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Veröffentlicht am 17.06.2026

Marcelle und Anne

Der Gesang des Falken
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Als junge Mädchen kommen, die junge Engländerin Anne Boleyn und Marcelle ,die uneheliche Tochter des französischen Grossstallmeisters zusammen in den Haushalt von Königin Mary. Gemeinsam meistern sie so ...

Als junge Mädchen kommen, die junge Engländerin Anne Boleyn und Marcelle ,die uneheliche Tochter des französischen Grossstallmeisters zusammen in den Haushalt von Königin Mary. Gemeinsam meistern sie so manche Klippe, die es zu umschiffen gilt.

Marcelle ist ein Wildwuchs und als uneheliche Tochter seines Vaters, ihrem Halbbruder Giulio ein Dorn im Auge. Um die beiden auseinander zu bringen schickt der Grossstallmeister sie an den königlichen Hof. Sehr zum Leidwesen von Marcelle und Jean, die von Kindheit an beste Freunde sind.

Schon im Prolog erfahren wir, das aus Freunden ein Paar wird, so dass ich den ganzen Roman lang auf die Zusammenkunft lauerte.

Von Anne Boylen wissen wir, dass ihr Leben auf dem Schafott endet und ich war begierig zu erfahren wie es dazu kam.

Was sonstige Mitstreiter betraf waren sie für mich schmückendes Beiwerk. Diese drei Personen waren mir die wichtigsten

Schockiert hat mich, wie wenig ein Frauenleben galt und in welchen gesellschaftlichen Abhängigkeiten, um nicht zu sagen Zwängen, Frauen damals lebten. Wo war es der Königin bewusst, dass ihr Mann Mätressen hielt, und doch konnte sie nichts dagegen unternehmen und musste sogar noch gute Miene zum bösen Spiel machen. Mir war aber nicht bewusst, dass auch die Mätressen in der Regel keine Wahl hatten.

Schon die Mädchen am Hof schienen wie Vieh an den meistbietenden verschachert zu werden und der Mann konnte mit ihnen machen was er wollte.

Schön fand ich, wie die Mädchen trotz des strukturierten Lebens am Hofe immer wieder ein wenig Freiheit nutzten, um die Jahre trotzdem zu etwas Besonderem zu machen und unbefangen und glücklich zu wirken.

Die ganze Situation am Hofe und gerade für Marcelle und Anne hat die Autorin gut für mich eingefangen und bildlich geschildert, so dass die Geschichte wie ein Film vor meinem geistigen Auge ablief.

Ich ziehe nur einen Stern ab, da ich zu Beginn zwei Zeitsprünge hatte, die mich sehr verwirrten und ich nochmal zurück blättern musste, um dann aber festzustellen, dass ich nichts überlesen hatte.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Dramatische Geschichte mit zwei Handlungssträngen

Das Mädchen aus Yorkshire
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Zwei Handlungsstränge. Die 30 er und die 80 er Jahre.

Leah Thompson wächst mit ihren Eltern in Yorkshire auf, als sie Brett, den Neffen von Rose Delancey kennenlernt.
Ihre Mutter arbeitet bei Rose als ...

Zwei Handlungsstränge. Die 30 er und die 80 er Jahre.

Leah Thompson wächst mit ihren Eltern in Yorkshire auf, als sie Brett, den Neffen von Rose Delancey kennenlernt.
Ihre Mutter arbeitet bei Rose als Haushälterin und nimmt in den Ferien die 15 jährige Tochter als Unterstützung mit ins Herrenhaus.

Durch eine Entdeckung in einer Scheune des Anwesens wird sich das Leben Leahs auf dramatische Weise verändern, während wir als Leser es verfolgen. So kommen wir mit ihr nach Frankreich, in die USA und auch zurück nach Großbritanien.

In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir auch Rosa und David Delancey kennen. Kinder einer englischen Mutter und eines in Polen lebenden jüdischen Vaters.
Das bringt natürlich in den 30 er Jahren große Probleme mit sich, so natürlich auch für die Familie Delancey.
Erschreckend musste ich von den dramatischen Entwicklungen für die vier lesen.

Ich muss sagen, beide Handlungsstränge stehen sich in ihrer Dramatik in nichts nach.
Erschreckend fand ich, wie sich manche Wesensarten vererben, obwohl das Umfeld ein ganz anderes ist. Es zeigt klar auf, was ich schon immer dachte: Die Art eines Menschen ist nicht immer erworben, sondern wird auch schon genetisch mitgegeben.

Leah muss in ihrem jungen Leben so einiges mitmachen und doch ist sie in sich so gefestigt, dass sie es überlebt, ohne daran zu zerbrechen.

Was David und Rose in ihrer Kindheit und Jugend mitmachen mussten strotzt jeder Beschreibung und überzeugt mich wieder einmal wie wichtig es ist Menschen, gerade Jugendliche, die verfolgt werden zu helfen und sie nicht etwa durch Abschiebung wieder ins eigene Land zurück zu schicken.

Das Buch ist wieder sehr spannend geschrieben und ich habe sehr mit den Protagonisten gelitten, sowie bei kleinen Erfolgen mich mit ihnen gefreut.
Ich konnte ganz in das Buch eintauchen und alles um mich herum vergessen, wenn die Geschichte wie ein Film vor meinem inneren Auge ablief.

Gerne hätte ich gewusst wie es mit Chloe und den anderen weiter geht, aber ich weiß, dass es keinen Folgeband geben wird.

Ich hoffe Lucindas Sohn findet noch mehr solcher „ Alter Schätze“, die er aktualisieren und rausbringen kann.

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Veröffentlicht am 01.06.2026

Von der DDR nach Norwegen

Das Polarlichtcafé
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Als Oma Beate gestorben ist, wollen Jule und ihr Vater Andreas das Haus zum Verkauf fertig machen. Dabei entdecken sie einen alten Reisebericht über Norwegen aus dem Jahre 1961 von Opa Rainer und machen ...

Als Oma Beate gestorben ist, wollen Jule und ihr Vater Andreas das Haus zum Verkauf fertig machen. Dabei entdecken sie einen alten Reisebericht über Norwegen aus dem Jahre 1961 von Opa Rainer und machen sich auf die Suche in der Vergangenheit

In zwei Zeitsträngen erzählt die Autorin zum einen das Leben 1961 in Norwegen und der DDR mit ihrem Mauerbau und zum anderen die Geschichte von Rainers Nachkommen im Jahre 2024.

Nach und nach erfahren Jule und ihr Vater mehr über die damalige Zeit und über Opa Ranier, der scheinbar ganz anders war, als sie ihn je kennenlernen durften.

Was hat ihn so verändert?
War es das Alter, oder doch das Regime, das mit Kritikern nicht wirklich zimperlich umging.

Eine spannende Reise in die Vergangenheit.

Mir haben beide Zeitstränge gut gefallen und in beiden wurde es wirklich abenteuerlich. Erschreckend fand ich die Zustände damals in der DDR.
Allerliebst fand ich den Zusammenhalt auf der kleinen Leuchtturminsel im Norden Norwegens, wobei ich Jannes Mutter leider gar nicht mochte. Es mag ja sein, dass sie auch in Kriegszeiten viel mitgemacht hat, aber das ist in meinen Augen kein Grund mit dem eigenen Kind so herzlos umzugehen.

Es wurde viel Weltgeschichte aus der Vergangenheit mit eingearbeitet. Für mich war es an manchen Stellen zu viel, so dass es etwas aufgesetzt wirkte. Aber das ist bekanntlich Geschmackssache.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Eine besondere Freundschaft

Kein Sommer ohne August
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Beim Titel dachte ich: Ist doch klar, der August liegt ja mitten drin. Das es sich hierbei um einen Mann handeln würde kam mir da noch gar nicht in den Sinn.

Aber doch, August ist ein Mann, und was für ...

Beim Titel dachte ich: Ist doch klar, der August liegt ja mitten drin. Das es sich hierbei um einen Mann handeln würde kam mir da noch gar nicht in den Sinn.

Aber doch, August ist ein Mann, und was für einer. Wir begleiten ihn im Buch durch zwölf Sommer, die er mit Charlie bei seiner Oma Molly in Liberty verbringt. Liberty ist ein kleines Provinznest in den USA, eigentlich nichts besonderes, bis auf Molly Green und ihre Buchhandlung One Last Chapter .

Charlie ist ein Mädchen und zehn oder elf Jahre alt, als sie zum ersten Mal über die Schwelle zur Buchhandlung tritt, doch damit eröffnet sich ihr eine völlig neue Welt. Molly wird ihr zur zweiten Mutter, da ihre Mutter Cassie mit dem Leben selbst so viel zu tun hat, das für Charlie keine Zeit bleibt.

Und dann kommt August in ihr Leben und wird ihr bester Freund, so dass es scheint, als würde sie jährlich, für diese drei Wochen unbeschwertes Glück im Sommer, leben.

Doch zurück zum Anfang des Buches, welches damit beginnt, das Molly gestorben ist und Charlie Henderson aus London anreist, um ihr Erbe in Empfang zu nehmen, oder abzulehnen. Dabei erfahren wir als Leser Schritt für Schritt, was in Charlies letzten 12 Sommern in Liberty geschah und wie es dazu kam, dass sie nun fernab in London lebt und den Kontakt zu Molly und August abgebrochen hat.

Eine wunderbare Liebesgeschichte, die noch zu Ende geschrieben werden muss. Ein Buch, dessen Protagonisten Bücher und Geschichten so lieben, dass sie selbst anfangen sich übers Jahr Geschichten zu schreiben, was Buchliebhaber wie ich gut nachvollziehen können.

Eine stille, feinfühlige Geschichte mit einer Liebe der besonderen Art. Witzig, traurig, sentimental, erschreckend, fordernd und streckenweise einfach nur schön.

Mir hat das Buch einen besonderen Lesegenuss beschert.

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Veröffentlicht am 25.05.2026

Viel Geschichtliches

Dallmayr. Der Glanz einer neuen Ära
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Therese versucht Anfang des 20. Jahrhunderts den Delikatessenladen in München zu ungeahnter Größe anwachsen zu lassen, doch ihr Schwager und der erste Weltkrieg machen ihr einen gehörigen Strich durch ...

Therese versucht Anfang des 20. Jahrhunderts den Delikatessenladen in München zu ungeahnter Größe anwachsen zu lassen, doch ihr Schwager und der erste Weltkrieg machen ihr einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Da ich den ersten Teil der Dallmayr- Saga nicht kannte, hatte ich große Probleme mich, aufgrund der vielen Personen und ihrer Verwandtschaftsverhältnisse , in der Geschichte zurecht zu finden. Außerdem gibt es auch immer Wechsel von München, auf den Hof, den Herrmann bewirtschaftet, Wiesbaden, wo Paul zunächst noch arbeitet und Frankreich, wo Ludwig sein Glück gefunden hat.

Die Männer in Thereses Leben haben alle ihr Päckchen zu tragen, aber auch Therese selbst und ihre Schwiegertöchter, sowie deren Ziehtochter müssen sich in das Familiengefüge einpassen, denn das Vorhaben kann nur gemeinsam gelingen.

Neben dem Familienleben der Randlkofers bekommt der Hörer auch einen guten Einblick in die geschichtliche Entwicklung Anfang des 20. Jahrhunderts und den Wirren des ersten Weltkriegs.

Mir war das Geschichtliche mitunter zu ausführlich, aber für Geschichtsinteressierte war es bestimmt genau richtig.

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