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Veröffentlicht am 08.06.2025

Ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch mit wichtiger Message

Egal, sagt Aal
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„Egal sagt Aal“ von Julia Regett hat unsere ganze Familie begeistert. Was für ein tolles Kinderbuch!

Der Aal ist ein sehr liebenswerter, aber auch recht eigenwilliger Fisch. Sein Lieblingswort ist egal. ...

„Egal sagt Aal“ von Julia Regett hat unsere ganze Familie begeistert. Was für ein tolles Kinderbuch!

Der Aal ist ein sehr liebenswerter, aber auch recht eigenwilliger Fisch. Sein Lieblingswort ist egal. Ihm ist wirklich alles egal, er macht sein Ding. Dass dies oft sehr praktisch und hilfreich sein kann, zeigt uns der Aal in diesem Buch. Wenn er z.B. geärgert wird, kümmert er sich nicht darum. Denn es ist ihm egal, was andere über ihn sagen. Wenn man ihm sagt: „Das kanst du sowieso nicht“, probiert er es einfach aus und beweist allen das Gegenteil. Sein liebstes Hobby gibt er nicht auf, nur weil andere Fische es doof finden. Er bleibt sich selbst treu. Doch was, wenn sein „Egal“ andere traurig macht? Wenn „Egal“ plötzlich eben nicht mehr egal ist?

Dieses Buch punktet durch:
eine wichtige Message, die Kinder stark und gleichzeitig empathisch macht.
liebevolle und kunterbunte Illustrationen, auf denen viel zu entdecken ist.
jede Menge erstes Wissen über Aaale.
eine vegane und umweltfreundliche Herstellung.
* die Unterstützung sozialer Projekte.

Kurz: Ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das das Leben in einer Gemeinschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Durch die tollen Illustrationen und den, für ein Bilderbuch, recht umfangreichen Text, spricht es eine breite Altersspanne an. Perfekt als Vorlesebuch für Geschwister geeignet.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Ein spannender Pageturner mit intensiven Gänsehautmomenten

Locked in
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„Hier kann er ungestört tun, was auch immer er diesen armen Seelen antut. Niemand sieht sie. Niemand kann ihnen helfen. Niemand hört ihre Schreie.“

Mehrere Vermisstenfälle halten ganz Heidelberg in Atem. ...

„Hier kann er ungestört tun, was auch immer er diesen armen Seelen antut. Niemand sieht sie. Niemand kann ihnen helfen. Niemand hört ihre Schreie.“

Mehrere Vermisstenfälle halten ganz Heidelberg in Atem. Denn der Entführer wurde bei seiner Festnahme schwer verletzt und liegt seither im Wachkoma. Kommissar Paul Maertens hofft auf die Hilfe von Dr. Theo Linde, der mit einer neuen Methode in das Bewusstsein des Täters eindringen kann. Doch der Neurologe verfolgt einen eigenen Plan und die Zeit für die Opfer läuft ab.

Klingt spannend, oder? Ist es auch! Ich habe dieses Buch quasi inhaliert. Es geht direkt so richtig zur Sache und das hohe Tempo hält bis zum Schluss an. Es ist nahezu unmöglich, eine Lesepause einzulegen. Abwechselnd wird aus der Perspektive des Kommissars, des Neurologen und des Opfers erzählt. Und die unglaublich spannenden Ereignisse geben sich die Klinke in die Hand. Hier ist mächtig was los! Kaum glaubt man auf der richtigen Spur zu sein, wird man direkt eines Besseren belehrt. Und am Ende ist – ganz Faber-like – mal wieder alles anders als man denkt!
Ihr seid noch nicht überzeugt? Dann werfe ich noch den einwandfreien Schreibstil ins Rennen. Bei Henri Faber sitzt wirklich jeder Satz. Er schreibt Worte, die man nicht nur lesen, sondern auch fühlen kann. Man ist als Leser hautnah dabei. In den wenigsten Thrillern möchte ich mir ganze Passagen markieren. Henris Bücher könnte ich regelrecht mit Post-its zukleistern. Von mir gibt es mal wieder die volle Punktzahl mit Sternchen.

Kurz: Ein spannender Pageturner mit intensiven Gänsehautmomenten. Hier passt wirklich alles. Jahreshighlight-Alarm!

„Mir bleiben nur noch wenige Augenblicke, dann stehe ich im Dunkeln. Und es wird nie wieder hell.“

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Perfekt für zwischendurch

Horror-Date
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Julius katapultiert sich geradewegs in die Hölle, als er seinen Freund Raphael bei einem Blind Date vertritt. Dieser ist als Folge eines Zeckenstichs unheilbar krank und sein Zustand verschlechtert sich ...

Julius katapultiert sich geradewegs in die Hölle, als er seinen Freund Raphael bei einem Blind Date vertritt. Dieser ist als Folge eines Zeckenstichs unheilbar krank und sein Zustand verschlechtert sich am Tag des Dates dramatisch. Widerwillig trifft sich Julius mit der ebenfalls unheilbar erkrankten Nala, die Raphael über die Dating-Plattform „The Walking Date“ kennengelernt hat. Noch ahnt er nicht, dass dies das schlimmste Date aller Zeiten wird...

Meine persönliche Lesermeinung:
Ach, herrje! Er tut mir leid, der liebe Julius. Eigentlich wollte er nur nett sein und seinem sterbenskranken besten Freund einen Gefallen tun und dann wird daraus der schlimmste Tag seines Lebens. So viel Pech kann man doch gar nicht haben.
Das habe ich tatsächlich des Öfteren gedacht, denn insgesamt war die Story doch etwas überzeichnet. Lustige Momente gab es natürlich, aber die „ja ne, ist klar“- Momente halt auch. Als Hörbuch hat es mir dennoch gefallen. Simon Jäger bringt die Geschichte richtig gut rüber. Am besten ist die Danksagung. Hier lässt Sebastian sich ja immer etwas Besonderes einfallen.

Kurz: "Horror Date" ist jetzt vielleicht kein literarisches Meisterwerk, unterhaltsam ist es aber allemal. Perfekt für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Ein tolles Wiedersehen in Hamburg

Die gute Tat
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Hamburg wird von einer neuen Mordserie erschüttert. Gleich mehrere Leichen werden aus der Elbe gezogen. Die einzige Verbindung: Alle haben sich ehrenamtlich engagiert. Doch wie passt das zusammen? Werden ...

Hamburg wird von einer neuen Mordserie erschüttert. Gleich mehrere Leichen werden aus der Elbe gezogen. Die einzige Verbindung: Alle haben sich ehrenamtlich engagiert. Doch wie passt das zusammen? Werden hier etwa gezielt Menschen getötet, die Gutes tun? Alpay und Franka suchen verzweifelt nach dem Motiv. Die Spur des Täters führt nach Amrum.

Meine persönliche Lesermeinung:
Der neue Fall für Erdmann und Eloglu beginnt mit einem Knall. Ein unerwarteter Todesfall sorgt für kurze Schnappatmung. Die Karten beim LKA Hamburg werden neu gemischt. Dies ist nicht nur eine Chance für Franka, auch Alpay kann endlich zeigen, was er kann! Schön zu sehen, dass er es schafft, sein Greenhorn Image abzulegen. Der erste Mord ist ebenfalls hart. Die Gänsehaut kroch mir den Rücken hoch und wollte einfach nicht mehr verschwinden. Danach geht es aber etwas ruhiger zu. Zeit für den Leser, den ersten Schock zu verdauen und mal ordentlich durchzuatmen. Die Ermittlungen führten mich mehrfach auf die falsche Fährte. Als die Katze schließlich aus dem Sack war, fand ich die Story so richtig fesselnd. Seltsam, wenn man bedenkt, dass der Täter ab da ja bekannt war. Oder etwa doch nicht? Ich kann euch versprechen, es bleibt bis zum Schluss spannend.

Kurz: Ein tolles Wiedersehen in Hamburg! Mit einem Ende, das sich nach Abschied anfühlt, vielleicht aber auch ein Neuanfang ist.

„Vielleicht gab es Geschichten, die irgendwann auserzählt waren (...). Vielleicht gab es aber auch Geschichten, die sich wiederholten.“

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Vera Buck at her best

Der dunkle Sommer
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Müsste ich meinen Leseeindruck in einem Satz beschreiben, würde der wohl folgendermaßen lauten: Krass, krasser, Vera Buck!
Gott sei Dank habe ich ein paar Worte mehr zur Verfügung, denn dieser Thriller ...

Müsste ich meinen Leseeindruck in einem Satz beschreiben, würde der wohl folgendermaßen lauten: Krass, krasser, Vera Buck!
Gott sei Dank habe ich ein paar Worte mehr zur Verfügung, denn dieser Thriller hat mich echt geflasht. Grusel pur!

Aber jetzt erstmal zum Inhalt:
Die deutsche Architektin Tilda ist auf der Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit. Da kommt ihr das verlassene Dorf Botigalli gerade recht, denn dort kann sie ein verfallenes Haus für nur einen Euro erwerben. Doch schon bald passieren in ihrem neuen Zuhause seltsame Dinge und Tilda begreift, dass die Geister der Vergangenheit das italienische Dorf nie verlassen haben...

Meine persönliche Lesermeinung:
Was für ein Setting! Das alte, verlassene Dorf sorgt für ordentlich Gänsehaut.
Die düstere Atmosphäre hat mich von der ersten Seite an sofort abgeholt. Und als wäre das nicht genug, werden wir Zeuge von unfassbar grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit. Vera Buck ist einfach ein Garant für Nervenkitzel. Und sie scheint mit jedem Buch nochmal einen draufzulegen.
Ich möchte gar nicht zu viel verraten: Wir treffen auf einen genialen Schauplatz, spannende Charaktere, sie sich nie ganz in die Karten schauen lassen und ein Sardinien, das sich von seiner schlimmsten und gleichzeitig menschlichsten Seite zeigt. Ein Thriller, der mich schockiert und nachdenklich zurücklässt.

Kurz: Vera Buck at her best...

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