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Veröffentlicht am 20.09.2024

Ein Interview mit Gabriel de León

Das Reich der Vampire
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Seit 27 Jahren existiert der Tagestod in Gabriel de Leóns Leben, denn seitdem ging die Sonne nie wieder auf und die Vampire erobern die Welt. Nur noch wenige Dörfer sind für die Menschen bewohnbar, alle ...

Seit 27 Jahren existiert der Tagestod in Gabriel de Leóns Leben, denn seitdem ging die Sonne nie wieder auf und die Vampire erobern die Welt. Nur noch wenige Dörfer sind für die Menschen bewohnbar, alle anderen wurden von den Vampiren aufgesucht und in Finsternis gehüllt.

Gabriel de León muss in jungen Jahren sein Heimatdorf Lorson und seine Familie hinter sich lassen. Seine neue Heimat ist San Michon, dort gehört er zum Orden der Silberwächter und beginnt sein Leben in der heiligen Bruderschaft, welche die Welt vor den Vampiren schützen möchte. Gabriel de León wird zur größten Hoffnung der Menschheit und zu einer wahren Legende.

Das Reich der Vampire von Jay Kristoff ist der Beginn einer Reihe, die bis heute zwei Teile umfasst und das Leben der Legende Gabriel de León in den Fokus stellt.

Die Erzählweise, die Jay Kristoff für diese Reihe gewählt hat ist außergewöhnlich gut und sorgt dafür, dass man mit dem Protagonisten mitfühlen und -leiden kann. Denn Gabriel de León erzählt seine Geschichte dem Geschichtenschreiber Jean-François, sodass wir zwischen drei Zeitebenen switchen. Neben den zwei Fäden, die Gabriel de León aufmacht, streut Kristoff auch mehrfach Dialoge zwischen Gabriel und Jean-François ein, die für humorvolle Lichtblicke in der ansonsten sehr düsteren Geschichte sorgen.

Der Schreibstil von Jay Kristoff ist außergewöhnlich gut und überträgt die Bilder hervorragend, das hat das Lesen zu keinem Zeitpunkt schwerfällig wirken lassen, obwohl der Inhalt mich nicht komplett umhauen konnte. Dies lag für mich u.a. daran, dass die Zeitsprünge der beiden Stories die Gabriel erzählt so groß waren, dass ich emotional nicht immer folgen konnte und Gabriel in der näheren Vergangenheit nicht komplett nachvollziehen konnte. 

Ein weiterer Aspekt war die große Anzahl von Opfern und Toten, die den einzelnen Verlust irgendwann trivial wirken ließen und somit dafür sorgten, dass mir die Charaktere irgendwann nicht mehr wirklich wichtig waren. Teilweise wirkte das einzelne Schicksal nach copy+paste, weswegen inhaltlich einiges den Eindruck einer bloßen Wiederholung hatte, die sich lediglich durch die Namen unterschied.

Dennoch bleibt am Ende ein besseres Gefühl bestehen, als die Kritik erahnen ließe. Denn trotz allem war das Buch wirklich lesenswert, weil einzelne Stränge extrem intensiv waren und die Verbindung zum Protagonisten, vor allem durch die ferne Vergangenheit sehr stark wurde, sodass das Interesse an ihm durchgehend bestehen blieb.

Außerdem schafft der Autor es, viele aktuelle Probleme in die damalige Zeit zu transportieren, ohne sie 1:1 aufzumalen, er transferiert sie teilweise auf andere Ebenen und gibt einen dadurch Dinge, über die man nachdenken kann, an die Hand.

Auch der angesprochene Humor zwischen Gabriel und Jean-François war eine pure Freude und findet sich phasenweise auch in den Erzählungen wieder, wenngleich ich persönlich mehr Lichtblicke/Humor gebraucht hätte, um am Ende ein schöneres Lesegefühl zu haben.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Kuschelalarm

Kuscheln
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Kuscheln von Angelika Huber-Janisch ist ein Sachbuch, das sich mit dem Kuschelverhalten von neun verschiedenen Tierarten beschäftigt und nebenbei auch noch weitere Informationen über die Tiere vermittelt.

Das ...

Kuscheln von Angelika Huber-Janisch ist ein Sachbuch, das sich mit dem Kuschelverhalten von neun verschiedenen Tierarten beschäftigt und nebenbei auch noch weitere Informationen über die Tiere vermittelt.

Das Wissen wird aus der Perspektive eines Jungtiers übermittelt, was im Bezug auf das Kuscheln eine schöne Variante darstellt. Allerdings wirkt es holprig und unpassend, wenn der Text mehr Informationen transportiert, z.B. über das Gähnverhalten eines Löwen. Das Jungtier wirkt dadurch „allwissend“ und von spricht nicht mehr von „wir“, sondern von seiner Rasse - den „Löwen“.

Die Informationen, die man erhält sind jedoch sehr interessant. Neben den unterschiedlichen Arten der Zuneigungsformen, gibt es auch weiteres Wissen, das einem mehr über die Tiere verrät und für junge Leser:innen interessant sein kann.

Die Illustrationen von Maria Over sind wunderschön und passen hervorragend zum Inhalt, der Textanteil ist hoch, das Schriftbild teilweise etwas zu klein.

Am Ende werden auch die Haustiere und ihr Verhalten kurz dargestellt. Ich finde es etwas schwierig, dass die Beziehung zwischen Haustier und Mensch am Kuschelverhalten des Tieres gemessen wird. Auch bei Tieren gilt: nicht alle mögen den Körperkontakt. Dementsprechend wollen nicht alle Hunde/Katzen gestreichelt werden und fühlen sich dennoch pudelwohl bei ihren Zweibeinern. Gerade (zuneigungsbedürftigen) Kindern sollte man beibringen, dass Haustiere ihre eigenen Bedürfnisse haben, die respektiert werden sollten.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Momentaufnahmen!

Moments in Nature
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Ich folge Gamander López-Caparrós Jungmann schon einige Zeit auf seinem Instagram Kanal und bin fasziniert von seiner Geduld, die er für dieses eine (!) Foto aufbringt. Daher musste ich unbedingt sein ...

Ich folge Gamander López-Caparrós Jungmann schon einige Zeit auf seinem Instagram Kanal und bin fasziniert von seiner Geduld, die er für dieses eine (!) Foto aufbringt. Daher musste ich unbedingt sein erstes Buch haben, das er mit seiner Schwester Una geschrieben hat.

Moments in Nature von den Geschwistern Gamander und Una López-Caparrós Jungmann legt vor allem den Fokus auf die Tiere aus unserem näheren Lebensumfeld und zeigt, dass die Faszination der Tierwelt direkt vor Ort ist und man für diese nicht weit reisen muss.

Wir sehen unglaublich tolle Aufnahmen - mein absoluter Favorit ist das Eichhörnchen, das den Groove hat -, die mit Anekdoten untermalt werden. Wir erfahren wie es zu den Fotos kam, aber auch was es benötigt, um Tiere zu fotografieren und worauf wir achten müssen, wenn wir eines sehen und/oder fotografieren möchten.

Die besondere Leidenschaft der beiden zur Fotografie, aber vor allem zur Natur kam besonders gut zur Geltung und es wird ganz deutlich, dass es diese und Geduld benötigt, um solche Fotos machen zu können und das ein Foto kaum die Arbeit dahinter transportieren kann.

Moments in Nature ist ein wunderschönes Buch, das tolle Tieraufnahmen, Anekdoten und Tipps zusammenfügt und das vor allem die Liebe zur Natur widerspiegelt und hoffentlich dafür sorgt, dass wir wieder achtsamer mit unserer Welt umgehen und den Zauber der kleinen/nahen Dinge nicht aus dem Auge verlieren.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Ruhe finden!

Ein Inne halten
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Joni findet vor der Haustür ein kleines Paket, indem sich Inne befindet. Inne scheint traurig zu sein und Joni versucht den Grund dafür zu finden. Hat es Hunger, möchte es spielen oder einfach nur in den ...

Joni findet vor der Haustür ein kleines Paket, indem sich Inne befindet. Inne scheint traurig zu sein und Joni versucht den Grund dafür zu finden. Hat es Hunger, möchte es spielen oder einfach nur in den Arm genommen werden?

Ein Inne halten von Jutta Degenhardt ist ein wunderschönes Kinderbuch, das auch Erwachsenen die Wichtigkeit des Innehalten vor Augen führt. Durch wunderschöne Zeichnungen der Illustratorin Carola Steverding wird die Geschichte perfekt untermalt und lädt zum „Inne halten“ ein!

Ein wunderschönes Buch, welches das Bewusstsein für das eigene Wohlbefinden, aber auch das der anderen fördert und das vor allem die Bedeutung der kleinen oder alltäglichen Dinge des Alltags in den Fokus setzt. Eine starke Botschaft, auch oder vor allem für die erwachsenen Leser. Ein Buch, das bereits während des Lesens dafür sorgt, dass man innerlich wieder etwas ruhiger und aufmerksamer wird.

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Veröffentlicht am 12.09.2024

Träumen lohnt sich!

Earhart
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Für die Kolonie der Wühlmäuse besteht die Welt aus ihrem Gemüsegarten, über die Grenzen dieser traut sich keine von ihnen. Schließlich haben sie nur eine Aufgabe in ihrem Leben: Wühlen, denn sie sind schließlich ...

Für die Kolonie der Wühlmäuse besteht die Welt aus ihrem Gemüsegarten, über die Grenzen dieser traut sich keine von ihnen. Schließlich haben sie nur eine Aufgabe in ihrem Leben: Wühlen, denn sie sind schließlich Wühlmäuse. Doch einer von ihnen fällt eine Briefmarke mit einer großen Katze in die Hand, die ihr zeigt, dass es da draußen mehr als den Gemüsegarten gibt und sie neugierig werden lässt.

So beginnt der Traum von Afrika. Ein bekannter Mäusepilot hilft ihr beim Bauen einer Flugmaschine, die sie bis nach Afrika und noch viel weiter bringen soll und so geht es - trotz Widerstand der Kolonie - auf eine abenteuerliche Reise.

Earhart von Torben Kuhlmann zeigt auf wunderschöne Weise, dass man seine Träume verwirklichen kann und sollte, auch wenn die Familie dafür vielleicht kein Verständnis aufbringt. Denn Träume gehören nur einem selbst und nicht wenigstens zu versuchen, sich diese zu Erfüllen macht einen unglücklich. Diese eine Wühlmaus, widersetzt sich dem Denken der eigenen Kolonie, um ihrem eigenen Traum näherzukommen. Sie geht neue Wege, Wege die keine Dritten in Gefahr bringt und nur der Wühlmaus die Frage stellt: Welche Risiken gehe ich für (die Erfüllung) meines Traums ein?

Besonders beeindruckend sind auch die Zeichnungen, die teilweise gezielt als Fortführung des Textes eingesetzt werden und im Schriftlichen nicht detailliert erwähnt werden. Die dezenten, vorwiegend erdigen Farbtöne verleihen dem Buch etwas nostalgisches. Da die Wühlmaus im Laufe der Geschichte auf Amelia Earhart trifft, passt dieses Gefühl sehr gut.

Aufgrund des Titels hätte ich vermutet, dass Amelia Earhart in der Geschichte selbst mehr Platz einnimmt, nach dieser Geschichte aber noch mehr über Amelia Earhart und über die ersten Weltumrundungen zu erfahren, hat mir sehr gut gefallen.

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