Cover-Bild Im Nordlicht
Band 2 der Reihe "Die Nordwind-Saga"
(28)
  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
14,00
inkl. MwSt
  • Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 576
  • Ersterscheinung: 15.10.2024
  • ISBN: 9783499012303
Miriam Georg

Im Nordlicht

Der zweite, berührende Band von Miriam Georgs «Nordwind»-Saga.


Hamburg, 1914. Alice’ kleine Tochter ist verschwunden! Die junge Mutter sucht überall nach Rosa. Vergeblich. Nur ihr unberechenbarer Ehemann Henk weiß, wo sie ist. Aber er schweigt. Weil Alice sich von ihm scheiden lassen will, benutzt er das Kind als Druckmittel. In ihrer Verzweiflung nimmt Alice eine Stelle als Dienstmädchen in der Villa von John Reeven an. Die Arbeit bei dem Anwalt ist ihre einzige Hoffnung, vor Gericht einen guten Eindruck zu machen.

Seine Familie, seine Verlobung, das Vermögen – alles um John herum zerfällt. Die Hochzeit steht kurz bevor. Aber wie kann er, mit Alice täglich vor Augen, eine Vernunftehe mit Evelyn eingehen?

Unaufhaltbar wächst die Liebe zwischen Alice und John, doch eine Verbindung zwischen ihnen ist ausgeschlossen. Ihre Welten sind zu verschieden. Und John ahnt nichts von Alice‘ Vergangenheit, die sie mit aller Macht vor ihm verborgen hält …



«Miriam Georg gehört zu den wenigen Autorinnen, denen das Kunststück gelingt, Fakten und Fiktion auf unterhaltsame Weise zusammenzubringen.»  Westfälischer Anzeiger

Weitere Formate

Dieses Produkt bei deinem lokalen Buchhändler bestellen

Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2026

Dramatischer und packender Abschluss der historischen Dilogie um die gesellschaftlichen Zwänge, Liebe und Ränken zur damaligen Zeit

0

Alice Bloom ist auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter Rosa, die ihr Ehemann, von dem sie sich scheiden lassen möchte, ihr entzogen hat. Im Haus der Familie von John Reeven, der sie bisher als ...

Alice Bloom ist auf der verzweifelten Suche nach ihrer Tochter Rosa, die ihr Ehemann, von dem sie sich scheiden lassen möchte, ihr entzogen hat. Im Haus der Familie von John Reeven, der sie bisher als Anwalt vertreten hat, hat Alice eine Anstellung als Dienstmädchen gefunden, wobei es beide schmerzt, dass sie sich so nah sind, aber ihre Gefühle nicht zulassen dürfen. John muss die Heirat mit seiner Verlobten Evelyn planen, nachdem die Familie mit der Erkrankung von Johns Vater Theodor und dem überraschenden Tod von Evelyns Eltern gelitten hat.
Auch Johns Schwester Blanche leidet, hat aber einen Plan entwickelt, um der Tyrannei ihres Ehemanns Einhalt zu gebieten. Währenddessen verzweifelt Marlies an ihren unerwiderten Gefühlen für John, ist sie doch mit seinem Bruder Julius verheiratet, der wiederum mit seinem Rang innerhalb der Familie hadert.

"Im Nordlicht" ist der zweite Band der atmosphärischen "Im Nordwind"-Saga und setzt genau dort fort, wo "Im Nordwind" spannungsgeladen endete.

Der Fokus der Geschichte liegt weiterhin auf Alice, insbesondere da über Rückblenden in die Zeit vor der Jahrhundertwende erzählt wird, was sie in jungen Jahren durchgemacht hat und ihr im Kampf um das Sorgerecht für Rosa zum Verhängnis werden könnte. Darüber hinaus werden die Lebensgeschichten der weiteren aus Band 1 bekannten Personen vertieft. Im Hause Reeven spielen sich dabei zahlreiche Dramen ab, die jedoch nicht unglaubwürdig sind, sondern mit der Entwicklung der Figuren schlüssig einhergehen.

Die Geschichte ist facettenreich und lebendig und verknüpft anschaulich die harten Fakten der damaligen Zeit mit den emotional bewegenden Schicksalen der fiktiven Personen.
Der Roman versetzt die/ den LeserIn nach Hamburg ins Jahr 1914 und entwirft ein detailgetreues Porträt der Gesellschaft, wobei die unterschiedlichen sozialen Schichten mit ihren Schwierigkeiten und Entscheidungen beleuchtet werden. Die Liebesdramen und Sorgen um geliebte Angehörige treffen Arm und Reich. Für die untere Schicht ist das Leben ein ewiger Kampf und mit Leid verbunden, das mitunter zu Verzweiflungstaten führt. Aber auch die Schicksale der Privilegierten gehen nahe, die in den Konventionen gefangen sind und sich Glück ebenso wenig erkaufen können.

Gefesselt verfolgt man jedes einzelne Schicksal, unabhängig von sozialem Rang oder Sympathie, und kann durch die sich stetig ändernden Perspektiven in die Lebenswelt, Gedanken und Gefühle jedes einzelnen eintauchen. Mit dem Wechsel zwischen Vergangenheit und erzählender Gegenwart steigert sich die Spannung um das Schicksal von Alice, deren Geheimnisse bekannt zu werden drohen, und ihrer Tochter kontinuierlich bis zum Ende.
"Im Nordlicht" ist ein dramatischer und packender Abschluss der historischen Dilogie, der die in Band 1 aufgeworfenen Themen Scheidungsrecht, Gewalt in der Ehe, soziale Ungerechtigkeit, Depressionen, Zwangsprostitution und Menschenhandel noch weiter vertieft und die gesellschaftlichen Zwänge zur damaligen Zeit eindrücklich darlegt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.10.2025

Nach dem Nordwind folgt das Nordlicht

0

„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten ...

„Im Nordlicht“ ist der zweite und letzte Teil der Nordwind-Saga. Da mir der erste Teil „im Nordwind“ so gut gefallen hat, habe ich mir auch dieses Buch gekauft. Prinzipiell könnte man auch nur diesen zweiten Teil lesen, ich persönlich habe mich entschieden, vorab sogar noch einmal den ersten Teil zu lesen.
Diese historische Roman-Saga, die in den Jahren 1913 und 1914 spielt, erzählt auf sehr unterhaltsame Weise die Geschichte einer Verlorenen, die sich von ihrem brutalen Mann scheiden lassen und dabei auch noch das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter erstreiten will. Der reiche Anwalt John Reeven ist bereit, für ihre Rechte zu kämpfen und sie verlieben sich ineinander, obwohl ihnen bewusst ist, dass er verlobt ist und bald heiraten wird.
Der zweite Band fügt sich nahtlos an das Ende des ersten Bandes an und die Autorin ist dabei ihrer Linie des ersten Bandes treu geblieben. Ich war auch von diesem Buch bis zum Schluss total begeistert. Dies lag nicht nur an dem herrlichen, flüssigen Schreibstil von Miriam Georg sondern auch an der Struktur des Buches. Die Autorin hält weiterhin die Spannung durch zwei Zeitebenen, in denen die Geschichte von Christina/Alice erzählt wird. Beide Zeitebenen sind jeweils chronologisch erzählt. Es gibt immer wieder portionsweise Rückblicke von Christina/Alice aus ihrem früheren Leben und es werden immer mehr Geheimnisse preisgegeben.
Ich konnte mir alle Protagonisten richtig gut vorstellen. Diese sind sehr facettenreich und realistisch beschrieben. Die wunderschöne, starrköpfige Alice und der Ruhe ausstrahlende John sind liebevoll gezeichnet und ich fand sie weiterhin durchgehend sehr sympathisch. Von Johns Familie fand ich nur seine Schwester Blanche sehr sympathisch und ich freute mich über ihre Weiterentwicklung. Die Ehe von Johns Bruder Julius und Marlies hat sich in eine Richtung weiter entwickelt, die mich einerseits überrascht und andererseits entsetzt hat.
Fazit:
Ich kann die Nordwind-Saga uneingeschränkt weiterempfehlen, da ich auch dieses zweite Band innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2025

Wunderbare Fortsetzung

0

Wir begeben uns nach Hamburg ins Jahr 1914. Rosa, die kleine Tochter von Alice ist verschwunden. Vergeblich hat sie bisher nach ihr gesucht. Ihr Ehemann Hank weiß, so sie sich befindet, aber er benutzt ...

Wir begeben uns nach Hamburg ins Jahr 1914. Rosa, die kleine Tochter von Alice ist verschwunden. Vergeblich hat sie bisher nach ihr gesucht. Ihr Ehemann Hank weiß, so sie sich befindet, aber er benutzt die Tochter als Druckmittel, da Alice sich von ihm scheiden lassen will. Um Eindruck vor Gericht zu machen, nimmt Alice eine Stelle als Dienstmädchen beim Anwalt John Reeven an. Obwohl es keine Verbindung zwischen Alice und John geben darf, entwickelt sich zwischen den beiden eine Anziehungskraft, der sie sich nicht entziehen können.

Dies ist die Fortsetzung der Nordwind-Saga. Der Autorin Miriam Georg ist es wieder gelungen einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, so dass man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Der Einstieg beginnt sehr ruhig bis sich nach und nach Spannung aufbaut. Alles ist sehr bildhaft beschrieben und man hat das Gefühl an der Seite von Alice zu stehen. In kurzen Rückblenden erfährt man mehr über das Leben von Alice. In der Vergangenheit musste sie viel erleiden und trägt ein Geheimnis mit sich.
Mir hat dieser Ausflug nach Hamburg wieder gut gefallen und ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, der historische Romane liebt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2025

Sittengemälde der Hamburger Gesellschaft

0

Was passiert, wenn du vor Scham nicht über deine Vergangenheit sprichst – und plötzlich alles auf dem Spiel steht?

Mit Alice hat Miriam Georg eine sehr beeindruckende Protagonistin geschaffen: eine starke ...

Was passiert, wenn du vor Scham nicht über deine Vergangenheit sprichst – und plötzlich alles auf dem Spiel steht?

Mit Alice hat Miriam Georg eine sehr beeindruckende Protagonistin geschaffen: eine starke Frau, die für ihre Tochter alles tut und ihr Ziel nie aus den Augen verliert.

Eines vorweg: Zum besseren Verständnis empfehle ich, den ersten Teil der Saga gelesen zu haben. Grundsätzlich ist das Buch zwar auch ohne Vorkenntnisse verständlich, da vieles noch einmal erklärt wird – aber der Roman knüpft nahtlos an die Ereignisse aus Band eins an. Es gibt erneut Rückblenden, wie auch schon im ersten Band, die sich deutlich besser einordnen lassen, wenn man die „Vorgeschichte“ kennt. Auch für die Figurenentwicklung ist es interessanter, den Vorgängerroman gelesen zu haben.

Alice steht im Mittelpunkt dieses Romans, doch wir erleben die Geschichte nicht nur aus ihrer Perspektive. Auch viele andere Figuren schildern die Ereignisse aus ihrem eigenen Blickwinkel – darunter natürlich John Reeven, aber auch Julius, Jaris, Henk, Blanche und einige mehr. Das gibt uns als Lesende die Möglichkeit, zu den wichtigsten Charakteren eine emotionale Bindung aufzubauen. Auf die Rolle der einzelnen Figuren möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen, um nicht zu viel von der Handlung zu verraten.

Der Roman ist geprägt von starken Gefühlen: Scham, Trauer und Verzweiflung – aber auch der unbeschreiblichen Liebe einer Mutter zu ihrem Kind. Themen wie häusliche Gewalt, die Rolle der Frau in Familie und Gesellschaft, Scheidung, Schwangerschaft, Suizid und Prostitution werden offen angesprochen.

Es handelt sich um ein sehr detailgetreues Sittengemälde der Hamburger Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Roman zeigt die Diskrepanz zwischen der sogenannten besseren Gesellschaft, den einfachen Arbeitern und den Dienstboten. Und doch vereinen all diese unterschiedlichen Schichten dieselben Probleme, Hoffnungen und Wünsche. Krankheit, Tod und familiäre Konflikte machen nicht vor Standesgrenzen halt – ebenso wenig wie Glück, Zufriedenheit, Freundschaft und Liebe.
Eine privilegierte Stellung bedeutet nicht automatisch ein erfülltes Leben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2025

Der Abschluss

0

Nachdem ich den ersten Band Im Nordwind gelesen, und Alice kennengelernt hatte, wartete ich gespannt auf das Erscheinen des zweiten Bandes.

Es hat ein wenig gedauert, bis ich wieder in der Geschichte ...

Nachdem ich den ersten Band Im Nordwind gelesen, und Alice kennengelernt hatte, wartete ich gespannt auf das Erscheinen des zweiten Bandes.

Es hat ein wenig gedauert, bis ich wieder in der Geschichte drin war, da ich zwischen Band 1 und Band 2 viele Bücher gelesen hatte.

Alice hat mich mit ihrem unwiderstehlichen Kampfgeist ihr Kind zu finden gleich wieder in ihren Bann gezogen.
Sie arbeitet inzwischen in der Villa der Familie Reeven, was natürlich neue Probleme aufwirft.
Bewundernswert fand ich die Art wie Alice mit ihrem Problem umging.
Die einzelnen Beziehungen zwischen den Familienpaaren waren natürlich auch in ein großes Thema. Hier fanden wir Vernunftehe, Krankheit, Missbrauch, um nur einiges zu nennen.
Es war interessant zu sehen, wie hier der Schein trügen konnte und jeder für sich eine Art Schauspiel zelebrierte.
Henk war so grausam und eklig, das ich mit Alice litt und stark hoffte, das sie einen Ausweg und ihr Kind finden würde.

Ein toll geschriebener Roman, der mich in Teil 1 und 2 begeisterte.
Ich bin gespannt was die Autorin weiterhin schreibt und bin mir sicher, das ich auch weitere Bücher von ihre lesen möchte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere