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Veröffentlicht am 21.02.2025

Eine Geschichte, die den Hass besiegt

American Mother
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„There`s a crack, a crack in everything, that`s how the light gets in.“

2014 wird der US-Journalist James Foley durch den IS enthauptet.
7 Jahre später besucht seine Mutter Diane den Briten Alexanda ...

„There`s a crack, a crack in everything, that`s how the light gets in.“

2014 wird der US-Journalist James Foley durch den IS enthauptet.
7 Jahre später besucht seine Mutter Diane den Briten Alexanda Kotey im Gefängnis.
Dieser hat gestanden, an der Entführung, der Folter und der Ermordung ihres Sohnes in Syrien beteiligt gewesen zu sein.
Trotz dieser ungeheuerlichen Tat will Diane ihren Hass besiegen. Sie ist auf der Suche nach der Wahrheit, nach Vergebung und inneren Frieden.
Und am Ende wird sie dem Mörder ihres Kindes die Hand reichen.

Meine persönliche Lesermeinung:
„American Mother – eine Geschichte von Hass und Vergebung“ von Colum McCann ist keine leichte Kost. Es ist die wahre Geschichte eines Mannes, dem das Streben nach Aufklärung und Berichterstattung das Leben kostete. Wir folgen James in die Kriegsgebiete dieser Welt, wir begleiten Diane in ihrem Kampf gegen die Trauer. Beide zeigen auf ihre eigene Weise eine übermenschliche Stärke. Der Leser schwankt zwischen Unverständnis und Bewunderung. Hätte ich für einen guten Artikel mein Leben riskiert? Wäre ich in der Lage, dem Mörder meines Kindes Vergebung zu schenken? Colum McCann berichtet einfühlsam und ehrlich von einer Mutter, die das Andenken ihres mutigen Sohnes in die Welt hinausträgt, die für die Angehörigen von Geiseln eintritt, die gegen die langsamen Mühlen der Regierungen kämpft und die ihren Frieden in Glauben und Vergebung findet.
Auch wenn ich angesichts dieses schockierenden Verbrechens den unerschütterlichen Glauben an Gott nicht nachvollziehen kann, so ist es doch schön, dass Diane es schafft durch eben diesen Glauben ins Leben zurückzufinden.

Kurz: Eine Geschichte, die den Hass besiegt. Beeindruckend und schockierend zugleich.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Ein toller dritter Teil der Thrillerreihe um Idun Lind

Schattenschwester
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Vor drei Jahren verschwand Elvira spurlos aus einem Kinderheim. Auf einer Hochzeit taucht sie plötzlich wieder auf. Doch wo sie all die Jahre gesteckt hat, bleibt ein Geheimnis. Denn das junge Mädchen ...

Vor drei Jahren verschwand Elvira spurlos aus einem Kinderheim. Auf einer Hochzeit taucht sie plötzlich wieder auf. Doch wo sie all die Jahre gesteckt hat, bleibt ein Geheimnis. Denn das junge Mädchen stürzt vom Kirchturm in den Tod. Kommissarin Idun Lind glaubt nicht an einen Selbstmord. Gemeinsam mit ihrem Partner Calle Brand beginnt sie zu ermitteln. Ihre erste Anlaufstelle ist das Kinderheim, denn dort ist erst vor kurzem ein weiteres Mädchen verschwunden...

Meine persönliche Lesermeinung:
Das ist Spannung pur! Schon zu Beginn fragt man sich, was da wohl in dem Kinderheim nicht stimmt. Eine düstere Atmosphäre, seltsames Personal, etwas fragwürdige Regeln und Bewohner mit jeder Menge Geheimnissen. Das ist ganz mein Geschmack. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, war bestürzt, entsetzt, neugierig und fassungslos. Hier sind nicht nur die Jugendlichen psychisch auffällig, sondern ebenfalls die Mitarbeiter. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, hat sie sicherlich einen wahren Kern und spiegelt das ein oder andere Kinderheim in Schweden wider.
Es ist absolut mitreißend, Idun bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Dabei erfahren wir auch jede Menge über die toughe Ermittlerin selbst. Ich freue mich schon sehr auf ihren nächsten Fall.

Kurz: Ein toller dritter Teil der Thrillerreihe um Idun Lind. Bisher das beste Buch in diesem Jahr!

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Veröffentlicht am 17.02.2025

Spannend, kreativ und kurzweilig

Dorn. Hotel der Angst
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Das leerstehende Hotel Dornwald ist für die Einwohner von Bad Gastein ein Schandfleck, den es zu beseitigen gilt. Was keiner weiß: Der ehemalige Kriminalpsychologe Simon Dorn nutzt das Hotel, um heimlich ...

Das leerstehende Hotel Dornwald ist für die Einwohner von Bad Gastein ein Schandfleck, den es zu beseitigen gilt. Was keiner weiß: Der ehemalige Kriminalpsychologe Simon Dorn nutzt das Hotel, um heimlich seine Arbeit fortzusetzen. Jedes der Hotelzimmer ist ein Schaukasten für einen ungelösten Mordfall.
Als die Bundeskriminalbeamtin Carla Hofbauer von einem gesuchten Serienmörder brutal getötet wird, steht Dorn vor einem Problem. Denn Carla war seine einzige Verbindung zur Außenwelt.
Auch Lea Wagner will den Mord an ihrer Kollegin aufklären und macht sich auf den Weg zu Simon nach Bad Gastein. Doch der ist nur wenig begeistert von seiner neuen Verbündeten...

Meine persönliche Lesermeinung: Jan Beck lässt sich in „Dorn – Zimmer 103“ viel Zeit seine Protagonisten einzuführen. Nach einem spannenden Prolog passiert in der ersten Hälfte des Thrillers daher nicht besonders viel. In der zweiten Hälfte zieht das Tempo aber ordentlich an, so dass ich zum Ende hin das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Simon Dorn hat einiges an Schicksalsschlägen aus der Vergangenheit zu verarbeiten, was aber zu keiner Zeit zu viel oder nervig rüber kommt. Er ist ein wirklich spannender Charakter. Auch Lea Wagner ist sehr sympathisch. Zusammen ergänzen sie sich ganz wunderbar.
Die Idee mit den Hotelzimmern finde ich richtig klasse. Ich hätte mir aber insgesamt noch mehr „Zimmer-Action“ gewünscht. Ich hoffe, dass wir uns im nächsten Raum etwas intensiver umschauen dürfen.

Kurz: Ein gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe. Spannend, kreativ und kurzweilig. Was will man mehr?

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Das würdige Finale einer spannenden Jugendbuch-Trilogie.

Dark Sigils – Wen das Schicksal betrügt
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Das Schicksal der Welt liegt nun in Raynes Händen. Doch Intrigen und Machtspiele der Oberen machen es ihr schwer, sich als neue Mirrorlady zu behaupten. In der unteren Welt hat sich die Chaosmagie ausgebreitet, ...

Das Schicksal der Welt liegt nun in Raynes Händen. Doch Intrigen und Machtspiele der Oberen machen es ihr schwer, sich als neue Mirrorlady zu behaupten. In der unteren Welt hat sich die Chaosmagie ausgebreitet, es herrscht Krieg.
Da stößt Rayne auf ein Geheimnis ihres verstorbenen Vaters. Könnte das die Rettung sein? Oder bedeutet es den endgültigen Untergang? Rayne muss alles riskieren – für ihre Liebe zu Adam und für die ganze Welt.

Meine persönliche Lesermeinung:
Es ist schon einige Zeit her, dass ich den zweiten Teil der Dark-Sigils Reihe von Anna Benning gelesen habe, dennoch war ich sehr schnell wieder in der Geschichte gefangen. Jedes Kapitel ist durchweg spannend erzählt. Man kann sehr schnell Zugang zu den Protagonisten finden. Besonders die toughe Rayne muss in „Wen das Schicksal betrügt“ wieder einiges durchmachen. Gut gefallen hat mir besonders, dass es nicht nur um die Liebe zu Adam geht, sondern auch um Freundschaft, Rivalität, Eltern-Kind-Beziehung, Verrat, Verlust, Vergebung und so manches mehr. Selbstverständlich dürft ihr euch auch auf jede Menge Magie freuen.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Ein sehr ruhiger Thriller

Die Frau des Serienkillers
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Beth Hardcastle hat es nicht leicht. Ihr Mann Tom ist als mutmaßlicher Serienmörder von der Polizei verhaftet worden. Nachbarn und Freunde sind verunsichert, ihr idyllischer Heimatort Lower Tew steht Kopf. ...

Beth Hardcastle hat es nicht leicht. Ihr Mann Tom ist als mutmaßlicher Serienmörder von der Polizei verhaftet worden. Nachbarn und Freunde sind verunsichert, ihr idyllischer Heimatort Lower Tew steht Kopf. Wie viel hat Beth von den Taten ihres Mannes gewusst? War sie vielleicht sogar selbst beteiligt? Um ihre Tochter zu schützen, versucht Beth die perfekte Fassade der Familie trotz der prekären Situation aufrecht zu erhalten. Doch dafür muss sie ihr eigenes Geheimnis um jeden Preis bewahren...

Meine persönliche Lesermeinung:
„Die Frau des Serienkillers“ von Alice Hunter ist ein sehr ruhiger Thriller, den man gut nebenbei lesen kann. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, die Handlung fordert den Leser aber nicht besonders. Es passiert eigentlich lange Zeit nichts, was für den Plot wirklich von Bedeutung wäre. Die Story steht beinahe still. Dennoch hat es irgendwie Spaß gemacht, der Geschichte von Beth und Tom zu folgen. Hier ist es nochmal wichtig zu erwähnen, dass ich das Hörbuch gehört habe. Das Buch zu lesen, hätte mich voraussichtlich gelangweilt. Auch der Schluss hat mich nicht wirklich überrascht, die Wendung war absehbar. Für hartgesottene Thrillerfans ist es eher nichts (oder als Hörbuch nebenbei). Für Thriller-Einsteiger könnte es aber genau das richtige Buch sein.

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