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Veröffentlicht am 14.04.2019

Viel Geld verdienen für ein bestimmendes Leben

Nimm dir alles, gib viel
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Das Buch beginnt damit, dass sie ihrem elfjährigen Sohn Diego zu erklären versuchte, was denn eigentlich ihr Beruf sei. Dieser lachte sie aus, als sie sagte, sie sei Künstlerin.

Verona hegte schon früh ...

Das Buch beginnt damit, dass sie ihrem elfjährigen Sohn Diego zu erklären versuchte, was denn eigentlich ihr Beruf sei. Dieser lachte sie aus, als sie sagte, sie sei Künstlerin.

Verona hegte schon früh den Wunsch, Karriere zu machen und viel Geld zu verdienen. Dem einstigen Miss Germany Model Verona Feldbusch mit dem losen Mundwerk wurden schnell alle Türen geöffnet, sie hatte immerhin Dieter Bohlen geheiratet. Plötzlich war sie wer. Selbst der Playboy schaltete sich ein und bot ihr 80.000 DM für ein Nacktfoto auf dem Titelblatt. Das wollte Bohlen aber nicht und Verena war brav und fügte sich. Wie bekannt hielt ja die Ehe nur 4 Wochen. Wer nun dachte, mit Verona geht es jetzt ganz schnell bergab, der irrte sich. Es ging immer weiter bergauf. Und dabei hatte die Dame nicht einmal einen Schulabschluss. Sie durchlebte schwere Lebensphasen mit ihrer Mamita, wie sie ihre Mutter nannte. Mama Luisa leidete an Demenz und brach ihrer Tochter mit frechen Worten das Herz. Sehr bewegend wie sie sich später kurz vor deren Ableben wieder annäherten, auch wenn sie die Tochter nicht richtig wahrnahm durch die Krankheit.

Die Heirat mit dem jüngeren Franjo im Stephansdom in Wien, war ihr schönster Moment (nach der Geburt ihrer Kinder) im Leben, wie sie auf den Bildern dokumentiert. Im Epilog spricht sie davon, dass nicht immer alles Friede freu und fein in ihrem Leben war- Es gab viel Kritik in den Talkshows. Dass dieses Buch ein Dankeschön an die Menschen ist, welche immer stets positiv und respektvoll ihr gegenüber waren, wird jene freuen, die sich das Buch kauften.

Verona wusste schon immer, wie gut sie sich in der Öffentlichkeit vermarkten kann. Das einst so unbekümmert und ständig redende Weibchen hat sich zu einer Werbeikone wie kaum eine Zweite hochgearbeitet. Das muss ich schon anerkennen. Die KIK Werbung hätte allerdings nicht unbedingt sein sollen. Wie sie sich nach der Firmenpleite der Consumer Electronics Firma ihres Mannes Franjo nicht unterkriegen ließ, das berichtet sie schonungslos in diesem Buch. Auch vom Luxusurlaub auf Bali ist ein Bild im Buch zu sehen. Damals lästerten die Zeitungen, die Gläubiger bekommen kein Geld von Herrn Pooth, da er insolvent sei. Er aber leistet sich einen Luxusurlaub mit Frau und Söhnen. Nicht sehr anständig.

Das Buch ist lesenswert, es liest sich flüssig. Diese Biografie über ihr aufregendes Leben im Blitzlicht Gewitter bringt vieles zum Vorschein, was man noch nicht kannte. Ihre durchlebten Lebensphasen sind schon interessant. Bei allem ist sie trotzdem sie selbst geblieben und ist ihren Weg gegangen. Sie hat auch andere nicht vergessen und spendet viel Geld. Respekt Frau Pooth, das Buch ist empfehlenswert.

Veröffentlicht am 13.04.2019

Einfühlsame Liebesgeschichte

Die Sterne vom Himmel holen
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Paulina ist erst 14, als sie ihre Eltern und einzige Schwester durch einen Autounfall verliert. Sie hat nur noch ihre Oma, bei der Sie auch wohnt. Die Rente ihrer Großmutter und Paulinas Job im Callcenter, ...

Paulina ist erst 14, als sie ihre Eltern und einzige Schwester durch einen Autounfall verliert. Sie hat nur noch ihre Oma, bei der Sie auch wohnt. Die Rente ihrer Großmutter und Paulinas Job im Callcenter, das Geld reicht hinten und vorne nicht mehr, weil Reparaturen im Haus anstehen. Dann verliert die junge Frau noch ihren einzigen Broterwerb. Sie braucht dringend Geld, deshalb nimmt sie einen Job als Escort Girl an. Sie stellt nur eine Bedingung, es dürfen keine Männer sein. Paulina ist lesbisch.

Laut Auftrag soll sie eine Dame zum Essen begleiten. Johanna Engel, eine gebildete Frau sehr attraktiv und körperbehindert. Warum bezahlt eine so attraktive Frau für ein eine Begleitung? Hat sie etwas zu verbergen? Das erste Date verläuft harmonisch. Die nächsten Treffen dann schon gefühlvoller. Die beiden freunden sich an. Die Leserin merkt hier, dass Paulina sich langsam zu Johanna hingezogen fühlt. Wenn da nicht die ungewollte Beichte Johannas Paulina die Beherrschung verlieren lässt.

Frau Schairer versteht es, die Leserinnen gut zu unterhalten. Ihre Geschichte ist auch dieses Mal glaubwürdig dargestellt. Ihr Schreibstil ist flüssig und selten langweilig. Ich fieberte richtig mit. Wenn ich denke, es wird jetzt alles gut, die Liebe hat gesiegt. Sogleich folgt der nächste dramatische Höhepunkt.

Erstaunlich, wie die Autorin so unerwartet die Charaktere in ein anderes Licht rückt. Paulinas Wutausbruch ist nicht mehr zu toppen. Da hilft auch die regelmäßige geistige Gesellschaft ihrer Schwester Lisi nicht mehr.

Leider waren es ein paar Seiten zu wenig. Man kann eben nicht alles an Ellen messen. Das Buch hat mir schöne Lese Stunden beschert. Ich hatte es leider an einem Abend ausgelesen.

Veröffentlicht am 30.03.2019

Bewegende Biografie

Madame Piaf und das Lied der Liebe
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Das Lied der Liebe und Madame Piaf. Der Prolog beginnt im Jahr 1937. In einem Pariser Bistro feierte die junge Edith mit Freunden von der Straße ihre nächtlichen Feste und es floss viel Alkohol. Bis der ...

Das Lied der Liebe und Madame Piaf. Der Prolog beginnt im Jahr 1937. In einem Pariser Bistro feierte die junge Edith mit Freunden von der Straße ihre nächtlichen Feste und es floss viel Alkohol. Bis der Textdichter Asso sie von der Straße wegholen konnte.

Wenn man diese Lebensgeschichte über einer der größten Sängerinnen Frankreichs liest, dann sollte man auch das Taschentuch nicht vergessen. Edith, die keine Liebe weder von der Mutter noch vom Vater bekam, verdiente sich ihr Geld auf der Straße mit singen. Der Vater nimmt ihr das meiste Geld wieder ab für Alkohol. Dem Alkohol verfällt auch die Tochter und überlebt nur, weil ein Journalist sie auf der Straße beim singen entdeckte.

Als man sie der Kollaboration nach dem Ende der deutschen Besatzung anklagte, schien es vorbei zu sein mit mit dem Singen. Während dieser angstvollen Zeit lernte sie den jungen Sänger Yves Montand kennen und arbeitete mit ihm, wurde seine Lehrerin und auch Geliebte. Ein bewegendes Lied La Vien Rose entstand aus dieser Beziehung. Nach drei Jahren löste sich Montand von Edith, er war jetzt auch ein Star. Ihre Suche nach Liebe und Anerkennung fand Edith nur in ihrer Musik.

Die Autorin erzählt in dieser historischen Biografie über das rauschende Leben der Edith Piaf vom Leben in Armut wie Aufstieg zum größten Star Frankreichs. Ein Leben geprägt von Rückschlägen und immer wieder Alkohol, dem Edith nicht entrinnen konnte. Ich hab das Buch sehr gern gelesen, es ist eine spannende Biografie, ich hatte hin und wieder Wasser in den Augen. Vielleicht hätte man die Geschichte mit Montand und Frau Piaf etwas abkürzen können. Die Lebensabschnitte der Chansonsängerin hat sie dennoch ausreichen gut geschildert. Auch Marlene Dietrich wurde nicht ausgelassen.

Ein sehr interessantes Buch mit einem schönen aber nachdenklichen Cover. Sehr empfehlenswert

Veröffentlicht am 18.02.2019

Minimalismus ist nicht einfach aber möglich

Das kann doch weg!
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Bedeutet weniger Besitz mehr Glück? Der Autor berichtet hier über persönliche Erlebnisse wie er der Konsumwelt entflieht. Man benötigt keine 2 Telefone oder mehrere Adapter. Auch kein volles Buchregal. ...

Bedeutet weniger Besitz mehr Glück? Der Autor berichtet hier über persönliche Erlebnisse wie er der Konsumwelt entflieht. Man benötigt keine 2 Telefone oder mehrere Adapter. Auch kein volles Buchregal. ( da bin ich allerdings anderer Meinung) Herr Sasakis Glück hat plötzlich eine total andere Bedeutung, weil er sich von vielen materiellen Dingen trennte. Das möchte er uns in diesem Buch mitteilen. Der Text seiner vielen Tipps ist oft nur auf eine Seite begrenzt. Das er das Bankbuch durch den Schredder jagt und dann die Bank kündigt ist aber sehr gewagt.

Welche Tipps aus diesem Buch nehme ich mir vor?

Was mich persönlich an schöne Momente erinnert, das werfe ich nicht weg. Minimalismus ist nicht so einfach, aber es ist möglich. Nur, wenn man an bestimmten Erinnerungsstücken hängt, dann überlege ich doch zwei Mal bevor ich mich davon trenne. Es kommt auf den Umstand an. Die Ratschläge in diesem Buch sind aber wirklich gut. Und nach und nach fliegt bei mir auch einiges weg. Kleidung wird als Erstes aussortiert, die kommt dann zum roten Kreuz. Und der Schreibtisch wird leerer hab ich mir vorgenommen. Und so manch überflüssigen Krempel werde ich dann auch bald entsorgen. Das soll jetzt nicht heißen, ich trenne mich von allem, nein auf keinen Fall, ich entscheide aus dem Bauch heraus.

Ich bin froh dieses Buch gefunden zu haben. Sicher pflegen die Japaner etwas andere Lebensgewohnheiten als wir In unserem Land. Ich bin nicht mit allem darin einverstanden, es ist für mich trotzdem ein hilfreiches Buch, wenn man wie ich, neu ist was Minimalismus betrifft. Ich hab es gerne gelesen. Könnte aber alle meine Bücher im Regal nicht einfach so weggeben wie der Autor Sasaki.

Was mir negativ aufgefallen ist, es war auf mehreren bunten Seiten Werbung für bestimmte Produkte. Das sollte eigentlich nicht sein

Veröffentlicht am 07.10.2018

Sterben ist nicht so einfach, wenn der Schutzengel über einem wacht

Man muss auch mal loslassen können
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Drei Frauen lernen sich in einer Beratungsstelle für verzweifelte Menschen zufällig kennen. Jede von ihnen mit unterschiedlichem Charakter, aber mit der gleichen Vorstellung. Sie wollen aus dem Leben scheiden. ...

Drei Frauen lernen sich in einer Beratungsstelle für verzweifelte Menschen zufällig kennen. Jede von ihnen mit unterschiedlichem Charakter, aber mit der gleichen Vorstellung. Sie wollen aus dem Leben scheiden.

Charlotte wird mit der Krebsdiagnose überrascht. Man kann sich eben keinen gesunden Körper kaufen. Wilma wird das neue Nichtraucherschutzgesetz in Kneipen zum finanziellen Desaster. Der Jüngsten im Bunde Jessy kann mit dem schwer gebrochenen Herzen nicht umgehen.

Sie setzen sich zusammen und schmieden einen Plan wie sie ihrem Leben ein Ende setzten wollen. Sie haben die Sache ohne ihren Schutzengel gemacht. Immer geht etwas schief bei dem Versuch endlich das Leben los zulassen.


Die Autorin beschreibt in diesem Buch mit Witz und bizarrem Humor eine Geschichte die zum nachdenken anregt. Ein Hoch auf die Freundschaft. Das Leben könnte so einfach sein, gäbe es nicht immer diese unangenehmen Misstände. Unversicherte Bürger in unserem Land sollte es eigentlich nicht geben. Im reichem Deutschland aber immer noch vorhanden.

Es war das erste Buch, dass ich von dieser Autorin gelesen habe. Ich fühlte mich gut unterhalten. Einige Stellen erschienen mir etwas in die Länge gezogen. Ein im Grunde genommen ernstes Thema so humorvoll in Worte zu packen, das hat mich am Ende doch begeistert. Die broschierten Klappentexte haben mir gut gefallen. Der Titel ist etwas seltsam gewählt. Das Cover jedoch gefällt mir gut.

Ich spreche eine Empfehlung aus.