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Veröffentlicht am 25.05.2026

Roman mit vielen Fakten, Abenteuer und einem unvorstellbarem Betrug

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Eine Geschichte über eine große Betrügerei, die viele Träume, aber auch zahlreiche Schicksale besiegelt hat. Die Handlung ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt und erzählt vom Schicksal der Menschen, die ...

Eine Geschichte über eine große Betrügerei, die viele Träume, aber auch zahlreiche Schicksale besiegelt hat. Die Handlung ist in zwei Erzählstränge aufgeteilt und erzählt vom Schicksal der Menschen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Hochstapler Gregor MacGregor konfrontiert werden.

Im einen Erzählstrang geht es um die junge Frankfurter Kaufmannstochter Julie, die sich gegen die gesellschaftlichen Erwartungen ihrer Eltern auflehnt und lieber ihren eigenen Weg gehen möchte. Sie verliebt sich in den Stallburschen Carl und träumt davon, mit ihm in der neuen Welt ein neues Leben zu beginnen. Doch aus diesem Traum wird ein Abenteuer, das sie persönlich stark verändern wird.

Im anderen Erzählstrang steht der irische Söldner Liam im Mittelpunkt, der in Mittelamerika vieles erlebt, das oft alles andere als schön ist. Beide Handlungsstränge finden später zusammen und ergeben eine in sich geschlossene Geschichte.

Julie ist eine selbstbewusste Frau, die für ihre Zeit sehr modern wirkt. Besonders gefallen hat mir ihre im zweiten Blick erkennbare Feinfühligkeit. Hinter ihr steckt deutlich mehr als nur das „trotzige, verwöhnte Mädchen“. Liam hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn er für meinen Geschmack etwas eindimensional dargestellt wurde.

Sehr gelungen fand ich die detailreichen Schilderungen der damaligen Lebensumstände und der damit verbundenen Strapazen. Die Autorin hat viel Detailtiefe in ihre Erzählung eingebaut. Leider wirkten einige Passagen stellenweise etwas abgehackt und ich hätte mir an manchen Stellen fließender Übergänge gewünscht. Was mir persönlich ebenfalls gefehlt hat, war eine stärkere Rolle von Gregor MacGregor selbst. Zwar taucht er immer wieder in der Handlung auf, bleibt jedoch eher eine Randfigur.

Vor allem der zweite Teil des Romans entwickelt sich zu einem historischen Abenteuerroman, der besonders von seinem Setting und den eindrucksvollen Schilderungen lebt. Ich konnte mich sehr gut in das Schicksal der vielen Menschen hineinversetzen, die statt eines versprochenen Paradieses eher ein dschungelartiges Naturerlebnis vorfinden und plötzlich nur noch ums Überleben kämpfen müssen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und man kann der Geschichte problemlos folgen. Das Ende des Romans orientiert sich an den historischen Fakten und fällt deshalb letztlich so aus, wie es ausfallen musste.

Eine Erzählung mit kleinen Schwächen, die ich dennoch gerne weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Kraftvolle Sprache und bildhafte Beschreibungen

Moosland
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Katrin Zipse hat einen sehr beeindruckenden Roman über eine Frau geschrieben, die erst wieder zu sich selbst finden muss, um dann in einem fernen Land in die Zukunft blicken zu können. Mir war bis dato ...

Katrin Zipse hat einen sehr beeindruckenden Roman über eine Frau geschrieben, die erst wieder zu sich selbst finden muss, um dann in einem fernen Land in die Zukunft blicken zu können. Mir war bis dato unbekannt, dass es Ende der 1940er-Jahre ein Programm für junge deutsche Frauen gab, auf isländischen Bauernhöfen zu arbeiten. Island, ein karges, einsames und klimatisch völlig anderes Land als Deutschland. Die landschaftlichen Beschreibungen sind präzise und kraftvoll und lassen vor dem inneren Auge ein sehr detailliertes Bild entstehen.

Mit Elsa wurde ich allerdings erst im Laufe der Geschichte warm. Anfangs blieb sie mir fremd und ich konnte mit dieser Frau, die nicht sprechen wollte oder konnte, zunächst wenig anfangen. Dennoch entwickelte der Roman bereits ab der ersten Seite eine ungeheure Sogwirkung, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.

Im gesamten Roman findet sich nur wenig wörtliche Rede, was das Lesen stellenweise etwas zäh macht. Auch die eher unpersönlichen Bezeichnungen wie „Bauer“ und „Frau“ waren für mich zunächst gewöhnungsbedürftig. Dadurch hatte ich teilweise das Gefühl, die Figuren nicht richtig greifen zu können. Natürlich sind die isländischen Namen und Ausdrücke nicht immer leicht zugänglich, doch genau das verleiht dem Roman auch seine besondere Authentizität.

Man lernt viel über Island, die Menschen dort und insbesondere über die Arbeit auf einem Hof in der Einöde dieses karg besiedelten Landes. Ein Roman, der vor allem durch seine kraftvolle Sprache und die bildhaften Beschreibungen lebt.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Thriller wie ein Feuer durch Emotionen und Wendungen

Firewatch
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Ein Thriller wie ein Höllenfeuer: dramatisch, kraftvoll, aber auch mit leiseren romantischen Tönen. Der Autor hat einen Thriller geschrieben, der mich vollkommen in den Bann gezogen hat.

Robin vermisst ...

Ein Thriller wie ein Höllenfeuer: dramatisch, kraftvoll, aber auch mit leiseren romantischen Tönen. Der Autor hat einen Thriller geschrieben, der mich vollkommen in den Bann gezogen hat.

Robin vermisst Aaron, seinen besten Freund. Seit einem Ferienjob im Goldenfalls-Nationalpark in Kalifornien gilt dieser als verschollen. Robin beginnt daraufhin, eigene Nachforschungen anzustellen, und begegnet dabei dem geheimnisvollen Kian. Dieser verbirgt ein Geheimnis, das Robin nicht mehr loslässt.

Robin ist eher ein schüchterner Charakter, der von leichten Selbstzweifeln geplagt wird. Er wirkt verletzlich, weshalb auch seine Faszination für starke Persönlichkeiten nachvollziehbar erscheint. Kian hingegen ist ein sehr spezieller Charakter, dessen innere Zerrissenheit sich erst im Laufe der Geschichte vollständig entfaltet. Auch die weiteren Figuren sorgen mit ihren eigenwilligen Persönlichkeiten für ein besonderes Setting. Überhaupt sind die einzelnen Charaktere sehr stark ausgearbeitet und individuell gezeichnet. Gerade diese unterschiedlichen Persönlichkeiten verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe.

Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und dramatisch, an manchen Stellen aber auch gefühlvoll und leise. Die Spannung steigert sich kontinuierlich und gewinnt im Verlauf der Handlung enorm an Dramatik. Mehrere Wendungen setzen dem Ganzen schließlich die Krone auf. Ich wäre niemals auf die Auflösung dieses Falls gekommen und war entsetzt über das Motiv der verantwortlichen Person.

Was der Geschichte neben der Dramatik zusätzliche Würze verleiht, ist die innere Zerrissenheit der Charaktere. Wer ist Freund und wer Feind? Wer die große Liebe? Wer Familie? All diese Fragen werden von den einzelnen Protagonisten immer wieder infrage gestellt. Dadurch gelingt es dem Autor, mehreren Figuren sowohl ein nachvollziehbares Motiv als auch eine gewisse Sympathie mitzugeben.

Ein Thriller wie ein Feuertanz – ganz großes Lesekino

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Ein Roman, der mehr ist als nur Krimi oder Unternehmensgeschichte

Die dunkle Seite der Schokolade
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Ein Roman, der mehr ist als nur Krimi oder Unternehmensgeschichte. Eindrucksvoll hat die Autorin eine Geschichte geschaffen, die auch hinter die Kulissen der Kakao- und Schokoladenindustrie blickt, die ...

Ein Roman, der mehr ist als nur Krimi oder Unternehmensgeschichte. Eindrucksvoll hat die Autorin eine Geschichte geschaffen, die auch hinter die Kulissen der Kakao- und Schokoladenindustrie blickt, die oftmals düstere Geheimnisse birgt.

Serafine, die Hauptprotagonistin der Story, ist eine charakterstarke und zielstrebige Persönlichkeit. Sie scheut keine Konflikte, trägt in ihrem Innersten jedoch auch Selbstzweifel mit sich. Überhaupt sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Zudem sind die Fronten zu Beginn nicht eindeutig, und die Handlung entwickelt sich stetig auf einen großen Spannungsmoment hin.

Die Autorin hat großartige Recherchearbeit geleistet. Es gelingt ihr, die vielen Fakten in eine spannende und stimmige Geschichte einzubetten. Dabei sorgen die zahlreichen Informationen rund um die Schokolade nicht nur für Spannung, sondern auch für mehr als nur ein wenig Heißhunger auf die köstliche Leckerei.

Auch der kriminalistische Teil der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Es handelt sich eher um einen Cold-Case-Krimi, der sich jedoch zu einer wirklich packenden Geschichte entwickelt. Die Mischung aus Unternehmens- und Kriminalgeschichte sorgt für viel Abwechslung beim Lesen.

Ein schön beschreibender Schreibstil rundet das Ganze ab und sorgt zusätzlich für ein großartiges Leseerlebnis. Ich wurde sehr gut unterhalten und habe dabei auch einiges über die Schokoladenindustrie gelernt.

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Veröffentlicht am 14.05.2026

Die Welt der Mathematik und Synästhesie

Die Kryptografin
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Hanna Aden entführt uns in die Welt der Mathematik und der Synästhesie. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken oder sogar abschreckend, doch die Autorin schafft es, den Lesenden beide ...

Hanna Aden entführt uns in die Welt der Mathematik und der Synästhesie. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas trocken oder sogar abschreckend, doch die Autorin schafft es, den Lesenden beide Themenwelten in einem unterhaltsamen Roman näherzubringen. Wer Rätsel liebt, ist hier auf jeden Fall richtig.

Im Mittelpunkt des Romans steht Margot Buth. Sie studiert in den frühen 1950er-Jahren Mathematik an der LMU. Ihr mathematisches Können fällt nicht nur ihrem Professor auf, sondern auch dem Geheimdienst, der sie anwerben möchte. Doch Verschwiegenheit steht über allem, und Margot darf weder ihrer Mutter noch ihrer besten Freundin Sue erzählen, wo sie arbeitet – geschweige denn, was sie dort macht. Der Nachbar Jasper bedrängt sie zunehmend, und sie fühlt sich in seiner Gegenwart immer unwohler. Anders verhält es sich mit dem Studenten Willi, den sie im Amerikahaus bei einem Diskussionsabend kennenlernt.

Sue möchte unbedingt Journalistin werden, muss jedoch in einer Näherei Geld für die Familie verdienen und sich um ihre beiden jüngeren Schwestern kümmern. Ihr Bruder ist als Kriegsheimkehrer schwer gezeichnet. Besonders am Herzen liegt ihr die Rolle der Frau in der modernen Gesellschaft. Frauen müssen den Spagat zwischen Beruf, Familie und Haushalt meistern, was in den 1950er-Jahren angesichts der hohen gesellschaftlichen Erwartungen alles andere als einfach ist.

Hanna Aden beschreibt sehr einfühlsam die Welt von Menschen mit Synästhesie. Dabei werden verschiedene Sinneseindrücke miteinander verknüpft, sodass ein sehr komplexes Bild beziehungsweise Gefühl entsteht. Schon die Kapitelüberschriften geben einen guten Einblick in dieses besondere Phänomen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, teilweise hätte ich mir jedoch etwas mehr Tempo in der Geschichte gewünscht. Besonders interessant fand ich die Verschlüsselungsmethoden für Nachrichten und die Art, wie diese wieder entschlüsselt werden können. Auch die Einblicke in die Arbeit des Geheimdienstes waren sehr spannend. Letztlich bin ich nun gespannt, ob es Margot gelingt, den Spagat zwischen Beruf und Privatleben zu meistern. Wir werden es in der Fortsetzung erfahren, die im Dezember 2026 erscheint, denn Margots Geschichte geht weiter in „Die Kryptografin – Der Preis der Freundschaft“.

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