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Veröffentlicht am 19.05.2025

Ein düsterer und nervenaufreibender Thriller

Der Mädchenwald
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Auf dem Weg zu einem Schachturnier wird die dreizehnjährige Elissa betäubt und entführt. Als sie aufwacht, findet sie sich in einem dunklen Keller wieder. Ihre Lage scheint ausweglos, bis Elijah ihr Verlies ...

Auf dem Weg zu einem Schachturnier wird die dreizehnjährige Elissa betäubt und entführt. Als sie aufwacht, findet sie sich in einem dunklen Keller wieder. Ihre Lage scheint ausweglos, bis Elijah ihr Verlies entdeckt und sie heimlich besucht. Elijah lebt im Wald, seit er denken kann, und Elissa ist nicht die erste, die in den Keller unter der Hütte gebracht wird. Elissa begreift, dass sie nur mit Elijahs Hilfe entkommen kann, aber Elijah weigert sich, die Polizei zu rufen, denn er hat noch nie einen Freund gehabt. Und er will nicht, dass Elissa verschwindet...
Der Mädchenwald ist ein düsterer und spannender Thriller, dramaturgisch geschickt aufgebaut und voller unerwarteter Wendungen. Auf der einen Seite ist es die erschütternde Schilderung einer Kindesentführung, auf der anderen Seite ein verstörendes Katz-und-Maus-Spiel voller Täuschung, Manipulation und Verrat, erzählt aus drei Perspektiven, die mühelos ineinander übergehen und der Geschichte zusätzliche Dynamik verleihen.
Elissa ist ein aufgewecktes und mutiges Mädchen, das sich in ihrer Not und Verzweiflung auf ihr Schachtalent verlässt und eine Partie beginnt, von der ihr Leben abhängt. Ihr strategisches und kluges Handeln lässt sie sehr erwachsen erscheinen, doch auch Elijah erweist sich als herausfordernder und unberechenbarer Gegner. Während Elissa versucht, ihrer verzweifelten Lage zu entkommen, setzt Detective Superintendent Mairead MacCullagh alles daran, das Mädchen lebend zu finden, doch aufgrund ihrer persönlichen Situation lässt sie das Geschehen und die Angst der Mutter zu nah an sich heran und droht, ihre professionelle Distanz zu verlieren.
Es ist eine düstere Geschichte voller trügerischer Eindrücke und Erinnerungen, verwoben mit Märchenmotiven, unheimlichen Ereignissen und grausamen Bildern. Die psychologische Tiefe der Figuren lässt mit ihnen mitfühlen und für sie hoffen, so dass man förmlich an den Seiten klebt, zumal man das Gefühl nicht los wird, das ganze Ausmaß des Schreckens noch nicht erfasst zu haben.
Ein beklemmender und nervenaufreibender Thriller, der gekonnt mit der Erwartungshaltung der LeserInnen spielt, atmosphärisch dicht und absolut fesselnd.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.05.2025

Düstere Fantasy mit Schönheitsfehlern

To Kill A Shadow (Die verfluchten Lande, Band 1)
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Seit die Sonnengöttin und mit ihr die Sonne aus dem Königreich Asidia verschwunden sind, umgibt ein tödlicher Nebel das Land. Die 18-jährige Kiara kennt daher nur die Dunkelheit. Als sie von Kommandant ...

Seit die Sonnengöttin und mit ihr die Sonne aus dem Königreich Asidia verschwunden sind, umgibt ein tödlicher Nebel das Land. Die 18-jährige Kiara kennt daher nur die Dunkelheit. Als sie von Kommandant Jude Maddox für eine gefährliche Mission rekrutiert wird, muss sie schon bald im Nebel ums Überleben kämpfen ...

„To kill a shadow” ist eine Geschichte voller Dunkelheit, Geheimnisse und Gefahren, die leider hinter den Erwartungen zurückbleibt. Ein Königreich in Dunkelheit, ein Kampf gegen Schatten und tödlicher Nebel suggerieren ein spannendes Fantasy-Abenteuer. Katherine Quinn hat jedoch zu viel Zeit darauf verwendet, eine düstere Atmosphäre zu kreieren und dabei Weltenbau und Charakterentwicklung vernachlässigt. Für eine High-Fantasy-Geschichte fehlen definitiv Informationen zur Welt. Schon nach den ersten Seiten fragt man sich, wie Menschen und Natur in völliger Dunkelheit überhaupt überleben, und dieses Gefühl, dass einem grundlegendes Wissen fehlt, begleitet einen durch die gesamte Geschichte. Auch die Charaktere sind zu oberflächlich gezeichnet. Kiara ist kämpferisch und durchsetzungsstark, allerdings wirkt sie zu perfekt, ein paar Ecken und Kanten hätten sie weitaus sympathischer gemacht. Jude erscheint kaltherzig und unnahbar. Seine Verschlossenheit und tragische Vergangenheit hätten ihn zu einer interessanten Figur und einem Sympathieträger machen können. Doch auch hier verschenkt Quinn Möglichkeiten, denn die Figur wirkt in ihren Handlungen nicht authentisch. Dadurch erscheint auch die recht vorhersehbare Liebesbeziehung, die ohnehin zu viel Raum in der Geschichte einnimmt, wenig stimmig.

Alles in allem ist es eine Geschichte mit interessanter Welt und spannender Idee, die jedoch aufgrund einer oberflächlichen Ausgestaltung, wenig Charaktertiefe und einem unausgeglichenen Erzähltempo viel Potenzial verschenkt und trotz aller Geheimnisse, Gefahren und Konflikte nur bedingt zu fesseln vermag.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Der Kampf gegen die Albschatten beginnt...

Dream Keeper (Band 2) - Das Bündnis der Zwillingssterne
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Kiki kann es immer noch nicht glauben: Tagsüber ist sie eine unscheinbare Schülerin, nachts ist sie die Schöpferin lebhafter Träume. Mutig hält sie an ihrem Versprechen fest, das Traumreich vor den mächtigen ...

Kiki kann es immer noch nicht glauben: Tagsüber ist sie eine unscheinbare Schülerin, nachts ist sie die Schöpferin lebhafter Träume. Mutig hält sie an ihrem Versprechen fest, das Traumreich vor den mächtigen Albschatten zu beschützen. Doch allein ist sie chancenlos. Da begegnet Kiki unverhofft ihrer Freundin Lilian mit ihrer weißen Katze Fulan. Steckt in Lilian etwa ebenfalls eine Traumkünstlerin?
Das Bündnis der Zwillingssterne ist der zweite Band der „Dream Keeper”-Reihe – eine fantasievolle Geschichte über Traumwelten, Wünsche und Freundschaft. Jiatong Chen verlangt seiner jungen Heldin erneut viel ab, denn so muss sich Kiki tagsüber nicht nur mit strengen Lehrern, schwierigen Prüfungen und Schulmobbern auseinandersetzen, sondern sich auch um den Haushalt und ihren trauernden Vater kümmern, während sie nachts Träume erschafft und das Traumreich beschützt. Da ist es schön mitzuerleben, dass sie sich mittlerweile gegen rabiate Mitschüler zur Wehr setzt und nicht mehr nur Bobbi an ihrer Seite hat, sondern auch Freunde findet, die sie zudem beim Kampf gegen die Albschatten unterstützen. Kikis Stärken sind ihre Fantasie, ihre Hilfsbereitschaft und ihre Großherzigkeit, die sogar so weit geht, dass sie selbst für ihren fiesen Lehrer heilsame Träume erschafft. Ihre schwierige Lebenssituation und die allgegenwärtige Trauer ihres Vaters lassen die Geschichte anfangs recht schwermütig wirken. Hinzu kommt, dass Kiki nun auch in der Traumwelt mit den Problemen ihres Vaters konfrontiert wird und sein Wohlergehen über ihr eigenes stellt. Doch Bobbis niedliche Schwärmerei für Fulan verleiht der Geschichte wieder etwas Leichtigkeit.
Ein fantasievolles und spannendes Abenteuer mit einer liebenswerten Protagonistin, die sich mutig und mit viel Herz ihrem Schicksal stellt.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Merkwürdige Todesfälle im Paradies

The Island - Auf der Flucht
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Hotelmanagerin Lola muss dringend aus Hongkong weg. Zum Glück verschafft ihr alter Kollege Moxham ihr eine Stelle in einem Luxusresort in der Karibik. Auf Keeper Island kann sie sich voll und ganz darauf ...

Hotelmanagerin Lola muss dringend aus Hongkong weg. Zum Glück verschafft ihr alter Kollege Moxham ihr eine Stelle in einem Luxusresort in der Karibik. Auf Keeper Island kann sie sich voll und ganz darauf konzentrieren, mit ihrem Fünf-Sterne-Lächeln die Probleme der extravaganten Gäste zu lösen. Doch kurz nach ihrer Ankunft wird Moxhams Leiche gefunden. Die Polizei geht von einem Unfall aus, aber Lola ahnt, dass im Hotel nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
„The Island” ist kein Thriller im herkömmlichen Sinne, denn trotz der bedrohlichen Atmosphäre fehlt es der Geschichte an Nervenkitzel. Spannung entsteht vielmehr durch die rätselhaften Ereignisse und das merkwürdige Verhalten der Figuren. Jeder scheint etwas zu verbergen und eigene Ziele zu verfolgen. Es ist ein Minenfeld voller Geheimnisse und Täuschungen, durch das Lola auf der Suche nach der Wahrheit und Verbündeten recht unbeholfen stolpert und sich dadurch immer wieder in Gefahr bringt.
Nicola Martin geizt mit Hintergründen zu ihren Charakteren und gibt Informationen nur spärlich preis. Dies trägt jedoch nur zum schönen Schein und dem oberflächlichen Leben auf der Insel bei. Wahrhaftige Momente und tiefgründige Gespräche sucht man hier oftmals vergeblich.
Ein spannender und unterhaltsamer Roman mit rätselhaften Todesfällen, der nebenbei einen ungefilterten Blick auf die gehobene Hotellerie und das Leben im Luxus wirft und rasant die Abgründe hinter einer traumhaften Fassade offenbart.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Ein wunderbar schräges Fantasy-Abenteuer

Kerze & Krähe
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Der Siegelmagier Al MacBharrais wurde vor langer Zeit mit einem Fluch belegt, der seine Lehrlinge tötete und alle vertrieb, die ihn sprechen hörten. Aber er ist nicht ganz allein: Seine letzten Freunde ...

Der Siegelmagier Al MacBharrais wurde vor langer Zeit mit einem Fluch belegt, der seine Lehrlinge tötete und alle vertrieb, die ihn sprechen hörten. Aber er ist nicht ganz allein: Seine letzten Freunde ziehen ihn in ihre exzentrischen Dramen hinein. Buck Foi plant einen waghalsigen Streich, der ihn zum berühmtesten Kobold machen soll. Nadia, die Gothic Queen und Kampfseherin, gründet ihren eigenen Kult um einen Gott, der Whiskey und Käse liebt. Und Morrigan, die irische Todesgöttin, hat beschlossen, es mit Online-Dating zu versuchen.
Kerze und Krähe ist der dritte und abschließende Band der Reihe und sollte nicht ohne Kenntnis der ersten beiden Bände gelesen werden, denn die Handlung baut aufeinander auf: Während Al weiterhin Hinweisen nachgeht und kurz davor steht, herauszufinden, wer ihn verflucht hat, rauben Buck und Nadia eine Bank aus, Grace verschwindet und die blauen Männer vom Minch versenken eine Jacht, was die Regierung in Erklärungsnot bringt, so dass Al die Wogen glätten muss, um einen Vergeltungsschlag zu verhindern. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, braucht Eli auch noch Hilfe bei der Suche nach einem Werwolf- Mörder.
Klingt nach einem komplexen und herrlich chaotischen Plot? Ist es auch, denn Kevin Hearne scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, im dritten Teil alle offenen Handlungsstränge zu einem erfolgreichen Ende zu führen, alle schrägen Ideen, die ihm für die Reihe noch im Kopf herumschwirren, einzubauen und zudem ein Wiedersehen mit einigen bekannten Charakteren zu ermöglichen, wodurch die Handlung etwas ausufert und manchmal sehr sprunghaft und leicht überfrachtet wirkt. Doch Hearne verliert nie den Überblick und jede Figur und jedes noch so kleine Handlungselement trägt zu einem Ende bei, das keine Fragen offen lässt.
Ein rasantes und fantastisches Abenteuer mit wunderbar schrägen und einzigartigen Charakteren, leicht schlüpfrigem Humor und interessanten Zwischenspielen.

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