London, 1888.
Stalking Jack the RipperLondon, 1888. Die 17-jährige Audrey Rose Wadsworth hat früh ihre Mutter an einer schlimmen Krankheit verloren, seitdem interessiert sie sich für die Wissenschaft. Doch als Tochter eines Lords ist ihr Interesse ...
London, 1888. Die 17-jährige Audrey Rose Wadsworth hat früh ihre Mutter an einer schlimmen Krankheit verloren, seitdem interessiert sie sich für die Wissenschaft. Doch als Tochter eines Lords ist ihr Interesse nicht gern gesehen und alles andere als gesellschaftlich akzeptiert. Entgegen der Normen geht Audrey jedoch ihren Wünschen nach und ist regelmäßig im Labor ihres Onkels und ich im Hörsaal, denn sie möchte unbedingt Gerichtsmedizin studieren.
Im Labor ihres Onkels sieht Audrey einige Grausamkeiten und stößt auf die Ermittlungen gegen einen Unbekannten, der auf grausame Weise Frauen zurichtet. Audrey stößt auf Ungereimtheiten und Verbindungen, gemeinsam mit ihrem Kommilitonen Thomas Cresswell macht sie sich auf die Suche nach dem berüchtigten Serienmörder Jack the Ripper und reist dabei in ihre eigene Vergangenheit.
Stalking Jack the Ripper ist der erste Band der Die grausamen Fälle der Audrey Rose Reihe von Kerri Maniscalco. Ich mochte den Einstieg in die Reihe sehr gerne, vor allem atmosphärisch konnte mich die Autorin komplett überzeugen. Besonders gut gefallen haben mir auch die Bilder aus der damaligen Zeit, die das Gelesene in einen besonderen Kontext gebetet haben.
Wenn man den Fall Jack the Ripper kennt (was vermutlich bei vielen der Fall ist), dann kommt die Auflösung möglicherweise nicht sonderlich überraschend und es mag der große Knall während des Finales fehlen. Da das Buch insgesamt aber eher langsam und atmosphärisch ist, hat das Ende für meinen Geschmack eben genau in diesen Stil gepasst. Dabei habe ich mir grundsätzlich (paradoxerweise?) im Laufe der Geschichte doch etwas mehr Tempo gewünscht. Das Ende, welches zum nächsten Band hinführt, war dann etwas sehr konstruiert bzw. wurde sehr schnell abgehandelt und wirkt dadurch weniger glaubwürdig. Emotional betrachtet, tat mir die Entlassung aus diesem Band, auf diese Weise, sehr gut. Rational gesehen, war es aber nicht ganz glaubwürdig. Weswegen ich mir generell etwas mehr Input gewünscht hätte.
Mir hat das Stalking Jack the Ripper aber sehr viel Spaß gemacht und ich fand auch die Danksagung der Autorin, mit einer historischen Einordnung sehr gelungen. Ich bin gespannt, wie es für Audrey bei Hunting Prince Dracula weitergeht.