht, in der sie arbeitet, sorgt ein unerwarteter Zwischenfall bei einem Routineeingriff und ihre Bekanntschaft mit ihrer neuen Mitbewohnerin im Schwesternwohnheim für zunehmende Zweifel.
Sorgen die Behandlungen tatsächlich für eine Linderung der Beschwerden oder leiden die Patientinnen danach erst recht?
Als der Eingriff ausgerechnet bei Marianne, einer Tochter aus gutem Hause schief geht und sich zwischen Sarah und Meret Gefühle zu entwickeln scheinen, beginnt nun endlich auch sie selbst, vieles zu hinterfragen.

Die Geschichte, die sich hieraus entwickelt, ist letztlich eine ganz andere, als ich es ursprünglich erwartet habe.

Man fühlt sich einerseits wie ein stiller Begleiter und Beobachter von Krankenschwester Meret, darf teilhaben ihren Gedanken, Gefühlen und alltäglichem Handeln.
Sozusagen als Zeuge der zunehmenden Emanzipierung der Hauptprotagonistin, aber mehr eigentlich nicht, da es sich in einem sehr kleinen Kosmos aus Sequenzen im Krankenhaus, Schwesternwohnheim und vereinzelnden Rückblenden in ihre Kindheit, abspielt.
Die Handlung an sich, die übrigen Charaktere sind fürs innere Auge visuell übertragbar, klar und authentisch. Jedoch wird der Hintergrund oftmals leider nur in Ansätzen offenbart, Schicksale lediglich grob gezeichnet und eher an der Oberfläche.
Vom plötzlichen Ende bin ich dann auch etwas überrascht - zumindest habe ich es so nicht kommen sehen.
Und obwohl ich stellenweise etwas Tiefe vermisse, hat mich die Geschichte trotzdem vom Anfang bis zum Schluss, wunderbar einnehmen und fesseln können.
Für ein Highlight reicht es an dieser Stelle zwar nicht, aber es ist definitiv ein schönes Hörbuch für zwischendurch, mit einer Substanz, die nachhallt.

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Veröffentlicht am 20.01.2023

Ein echtes Highlight

Eine Frage der Chemie
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In den 1960er Jahren spielen Frauen eine untergeordnete Rolle, das männliche Patriarchat herrscht vor und so ist auch die junge Chemikerin Elizabeth Zott ist den Vorurteilen und Geringschätzung gegenüber ...

In den 1960er Jahren spielen Frauen eine untergeordnete Rolle, das männliche Patriarchat herrscht vor und so ist auch die junge Chemikerin Elizabeth Zott ist den Vorurteilen und Geringschätzung gegenüber Frauen in ihrer Zeit hilflos ausgesetzt, hält sie dennoch an ihrer Arbeit und ihren Prinzipien fest.
Daran ändert sich zwischenzeitlich nur kurzfristig etwas, als sie den renommierten Chemiker Calvin Evans am Institut Hastings kennen- und lieben lernt.
Auch Hund “Halbsieben”, mein heimlicher Held in der Geschichte, tritt in dieser Zeit in ihr Leben und bringt nicht nur Elizabeths Herz zum Schmelzen!
Ein paar harte Schicksalsschläge später, landet sie durch Zufall beim Fernsehen und ihre Nachmittagssendung “Essen um Sechs” avanciert zum Publikumserfolg.

Eine taffe, tapfere Frau, die nicht aufgibt, deren Intellekt es einfach nicht zulässt, sich unterbuttern zu lassen.
Ich bin begeistert, sowohl von der Geschichte, als auch den darin vorkommenden Protagonisten und Hörbuchsprecherin Luise Helm, die mit ihrer Stimme den Charakter “Elizabeth Zott” ein vollkommen authentisches Gesicht verleiht.
Stimmlich ist sie so realistisch herübergebracht, dass die Sprecherin und der Text der Autorin, eine vollkommene Symbiose eingehen.

Diese Geschichte ist ein wirklich großartiges Highlight, die ich Jedem nur empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 12.01.2023

Ein Highlight

Die versteckte Apotheke
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Ende des 18. Jahrhunderts, betreibt Nella im Verborgenen eine geheime Apotheke, mit der sie sich auf das vor allem private Leiden von Frauen spezialisiert hat.
In deren Auftrag mischt sie ohne Aufsehen ...

Ende des 18. Jahrhunderts, betreibt Nella im Verborgenen eine geheime Apotheke, mit der sie sich auf das vor allem private Leiden von Frauen spezialisiert hat.
In deren Auftrag mischt sie ohne Aufsehen zu erregen, hochwirksame Gifte zusammen, die ausschließlich zum Schaden an der Männerwelt dienen, keinesfalls einer Frau.
Sie trifft bei ihrer Arbeit auf das zwölfjährige Dienstmädchen Eliza, die aufgrund einer Unachtsamkeit, nicht nur Nellas Leben in Gefahr bringt.

In der Gegenwart ist Caroline Parcewell nach London gereist, um Abstand zu ihrem untreuen Ehemann zu gewinnen.
Sein plötzliches Auftauchen, ein 200 Jahre altes Fläschchen mit einer Bärengravur und ihre Nachforschungen zu einer früheren Apothekerin, setzen unvermittelt eine unvorhersehbare Kettenreaktion in Gang.

Die zwei Handlungsstränge, die sich immer wieder abwechseln, sind wunderbar harmonisch miteinander verwoben.
Die Story ist durchweg spannend, tiefgreifend und ich habe vom ersten bis zum letzten Moment mitgefiebert.
Auch die Covergestaltung traumhaft schön und hat mich direkt angesprochen.

Für mich ein echtes Hörbuch-Highlight gleich zum Jahresbeginn!
Bereits nach den ersten Kapiteln stand für mich fest, dass die Printversion ebenfalls direkt in mein Bücherregal einziehen wird.
Ich kann diese außergewöhnliche Geschichte nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 09.01.2023

Ein Krimi der mehr kann!

Gaußberg
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Als aus dem Mittellandkanal bei Hannover eine weibliche Leiche gefischt wird, führt die Spurensuche den raubeinigen Kriminalhauptkommissar Wim Schneider unversehens in seine Heimatstadt Braunschweig und ...

Als aus dem Mittellandkanal bei Hannover eine weibliche Leiche gefischt wird, führt die Spurensuche den raubeinigen Kriminalhauptkommissar Wim Schneider unversehens in seine Heimatstadt Braunschweig und zwingt ihn ausgerechnet zur Zusammenarbeit mit seinem ehemaligen Kollegen Manfred.

Kurz darauf verschwindet ein Kind und eine zweite Leiche taucht auf, wodurch der Druck auf die Ermittler wächst.

Währenddessen hat Wim nicht nur mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, sondern muss sich gleichzeitig den Intrigen eines Widersachers zur Wehr setzen.

Und dann taucht immer wieder eine ominöse Villa am Gaußberg bei den Ermittlungen auf.



Wenn ein Braunschweiger, einen Krimi schreibt, der in der schönsten Stadt Deutschlands spielt, dann muss dabei ein gutes Buch bei rauskommen, oder?!



Als waschechte Braunschweigerin freue mich über das Stück Lokalkolorit in meinen Händen, da ich mit den verschiedenen Schauplätzen vertraut bin und die einzelnen Szenen im Buch beim Lesen, so wie ein spannender Film vor meinem inneren Auge ablaufen.

Für Ortsunkundige erledigt das übrigens der tolle, bildhafte Schreibstil des Autors.

Unterbrechungen schaden dem Verfolgen der Story ebenfalls nicht, obwohl man gar nicht gewillt ist, das Buch auch nur einen Moment aus der Hand zu legen.

Die Handlung fesselt tatsächlich ab der ersten Seite , auch wenn Wim Schneider zugegebenermaßen anfangs reichlich unsympathisch auf mich wirkt.

Er ist ein echter, mit viel Persönlichkeit ausgestatteter Charakter, der gerade durch das Zusammenspiel mit den Kolleginnen Rosalie und Biggi, schlussendlich dann doch gewinnt.



Neben dem Schulterschluss der traditionell verfeindeten Städten Braunschweig und Hannover, gelingt hier auch die Zusammenführung der Handlungsstränge zu einem spannenden Showdown am Ende.



Zweifellos ein sehr gelungenes Debüt, dessen Fortsetzung bereits im kommenden Monat erscheint.

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