Eine Geschichte, die den Hass besiegt
American Mother„There`s a crack, a crack in everything, that`s how the light gets in.“
2014 wird der US-Journalist James Foley durch den IS enthauptet.
7 Jahre später besucht seine Mutter Diane den Briten Alexanda ...
„There`s a crack, a crack in everything, that`s how the light gets in.“
2014 wird der US-Journalist James Foley durch den IS enthauptet.
7 Jahre später besucht seine Mutter Diane den Briten Alexanda Kotey im Gefängnis.
Dieser hat gestanden, an der Entführung, der Folter und der Ermordung ihres Sohnes in Syrien beteiligt gewesen zu sein.
Trotz dieser ungeheuerlichen Tat will Diane ihren Hass besiegen. Sie ist auf der Suche nach der Wahrheit, nach Vergebung und inneren Frieden.
Und am Ende wird sie dem Mörder ihres Kindes die Hand reichen.
Meine persönliche Lesermeinung:
„American Mother – eine Geschichte von Hass und Vergebung“ von Colum McCann ist keine leichte Kost. Es ist die wahre Geschichte eines Mannes, dem das Streben nach Aufklärung und Berichterstattung das Leben kostete. Wir folgen James in die Kriegsgebiete dieser Welt, wir begleiten Diane in ihrem Kampf gegen die Trauer. Beide zeigen auf ihre eigene Weise eine übermenschliche Stärke. Der Leser schwankt zwischen Unverständnis und Bewunderung. Hätte ich für einen guten Artikel mein Leben riskiert? Wäre ich in der Lage, dem Mörder meines Kindes Vergebung zu schenken? Colum McCann berichtet einfühlsam und ehrlich von einer Mutter, die das Andenken ihres mutigen Sohnes in die Welt hinausträgt, die für die Angehörigen von Geiseln eintritt, die gegen die langsamen Mühlen der Regierungen kämpft und die ihren Frieden in Glauben und Vergebung findet.
Auch wenn ich angesichts dieses schockierenden Verbrechens den unerschütterlichen Glauben an Gott nicht nachvollziehen kann, so ist es doch schön, dass Diane es schafft durch eben diesen Glauben ins Leben zurückzufinden.
Kurz: Eine Geschichte, die den Hass besiegt. Beeindruckend und schockierend zugleich.