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Veröffentlicht am 21.08.2021

Der Horror kennt keine Grenzen

Die Nacht – Wirst du morgen noch leben?
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Nach dem fulminanten Auftakt der neuen Krimireihe um das ungleiche Ermittlerduo Björk und Brandt in dem Thriller das Spiel war ich gespannt, inwieweit der Autor den zweiten Roman gestalten würde. Herausgekommen ...

Nach dem fulminanten Auftakt der neuen Krimireihe um das ungleiche Ermittlerduo Björk und Brandt in dem Thriller das Spiel war ich gespannt, inwieweit der Autor den zweiten Roman gestalten würde. Herausgekommen ist ein erneut spannender, dramatischer aber auch grausam authentisch erzählter Thriller, welcher mich bis zum Schluss in den Bann gezogen hat. Das Cover ist bunt gestaltet. Der Leser blickt in das Gesicht eines Wolfes, welcher diesen direkt anzuschauen vermag. Der Klappentext gibt einen kurzen Überblick über die Handlung, ohne zu viele Details bereits offen zu legen. Im Wesentlichen geht es in dem Thriller um einen Psychopathen, welcher sich „Nachtmann“ nennt, welcher fünf verschiedene Menschen an einem geheimen Ort gefangen hält. Er entwickelt eine perfide Methode, um diese nach und nach unter qualvollen Möglichkeiten dem Lebensende nahe zu bringen. Die Top Ermittlerin Inga Björk sowie Christian Brand werden dabei erneut mit einem Fall konfrontiert, welcher diese an den Rand ihrer physischen und psychischen Schaffenskraft bringen wird.

Die beiden Hauptprotagonisten Inga Björk und Christian Brandt sind dabei, wie bereits im ersten Band sehr unterschiedliche Persönlichkeiten. Dem Autor ist es dabei erneut sehr gut gelungen nicht zu viel Alltagsgewohnheiten die beiden Charaktere offenzulegen. Viel mehr sind es die verschiedenen Verhaltensweisen sowie die nicht so durchsichtigen Lebens- und Verhaltensweisen dieser beiden welche zusätzliche Spannung und auch Spekulation beim Lesen mit sich bringen. Die vielseitigen Nebendarsteller der Geschichte sind erneut aus verschiedenen Gesellschaftsschichten vertreten. Dabei hat mir der Charakter der Sophia Weilandt bzw. des Benjamin Sommers am besten gefallen. Lange bleibt der Leser über die Personen bzw. die Eigenschaften einer Person im dunklen. Erst am Ende lichtet sich nach und nach der Schleier der Erkenntnisse bzw. der Dramatik über die wahren Persönlichkeiten. Der Aufbau der Geschichte ist logisch und es sind nur sehr wenige nachvollziehbare Zeitsprünge erkennbar. Der Schreibstil ist flüssig, spannend und dialogorientiert und sehr gut lesbar. Die Spannung der Geschichte ist bis zum Schluss ausnahmslos hoch und es offenbart sich ein nicht vorhersehbares oder vermutetes Ende dieser. Als Zielgruppe des Romanes kommen sowohl Männer als auch Frauen mit starken Nerven in Betracht. Das Fazit ist sehr positiv. Spannend, dramatisch und nicht durchschaubar ist dieser Roman besser als die meisten Thriller, welche ich bisher in Kino oder im Fernsehen erleben durfte. Eine ganz klare Leseempfehlung für alle Thriller Fans oder solche die es vielleicht noch werden möchten. Ich bedanke mich bei Random House und dem Autor für die erneut spannenden Lesestunden.

9/10P.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Es heißt Abschied nehmen

Ein neuer Anfang
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Der Abschluss der Hebammen-Saga von Nicole Winterberg, es heißt Abschied nehmen von Edith, Margot und Luise. Das Cover ist gut gestaltet und hat einen hohen Wiedererkennungswert zu den drei vorangegangenen ...

Der Abschluss der Hebammen-Saga von Nicole Winterberg, es heißt Abschied nehmen von Edith, Margot und Luise. Das Cover ist gut gestaltet und hat einen hohen Wiedererkennungswert zu den drei vorangegangenen Covern. Das Buch beginnt im Jahr 1957 und beschreibt die Ereignisse um die drei Freundinnen und ihre Schützlinge bis in das Jahr 1959.

Es ist wieder viel los bei den drei Hebammen, jede hat ihren Bereich, für den sie sich ganz besonders verantwortlich fühlt, dabei stehen sie immer füreinander ein und unterstützen die anderen, ganz nach dem Motto nur gemeinsam ist man stark. In dem neuen Lehrjahr fangen drei junge Frauen ihre Ausbildung zur Hebamme an: Jule, Helga und Marion. Diese drei erinnern die Freundinnen an ihre eigenen Anfänge.

Die Themen des Romans, gleichen denen der ersten Bände, es geht natürlich wieder viel um die Schwangerschaft, die Geburt und die Säuglingspflege, hinzu kommt diesmal noch der Fokus auf illegale Abtreibungen und die Aufklärung der jungen Frauen in den 50er Jahren.

Aber auch die Themen Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt und Loyalität sowie Vertrauen stehen im Mittelpunkt, ebenso, dass die Frau unabhängig von ihrem Mann sein möchte. Viel neues an Themen hat der vierte Teil der Saga somit nicht zu bieten. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Kreativität gewünscht.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt sehr gut zu lesen, die vielen guten Dialoge helfen den Roman in einem hohen Tempo zu lesen und sorgen für einen guten Lesefluss. Der Roman wird chronologisch erzählt, es finden einige Zeitsprünge statt, die aber durch Zeitangaben kenntlich gemacht werden. Der Haupthandlungsort ist Berlin.

Der Roman kommt in erster Linie für Frauen in Frage, da sich vieles um die Gesundheit der Frau und Schwangerschaft sowie Geburt dreht und Männer hier eher wenig Identifikationspunkte haben werden. Auch bleiben die Männer in diesem Teil wieder sehr blass, auch wenn die eine oder andere der Hauptfiguren eine Beziehung hat bzw. eingeht. So wird das Geschehen nicht aus der Sicht der Männer erzählt. Der Fokus liegt klar auf den Frauen.

Ein guter, aber leider nicht überragender Abschluss der Saga. Es fühlte sich ein klein wenig an, wie ein Wiedersehen nach einigen Jahren, aber viel verändert hat sich nichts.

Insgesamt kann ich aber die Saga durchaus empfehlen, aber vielleicht wäre der Plot von den vier Bänden in drei Bänden besser aufgehoben gewesen.

Ich bedanke mich beim Aufbau Verlag und NetGalleyDE für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

7/10 P.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Geteiltes Heim, doppeltes Glück?

Familie ist, wenn man trotzdem lacht
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Dass die allgemeine Immobiliensituation in Deutschland auch humorvoll betrachtet werden kann, beweist dieser Roman. Ich wurde gut unterhalten. Das Cover zeigt sich in Gelb. Der Leser erkennt ein in dunklem ...

Dass die allgemeine Immobiliensituation in Deutschland auch humorvoll betrachtet werden kann, beweist dieser Roman. Ich wurde gut unterhalten. Das Cover zeigt sich in Gelb. Der Leser erkennt ein in dunklem Blau gezeichnetes Haus um das herum verschiedene bunte Singvögel auf Ästen eines Baumes sitzen. Der Klappentext beschreibt ausführlich das Handlungsgeschehen und bereitet den Leser sehr gut auf den Roman vor. In der wesentlichen Handlung geht es um die Familie Ruttmann, welche trotz verschiedenster Versuche keinen vernünftigen Wohnraum im angespannten Immobilienmarkt von Hamburg findet. Darauf hin wird die Freundin von Steffi Ruttmann auf einen Leserbrief von Flora Blum aufmerksam, welche ihr Haus zu einem Spottpreis verkaufen möchte und der Prämisse, dass sie dort wohnen, bleiben darf. Im Laufe der Geschichte ergeben sich einige Kuriositäten und so manche „dunklen“ Geheimnisse aus der Vergangenheit treten zu Tage. Die Hauptprotagonisten sind Steffi Ruttmann, sowie ihre beste Freundin Helen und die ehemalige Blumenhändlerin Flora Blum. Alle drei Personen sind durch ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften gut von der Autorin gewählt worden. Vor allem Helen durch ihre unkonventionelle und spontane Lebensweise hat mir dabei sehr gut gefallen. Sie ist der stärkste Charakter in dieser Geschichte und weiß den Ausgang dieser gut zu beeinflussen. Die Spannung der Geschichte lebt von den nach und nach aufgedeckten Geheimnissen einiger Protagonisten und der Leser wird dabei gut unterhalten. Die Erzählungen spielen in der heutigen Zeit und es sind keine Zeitsprünge erkennbar.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, humorvoll und dialogorientiert. Als Zielgruppe des Romans kommen dabei tendenziell Frauen in Betracht, aber auch Männer können an der Story ihren Spaß finden. Das Fazit des Romans ist positiv. Gut und lustig geschrieben hatte ich viel Spaß am Lesen. Ich kann die humorvolle Beschreibung der Miet- und Kaufsituation unseren Lesern somit mit einem zwinkern empfehlen.

8/10P.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Ein Spiel ohne Gewinner?

Das Spiel – Es geht um Dein Leben
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Gänsehaut und unendliche Spannung bis zum Ende ist eine gute Zusammenfassung für den Roman. Mich hat das Buch vor Spannung förmlich am Sofa „festgehalten“ und ich war kaum in der Lage mit dem Lesen aufzuhören. ...

Gänsehaut und unendliche Spannung bis zum Ende ist eine gute Zusammenfassung für den Roman. Mich hat das Buch vor Spannung förmlich am Sofa „festgehalten“ und ich war kaum in der Lage mit dem Lesen aufzuhören. Das Cover ist bunt gestaltet. Der Leser erkennt den Kopf einer Eule oder eines Uhus, welche direkt den Betrachter anschaut. Der Klappentext gibt dem Leser gewisse Hinweise zu der Handlung, ohne genau ins Detail zu gehen. In der wesentlichen Handlung geht es um eine unfassbare fast diabolische Mordserie, welche die Ermittler an den Rand ihres menschlichen Verstandes bringen. Als Hauptprotagonisten treten dabei der Ermittler Christian Brandt aus Wien, sowie seine Europol Kollegin Inga Björk auf. Christian Brand ist ein junger dynamischer Beamter, welcher jedoch trotz schwieriger Umstände stets den „kühlen“ Kopf bewahrt. Inga Björk ist eine schwedische Ermittlerin, welche im Laufe der Geschichte immer mehr ihr „zweites früheres Leben“ offenbart. Die Kontraste der Charaktereigenschaften bei den beiden Ermittlern geben der Geschichte einen guten Rahmen und sorgen für zusätzliches Fortune beim Lesen. Aber auch die wesentlichen Nebendarsteller der Geschichte sind gut gewählt. Das ist zum einen Mavie, eine junge Frau, welche leider immer mehr in den Sog eines brutalen und perversen „Spieles wird“. Sie zeigt dabei trotz ihres jungen Alters eine erwachsene Reife und beweist dabei außerordentlichen Überlebenswillen. Mein Lieblingscharakter war aber der Journalist Werner Krakauer. Obwohl schwer krank und vom Leben stark gezeichnet lässt er sich nicht abbringen, Hilfe zu leisten. Auch dieser Charakter untermauert den starken dramaturgischen Wert der Geschichte. Der Aufbau der Geschichte ist konsequent und logisch und es sind nur vereinzelte Zeitsprünge vorhanden. Der Schreibstil ist flüssig und dialogorientiert. Durch die schnellen Abhandlungen und zahlreichen Wendungen innerhalb der Geschichte wird der Spannungsbogen bis zum Schluss hochgehalten. Als Besonderheit ist anzumerken, dass bei den einzelnen Kapiteln noch die jeweilige Uhrzeit des Tages festgehalten werden und so dem Leser einen perfekten Zeitstrang über die Handlung geben. Als Zielgruppe des Romans kommen alle Leser von Thrillern und Krimis in Frage. Das Fazit der Story ist sehr positiv. Jan Beck ist ein sehr spannender und nervenaufreibender Krimi gelungen, welcher aber nichts für schwache Nerven ist. Ich bedanke mich beim Autor für die spannenden Lesestunden!

9/10P.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

Stunden zwischen Freiheit und Heimat

Dreieinhalb Stunden
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Wenn wenige Stunden prägend für ein ganzes Leben sind, zeigen Menschen ihren wahren Charakter. Mich hat die Geschichte rund um den „Anfang“ des Mauerbaus sehr berührt und ich konnte die Panik, Ungewissheit ...

Wenn wenige Stunden prägend für ein ganzes Leben sind, zeigen Menschen ihren wahren Charakter. Mich hat die Geschichte rund um den „Anfang“ des Mauerbaus sehr berührt und ich konnte die Panik, Ungewissheit aber auch die Hoffnungslosigkeit sowie die Entscheidungsprobleme der Protagonisten persönlich spüren. Das Cover ist bunt gestaltet. Die Leser erkennen einen grünen Zug, aus dem ein Zugbegleiter herausblickt. Der Klappentext ist kurz gestaltet und weiß sehr prägnant einen Spannungsbogen aufzubauen. In der Geschichte geht es um den Interzonenzug D-151, welcher auf der Strecke München Richtung Ost-Berlin verkehrt. Im Laufe der Fahrt erfahren die Fahrgäste, dass es aufgrund der politischen Zuspitzung zwischen West- und Ostdeutschland, der Mauerbau von Seiten der DDR kurz bevorsteht. Daraus folgend spielen sich sonderbare und dramatische Szenen innerhalb der letzten Zugfahrt ab. Die Charaktereigenschaften der zahlreichen Protagonisten sind gut ausgearbeitet worden. Mir persönlich haben dabei am besten der ehemalige Flugzeugingenieur Gerd sowie das Musikbandmitglied Sascha gefallen. Sascha fest in seiner Entscheidung entschlossen, entwickelt im Laufe der Geschichte eine eigene Aura und gibt der Handlung sehr viel Fortune. Gerd als frustrierter früherer Ingenieur und Familienvater trägt ein Geheimnis mit sich herum, welches zwangsläufig am Ende zum Vorschein kommt. Die Spannung der Geschichte von ihren Ereignissen und ihren Darstellern und bleibt bis zum Ende sehr hoch. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und ohne Zeitsprünge versehen. Die Story spielt in Deutschland im Jahr 1961 kurz vor dem Bau der Berliner Mauer. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr dialogorientiert. Als Besonderheit ist anzumerken, dass im Buchrücken eine Karte der Handlungsorte abgebildet ist. Ein Zitat aus dem Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht. „Wenn du als Passagier aus dem Zug aussteigst, verlierst du dein Zuhause, wenn du weiterfährst, verlierst du deine Freiheit. Welche Tatsache ist dir dabei lieber?“ Allein dieser Umstand beschreibt die Ängste und Zerrissenheit der Menschen, welche genau vor dieser Entscheidung standen. Dem Autor ist es sehr hervorragend gelungen diese Stimmung in dem Buch wiederzugeben. Der Leser kann sehr gut mit den Protagonisten mitfiebern und leidet so mit diesen bis zum Schluss mit. Ein großes Lob an den Autor für den Umgang mit diesem Thema, welches er wohl am eigenen Leib miterlebt hat, was es bedeutet frei oder gefangen zu sein! Ich bedanke mich bei Rowohlt für die Bereitstellung des Rezensions-Exemplars.

9/10P.

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