Lieber Nachbar schenk mir ein Foto
Salute - Das letzte FotoEin Krimi, der sich mit Humor und Lokalkolorit dem Thema Fotografie widmet. Wirklich unterhaltsam hat der Autor die Welt der Fotografie in einen Lokalkrimi eingebaut.
Die Protagonisten Commissario Lanza ...
Ein Krimi, der sich mit Humor und Lokalkolorit dem Thema Fotografie widmet. Wirklich unterhaltsam hat der Autor die Welt der Fotografie in einen Lokalkrimi eingebaut.
Die Protagonisten Commissario Lanza und der Cafébetreiber Paul Zeitler sorgen dabei wieder für sehr gute Unterhaltung. Lanza wirkt auf den ersten Blick etwas unterkühlt, dennoch zeigt er in manchen Momenten Empathie und Freundlichkeit. Zeitler versprüht eine gewisse Lockerheit, gepaart mit bayerischem Flair. Gerade die geradlinige Figurenzeichnung hat dem Roman wieder viel Tiefe verliehen. Die zahlreichen Nebencharaktere sorgen für Abwechslung beim Lesen.
Besonders gut haben mir Emma Spina, die Enkelin des ermordeten Fotografen, sowie Zeitlers Assistent Emil gefallen. Beide Nebenfiguren sorgen mit ihren eigenwilligen und nicht austauschbaren Charakteren für zusätzliche Abwechslung.
Die Spannung des Romans speist sich aus der Geschichte rund um das Mordopfer, bei dem lange nicht klar ist, was sich in der Vergangenheit alles zugetragen hat. Der Aufbau des Romans ist stringent und hat das Thema Fotografie immer wieder im Blick, das meiner Meinung nach sehr passend in die Handlung eingebaut wurde. Ich habe dabei so einiges an Detailwissen über die Fotografie lernen können.
Der Schreibstil des Autors ist humorvoll, direkt und sehr gut lesbar. Er schafft es immer wieder, mit süffisanten Zwischenelementen dem ernsten Thema eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen. Mir hat auch der Anteil der eigentlichen Ermittlungsarbeit am Kriminalfall gut gefallen. War mir dieser in einem der letzten Bände etwas zu gering, gibt es dieses Mal ein gutes Verhältnis zwischen Nebenhandlung und Haupthandlung des Kriminalfalls.
Ein Krimi, der weit mehr ist als ein Urlaubsroman, der aber Lust auf Urlaub am Gardasee und zugleich auf die Fotografie macht. Man sollte nur aufpassen, dass man niemanden fotografiert, der es nicht möchte – sonst könnte das Licht bald ausgehen.