Vielversprechender Auftakt der Dilogie
Die Geheimnisse von LiebentalDies ist mein erster Roman der Bestseller-Autorin Marion Johanning und mein erster Eindruck war gleich positiv, als ich das kunstvolle Buchcover mit der Kräutermagd Sophie im Vordergrund und das Schloss ...
Dies ist mein erster Roman der Bestseller-Autorin Marion Johanning und mein erster Eindruck war gleich positiv, als ich das kunstvolle Buchcover mit der Kräutermagd Sophie im Vordergrund und das Schloss Liebental im Hintergrund sah. Es ist ein absoluter Hingucker und passt wunderbar zu diesem hervorragenden historischen Roman.
Die Autorin verwebt ausgezeichnet das historische Kraichgau um 1700 mit einer fesselnder Fiktion um die Hauptprotagonistin Sophie. Sie beschreibt die einzelnen Szenen so bildhaft, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte: das Verhalten der Adligen gegenüber ihren Untertanen sowie die damals vorherrschende Denkweise der einfachen Menschen mit ihren täglichen Problemen. Ich fand die Hauptprotagonistin Sophie, die als Waise sich durchschlagen muss, bis sie Unterschlupf bei einem Wundarzt und später bei einer Hugenottin findet, sehr sympathisch, da sie hilfsbereit, klug, verantwortungsbewusst und vor allem selbstbewusst ihren Weg ging. Der Verwalter des Schlosses Liebental, Andreas Rotfeld, erkennt schnell ihre Kräuterkenntnisse und stellt sich immer wieder schützend vor sie. Die adligen Protagonisten wie zum Beispiel Freiherr Philipp von Reintz sind ebenfalls authentisch dargestellt. An ihnen konnte man sehr gut erkennen, wieviel ihnen ein Menschenleben, vor allem des einfachen Volkes, wert ist.
Dank des flüssigen und packenden Schreibstils konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, da ich immer nur noch weiterlesen wollte, um zu erfahren, wie es mit Sophie weitergeht. So erfolgt in diesem Auftakt der Dilogie die Erklärung von Sophies immer wiederkehrenden Albträumen und auch die Auflösung ihrer Herkunft.
Bonusmaterial:
Im Anhang gibt es ein – wenn auch relativ kurzes - Glossar mit Erläuterungen, das ich sehr hilfreich fand. Mich hat es überrascht, dass es kein Personenverzeichnis gab, aber da die Anzahl der Personen überschaubar war, habe ich es letztendlich überhaupt nicht vermisst.
Struktur:
Die einzelnen Kapiteln haben eine angenehme Leselänge. Da es teilweise Untertiteln mit Information über den Handlungsort und den Zeitraum gibt, wusste ich immer genau, wo und wann gerade die Handlung spielt.
Fazit:
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, freue mich auf eine baldige Fortsetzung und vergebe volle Punktzahl