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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2025

Sehr originelle Science Fiction Story

Das Kollektiv I - Die Beobachter
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Bei „Die Beobachter“ bekommt man es als Leser gleich mit mehreren Erzählsträngen zu tun. Mehrere ganz verschiedene Protagonisten verschiedenen Geschlechts, Alters, Profession und Herkunft haben eines gemeinsam ...

Bei „Die Beobachter“ bekommt man es als Leser gleich mit mehreren Erzählsträngen zu tun. Mehrere ganz verschiedene Protagonisten verschiedenen Geschlechts, Alters, Profession und Herkunft haben eines gemeinsam - sie stellen an sich selbst Fähigkeiten fest, welche die Naturgesetze wie wir sie kennen außer Kraft setzen.

In recht schnell wechselnden Kapiteln lernen wir die verschiedenen Personen nach und nach besser kennen und es wird schnell deutlich, dass hier noch mehrere nicht-menschliche Akteure im Spiel sind, deren Motivation und Pläne undurchsichtig sind.

Der Erzählstil ist wirklich sehr gut, das Buch lässt sich super flüssig lesen und die Ideen des Autors zu den speziellen Fähigkeiten der Akteure und des ganzen Settings an sich sind sehr originell und machen viel Spaß. Manche Charaktere gewinnt man schnell lieb, andere befremden eher oder bleiben noch recht geheimnisvoll. Insgesamt muss man schon aufmerksam am Ball bleiben, denn auch wenn sich einige Zusammenhänge allmählich zeigen, bleiben doch viele Fragen noch offen und es kann hier und da etwas verwirrend sein. Doch wer das tut und Spaß an Science Fiction Elementen hat, wird hier auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Unglaublich berührend

Wo die Sterne am hellsten leuchten
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Mila ist Journalistin und reist nach Rügen, um eine Reportage über das Horizont - eine Einrichtung für schwerkranke Menschen, die Ruhe, Frieden und Genesung suchen. Mit im Gepäck hat Mila ihr eigenes Verlusttrauma ...

Mila ist Journalistin und reist nach Rügen, um eine Reportage über das Horizont - eine Einrichtung für schwerkranke Menschen, die Ruhe, Frieden und Genesung suchen. Mit im Gepäck hat Mila ihr eigenes Verlusttrauma - gut versteckt und weggeschlossen.

Mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen erzählt die Autorin von Begegnungen der besonderen Art und lässt uns Teil haben an Gesprächen, die tief gehen, berühren und ihre Spuren hinterlassen. Es geht um Krankheit, Schmerz und Verlust, aber auch um Hoffnung, pure Lebensfreude und die Begeisterung für die kleinen Dingen des Lebens.

In dieser Atmosphäre entspinnt sich eine wunderschöne Liebesgeschichte, die uns tief blicken lässt in die Seele zweier traumatisierter Menschen und die viel Zeit und Stärke benötigt.

Ein wunderschönes Buch, das mich tief berührt und die ein oder andere Träne gekostet hat.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Interessante Erzählform

Allein gegen die Lüge
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Matt Pine, dessen großer Bruder seit einigen Jahren wegen angeblichen Mordes im Gefängnis sitzt, muss erfahren, dass seine Eltern und seine beiden jüngeren Geschwister bei einem Mexikourlaub ums Leben ...

Matt Pine, dessen großer Bruder seit einigen Jahren wegen angeblichen Mordes im Gefängnis sitzt, muss erfahren, dass seine Eltern und seine beiden jüngeren Geschwister bei einem Mexikourlaub ums Leben gekommen sind. Was ist hier passiert und was hat das alles mit dem inhaftierten Danny zu tun?

Auf sehr interessante und wie ich finde spannende Weise begleiten wir Matt auf dem Weg zur Wahrheit. Aus wechselnden Perspektiven in zwei Zeitebenen erfahren wir, was vor dem vermeintlichen Unfall passiert ist und was heute geschieht.

Besonders spannend finde ich daran, dass wir auch Matts verstorbene Familie kennenlernen, mit deren Tod der Thriller beginnt. Über die Erlebnisse seiner Eltern und seiner Schwester sind wir Matt und FBI Ermittlerin Keller als Leser immer einen Schritt voraus und diese Wissensunterschiede üben durchaus einen gewissen Reiz aus und lassen einen mitfiebern.

Insgesamt gefällt mir der Protagonist sehr gut - er ist ein gewöhnlicher Student, der in diese Situation reinstolpert und sich einfach vollkommen normal und basierend auf seinem Wissensstand verhält. Er ist kein unentdeckter Superheld oder entwickelt auf einmal die Fähigkeiten eines Sonderermittlers sondern schlägt sich mit etwas Glück durch, während ihn die Gesamtsituation durchaus mitnimmt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter. Den Autor werde ich mir auf jeden Fall merken.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Geister der Vergangenheit

Die Schanze
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Ellen kehrt aufgrund ihrer privaten Situation nach vielen Jahren wieder in ihr Heimatdorf am Alpenrand zurück. Als auf einmal Morde passieren, die im Zusammenhang mit Ellens traumatischer Vergangenheit ...

Ellen kehrt aufgrund ihrer privaten Situation nach vielen Jahren wieder in ihr Heimatdorf am Alpenrand zurück. Als auf einmal Morde passieren, die im Zusammenhang mit Ellens traumatischer Vergangenheit stehen, beginnt sie, Nachforschungen anzustellen.

Das Setting in dem kleinen Dorf am Alpenrand hat der Autor gut beschrieben. Dörfliche Klischees, die Eiseskälte und der Schnee bilden den Rahmen für eine geheimnisvolle und bedrohliche Grundstimmung.

Die Protagonistin kommt enttäuscht und emotional verletzt in dem Dorf an und muss zudem noch mit ihrem alten Trauma umgehen, dass sie wie eine Lawine überrollt. Die Gefühlswelt und inneren (und äußeren) Kämpfe von Ellen werden sehr gut transportiert und hinterlassen durchaus eine gewisse Beklemmung.

Nach und nach erfährt der Leser, was damals passiert ist und wie alles zusammenhängt. Leider muss ich sagen, dass mich die Enthüllung nicht überrascht hat. Ich fand die Story recht vorhersehbar. Auch die Charaktere neben Ellen und die zwischenmenschlichen Beziehungen sind mir etwas zu oberflächlich und teils nicht sehr authentisch erschienen.

So bleibt es für mich ein unterhaltsamer aber durchschnittlicher Thriller. Ich vergebe 3,5 Punkte.

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Veröffentlicht am 30.12.2024

Subtile Bedrohung

Die Insel der Angst
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Mir hat „Die Insel der Angst“ sehr gut gefallen. Gleich vorab muss ich vielleicht sagen, dass es kein klassischer Thriller ist, bei dem man atemlos durch die Story getrieben wird. Aber ich finde, der Autor ...

Mir hat „Die Insel der Angst“ sehr gut gefallen. Gleich vorab muss ich vielleicht sagen, dass es kein klassischer Thriller ist, bei dem man atemlos durch die Story getrieben wird. Aber ich finde, der Autor versteht es exzellent, eine subtil bedrohliche Atmosphäre zu schaffen. Das Buch lebt von der Stimmung und Einsamkeit auf der abgelegenen Insel. Von dem mangelnden Vertrauen der Crewmitglieder untereinander und den immer wieder eingestreuten kleinen Situationen, die Unbehaglichkeit auslösen.

Dabei haben wir es bei Protagonistin Tess mit einer ursprünglich investigativen Filmemacherin zu tun, die den eigentlich harmlosen Auftrag erhält, die Insel und die Arbeit des Forschungsteams zu dokumentieren. Bis ein Toter auftaucht und das Unheil seinen Lauf nimmt. Gleichzeitig umgibt Tess das Geheimnis um ein früheres Projekt, bei dem es zu einem tragischen Vorfall kam und das nach und nach gelüftet wird.

Mich hat das Buch gepackt und auch sehr gut unterhalten. Insbesondere den Fall aus der Vergangenheit fand ich sehr spannend. Darüber hinaus wartet die Geschichte auch durchaus mit überraschenden Wendungen auf.

Einzig Tess fand ich zum Ende hin etwas eingeschränkt und plump in ihrer Urteilsfähigkeit - das hat mich zunehmend gestört, da ihre Gedanken und Rückschlüsse für mich nicht zu einer erfolgreichen Investigativ-Filmerin gepasst haben.

Aber insgesamt ein schöner Thriller, der auch stimmig zu Ende gebracht wird.

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