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Veröffentlicht am 06.04.2025

Ein großartiger Dilogie-Auftakt, der ins alte Ägypten entführt

Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows
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Es geht um Inez Olivera, welche bei ihrer Tante in Argentinien aufwächst, weil ihre Eltern die meiste Zeit des Jahres bei ihrem Onkel Ricardo Leben und diesen auf Ausgrabungen in Ägyten unterstützen. ...

Es geht um Inez Olivera, welche bei ihrer Tante in Argentinien aufwächst, weil ihre Eltern die meiste Zeit des Jahres bei ihrem Onkel Ricardo Leben und diesen auf Ausgrabungen in Ägyten unterstützen. Inez größter Wunsch ist es ihre Eltern zu begleiten. Als sie ein lang herbeigesehnter Brief erreicht, hofft Inez endlich auf die Nachricht nach Ägyten reisen zu dürfen, doch alles kommt anders. Inez Eltern, welche eine Expedition in die Wüste unternommen haben, sind verschollen und wurden nach einer groß angelegten Suche für tot erklärt. Inez ist verzweifelt und fasst einen Entschluss. Sie bucht eine Passage nach Ägypten, um selbst nach ihren Eltern zu suchen. Mit im Gepäck – ein Ring, den sie von ihrem Vater bekommen hat. In Ägypten angekommen wartet jedoch nicht Tio Ricardo auf seine Nichte, sondern dessen Assistent Whit. Und dieser ist mit nur einer Aufgabe betraut. Er soll Inez so schnell wie möglich nach Argentinien zurück schicken. Doch da hat er die Rechnung ohne Inez gemacht…

Inez ist eine rebellische, schlagfertige und sehr starrsinnige Protagonistin. Was sie sich in den Kopf setzt, zieht sie durch. Sie setzt sich über die Sitten und Bräuche ihrer Zeit hinweg und sorgt für viel Aufregung und Trubel. Vorallem Whit bereitet Inez ordentlich Kopfweh. Der mürrische Assistent von Tio Ricardo ist alles andere als glücklich über seinen neuen Job als Aufpasser von Inez.

Die Autorin hat das Trope Grumpy vs Sunshine wirklich klasse umgesetzt. Ich habe die Dynamik zwischen Inez und Whit geliebt. Die hitzigen und schlagfertigen Dialoge, das Katz- und Mausspiel und die langsame Annäherung der beiden. Wir haben eine Slow-Burn-Romance, die ohne Spice auskommt, deshalb aber nicht weniger knistert.

Mein Highlight war die ägyptische Mythologie und der Hauch Magie, den die Autorin der Geschichte eingeflöst hat.

Wir erleben Ägyten im Jahr 1884 zu einem Zeitpunkt, als Ausgrabungen floriert haben. Auch Tio Ricardo ist ein Archäologe, der seinen Lebensunterhalt mit Ausgrabungen verdient. Die Beschreibungen der Landschaften und Ausgrabungsstätten waren derart lebendig, dass ich das Gefühl hatte wirklich dabei zu sein. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und magisch, nicht zuletzt wegen der magischen Artefakte, die kleine Einblicke in das Zeitalter der Pharaonen geben.

Ich war von Anfang an gefesselt von der Geschichte und fand sie wahnsinnig spannend und mitreißend. Die hitzigen Dialoge zwischen Inez und Whit bringen zudem Humor und Witz hinein. Und auch die romantischen Gefühle kommen nicht zu kurz, genauso wie die zahlreichen Wendungen und Enthüllungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe.

Für mich ist das Buch ein Highlight und ich freue mich auf die Fortsetzung.

Fazit
Wenn du an alter ägyptischer Geschichte interessiert bist, dich Archäologe fasziniert, du Fan von Geschichten wie „Die Mumie“ oder „Indiana Jones“ bist und du die Tropes Grumpy-vs-Sunshine, Slow Burn Romance und Forced Proximity gerne magst, dann kann ich dir den Dilogie-Auftakt sehr ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Ein spannender Abschluss für Merle und Matteo in der Lagunenstadt Venedig

Dark Venice. Silent Haze (Dark Venice 2)
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Nachdem mich Band 1 überzeugt und gefesselt hat, war klar, dass ich auch Band 2 schnellstmöglich lesen muss. Und ich wollte natürlich wissen wie sich die dramatischen Ereignisse weiterentwickeln.

Zum ...

Nachdem mich Band 1 überzeugt und gefesselt hat, war klar, dass ich auch Band 2 schnellstmöglich lesen muss. Und ich wollte natürlich wissen wie sich die dramatischen Ereignisse weiterentwickeln.

Zum Inhalt selbst kann ich nicht viel schreiben. Antonia Wesseling erzählt in ,Silent Haze‘ Merle und Matteos Geschichte nahtlos weiter. In ,In Dark Waters‘ haben sich die Geschehnisse gegen Ende dramatisch zugespitzt. Merle und Matteo müssen jetzt mehr denn je kämpfen – vor dem Gesetz und ihre Liebe.

Ich finde, dass Antonia Wesseling wieder viel Spannung aufgebaut hat und auch wenn ich schon eine Vermutung hätte, die sich dann auch zum Teil bewahrheitet hat, war ich sehr gefesselt und konnte mit Merle und Matteo mitfiebern.

Etwas missfallen hat mir die Kommunikation zwischen Merle und Matteo. Diese ist nämlich sehr lange auf der Strecke geblieben. Hätten die beiden früher offene Worte gefunden, wäre auch die Liebesgeschichte intensiver gewesen.

Leider rückt der Handlungsstrang rund um Merles verstorben Großvater und den geheimnisvollen Liebesbriefen auch etwas in den Hintergrund. Aber immerhin bekommen wir – durchaus überraschende – Antworten.

Alles in allem hat mir die Dilogie richtig gut gefallen und ich kann sie auf jedem Fall empfehlen.

Fazit
Ein spannender Abschluss für Merle und Matteo in der Lagunenstadt Venedig. Absolut Lesenswert.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

lesenswerter Dilogie-Auftakt, der nach Venedig entführt,

Dark Venice. Deep Water (Dark Venice 1)
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Du kannst vielleicht deine Gedanken von dir wegdenken, aber Gefühle … Gefühle lassen sich nicht einfach so aussperren.

Zitat aus ‚Dark Venice – Deep Water‘, E-Book S. 36

Meine Meinung

Von Antonia Wesseling ...

Du kannst vielleicht deine Gedanken von dir wegdenken, aber Gefühle … Gefühle lassen sich nicht einfach so aussperren.

Zitat aus ‚Dark Venice – Deep Water‘, E-Book S. 36

Meine Meinung

Von Antonia Wesseling lese ich mittlerweile alles und auf Dark Venice habe ich mich besonders gefreut. Vorallem weil es mit Dark Academia mit etwas Suspence beworben wurde.

Es geht um Merle, die sich für ein Auslandssemester an der Universität von Venedig bewirbt. Doch es nicht das Studium, warum es Merle eigentlich in die Lagunenstadt zieht. Sie möchte herausfinden, was es mit den Liebesbriefen ihres geliebten verstorbenen Opas auf sich hat. Mit wem hatte ihr Großvater so engen und intimen Kontakt? Merle möchte es herausfinden. In Venedig angekommen, folgt jedoch eine Katastrophe auf die nächste. Gestrandet in einer dunklen Gasse, weil ihr die gebuchte Unterkunft kurzfristig eine Absage erteilt hat, trifft Merle auf Giulia, welche ihr kurzerhand einen Schlafplatz in der Casa Nera anbietet. Dies jedoch nur unter einer Bedingung: Merles Aufenthalt in der Casa Nera muss unbemerkt bleiben. Doch Merle verschläft den nächsten Tag und läuft prompt in die Arme des Besitzers der Unterkunft, welcher keine schönen Worte für die junge Frau übrig hat. Und sie lernt Matteo kennen, welcher ebenfalls ein Zimmer in der Casa Nera bezogen hat. Schnell ist klar, dass in der Casa Nera Geheimnisse verborgen sind, die unter keinen Umständen ans Licht

Das Buch ist abwechselnd aus Sicht von Merle und Matteo geschrieben, wodurch wir beide recht gut kennen lernen. Ich mochte die Vibes zwischen den beiden tatsächlich sehr gerne. Was ich allerdings nicht ganz nachvollziehen konnte, war die Geheimniskrämerei von Merle. Warum sie aus ihren Recherchen so ein großes Geheimnis macht; als ob was Schlimmes dahinter stecken würde. Und auch Matteo fand ich in dieser Hinsicht etwas unbeholfen. Warum verhalte ich mich derart verdächtig, wenn ich etwas zu verbergen habe. Abgesehen davon mochte ich Merle und Matteo als Person aber wie gesagt sehr gerne Und auch das es eine Slow Burn Romance ist, hat mir sehr gefallen – genauso wie die charmanten Nebencharaktere, wie Matteos kleine Schwester.

Das Setting Venedig ist sowieso grandios. Es wird zwar nicht ins Detail beschrieben, ich hatte aber beim Lesen dennoch das Gefühl eine Reise zu unternehmen und neue Ecken und Winkel Venedigs kennen zu lernen und die dunklen Geheimnisse der Stadt zu enthüllen. Venedig mit seinen engen Kanälen und verwinkelten Gassen hat einfach perfekt zu der Art Geschichte gepasst.

Hervorzuheben ist auch Antonia Wesselings Schreibstil. Dieser ist einfach wahnsinnig atmosphärisch und weiß zu fesseln, ist dabei aber so einfach gehalten, dass man nur so durch die Seiten fliegt.

Etwas mehr Suspense hätte es sein können. Die Geschichte ist schon spannend und hat einige Wendungen, die ich absolut nicht habe kommen sehen. Richtig gefährlich und wird es aber erst im letzten Drittel. Und das Ende hat mich einfach nur sprachlos zurück gelassen und ich war froh, dass ich schnell weiter lesen konnte.

Fazit

Ein lesenswerter Dilogie-Auftakt, der nach Venedig entführt, mit italienischen Vibes, geheimnissvoller Atmosphäre und einer Romance mit kleinen Suspence Anteilen besticht.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Sehr unkonventionelle Dark RomCom

Butcher & Blackbird - Selbst die dunkelsten Seelen sehnen sich nach Liebe
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Wir sind keine normalen Menschen. Wir sind Monster. Aber wenn wir Monster sind, dann erstarken wir in der Dunkelheit. Gemeinsam.

Zitat aus ‚Butcher & Blackbird‘, E-Book S. 267
Meine Meinung

Ich weiß ...

Wir sind keine normalen Menschen. Wir sind Monster. Aber wenn wir Monster sind, dann erstarken wir in der Dunkelheit. Gemeinsam.

Zitat aus ‚Butcher & Blackbird‘, E-Book S. 267
Meine Meinung

Ich weiß gerade nicht wie ich in Worte fassen soll, was ich hier gelesen habe. ‚Butcher & Blackbird‘ ist der Auftakt von Brynne Weavers Ruinous Love-Reihe. Moralisch äußerst fragwürdig, von hinten bis vorne einfach falsch, brutal und grausam. Aber, ich habe die Geschichte von Blackbird Sloane und Butcher Rowan einfach geliebt und die beiden Serienkiller tatsächlich in mein Herz geschlossen. Was sagt das jetzt über mich aus? Ja, das frage ich mich tatsächlich.

Bereits das erste Aufeinandertreffen von Sloane und Blackbird ist nichts für zartbesaitete Seelen und im Grunde ziemlich ekelhaft. Aber bereits nach dieser Szene wusste ich, ich würde das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Man spürt auch gleich, da ist ein Band zwischen den beiden kaltblütigen Killern. Die beiden beschließen in einem Wettstreit gegeneinander anzutreten. Einmal im Jahr wollen sie sich treffen, um Jagd auf die gefährlichsten Serienmörder des Landes zu machen. Und ja, ich habe mich tatsächlich dabei ertappt das Gute hinter den absolut falschen Taten zu sehen.

Dadurch, dass sich die beiden rivalisierenden Killer anfangs nur selten begegnen, entwickelt sich auch die Beziehung der beiden langsam. Aus Rivalen werden zunächst Freude, erst im späteren Verlauf der Handlung Liebende. Ab dem Zeitpunkt gesellt sich zu den ziemlich explizit beschriebenen Bluttaten auch jede Menge Spice. Ich hätts nicht gebraucht, zumindest nicht in dieser Ausprägung, aber es hat dem Buch auch nicht geschadet.

Großartig fand ich auch den schwarzen Humor und die spitzzüngigen Dialoge zwischen Butcher und Blackbird. Doch hinter den hitzigen Wortgefechten stecken auch zwei Charaktere mit Tiefgang und ihren eigenen Geschichten. Beide haben ihre Päckchen zu tragen und sind nicht ohne Grund so, wie sie eben sind.

Mir hat der außergewöhnliche Reihenstart unerwartet gut gefallen. Und ich hab jetzt richtig Lust die anderen Charaktere näher kennen zu lernen und ihre Geschichten zu erfahren.

Fazit

Eine sehr unkonventionelle Dark RomCom. Moralisch höchst verwerflich, grausam, ekelhaft und sehr, sehr spicy. Aber auch wahnsinnig humorvoll. Ich habe Butcher und Blackbird nach und nach in mein Herz geschlossen.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Leben und Schicksal

Wisteria – Die Liebe des Todes (Belladonna 3)
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Sie war die Sonne zu seinem Mond. Das Versprechen auf Wärme nach einem ewigen Winter.

Zitat aus ‚Wisteria – Die Liebe des Todes‘, E-Book S. 291
Meine Meinung

Mit ‚Wisteria‘ hat Adalyn Grace ihre Belladonna-Reihe ...

Sie war die Sonne zu seinem Mond. Das Versprechen auf Wärme nach einem ewigen Winter.

Zitat aus ‚Wisteria – Die Liebe des Todes‘, E-Book S. 291
Meine Meinung

Mit ‚Wisteria‘ hat Adalyn Grace ihre Belladonna-Reihe zu einem großartigen Abschluss gebracht. Wie auch schon Belladonna und Foxglove zuvor, war ‚Wisteria‘ ein großes Highlight für mich, wobei ich zugebenermaßen erst etwas skeptisch war, ob mir die Richtung, welche die Autorin in Band 3 einschlägt auch gefallen wird. Die Autorin rückt nämlich tatsächlich neue Protagonisten in den Fokus; es sind nicht mehr Signa und der Tod, wobei die beiden lieb gewonnenen Charaktere der Geschichte erhalten bleiben und auch ihre Rollen einnehmen. Viel mehr möchte ich zur Handlung gar nicht sagen, um die Spannung nicht vorweg zu nehmen. Ich war jedenfalls wieder von Seite 1 an gefesselt und habe mit Herzklopfen die fast schon märchenhafte Geschichte über das Leben, den Tod, über Schicksal und Chaos gelesen.

Wir haben hier eine Enemies-to-Lovers-Geschichte, welche es so richtig in sich hat. Die beiden Protagonisten lassen wirklich nichts aus, um sich das Leben gegenseitig so richtig schwer zu machen. Doch den beiden bleibt keine andere Wahl als zusammen zu arbeiten.

Ich habe die hitzigen Wortgefechte mit einem Schmunzeln und Augenzwinkern gelesen. Adalyn Grace hat nicht nur eine unglaublich spannende Geschichte mit vielen Wendungen und Überraschungsmomenten geschrieben, sondern auch viel Humor hineinfließen lassen.

Und auch die Gothic Vibes mochte ich total gerne, genauso wie den Schauplatz ‚Wisteria‘ mit all seinen Geheimnissen, Möglichkeiten und Magie. Und es gibt einen Fuchs als tierischen Sidekick. Muss ich noch mehr sagen, um alle davon zu überzeugen das Buch zu lesen?

Fazit

Das grandiose Finale der Belladonna-Trilogie. Für Fans der Reihe ein Must Read. Für mich ein Highlight!

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