Das einzige Böse hier ist die Zeitverschwendung
Das Böse in unsAls ich das Buch beim Trödelmarkt für 1€ kaufte, dachte ich mir einfach "lass mal sehen was es zu bitten hat". Nun, kurz gesagt hat es Müll angeboten. Ich wüsste nicht, dass das das 3. Buch dieser Reihe ...
Als ich das Buch beim Trödelmarkt für 1€ kaufte, dachte ich mir einfach "lass mal sehen was es zu bitten hat". Nun, kurz gesagt hat es Müll angeboten. Ich wüsste nicht, dass das das 3. Buch dieser Reihe war und als ich es bemerkt habe war es zu spät (in den ersten Seiten erzählt Smoky was ihr bis jetzt alles widerfahren war). Aber das war nicht das Problem. Das Problem war alles andere: Erstmal diese Smoky. Eine harte Frau, die alles schlimmes erlebt hat was man sich vorstellen kann, die aber alles überwunden hat und jetzt nicht mehr zu stoppen ist, sie will sich alle Bösewichte schnappen, wobei sie dabei noch eine "Fähigkeit" hat (wie sie es selber nennt), nämlich diese böse Menschen zu verstehen und was weiß ich noch. Der Schreibtstil ist nichts besonderes, eher gibt es manchmal lange, nervige Sätze, und die Handlung passiert im Präsens, was nur selten in Büchern gemacht wird und meistens deshalb auch nicht so gut klappt. Ihr ganzer Team ist einfach eine Kopie aus einer Trashshow, ihre beste Freundin ist eine wunderschöne, sehr freche, willensstarke Frau, da gibt's außerdem den alten, sympathischen Mann der auf alle aufpasst, und natürlich haben wir unseren Hacker, der mit niemandem spricht (und als er einmal geredet hat war es um ihnen sein Geheimnis zu sagen, dass er schwul ist). Die ganze Handlung ist einfach lächerlich: Ein Mörder, der schon über 140 Menschen innerhalb 20 Jahren getötet hat, macht sich jetzt erst sichtbar und das FBI hat nix gemerkt bis jetzt, und jetzt wo sie darüber Bescheid wissen, können trotzdem nichts machen und am Ende gewinnen sie auch nur (hoffe niemand wird das als Spoiler ansehen, denn ich bitte euch, dass ist doch glasklar dass das passiert) deshalb, weil der "Prediger" sich darauf einlässt. Und seine Opfer, die etwas wirklich schlimmes gemacht haben und dafür bestraft werden mussen? Lächerliche Aussage/Begründung von ihm, und diese Situationen waren zum Teil eklig, aber nichts mehr als einfach eine spaßige Idee des Autors aus Langeweile, um seine Freiheit des Schreibens zu nutzen und ein paar schmutzige Worte zusammen zu fügen. Spannend machte es nur, dass man eben lesen wollte welche "ach so schlimme" Sünden die Menschen gemacht haben, aber ich war wirklich enttäuscht. Als jemand der sich für die Kriminalpsychologie interessiert und viel darüber kenne, kann ich sagen, dass hier jemand einfach mal die Religion haten und dabei das Wort "Psychopath" ausnutzen wollte, um paar sadistische Szenen zu erstellen. Vielleicht lese ich mal das erste Buch von ihm, dass ja so bekannt würde um ihn zu treiben, die Serie voranzutreiben. Aber das Buch war nicht böse. Eher der Versuch, böse zu klingen, war letztendlich einfach nur blöd. Bei allem Respekt, man kann auch ohne dieses Buch lesen. Und wenn ihr sehen wollt wie wahre Psychopathen sind, schaut und liest euch reale Krimi-Dokus an, die wirklich zeigen was das Böse ist.