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Veröffentlicht am 26.01.2020

Alt und immer noch gut

Die kleine Hexe
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Die kleine Hexe ist so traurig, denn sie ist noch zu jung um mit den Hexen in der Walpurgisnacht gemeinsam zu tanzen. Obwohl Abraxas ihr Rabe sie davon abhalten will macht sie sich entgegen aller Verbote ...

Die kleine Hexe ist so traurig, denn sie ist noch zu jung um mit den Hexen in der Walpurgisnacht gemeinsam zu tanzen. Obwohl Abraxas ihr Rabe sie davon abhalten will macht sie sich entgegen aller Verbote doch auf den Weg und tanzt dann mit den alten Hexen. Sie bleibt jedoch nicht unerkannt und wird bestraft.

Die kleine Hexe von Ottfried Preußler gab es schon in meiner Kindheit Ende der 60er Anfang der 70er. Seit Generationen finden Kinder diese Geschichte toll. Eine kleine Hexe die so mutig ist und gegen alte Regeln angeht. Egal das sie dabei Schiffbruch erleidet und dann bestraft wird. Sie trägt es mit Würde. Wie schön, dass sie ihre Hexkraft nicht nur dazu nutzt den Menschen böses anzutun, sonder viel Gutes bewirkt.
Die Kinder können sich gut mit der kleinen Hexe identifizieren. Inzwischen kennen sie die Geschichten auch schon aus dem Film und aus vielen Büchern. Unsere Tochter hatte sogar französisch lernen mit der kleinen Hexe und hat es geliebt. Auch die CD lief rauf und runter bis alles verinnerlicht wurde.
Ursprung des ganzen war aber das Buch, das ich abends zum Vorlesen in der Grundschulzeit hatte.
Sie kennt die Geschichten heute noch alle und es wird sicherlich auch noch ein Buch für die nächste Generation sein, auch wenn die Geschichten inzwischen anmuten wie ein historischer Roman. Aber so kann man auch gut über die alte Zeit ins Gespräch kommen. Das interessiert Kinder ja auch immer, wie es war als Oma oder Uroma noch Kinder waren.

Ich kann das Buch auf jeden Fall für Kinder im Grundschulalter sehr empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2020

Der zweite Band der Myntha Bücher

Die silberne Nadel
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Die Geschichte um Myntha und den Rabenmeister geht weiter. Wir befinden uns in Mühlheim bei Köln im 15. Jahrhundert. Eine Leiche wird in einem Mühlrad einer Rheinmühle gefunden. Myntha und der Rabenmeister ...

Die Geschichte um Myntha und den Rabenmeister geht weiter. Wir befinden uns in Mühlheim bei Köln im 15. Jahrhundert. Eine Leiche wird in einem Mühlrad einer Rheinmühle gefunden. Myntha und der Rabenmeister werden mit in das Verbrechen mit einbezogen, denn Frederic Bowman zieht die Leiche aus dem Wasser und eine Freundin der beiden wird des Mordes beschuldigt und in den Turm gesperrt.

Der zweite Band der Reihe hat mich schon gleich wieder von Anfang an gefesselt.
Das Cover hat hohen Wiedererkennungswert. Wieder ist Myntha die Fährmannstochter darauf abgebildet. Wie entschlüpft aus einem Gemälde ihrer Zeit. Außerdem befindet sich am oberen Buchrand das selbe Stadtgemälde wie beim vorherigen Band.
Muntha hält eine silberne Anstecknadel in Händen, die eine große und entscheidende Rolle in diesem Band spielen wird.

Myntha, die ledige Fährmannstochter wird noch immer von Vikar Volmarus verfolgt. Er hetzt auch weiterhin seine Gläubiger gegen sie auf, so dass sie hin und wieder nach Köln fliehen muss um Ruhe zu finden.
Außerdem wird weiter verhandelt, ob es letztendlich zu einer Eheschließung zwischen Myntha und dem Rheinmühlenbesitzer kommen kann.

Der Rabenmeister findet im Rhein eine Leiche und es muss geklärt werden, wie sie dort hin kam und wer der Mörder ist.
Sein Gehilfe Henning ist weiterhin verstockt, doch der Rabenmeister zieht Ermittlungen ein und kommt so dem Geheimnis Hennings auf die Spur.

Viele verschiedene Handlungsstränge und von jedem seine eigene Geschichte fließen in diesem Buch wieder zusammen.
Man sollte schon das erste Buch gelesen haben um es richtig genießen zu können und sich auch bewusst sein, dass noch drei weitere Bücher folgen, bis man endlich Klarheit hat wie es mit Myntha und dem Rabenmeister weiter geht.
Ich finde den Schreibstil von Andrea Schacht sehr leicht lesbar und fühle mich mit ihren Büchern wunderbar ins Mittelalter versetzt und unterhalten.
Ich erfahre vieles aus dieser Zeit, genieße die kleinen kriminalistischen Sequenzen und die immer über allem schwebende Liebesgeschichte, die eigentlich noch gar keine ist. Aber ich als Leser erhoffe es mir für die Protagonisten.

Ich kann dieses Buch empfehlen Es gehört wie alle Bücher der Serie zu meinen Lieblingsbüchern und ich lese es gerade zum dritten Mal um mich auf den letzten Band vorzubereiten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Vorlesebuch auch schon für Kindergartenkinder geeignet

Hase und Holunderbär - Der Schatz auf der Holunderinsel
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Der Hase Ritter Freund und der Holunderbär lesen in einem Buch das es am Ende des Regenbogens einen Goldschatz gibt. Auf der Holunderinsel beim Bananenfelsen hoffen sie ihn zu finden, denn genau dort endet ...

Der Hase Ritter Freund und der Holunderbär lesen in einem Buch das es am Ende des Regenbogens einen Goldschatz gibt. Auf der Holunderinsel beim Bananenfelsen hoffen sie ihn zu finden, denn genau dort endet ein Regenbogen, den sie von ihrer Veranda aus sehen. Mit dem Boot machen sich die beiden auf den Weg zur Insel.

Das Cover zeigt schon ein tolles Abenteuer auf. Ein kleiner Hase mit Ritterhelm und Schwert und ein großer Bär der auf eine Insel mit einem Regenbogen zeigt.
Der kleine Hase schaut sich zum Betrachter um als ob er fragen wollte, ob wir auch mit auf die Insel wollen und natürlich wollten wir das .

Die Bilder sind gemalt in Disneymanier. Sie sind schön fröhlich und farbenfroh und die Mimik und Gestik der Protagonisten wirkt echt und realistisch.

Der Schreibstil ist einfach und mit kurzen Sätzen, die leicht zu verstehen sind. Die Schriftgröße ist für Leseanfänger gemacht, so dass auf einer Seite nicht zu viel Text steht.
Auch das Abenteuer das Holunderbär und sein Ritter Freund erleben ist kindgemäß.
Keine gruseligen Segmente, aber trotzdem spannend. Was sich auf der Insel wohl verbirgtß Ob sie den Schatz finden? Sind über weite Strecken die prägnanten Fragen die sich dem Leser eröffnen.

Witzig fand ich das der Papagei Paga Pei hieß, denn genauso hieß Papagei bei meiner Tochter als sie sprechen lernte. Ich denke auch das ging vielen Sprachanfängern so, denn ich höre es auch im Kindergarten immer mal wieder.

Am Ende finden sie keinen Schatz zum Anfassen, haben aber trotzdem etwas sehr wertvolles entdeckt, nämlich einen neuen Freund .

Ich kann das Buch zum Vorlesen ab 4 Jahren empfehlen. Zum Selberlesen sollten die Kinder sicherlich mindestens 2. Klasse 2. Halbjahr sein, denn es ist für Leseanfänger doch noch viel Text.( ca. 25-50 Wörter pro Seite)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Ein Buch über unterschiedliche Selbstwahrnehmung

Jonah & Piet
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Die Kinder gehen zum ersten Mal mit ihrer neuen Klasse schwimmen.Jonah und Piet stecken noch in den Umkleidekabinen. Sie trauen sich nicht raus, da sie denken das sie zu dick beziehungsweise zu dünn sind.

Das ...

Die Kinder gehen zum ersten Mal mit ihrer neuen Klasse schwimmen.Jonah und Piet stecken noch in den Umkleidekabinen. Sie trauen sich nicht raus, da sie denken das sie zu dick beziehungsweise zu dünn sind.

Das Cover macht neugierig. Warum schauen die beiden Jungs so skeptisch hinter der roten Tür hervor?

Die beiden Jungs kennen sich noch nicht. Sie sind in einer neuen Klasse. Hier kennt man noch niemanden. Sie unterhalten sich durch die Trennwand ihrer Kabinen und jeder beschreibt sich dem anderen. Hier kann man sehen wie subtil die Selbstwahrnehmung der Jungs ist. Sie sind mit ihrem Körper nicht zufrieden. Der eine empfindet sich zu groß und zu dick und der andere zu winzig und dürr.
Als beide sich endlich entschließen aus der Kabine raus zu kommen kann der Betrachter feststellen das es gleichgroße Jungs sind, von denen der eine etwas dünner als der andere ist.
Hier hat ihnen ihre Selbstwahrnehmung wohl ein Schnippchen geschlagen.

Ein Buch eher für Grundschulkinder um über die Selbstwahrnehmung ins Gespräch zu kommen. Kindergartenkinder können es noch nicht verstehen. Meine Kleingruppe mit der ich es betrachtete habe hatte Kinder im Alter von fast 5 -6 Jahren und sie konnten keinen Zusammenhang mit dem vorher berichteten und dem tatsächlich gesehenen am Ende der Geschichte finden.

Ich kann das Buch für Kinder ab 8 Jahren empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2020

Zählen in fünf Sprachen

Eins, zwei, drei, vier... neun Paar Schuhe?
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Vater und Mutter leben mit ihren 10 Kindern in einem kleinen Häuschen auf dem Land. Abends wenn die Kinder vom Draußenspielen heim kamen, stellten sie immer ihre Schuhe vor die Tür und Vater zählte, damit ...

Vater und Mutter leben mit ihren 10 Kindern in einem kleinen Häuschen auf dem Land. Abends wenn die Kinder vom Draußenspielen heim kamen, stellten sie immer ihre Schuhe vor die Tür und Vater zählte, damit ihm ja keines der Kinder fehlte. Eines Tages aber zählte er nur 9 Paar Schuhe. Da er sich nicht sicher war bat er andere ihm beim Zählen zu helfen. Die zählten dann in ihrer Muttersprache. Kamen aber alle nur auf 9 Paar. Wo war das 10te Kind?

Schon auf dem Cover erkennt man das die Frage des Titels einen Mann sehr nachdenklich macht. Das Cover macht neugierig was es mit den neun Paar Schuhen auf sich hat.

Leider gibt es keine große Handlung im Buch, denn man sieht die Kinder beim Spielen mit dem Vater drinnen und dann stellen sie ihre Schuhe schon vor die Tür und er beginnt zu zählen. Da zählen die Lesekinder natürlich mit Begeisterung mit. Außer dem Vater zählen noch die Mutter, der französische Student der bei ihnen wohnt, der italienische Gärtner, die türkische Nachbarstochter und Mister Jamesy der Englischlehrer aus Amerika.
Alle zählen in ihrer Muttersprache. Das lieben die Kinder. Schön wäre, wenn es hier gerade für das türkische eine Notiz gäbe, wie es lautsprachlich korrekt ausgesprochen wird. Und leider ist auch die Seite mit Ayshe äußerst verwirrend, da es heißt das sie am Fenster schaut und da schaut eine Katze heraus und die Kinder glauben zunächst die Katze hieße so.
Deshalb ziehe ich einen Stern bei der Bewertung ab.

Die Bilder sind nett gemalt, im Stile von Sarah Kay.
Die Gestik der Personen ist mir persönlich zu sehr aufgesetzt theatralisch und die Gesichter eher alle gleichaussehend. Aber da liegt die Kunst ja einfach im Auge des Betrachters und das will ich auch nicht werten.

Den Kindern meiner Kitagruppe gefällt das Buch gut und sie lieben es auch die Zahlen in anderen Sprachen zu hören. Ich kann das Buch für Kinder ab 4 Jahren empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere