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Veröffentlicht am 11.05.2026

Schloss Celurdur

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss
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Faye lebt im magischen Schloss ‚Celurdur‘, das an jeder Ecke mit unglaublichen fantastischen Wesen gespickt ist. Bewacht wird das Schloss vom Zauberer West, der mit Süd, Nord und Ost für das Gleichgewicht ...

Faye lebt im magischen Schloss ‚Celurdur‘, das an jeder Ecke mit unglaublichen fantastischen Wesen gespickt ist. Bewacht wird das Schloss vom Zauberer West, der mit Süd, Nord und Ost für das Gleichgewicht der Region sorgt. Als West plötzlich als Geist erwacht, ist im klar, dass er dringend einen Nachfolger benötigt. Kurzerhand plant er ein Turnier und lädt die Jungs aus der Gegend zu diesem ein, doch kann einer von ihnen Faye das Wasser reichen? Oder ist es an der Zeit alte Gewohnheiten zu brechen und ein Mädchen zur Nachfolgerin zu machen?

Faye Fableheart von Ryan Graudin ist ein magisches Abenteuer für Kinder ab neun Jahren. Graudin erschafft nicht nur eine fantastische Geschichte, sondern auch unheimlich tolle Charaktere, die tiefgründig beschrieben werden. Sei es die sympathische Protagonistin Faye, die Mut beweist, beschützt und für Zusammenhalt sorgt, die toughe Königstochter Illian oder ihr smarter Bruder Max. Doch auch der Zauberer West und der kleine Fiesling Vance sind nicht das, was sie auf den ersten Blick zu sein scheinen und verbergen hinter ihrem ersten Eindruck eine zerbrechliche Seite.

Man erahnt zwar ziemlich schnell, wohin die Reise mit Faye und dem Turnier gehen wird, doch bis man das Ziel erreicht, warten eine Menge Überraschungen und spannende Wendungen auf einen und das Tempo der Geschichte wird auf diese Weise stets hoch gehalten. Und obwohl die Geschichte wirklich viel Action und spannende Momente bereithält, hat sie auch noch ganz viel Platz für tolle Botschaften. Faye Fableheart übermittelt die Wichtigkeit des Zusammenhalts, um die Stärken des Einzelnen zu fördern und hervorzuheben, aber auch dass die Fähigkeiten und Wünsche des Einzelnen unabhängig von ihrem Geschlecht sind. So möchte Max nicht der nächste König werden und würde aufgrund seines Charakters auch gar nicht in die Rolle passen, während seine Schwester alles mitbringt, um das Land zukünftig zu regieren.

Immer wieder wird die Geschichte mit Zeichnungen der Illustratorin Geraldine Rodríguez ausgeschmückt, die die Szenen super einfangen und ein wenig an die bekannten Disneyfiguren erinnern.

Faye Fableheart überzeugt auf jeder Ebene. Ein toller, temporeicher Schreibstil, ein magisches Abenteuer und wundervolle Figuren erschaffen ein kurzweiliges Lesevergnügen mit vielen wichtigen Botschaften und einem tollen Ende.

Veröffentlicht am 10.05.2026

Achtung: Prequel!

Requiem für einen blutroten Stern
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1873, London. Der Konzertpianist Cedric Edwards bekommt eine folgenschwere Diagnose, er ist sterbenskrank und ihm sollen nur noch wenige Jahre bleiben. Seine beiden Töchter müssen bereits den Tod ihrer ...

1873, London. Der Konzertpianist Cedric Edwards bekommt eine folgenschwere Diagnose, er ist sterbenskrank und ihm sollen nur noch wenige Jahre bleiben. Seine beiden Töchter müssen bereits den Tod ihrer Mutter verarbeiten und Cedric würde alles dafür tun, um bei ihnen zu bleiben. Da kommt ihm der ungewöhnliche Therapievorschlag seiner Ärztin Dr. Shaw wie gerufen und er hinterfragt die potenzielle Unsterblichkeit nicht. Doch hat Cedric damit wirklich ein Leben bei seinen Töchtern gerettet oder holt er sich vielleicht eine ganz andere Dunkelheit ins Leben?

Requiem von Anika Beer ist ein unheimlich atmosphärischer Fantasy Roman aus dem viktorianischen London. Anika Beer schafft es, die damalige Atmosphäre aufzufangen und es gelingt trotz fantastischer Elemente ein einfacher Weltaufbau. Der Einstieg ins Buch war unfassbar gut, Beer Schreibstil ist detailliert und stimmungsvoll, sodass man gerne durch die Seiten fliegt. Der Perspektivwechsel zwischen dem Konzertpianisten Cedric Edwards und dem Heimjungen Dorián sorgt für ein temporeiches Lesevergnügen, das nicht nur eine Geschichte schreibt, sondern auch immer wieder gesellschaftliche Kritik einbaut, die bis heute reicht. So unfassbar gut mir jedoch der Beginn gefallen hat, der ein Gefühl für ein Highlight übermittelt hat, so schwach wurde es dann leider gegen Ende des Buches. Ich empfand es unfassbar schade, dass viele Fragen, die sich im Laufe des Buches stellen, nicht geklärt werden und man erst mit Beenden des Buchs erfährt, dass es sich hierbei um ein Prequel handelt. Das macht das Ende natürlich verständlich, sorgt bei mir dennoch eher für ein schlechtes Lesegefühl, denn inhaltlich scheint die Hauptreihe sehr weit weg von Requiem und weckt mein Interesse überhaupt nicht. Weitere Schwachstellen waren für mich die sehr einfachen Auflösungen, die nicht so recht zum clever aufgebauten Universum gepasst haben, dass sehr detailliert und fein ausgeklügelt war.

Deswegen reicht es am Ende schweren Herzens nur für 2,5*, die der Autorin und ihrem Schreibstil absolut nicht gerecht werden, denn dieser war hervorragend und die Figuren, vor allem Cedric Edwards wurden unfassbar toll gezeichnet, aber für mich blieben am Ende leider zu viele Fragen offen oder wurden mit ‚das ist eine andere Geschichte‘ beantwortet, was mich absolut unzufrieden zurücklässt. Dennoch werden ich weitere Werke der Autorin im Auge behalten, denn diese schreien eindeutig nach ganz viel Potenzial.

Veröffentlicht am 09.05.2026

Das Monster unterm Bett

Licht ins Dunkel
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Rupert Rumpelstil ist das jüngste Mitglied seiner Familie der Kammerjäger und er ist sich sicher, er möchte nicht der nächste Kammerjäger werden. Doch aktuell beschäftigt Rupert noch eine ganz andere Frage, ...

Rupert Rumpelstil ist das jüngste Mitglied seiner Familie der Kammerjäger und er ist sich sicher, er möchte nicht der nächste Kammerjäger werden. Doch aktuell beschäftigt Rupert noch eine ganz andere Frage, wohin verschwand sein Vater vor einigen Jahren und warum kam er nie wieder zurück?

Licht ins Dunkel von Steffen Gumpert ist ein gruseliges Mitmachabenteuer für Kinder ab acht Jahren. Jede Doppelseite endet mit einem kleinen Rätsel, das sich aufgrund der Geschichte ergibt, aber teilweise auch viel Zeit beim Rätseln und Nachschauen erfordert und damit nicht nur Spaß macht, sondern auch ein wenig Geduld erfordert. Die Illustrationen sind hervorragend gelungen und wecken nicht nur dann Interesse, wenn das Rätsel besonders ins Detail geht!

Der Comic hat uns von der ersten Seite an eine Menge Spaß bereitet. Rupert ist ein toller Protagonist, der mit Günther einen coolen Kumpel an seine Seite bekommt. Die Dialoge zwischen den beiden haben immer wieder für Lacher gesorgt! Auch Ruperts Entwicklung und die Vorstellung seiner Mama waren ein kleines Highlight.

Licht ins Dunkel ist ein wunderbarer Comic zum Mitmachen, Mitlachen und Herz zeigen! Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 09.05.2026

Memento Mori!

Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm
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Rahel Winter wird halbnackt im Schnee gefunden, doch leider kommt für sie jede Hilfe zu spät. Für Wase Rahimi stellt sich die Frage, ob die ehemalige Theaterschauspielerin Suizid beging oder kaltblütig ...

Rahel Winter wird halbnackt im Schnee gefunden, doch leider kommt für sie jede Hilfe zu spät. Für Wase Rahimi stellt sich die Frage, ob die ehemalige Theaterschauspielerin Suizid beging oder kaltblütig ermordet wurde. Noch weiß Wase jedoch nicht, dass Rahels Schicksal weit zurückreicht und mit dem Leben eines guten Freundes verbunden ist.

Vier Minuten Stille von Chris Warnat klang nach einem packenden Thriller und wurde für mich leider ein langweiliger Krimi. Ich bin kein besonders großer Fan von Krimis, die extrem viel persönliche Probleme der Ermittler beinhalten, weswegen ich aktuell auch einen großen Bogen um Krimis mache. Auf diesem Buch steht allerdings Thriller drauf und der Klappentext klang unheimlich vielversprechend, daher musste ich zum Buch greifen und wurde dementsprechend enttäuscht.

Während der Prolog noch Interesse wecken kann, verflacht dieses mit den ersten Kapiteln, die wir vor allem aus der Sicht des Ermittlers Wase Rahimi erleben. Perspektiven des Ermittlerteams können grundsätzlich spannend sein, in diesem Fall drifteten mir Wases Gedanken viel zu häufig zu unwichtigen Aspekten ab und generell wurde extrem viel Wert auf irrelevante Details gelegt, was dem Lesegefühl nicht zu Gute kam und die Geschichte langwierig und zäh wirken ließ. Der Fall selbst wurde nur peripher behandelt und entscheidende Entwicklungen gab es vor allem dann, wenn man nicht in Wases Perspektive unterwegs war.

Zum Ende hin wechselt die Perspektive durchgehend, sodass wir 1/5 des Buches gar nicht mehr aus Wases Perspektive erleben. An der Stelle nahm das Tempo für mich deutlich zu und das erste Mal kam ein Gefühl von ‚Thriller‘ auf, sodass für mich am Ende die Frage bleibt, welchem Zweck Wases Perspektive diente, wenn sich der Fall nicht aus seiner Sicht löst und wir seine Perspektive gar nicht mehr einnehmen. Unausgewogen empfand ich auch den Aspekt der Detailverliebtheit, wo zu Beginn vorbeifliegende Reiher genauer erläutert werden, werden entscheidende Szenen am Ende nicht auserzählt und nur in der Retroperspektive im Schnelldurchlauf erlebt.

Während des Lesens fällt auch auf, dass Vier Minuten Stille an Fünfzehn Sekunden anknüpft und man Beziehungen zwischen den einzelne Ermittlern wohl mit dem nötigen Vorwissen besser verstehen kann, da ich den ersten Band jedoch nicht gelesen habe, empfand ich das Geflecht an manchen Stellen eher verwirrend und würde empfehlen, den ersten Band vorab zu lesen.

Vier Minuten Stille konnte mich leider gar nicht überzeugen, der Klappentext verspricht unheimlich viel Spannung, dem das Buch nicht gerecht werden konnte. Möglicherweise geht es jenen, die besonders gerne Krimis lesen anders, aber ein Thriller war das für mich überhaupt nicht.

Veröffentlicht am 29.04.2026

Düsternis über Hamburg

Im Nordlicht
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Hamburg, 1914. Alice’ Tochter Rosa ist verschwunden und Alice kann sie nicht finden. Lediglich ihr Ehemann Henk weiß, wo sie ist und nutzt dieses Wissen, um die Scheidung zu verhindern. Um vor Gericht ...

Hamburg, 1914. Alice’ Tochter Rosa ist verschwunden und Alice kann sie nicht finden. Lediglich ihr Ehemann Henk weiß, wo sie ist und nutzt dieses Wissen, um die Scheidung zu verhindern. Um vor Gericht einen guten Eindruck zu erwecken, nimmt Alice eine Stelle in der Villa John Reeves’ an.

John Reeves steht kurz vor der Hochzeit, doch er zweifelt und alles um ihn herum zerfällt. Kann er Evelyn wirklich das Ja-Wort geben, wenn sein Herz doch an Alice hängt? Und würde John Alice wirklich noch lieben, wenn er ihre Vergangenheit kennen würde?

Im Nordlicht ist der zweite Teil der Nordwind-Saga, welche das Schicksal von Alice Bloom und John Reeves erzählt. Wie gewohnt schafft es Miriam Georg eine Welt zu erschaffen, die authentisch wirkt, welche man aufgrund der Beschreibung aufnimmt, deren kalten Luftzüge man an den eigenen Armen spürt und deren Schicksale einen ans Herz gehen.

Die Charaktere wirken in ihrem Auftreten und ihren Gedanken authentisch und gleichzeitig sind wieder so vielfältige Charaktere dabei, dass man eine Menge Sympathieträger und Antipathen entdecken kann, vor allem in diesem Band sind unsympathische Gedankenzüge oder Handlungen wirklich stark ausgeprägt. Das in Band eins ausgelegte Spinnennetz, welches einige Fragen offen ließ, wurde in diesem Band vollumfänglich gelöst und lässt einen zufrieden die Dilogie beenden. Dennoch war Im Nordlicht für mich etwas schwächer als bisherige Bücher der Autorin, was vor allem an den düsteren Gedanken der Figuren lag, die sich zu einem gewissen Zeitpunkt komplett durch alle Figuren zog, weswegen das Lesen zeitweise wirklich niederschlagend war. Das hat zwar nichts an der Authentizität verändert, denn ich bin mir sicher, dass die Stimmung absolut nicht unrealistisch ist, dennoch war es für mich einfach etwas zu viel.

Dennoch bleibt meine grundlegende Stimmung gegenüber Bücher der Autorin weiterhin gleich. Wären alle historischen Romane so einnehmend, wie ihre, dann wäre es wohl mein liebstes Genre. Denn am Ende bleibt nicht nur das Gefühl, dass man unterhalten wurde, sondern dass man auch etwas vom damaligen Zeitgeist mitgenommen hat und man erkennt, welche Strukturen herrschten und wie sie sich verändert haben. Beeindruckend, wie sie den Geist der Zeit trifft, die Gedanken der damaligen Welt widerspiegelt, damit den Fortschritt aufzeigt, aber auch deutlich macht, woher gewisse Strukturen und Denkmuster auch noch heute kommen.

Im Nordlicht ist ein toller Abschluss der Nordwind-Saga, das trotz aller Düsternis Hoffnung übermittelt und auch seine hellen Momente hat.