Profilbild von Antonios

Antonios

Lesejury Profi
offline

Antonios ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Antonios über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2025

Verrückt, dunkel, Misere in aller Pracht

Edgar Allan Poe - Die besten Geschichten
0

Edgar Allan Poe. Von Wahnsinn gepackt usw, wie es der Klappentext erkennt. Seine Geschichten verstehen viele nicht. Andere finden sie nur lächerlich, oder doch nicht eben "gruselig" oder "wahnsinnig", ...

Edgar Allan Poe. Von Wahnsinn gepackt usw, wie es der Klappentext erkennt. Seine Geschichten verstehen viele nicht. Andere finden sie nur lächerlich, oder doch nicht eben "gruselig" oder "wahnsinnig", schließlich hat man schon genug Gruselfilme und Stephen King Bücher gelesen. Nur leider vergessen viele, dass dieser Mann vor fast 200 Jahre gelebt hat, da wo fast niemand überhaupt an so etwas gedacht hatte, und er derjenige war, der nicht nur die Horrorliteratur gepusht hat (Stephen King und H.P. Lovecraft haben sich an ihm bedankt) sondern auch den Detektiv als Einzelgänger erfunden hat (quasi der Vorfahre von Sherlock Holmes). Ich muss zugeben, manche seiner Geschichten waren eher langweilig, oder man wüsste wie es enden würde, oder dachte sich nur "worauf will er denn nun hinaus?", oder "das hätte man aber schon bisschen besser schreiben können". Wie gesagt, die Zeiten damals waren anders, und vor allem sein Leben war voll problematisch, die Leute diskutieren sogar heute immer noch über ihn und können sich an nichts darauf einigen. Ich persönlich habe mich darauf geeinigt: Er schreibt einzigartig, mit originellen (zumindest krasse) Gedanken, und versucht immer so negativ es geht zu schreiben, und gleichzeitig muss es ja immer hochbegabt klingeln, und das ist wirklich bewundernswert, die Art der Sprache, die Verwendung der Wörter, da will man nur seine Geschichten lesen, damit man sehen kann, wie Sätze noch anders gebildet werden können. Die Geschichten an sich sind meistens traurig, melancholisch und trüb, enden mit Tod oder einen Wahnsinnigen und machen generell keinen Spaß. Aber genau das ist es, was ihn einzigartig macht. Wenn jemand also lieber liebevolle, süße Geschichten mit Liebe und Freude lesen will, dann nimmt ein anderes Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.09.2025

Gute Idee, leider nicht so gut umgesetzt

Escape Time - Die Morde von morgen
0

Die Idee an sich war gut, von einem Radio die Nachrichten des nächsten Tages zu hören. Da kommen schon die Fragen "Wie ist das möglich" und dann "wie kann ich es verhindern". Eine 70 Jährige Oma als Hauptperson ...

Die Idee an sich war gut, von einem Radio die Nachrichten des nächsten Tages zu hören. Da kommen schon die Fragen "Wie ist das möglich" und dann "wie kann ich es verhindern". Eine 70 Jährige Oma als Hauptperson zu nehmen hat schon etwas originel an sich, aber leider könnte ich mich nicht vollständig in ihr versetzen, der Gedankengang, ihre verwirbelte Gefühle, die Handlung an sich die manchmal nur langwierig wurde, weil man eben das Leben einer Oma miterlebt hat, das alles hat meiner Meinung nach den Spaß erheblich reduziert. Die Auflösung am Ende hat mich gar nicht überrascht, es war nach der Hälfte des Buches schon klar was und wie eben so alles passiert würde und das hat mich echt einfach nur traurig gemacht, eine so potenzielle Geschichte zu vermasseln, damit am Ende eine Nachricht vorüber kommt, die eigentlich nichts mit der Geschichte haben sollte. An manchen Stellen denkt man sich sogar, warum der Autor sich dafür entschieden hat, wenn es doch tausende andere Alternativen geben könnte. Meinen Geschmack hat es am Ende nicht getroffen, bisschen der Anfang und bisschen die Mitte hatten für mich eine interessante Wendung, aber insgesamt ist es einfach nur eine Geschichte. Mehr erwartet, bisschen enttäuscht, aber trotzdem gut genug um es nicht ins Vergessen zu geraten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Eine der besten Geschichten Dostojewskis

Der Spieler
0

Ich hab das Buch verschlungen. Einfach genial! Die Charaktere, die Szenen, die Ästhetik, nur Dostojewski kann das so krass erschaffen! Der Spieler, "The Gambler" wie man es auf Englisch kennt, hat eine ...

Ich hab das Buch verschlungen. Einfach genial! Die Charaktere, die Szenen, die Ästhetik, nur Dostojewski kann das so krass erschaffen! Der Spieler, "The Gambler" wie man es auf Englisch kennt, hat eine viel tiefgründigere Bedeutung. Wer spielt mit wem und mit was? Es geht um Geld, um Liebe, aber vor allem - und das ist das entscheidende - um Manipulation, die so krass erkennbar wird, das man quasi dieses Buch als ein sonderbar kurioses Exemplar der Natur des Menschen nutzen kann. Ich hab die Geschichte geliebt, hab gelacht, nachgedacht, spannend darauf gewartet wie nun dieser Irrwitz zu Ende gehen würde. Sie ist kurz, und das ist das einzige schlechte daran, denn ich hab danach recherchiert und gesehen, dass man im einen Monat Zeit gegeben hatte um eine Geschichte zu schreiben, und dieser Mann, der gute alte Dostojewski, hat so ein Meisterwerk innerhalb so kurzer Zeit geschrieben, damit sie ihm in Ruhe lassen! Wie auch immer, will nichts mehr über diese Geschichte verraten, wer mal auf andere Gedanken kommen will, kann gerne diese Geschichte lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2025

Interessante Batman Reihe, die starke Gestaltung hat, aber trotzdem schwach ist

Batman: Damned
0

Ich hab alle drei Bände gelesen und will direkt hier am Ende eine kleine Rezension schreiben, weil es sonst zu viel Aufwand wäre, für eine so kleine Sache. Die Idee hat sich von Anfang an gut angehört, ...

Ich hab alle drei Bände gelesen und will direkt hier am Ende eine kleine Rezension schreiben, weil es sonst zu viel Aufwand wäre, für eine so kleine Sache. Die Idee hat sich von Anfang an gut angehört, wir alle wollen Verrücktes sehen, Batman vor allem so düster es geht erleben, und die Zeichnungen sind wirklich voll krass und vielversprechend. Trotzdem ist es am Ende einfach nur eine Mini Geschichte, die an vielen Stellen keinen Sinn ergibt, die Dialoge sind wenig und diese wenige klingen meistens auch nur halb und verwirrt, und man versucht von all diesen schön dargestellten Szenen die Essenz rauszuholen. Ja, am Ende kommt die Auflösung, und trotzdem hat man 1. Nichts anderes erwartet und 2. Wird es eben nicht wirklich gut rübergebracht. Batman an sich scheint einfach nur eine Marionette zu sein, und das was er sieht sehen wir auch, und weiter nichts. Da alle drei Bände recht schnell gelesen werden können (hab sie innerhalb einer Stunde gelesen, vor allem weil ich mich auf die Szenen konzentriert habe), kann jeder der Bock hat einen Blick darauf werfen, aber ein Muss ist es nicht, vielleicht für die starken Batman Fans.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.08.2025

Gut gelungenes Buch zum Spiel

Assassin's Creed
0

Assassin's Creed hat mich vom Anfang an gefesselt. Ich habe noch nie die Spiele aus dieser Reihe gespielt und weiß quasi gar nichts, und trotzdem hat mich dieses Buch richtig gut gefallen, denn es erzählt ...

Assassin's Creed hat mich vom Anfang an gefesselt. Ich habe noch nie die Spiele aus dieser Reihe gespielt und weiß quasi gar nichts, und trotzdem hat mich dieses Buch richtig gut gefallen, denn es erzählt einfach eine action geladene Geschichte, die einfach flüssig und verständlich gelesen werden kann. Manchmal hat man dabei das Gefühl, dass man gerade wirklich am Spiel ist, denn der Hauptcharakter wirkt wie vorprogrammiert, manche Szenen laufen einfach so weil sie so laufen müssen, und man merkt, dass es an einer gewissen Tiefgründigkeit fehlt. Trotzdem empfehle ich es jeden der Bock hat, den Weg eines Assassinen zu erleben und in der Welt von Assassin's Creed einzutauchen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere