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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2022

Neue Ideen für kreative Köpfe

#buch4you: Dein Mädchenbuch: Sei kreativ
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'Dein Mädchenbuch' habe ich als.Geburtstagsgeschenk für einen 7-jährigen Kreativkopf gekauft. Mit haben die Idee und Aufmachung richtig gut gefallen und gerade jetzt im Herbst/Winter, wenn wieder ...

'Dein Mädchenbuch' habe ich als.Geburtstagsgeschenk für einen 7-jährigen Kreativkopf gekauft. Mit haben die Idee und Aufmachung richtig gut gefallen und gerade jetzt im Herbst/Winter, wenn wieder mehr Aktivitäten im Haus stattfinden, finde ich solche Bücher richtig klasse.

Auf mehr als 200 Seiten finden sich zahlreiche Bastelanleitungen, Rätsel und Bilder zum Ausmalen. Die Anleitungen sind alle sehr gut beschrieben, auch mit Bildern, und für Kinder leicht verständlich, wobei jüngere unter 10 Jahren wahrscheinlich noch Hilfe brauchen werden. Richtig gut finde ich , dass der Schwierigkeitsgrad immer dabei steht. Die Materialen, die benötigt werden, sind auch nicht all zu exotisch. Theoretisch kann man gleich mit dem Basteln starten, da ganz hinten im Buch bereits Bastelpapier mitgeliefert wird.


Fazit:

Dem Geburtstagskind gefällt das Kreativbuch und sie hat schon einige Dinge daraus gebastelt. Die Mama ist begeistert, weil Töchterchen beschäftigt ist. Daher gibt's auf jeden Fall eine Empfehlung!


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Veröffentlicht am 11.09.2022

Frauen, Schwestern, weibliche Macht

Matrix
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Über Marie de France ist nicht viel bekannt, außer, dass sie dir erste bekannte Dichterin französischer Literatur war, welche um 1135 in Frankreich geboren wurde. Diese spärlichen Informationen gibt das ...

Über Marie de France ist nicht viel bekannt, außer, dass sie dir erste bekannte Dichterin französischer Literatur war, welche um 1135 in Frankreich geboren wurde. Diese spärlichen Informationen gibt das Internet preis. Lauren Groff hat Maries Leben weiter gesponnen. Und ja, so hätte es sein können...

Frauen, Schwestern, weibliche Macht...

Als Kind eines Vergewaltigungsopfers und von adeliger Herkunft wächst Marie am Hofe ihrer Halbschwester Königin Eleonore auf. Marie ist nicht besonders hübsch, von zu großer Statur und zu grobschlächtig. Sie hat keine besonderen Vorzüge, welche sie für die Ehe mitbringen muss, weshalb die Königin Marie in ein abgelegenes, verarmtes Kloster verbannt. Marie soll fortan das Kloster als Priorin leiten. Was dann folgt ist ein schon fast magischer Aufstieg. Marie entwickelt sich zur Powerfrau, sie hilft dem Kloster aus der Armut. Sie ist Strategin und Visionärin, Schwester, Frau und Liebende. Und das Kloster alsbald ein Zentrum weiblicher Macht.

Leider hat mich Lauren Groff mit ihrem feministischen Werk nicht wirklich erreicht. Dabei fand ich den Anfang noch sehr stark. Mit fortschreitender Seitenzahl hat sich allerdings eine gewisse Ermüdung breit gemacht. Ich habe den Schreibstil der Autorin, welcher an sich gut zum mittelalterlichen Setting passt, als zunehmend anstrengend empfunden. Und auch die Kapitel waren mir einfach zu lang gehalten. Zudem hat es meines Erachtens auch an Handlung gemangelt. Und ich konnte keinen Spannungsbogen ausmachen.

Ich hätte 'Matrix' wirklich gerne gemocht, weil ich mir von der Idee viel versprochen habe. Doch leider war es letztlich nicht "mein" Buch, weshalb ich auch keine Leseempfehlung aussprechen kann.

Fazit

Man nehme eine reale historische Persönlichkeit über die wenig bekannt ist und schreibt ihr eine Geschichte auf den Leib. Genau das hat Lauren Groff gemacht. Marie de France als große Frau, die ihren Schwestern und dem Kloster, in welches sie verbannt wurde zu Aufstieg und Macht verhilft. Das Buch ist ein sehr feministischer Roman. Es geht vorallem um weibliche Macht und Stärke.

Leider haben mir die Umsetzung und der Schreibstil nicht zugesagt, weshalb ich keine Empfehlung aussprechen kann.

2/5 🌟

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Veröffentlicht am 11.09.2022

Märchen neu entdecken

Fairy Tale Camp 1: Das märchenhafte Internat
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Stell dir vor Dornröschen wäre deine Mitbewohnerin oder der böse Wolf, der eigentlich gar nicht so böse ist, dein bester Freund. Und was würdest du dazu sagen, wenn du von Frau Holle abstammen ...

Stell dir vor Dornröschen wäre deine Mitbewohnerin oder der böse Wolf, der eigentlich gar nicht so böse ist, dein bester Freund. Und was würdest du dazu sagen, wenn du von Frau Holle abstammen würdest? Klingt ziemlich fantastisch, oder?

Marie passiert genau das, als sie eines Tages erfährt, dass sie eine Fairy ist. Ein Nachkomme einer Märchenfigur. Um zu lernen wie sie mit ihren erblühenden magischen Fähigkeiten umgehen muss, wird sie ins Fairy Tale Camp - ein märchenhaftes Internat für die Erben berühmter Märchenwesen - eingeladen. Marie findet recht schnell Freunde und sie kommt auch einem großen Geheimnis auf die Spur, das irgendwie mit dem rätselhaften Verschwinden ihrer Mutter zusammenhängt.

Märchenhaft und magisch...

Ich habe 'Fairy Tale Camp - Das märchenhafte Internat' als Hörbuch gehört und war bzw. bin richtig begeistert von dieser absolut magischen und spannenden Geschichte. Corinna Wieja hat ganz wunderbar die klassischen Märchen in ihre Geschichte verwoben und es hat einfach riesigen Spaß gemacht, diese "neu" zu entdecken. Frau Holle, Dornröschen, Aschenputtel, Rotkäppchen oder Jorine und Joringel und noch viele mehr gibt es zu entdecken.
Und es wird zudem ziemlich spannend und nicht ganz ungefährlich für Marie und ihre Freunde? Kann Marie die Märchenwelt retten und das "Verschwinden" der Märchen aufhalten? Und wird sie das Rätsel um ihre verschwundene Mutter lösen? Das müsst ihr selber herausfinden...

Fazit:

Magisch, märchenhaft und spannend!

'Fairytale Camp - Das märchenhafte Internat' ist ein richtig toller Reihenauftakt. Autorin Corinna Wieja lässt klassische Grimm-Märchen wieder aufleben und es macht einfach Spaß diese zu entdecken und natürlich auch die vielen Rätsel und Geheimnisse aufzudecken und ganz nebenbei Protagonistin Marie bei ihrer Ausbildung zur Fairyhüterin zu begleiten.

Ein tolles und kurzweiliges Hörbuch für Zwischendurch, dass ich absolut weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 10.09.2022

Gefährlich, atmosphärisch, magisch! Jahreshighlight!

Prison Healer (Band 1) - Die Schattenheilerin
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'Prison Healer - Die Schattenheilerin' war ein ganz großes Highlight für mich. Spannend und wendungsreich, mit einem sehr düsteren und unglaublich atmosphärischen Setting, einnehmenden Charakteren und ...

'Prison Healer - Die Schattenheilerin' war ein ganz großes Highlight für mich. Spannend und wendungsreich, mit einem sehr düsteren und unglaublich atmosphärischen Setting, einnehmenden Charakteren und einem fesselnden Schreibstil. Ein grandioser Reihenauftakt mit Suchtpotenzial!

Willkommen in Zalindov...

... dem brutalsten und härtesten Gefängnis Wenderalls!

Die 17-jährige Kiva lebt seit ihrer Kindheit hinter den dicken Mauern des berüchtigten Gefängnisses. Als Heilerin kümmert sie sich um die Insassen, so auch um Rebellenkönigin Tilda. Tilda ist schwer erkrankt und steht an der Schwelle des Todes. Kiva soll nicht nur herausfinden an was Tilda leidet, sie stellt sich zudem an Tildas Stelle dem Elementarurteil. Vier magische Prüfungen, die über Schuld und Unschuld entscheiden und die noch nie jemand überlebt hat.

Kiva ist eine großartige Protagonistin. Mutig, talentiert und klug stellt sie sich jeden Tag aufs neue ihrer wichtigen Aufgabe als Heilerin. Einen Freund hat sie in dem 11-jährigen Jungen Tipp, ein Wirbelwind, der Kiva zur Hand geht und der mir sofort ans Herz gewachsen ist. Gleiches gilt für Wärterin Naari und dem geheimnisvollen und undurchschaubaren neuen Gefangenen Jaren.

Ich liebe die Figurenzeichnung von Lynette Noni. Sie alle haben irgendwelche Geheimnisse, Ecken und Kanten, sind facettenreich und vielschichtig.

Was Lynette Noni aber meisterhaft beherrscht, ist die Geschichte durchgehend mit Spannung zu versorgen. In nicht nur einer Situation ist mein Herz kurz stehen geblieben. Unvorhersehbare Wendungen und Überraschunsmomente, unglaubliche Offenbarungen und Ereignisse, die mich zeitgleich gefesselt und geschockt haben. Die Prüfungen, welche Kiva bestehen muss, sind wahnsinnig nervenaufreibend und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Und auch die Enthüllungen am Ende haben mich ziemlich sprachlos zurück gelassen, auch wenn ich irgendwie schon eine Ahnung hatte in welche Richtung das ganze geht.

Für mich ist 'Prison Healer' ein grandioser Reihenauftakt und eines der besten Jugendbücher, das ich im Jahr 2022 gelesen habe.

Fazit
Gefährlich, spannend, wendungsreich und magisch!.

'Die Schattenheilerin' ist ein großartiger Auftakt mit einem außergewöhnlichen, düsteren Setting. Unglaublich atmosphärisch und genial! Und auch die Charaktere überzeugen auf ganzer Linie, sind geheimnisvoll, mutig und wahnsinnig vielschichtig.

Für mich ist das Buch ein absolutes Jahreshighlight und ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung.

5/5 🌟

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Veröffentlicht am 10.09.2022

Ein solider Krimi für Zwischendurch

Das Haus der stummen Toten
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Manche Bücher bieten während des Lesens eine gute und spannende Unterhaltung, bleiben allerdings nicht nachhaltig in Erinnerung. 'Das Haus der stummen Toten' gehört für mich in diese Kategorie. Einerseits ...

Manche Bücher bieten während des Lesens eine gute und spannende Unterhaltung, bleiben allerdings nicht nachhaltig in Erinnerung. 'Das Haus der stummen Toten' gehört für mich in diese Kategorie. Einerseits konnte mich der Kriminalroman mit einer interessanten Protagonistin und einigen Mysterymomenten fesseln, andererseits war mir das Buch im gesamten zu spannungsarm.

Und darum geht's...

Eleanore stattet ihrer Großmutter Vivianne auf deren Drängen einen Besuch ab. Dort angekommen findet die junge Frau Vivianne aber nicht mehr lebend vor. Ihre Großmutter wurde erstochen und Eleanore ist dem Täter sogar begegnet. Doch identifizieren kann sie ihn nicht, denn Eleanore leidet an einer Gesichtserkennungsschwäche.
Als Eleanore während des Verlassenschaftsverfahrens erfährt, dass sie einen alten Gutshof geerbt hat, reist sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Sebastian, ihrer Tante Viktoria und dem Notar zu dem Anwesen. Angekommen auf Solhöga scheint irgendetwas nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Eleanore fühlt sich zunehmend verfolgt. Außerdem ist der Gutsverwalter unauffindbar. Und ein altes Tagebuch taucht auf....

Wenn die Vergangenheit die Gegenwart einholt...

Wenn Camilla Sten eines gut kann, dann ist es Atmosphäre aufzubauen und Brotkrumen zu streuen. Mich konnte das Buch über weite Teile wirklich gut unterhalten und ich habe mitgerätselt wer oder was hinter den seltsamen Ereignissen steckt. Ob diese rein aus Elenanores verwirrten Geist entsprungen sind oder ob sich jemand ein böses Spiel mit den Hinterbliebenen erlaubt. Und auch die Tagebucheinträge, welche mich in die 60er Jahre zurück katapultiert haben, waren definitiv spannend zu lesen, konnte ich durch diese die verstorbene Vivianne aus der Perspektive ihres Hausmädchens noch besser kennen lernen. Und auch Tor zur Wahrheit hat sich durch die Wechsel in den Zeitebenen immer weiter geöffnet.

Leider muss ich aber auch sagen, dass ich viele Abschnitte einfach zu sehr in die Länge gezogen fand. Die Geschichte ist vor sich hingeplätschert, ohne das Nennenswertes oder Relevantes passiert ist. Nach einem starken Anfang und schwachen Mittelteil, wurde es erst gegen Ende wieder richtig spannend. Ich muss auch gestehen, dass ich die Entwicklungen und den Plottwist nicht habe kommen sehen. Insofern hat Camilla Sten alles richtig gemacht und mich ordentlich in die Irre geführt. Für mich hat das Ende die Geschichte auf jeden Fall gerettet. Und auch Protagonistin Eleanore fand ich einen interessant gezeichneten Charakter. Vorallem den Umstand, dass sie mit einer Gesichtserkennungsschwäche lebt.

Für mich war das Buch ein schöner Snack für Zwischendurch, auch wenn mir die Geschichte auf Dauer nicht Erinnerung bleiben wird.

Fazit

Ein solider Krimi für Zwischendurch mit einer interessanten Protagonistin, ein paar Geheimnissen aus der Vergangenheit, mysteriösen Ereignissen in der Gegenwart und durchaus ein paar beklemmender Momente. Ich habe 'Das Haus der stummen Toten' gerne gelesen und war auch von der düsteren Atmosphäre angetan. Für meinen Geschmack hätte es aber durchaus mehr in Richtung Mysterythriller gehen können und auch der Mittelteil war mir etwas zu langatmig und ereignislos.

Für Zwischendurch ist das Buch aber definitiv okay und gut zum Miträseln.

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