Eine grandiose Geschichte!
Stunden wie TageAls junge Frau erhält Martha eine Stelle als Hausbesorgerin für das Mietshaus der Brüder Berkowitz in Berlin-Schöneberg. Fortan kümmert sich nicht nur um die Belange des Hauses und dem bunten Potpurri ...
Als junge Frau erhält Martha eine Stelle als Hausbesorgerin für das Mietshaus der Brüder Berkowitz in Berlin-Schöneberg. Fortan kümmert sich nicht nur um die Belange des Hauses und dem bunten Potpurri an Bewohnern, sondern nimmt sich vor allem auch der kleinen Liane an, der Tochter von Henry Berkowitz. Doch die Machtübernahme Adolf Hitlers’ und der zweite Weltkrieg haben tragische Auswirkungen auf die Familie Berkowitz. Eine davon, ist das Schicksal, welches Liane ereilt, die sich aus Liebe dem Widerstand anschließt.
Der Grundstein zu dieser Geschichte legt eine alte, heruntergekommen wirkende Frau, die der Autorin auf den Straßen von Berlin-Schöneberg immer wieder auffällt und ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Sie erfährt, dass die verarmt aussehende Martha E. ist, die in Wirklichkeit ein beachtliches Vermögen besitzt und welches Gerüchten zufolge einer früheren Affäre mit einem hochrangigen Nazi-Bonzen entsprungen sein soll.
Bei ihren intensiven Recherchen fördert Shelly Kupferberg mehr und mehr spannende Fragmente aus der Vergangenheit zutage und verbindet sie mithilfe von einer Spur Fiktion, zu einer erschütternden Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Absolut grandios erzählt.
Der historische Kontext setzt dem Ganzen die Krone auf und macht den Roman zu einem literarisch wichtigen Beitrag gegen die Verbrechen des Nationalsozialismus.
Dieses Buch hätte ich mir damals als Schullektüre gewünscht und hoffe von Herzen, dass es von vielen Menschen gelesen wird!
Für mich ist dieser Roman schon jetzt ein Jahreshighlight!