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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2024

Eine einfühlsame und anregende Selbstfindungsgeschichte

Der Tempel in den Bergen und das Geheimnis der Selbstliebe
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Als Lisa kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag überraschend gekündigt wird, beschließt sie, sich eine Auszeit zu nehmen und einige Zeit in einem Meditationsretreat in Sri Lanka zu verbringen, bevor sie ...

Als Lisa kurz vor ihrem sechzigsten Geburtstag überraschend gekündigt wird, beschließt sie, sich eine Auszeit zu nehmen und einige Zeit in einem Meditationsretreat in Sri Lanka zu verbringen, bevor sie entscheidet, wie es weitergehen soll. Dort erkennt sie, wie sehr sie sich über ihre Arbeit definiert hat und lernt, sich selbst und anderen gegenüber mitfühlender zu sein.

Der Tempel in den Bergen und das Geheimnis der Selbstliebe ist eine berührende und inspirierende Geschichte über Selbstwert und Akzeptanz, die zeigt, wie sehr wir uns das Leben oft selbst schwer machen, indem wir ständig nach Leistung und Perfektion streben. Für Lisa war ihre Arbeit sehr wichtig, sie gab ihr Selbstvertrauen und Anerkennung, aber ohne Tätigkeit fühlt sie sich unproduktiv und weiß nichts mit ihrer Zeit anzufangen. An das einfache und entschleunigte Leben im Retreat kann sie sich nur schwer gewöhnen, doch je mehr sie sich auf die buddhistische Lebensweise einlässt, desto mehr lernt sie über sich selbst und erkennt, dass sie sich Zeit für sich nehmen darf und nichts leisten muss, um geschätzt zu werden.

Eine Geschichte, die zu mehr Selbstmitgefühl und Achtsamkeit anregt, voller hilfreicher Gedanken und nicht nur für Frauen in Umbruchsituationen lesenswert.

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Ein magisches Abenteuer mitten in Paris

Birds of Paris – Das magische Pendel
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Birds of Paris ist ein fantasievolles Abenteuer für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren
Lea trifft im Garten von Notre Dame auf ein geheimnisvolles Mädchen, das sie um einen Gefallen bittet. Nach anfänglichem ...

Birds of Paris ist ein fantasievolles Abenteuer für Mädchen und Jungen ab 10 Jahren
Lea trifft im Garten von Notre Dame auf ein geheimnisvolles Mädchen, das sie um einen Gefallen bittet. Nach anfänglichem Zögern stimmt Lea zu und befindet sich plötzlich mittendrin in einem magischen Abenteuer.
Kathrin Tordasi erzählt eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Verbundenheit, den Mut das Richtige zu tun und die Suche nach dem Außergewöhnlichen und nimmt ihre Leser/innen mit auf eine spannende Spurensuche über die Dächer von Paris, durch verwinkelte Straßen und geheimnisvolle Gärten und bis hinab in die düsteren Katakomben. Auf der Suche nach einem geheimnisvollen Gegenstand müssen die Kinder allerhand knifflige Aufgaben lösen und gefährliche Hindernisse überwinden.

Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und authentisch. Lea ist ein sympathisches, kluges und verantwortungsvolles Mädchen mit einer genauen Beobachtungsgabe. Sie ist oft umgezogen und war nie lange genug an einem Ort um Freundschaften zu schließen. Daher ist sie es gewöhnt, auf sich alleine gestellt zu sein, knüpft nur schwer Kontakt und möchte einfach nur irgendwie dazugehören. Die Bande von Straßenkindern schließt man als Leser/in sofort ins Herz. Auch wenn man nicht allzuviel über ihre Lebensgeschichten erfährt, so ist ihr Zusammenhalt, die Art wie sie füreinander sorgen und aufeinander aufpassen und die Freundlichkeit, mit der sie Lea begegnen, zutiefst herzerwärmend. Sie haben sicherlich viel durchgemacht, doch gemeinsam sind sie stark und schöpfen Kraft aus ihrer Aufgabe, die ihnen das Gefühl gibt, besonders zu sein.

Ein fantastisches und spannendes Abenteuer voller Magie, Rätsel und Gefahren, dem hoffentlich noch viele folgen werden.

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Ein spannendes und wendungsreiches Abenteuer

Klippo
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Mitten in der Nacht muss Klippo sein Zuhause verlassen und mit seinen Eltern vor den Salpetern fliehen. Die gefürchteten Raubritter wollen sich an der Familie rächen, doch wofür? Auf der Insel Baron Rok ...

Mitten in der Nacht muss Klippo sein Zuhause verlassen und mit seinen Eltern vor den Salpetern fliehen. Die gefürchteten Raubritter wollen sich an der Familie rächen, doch wofür? Auf der Insel Baron Rok finden sie Zuflucht und Klippo erhofft sich endlich Antworten auf seine Fragen, doch dann verschwinden seine Eltern spurlos und ein geheimnisvolles Mädchen stellt sein gewohntes Leben völlig auf den Kopf ...

Klippo ist ein spannendes und rätselhaftes Abenteuer voller Geheimnisse und überraschender Wendungen. Die LeserInnen werden mitten ins Geschehen geworfen und flüchten gemeinsam mit Klippo und seinen Eltern über das Meer zu einer geheimnisvollen Insel, die Schutz bieten soll, falls die Salpeter sie nicht vorher einholen. Klippo ist ein wissbegieriger Junge, der zu Hause unterrichtet wurde und keinen Kontakt zur Außenwelt hatte. Das lässt ihn anfangs etwas merkwürdig erscheinen, da er nicht einschätzen kann, in welcher Gefahr er sich befindet. Seine einzige Sorge gilt seinem Hermelin Red, was absolut liebenswert ist und im Laufe der Geschichte über sein manchmal seltsames Verhalten hinwegsehen lässt.

Es ist eine Geschichte voller Geheimnisse und rätselhafter Ereignisse. Klippos Eltern haben ihm vieles verschwiegen und auch bei den Nebenfiguren ist man sich oft nicht sicher, ob sie die Wahrheit sagen. Auf der Suche nach Antworten gerät Klippo durch seine unbedachte und neugierige Art von einer gefährlichen Situation in die nächste, doch zum Glück freundet er sich mit der mutigen Nessi an, die das Inselleben und die raue See gewohnt ist und Klippo bei der Suche nach seinen Eltern eine große und beherzte Hilfe ist.

Alles in allem ein spannendes und wendungsreiches Abenteuer, das gegen Ende so rasant und brandgefährlich wird, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Ein kleines Highlight ist zudem das bezaubernde Daumenkino von Red, das dafür sorgt, dass man das Buch wahrscheinlich noch öfter in die Hand nimmt, auch wenn am Ende alle Rätsel gelöst sind.

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Veröffentlicht am 18.09.2024

Eine wirklich seltsame Geschichte

Wie der seltsamste Traum
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Als Pauli plötzlich verschwindet, ist sich Eliot sicher, dass sie in einen Hut gefallen ist. Er bittet ihre Freundin Pola um Hilfe, doch die glaubt ihm kein Wort. Aber Pauli taucht nicht wieder auf, und ...

Als Pauli plötzlich verschwindet, ist sich Eliot sicher, dass sie in einen Hut gefallen ist. Er bittet ihre Freundin Pola um Hilfe, doch die glaubt ihm kein Wort. Aber Pauli taucht nicht wieder auf, und so tun sich Pola und Eliot notgedrungen zusammen, um sie zu retten, obwohl sie sich eigentlich gar nicht leiden können. Aber wie holt man jemanden aus einem Hut?
Lisa Krusche erzählt von Freundschaften, schwierigen Familienverhältnissen, Schicksalsschlägen und fremden Welten. Die Geschichte ist schwer einzuordnen, springt von Szene zu Szene, ist mal alltäglich, mal fantastisch und oft seltsam. Pauli gerät in eine unbekannte Welt, in der alle Wesen in Harmonie miteinander leben, während Eliot und Pola Hilfe von einem seltsamen Mann mit Knieschonern bekommen und auf einen Jungen mit sehr langen Armen treffen. In beiden Welten treffen Gegensätze aufeinander, es geht um Andersartigkeit, Ausgrenzung, Zusammenhalt, den Mut, das Richtige zu tun, und die Erkenntnis, dass jeder auf seine Weise großartig ist. Es ist eine skurrile Rettungsmission voller schräger Figuren und Ideen, manchmal verwirrend und anstrengend zu lesen, aber genau beobachtet und so wahrhaftig erzählt, dass man die Figuren in die Arme nehmen möchte, um ihnen leise zuzuflüstern, dass man genau weiß, wie sie sich gerade fühlen und dass man sie versteht.
Eine merkwürdige und ausdrucksstarke Geschichte, die jüngere LeserInnen vielleicht überfordert, aber jede Anstrengung wert ist. Empfehlenswert für LeserInnen, die ungewöhnliche Geschichten mögen und wissen, wie es sich anfühlt, wenn die Welt ihre Farbe verliert und man in ein dunkles Loch zu fallen droht, weil der Alltag einem so viel abverlangt.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

Ein wunderbares Mutmachbuch

Malte & Oßkar und das Glück, Pech zu haben
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Auf den ersten Blick ist Malte ein ganz normaler Junge. Doch Malte hat Angst, eine allumfassende Angst vor der Welt außerhalb seiner Wohnung. Nur in der Badewanne fühlt sich Malte sicher. Doch eines Tages ...

Auf den ersten Blick ist Malte ein ganz normaler Junge. Doch Malte hat Angst, eine allumfassende Angst vor der Welt außerhalb seiner Wohnung. Nur in der Badewanne fühlt sich Malte sicher. Doch eines Tages fällt die Taube Oskar durch das Badezimmerfenster und nimmt Malte mit auf eine ganz besondere Reise.
Malte & Osskar ist ein wunderbares Mutmachbuch, das einfühlsam und fantasievoll vermittelt, dass es ganz normal ist, Angst zu haben, aber dass Angst einen nicht vom Leben abhalten darf. Der Tierschutzaktivist Malte Zierden und Amia von Arenberg erzählen von einer ganz besonderen Freundschaft, vom Mut, sich den eigenen Ängsten zu stellen, und von der heilsamen Kraft der Akzeptanz. Die detailreichen und farbenfrohen Illustrationen nehmen dem Thema die Schwere und regen dazu an, auf Entdeckungsreise zu gehen und die eigenen Ängste genauer zu betrachten. Eine tiefgründige und berührende Geschichte, in die viele autobiografische Elemente eingeflossen sind, die die Angst greifbar und die Freundschaft zu einer kleinen Taube absolut liebenswert machen. Malte begibt sich mit Hilfe der Taube Osskar auf eine traumähnliche Reise zu seiner Angst und erkennt, dass er nicht allein ist und dass Angst weniger schrecklich ist, wenn man sie teilt und benennt. Und so ist am Ende die Welt vor der Tür ein kleines bisschen weniger beängstigend und ein Hauch von Veränderung liegt in der Luft.
Ein warmherziges und fantasievolles Bilderbuch für Mädchen und Jungen ab 5 Jahren, das altersgerecht von Angst, Mut und Verbundenheit erzählt und mit seiner wunderbaren Botschaft den beängstigenden Alltag ein wenig hoffnungsvoller macht.

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