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Veröffentlicht am 16.04.2021

Drei Frauen, die Liebe und ein bisschen Herzschmerz

Pension Herzschmerz
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Annas Freund hat sie betrogen und sie sucht Hilfe bei ihrer Freundin Lou. Gemeinsam mit ihr fährt sie zur dritten im Bunde, Kim, nach Norderney. Hier kann Anna ihrem Alltag mit dem Liebeskummer entfliehen ...

Annas Freund hat sie betrogen und sie sucht Hilfe bei ihrer Freundin Lou. Gemeinsam mit ihr fährt sie zur dritten im Bunde, Kim, nach Norderney. Hier kann Anna ihrem Alltag mit dem Liebeskummer entfliehen und gleichzeitig etwas gutes tun. Kim hat sich nämlich am Fuß verletzt und braucht dringend Unterstützung, und das nicht nur moralisch. Ob die drei Mädels während ihrer gemeinsamen Zeit auf Norderney ihr Seelenheil finden können?


Das Cover des Buches hatte es mir sofort angetan. Das Herz aufgerissen und verwundet, aber mit Hilfe des Meeres, der Ruhe und vielleicht den notwendigen Maßnahmen bei Herzschmerz wieder zu kitten. Es war auch haptisch sehr schön, mit den unterschiedlichen Farbaufträgen, die sich glänzend hervor hoben.

Die Geschichte von Christin - Marie Below, hatte nicht viel Tiefgang und auch die drei Mädels waren mit ihrem Herzschmerz nicht wirklich leidend, zumindest kam es nicht so für mich rüber, aber das hatte ich auch von dem Roman nicht wirklich erwartet.

Eine schöne Geschichte war es allemal.

Lou, war die, die von den drei Freundinnen am ehesten alles eher abwägte.

Anna war die Spontane, die bei der Trennung von ihrem Freund für mich am besten rüber kam. Sie hat das Herz in der Hand, sagt was sie denkt und handelt . Auch wenn ihre Handlungen vielleicht nicht immer ganz ausgereift scheinen, und sie sich so hin und wieder selbst eins auswischt.

Kim, die einzige die schon von Anfang an den Mut gefasst hatte ihr Leben nach der Trennung selbst in die Hand zu nehmen und auf der Insel einen Neuanfang zu wagen geriet durch einen dummen Unfall arg in die Bredouille.

Wie gut das ihre Freundinnen zur Stelle sind ihr hier beizustehen.

Als sich dann auch noch der Lebenstraum der drei Mädels auf der Nordseeinsel zu erfüllen scheint, scheint das Glück perfekt. Wenn, ja wenn da nicht noch eine Aufgabe wäre, die sie zunächst bewältigen müssen.

Der Roman war sehr gut zu lesen. Der Schreibstil aus der Perspektive von Lou hat mir sehr zugesagt und ich war schnell durch mit dem Buch.

Herzschmerz hat sicherlich jeder schon mal gehabt und ich fand schön, dass das Buch in die einzelnen Phasen nach der Trennung eingeteilt war.

1. Schock

2. Begreifen

3. Wut

4. Trauer und Sehnsucht

5. Heilung

und genau zu diesen 5 Phasen erlebten die Mädels alles auf Norderney. Und nicht nur sie, auch andere taten kundt wie es ihnen schon ergangen ist.

So kam viel Wissen und viel Verständnis zusammen und daraus kann dann was Neues großes Erwachsen.


Mich hat der Roman gut unterhalten. Ich kann ihn für die Sommerferien in der Hängematte getrost empfehlen.

Am Ende findet man auch ein Rezept von Frau Krassnitz´s Erdnussbutter cookies. Die will ich auf jeden Fall mal nachbacken. Klingt schon lecker.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Der zweite Band der Waringham Saga

Die Hüter der Rose
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Die Waringhams und Lancasters stehen immer noch zusammen. John, der jüngste Sohn von Robin of Waringham hat Angst vor der Entscheidung seines Vaters und begegnet auf seiner Flucht König Harry. An dessen ...

Die Waringhams und Lancasters stehen immer noch zusammen. John, der jüngste Sohn von Robin of Waringham hat Angst vor der Entscheidung seines Vaters und begegnet auf seiner Flucht König Harry. An dessen Seite wird er schnell zum Ritter geschlagen und ist dem König ergeben. Als der König stirbt versucht er mit Hilfe von Kardinal Beaufort die Geschicke Englands zu lenken. Ob ihm das gelingen wird?

Dieser zweite Teil der Saga um die Familie Waringham ist an Spannung mal wieder kaum zu überbieten. Rebecca Gablé gibt einen imposanten Einblick in die geschichtlichen Ereignisse Englands zu Zeiten der Lancaster. Der Krieg zwischen England und Frankreich zieht sich fast durch das gesamte , über 1100 Seiten umfassende Buch.
John, mit dem es als 13 jähriger Junge beginnt , wird begleitet bis er Großvater wird. Er ist ein toller Protagonist und muss so manches Abenteuer an Leib und Leben überstehen. Aber auch die Liebe ist ihm hold, obwohl sie für ihn nicht ohne Schmerzen einher geht.

Die Begeisterung der Waringhams für Pferde hat mir besonders gefallen und auch wie sie mit ihnen umgehen. Leider sind aber nicht alle der Familie da gleich gestellt und gerade Robert of Waringham hat sich mir hierbei nicht ins Herz spielen können.

Die Frauen der Waringhams sind so unterschiedlich wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten.
Schwer auszuhalten war für mich das in dem Zeitalter eine Frau eben nichts wert war und man sie sich einfach nehmen konnte wie man wollte. Seltenst wurde ein Mann dafür zur Rechenschaft gezogen.

Es war eine dunkle und harte Zeit. Ein Menschenleben nicht viel wert und die Strafen bei Vergehen mitsamt Folter beim Lesen für mich fast nicht auszuhalten.

Eine grausame Zeit, zu der ich nicht gelebt haben wollte. Alles sehr anschaulich von der Autorin geschildert. Der Roman hat mich wahrlich gefesselt, aber an manchen Stellen musste ich etwas quer lesen, da es mir zu grauslige Bilder vor mein inneres Auge gezaubert hat.

Wer sich nicht scheut auch brutale Szenen bildhaft geschildert zu bekommen und so etwas zu lesen ist mit diesem Geschichtsepos sicherlich genau richtig beraten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

war mir als wäre ich in einer Endlosschleife

Mit dir bin ich unendlich
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Olivia ist die Tochter einer Politikgröße. Sie soll funktionieren und die Bilderbuchtochter für Vaters Wahlkampf sein. Leider ist sie nicht so wie vom Vater erwartet und er und seine Frau scheinen sie ...

Olivia ist die Tochter einer Politikgröße. Sie soll funktionieren und die Bilderbuchtochter für Vaters Wahlkampf sein. Leider ist sie nicht so wie vom Vater erwartet und er und seine Frau scheinen sie mit ihren Wünschen und Vorstellungen überhaupt nicht mehr wahrzunehmen. Alles was ihr Spaß macht wird ihr vom diktatorisch anmutenden Vater untersagt. Ihr Selbstwertgefühl ist am Boden. Dann kommt sie an eine neue Schule. Ob sich hier etwas ändern wird?

Das Cover des Buches hat mich gleich angesprochen. Es ist für das Thema und die dunkle Gefühlswelt in der Olivia gefangen ist jedoch eindeutig zu farbenfroh, finde ich. Da kommt das triste und eher furchtbare Leben gar nicht rüber.

Olivia ist ein Opfer psychischer Gewalt. Ihr Eltern leben in einer Scheinwelt, in der es nur zählt wie andere einen sehen. Olivia hat hier zu funktionieren, tut sie es nicht hagelt es Sanktionen. Durch dieses jahrelang unter hohem psychischen Druck stehen ist ihr Selbstwertgefühl total zu nichte gemacht. Sie traut sich nichts mehr zu und denkt das andere nur das schlechteste von ihr denken.

Schlimm, wenn ein Kind so groß werden muss und selbst zu Hause kein Nest hat in das man sich flüchten kann, wenn der Wind in der Welt draußen mal rauer weht.

Schön, das sie in Arie eine gute Freundin findet, auch wenn es sich schwer anlässt, da sie das Gute zunächst gar nicht annehmen kann und schlimmes dahinter vermutet.

Diese ständigen Ängste sind sicherlich für ihre Situation typisch, aber irgendwann ging es mir auch auf den Geist, das so gar nichts weiter ging und alles irgendwie in Endlosschleife fest hing.

Das Thema ist es sicherlich wert angesprochen zu werden, doch mir war es eindeutig zu lange gezogen. Es schien alles wie in Echtzeit abzulaufen und ich habe ehrlich gesagt zwischendrin und auch gegen Ende mehr quergelesen als Wort für Wort.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Ein toller Besuch in Italien

Conni und die große Eiszeit (Meine Freundin Conni - ab 6)
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Billi hat ihre Freundinnen Anna und Conni zu einer Italienreise eingeladen. Sie sollen alleine hin fliegen. Zunächst denken ihre Eltern das sie dafür noch zu jung sind, aber Billis Eltern können ihre Bedenken ...

Billi hat ihre Freundinnen Anna und Conni zu einer Italienreise eingeladen. Sie sollen alleine hin fliegen. Zunächst denken ihre Eltern das sie dafür noch zu jung sind, aber Billis Eltern können ihre Bedenken zerstreuen.
Sie erfahren viel von Rom,seinen schönen und vielleicht auch unschönen Seiten und dem Vatikan, dann geht die Reise weiter zu Billis Nonna ans Meer. Dort lernen sie auch die Cousins von Billi kennen, die allerhand Schabernack mit ihnen treiben. Ob ihnen die Reise trotzdem gefallen wird?

Conni allein on tour könnte man hier sagen. Es ist schon ein richtiges Abenteuer, als die Mädels ganz ohne einen Erwachsenen nach Rom fliegen. Wie gut das sie dort von Billis Verwantschaft direkt in Empfang genommen werden.
Als sie dann mal alleine unterwegs sind wird es für Conni recht brenzlig, denn sie will im Eiscafe bezahlen und ihr Portemonnaie ist verschwunden und ihre Freundinnen auch. Das wird schon echt knapp und man macht sich beim Lesen echt Sorgen und will nicht in ihrer Haut stecken. Wie gut das sich alles noch zum Guten wendet. Sie sehen viele Sehenswürdigkeiten und lernen Rom und die Vatikanstadt ein bisschen kennen, wie auch der kleine Leser der ihnen folgt.

Bei der Nonna ist es dann wie Urlaub. Relaxen, schwimmen, lesen. Wenn da nicht die drei Jungs wären die sich einen Spaß daraus machen ihnen Streiche zu spielen. Das hätte ein Mal ganz schön ins Auge gehen können. Aber zum Glück naht Rettung.
Das sie dann auch noch lernen wie man echte italienische Pasta macht ist natürlich toll. Auch der Besuch auf dem Vesuv ist natürlich großartig.

Ein schönes Buch über Rom und Sizilien, sowie die Italiener als solches.

Auf den Inneneseiten des Einbands sind übrigens alle Personen die in der Geschichte vorkommen noch mal in Farbe abgedruckt und zu jedem gibt es eine kleine Einleitung. Das hat uns auch sehr gut gefallen.

Wir können es für kleine Leserinnen ab 10 Jahren empfehlen. Es hat schon viel Text und ist nur hin und wieder mal durch eine kleine Skizze unterbrochen. Da sollte man schon gut lesen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Warum sollten die Meeresbewohner Weihnachten feiern?

Alea Aquarius
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Alea und die AlphaCru sind nun schon lange zusammen und feiern ihr erstes gemeinsames Weihnachtsfest. Alea macht sich auf den Weg ins Meer um zu schauen, ob dort auch Weihnachten gefeiert wird.
Danach ...

Alea und die AlphaCru sind nun schon lange zusammen und feiern ihr erstes gemeinsames Weihnachtsfest. Alea macht sich auf den Weg ins Meer um zu schauen, ob dort auch Weihnachten gefeiert wird.
Danach müssen die Kinder erst einmal Geld verdienen, damit sie sich überhaupt ein Weihnachtsessen leisten können. Ob sie mit ihren Liedern nicht nur weihnachtliche Stimmung, sondern auch genug Geld dafür zusammen bekommen?

Das Cover ist ansprechend gestaltet und man erkennt sofort das auf der Crusis ein anderes Weihnachtsfest stattfindet, da eine geschmückte Yukapalme an Bord steht.

Was bitte will Alea im Meer finden? Weihnachten ist für mich das Fest der Geburt Jesu. Wir gedenken an diesem Tag das Gott seinen menschgewordenen Sohn auf die Erde schickte. Das können die Meeresbewohner nicht wissen.
Das man Weihnachten nicht alleine sein soll und es in der Familie begeht ist ja nur der nächste Gedanke.

Das hat für mich als Christ nicht zusammen gepasst und deshalb würde ich es den Kindern nicht vorlesen. Ein gemeinsames Fest, damit keiner einsam sein muss hätte man sicherlich auch anders angehen können.
Die Ideen der Crumitglieder zu einem alternativen Weihnachtsfest ohne Baum, den man nach ein paar Wochen wegwirft, und Plastikmüll der entsteht sind natürlich gut. Auch das sie der FindeFinja einen gemeinsamen Abend ermöglich ist ein schöner Gedanke.

Das Buch für die 3. Stufe Lesestarter finde ich von der Technik her geeignet. Ich denke in der 3. Klasse sollten Kinder es schon lesen können. Die Bilder sind schön gestaltet und auf jeder Doppelseite taucht mindestens ein Bild auf, das den Text auflockert.

Wo die 16 Seiten Leserätsel, die auf der Rückseite angekündigt sind, sein sollen , konnte ich allerdings nicht entdecken. In meiner Ausgabe gab es lediglich auf einer Doppelseite am Schluss ein Finja Findespiel. In der Beziehung ist es leider eine Mogelpackung, was in meinen Augen auch nicht sein sollte.

Deshalb ziehe ich hier für die fehlenden Seiten, die groß angekündigt sind und der Idee von Weihnachten, die ich nicht so nachvollziehen kann zwei Sterne ab.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere