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Veröffentlicht am 13.09.2021

Übersonnenwarm

Survivors - Die Flucht beginnt
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Klimawandel, Erderwärmung und Umweltschutz sind wichtige Themen, die man nicht früh genug seinen Kindern vermitteln kann. 'Survivors - Die Flucht beginnt' befasst sich mit dieser Thematik. Boris ...

Klimawandel, Erderwärmung und Umweltschutz sind wichtige Themen, die man nicht früh genug seinen Kindern vermitteln kann. 'Survivors - Die Flucht beginnt' befasst sich mit dieser Thematik. Boris Pfeiffer erzählt in diesem Reihenauftakt sehr eindringlich, wirkungsvoll und nachhaltig die Geschichte von Leopard-Drückerfisch Zacky und seinen Freunden, die ohne große Vorwarnung aus ihrem Lebensraum flüchten müssen.

Der Autor schreibt sehr bildhaft, mit einer gehörigen Portion Action und in kindgerechter Sprache. Zahlreiche, sehr schöne Schwarz-Weiß-Illustrationen ergänzen die Geschichte wunderbar und machen das Buch so auch für jüngere Leser*innen attraktiv. Ich würde es ab ca. 10 Jahren empfehlen; nach oben hin gibt es keine Grenze. Es ist eines dieser Bücher, die man auch als Erwachsener noch gut lesen kann und deren Message zum Nach- und Umdenken bewegt.

Mich hat die Geschichte der Survivors auf jeden Fall sehr berührt. Der Autor zeigt schonungslos auf was passiert, wenn der Mensch zuviel in die Natur eingreift und welche Folgen der Klimawandel und die Erwärmung der Erde auf die Meere und Ozeane hat. Was passiert wenn die Gewässer immer wärmer werden, die Korallenriffe absterben und die Tierwelt keine Nahrung mehr bekommt? Genau dieses schlimme Szenario spielt sich für Zacky und seine Freunde aus dem Riff ab. Nebenbei wird auch gezeigt wie wichtig Zusammenhalt und Zusammenarbeit besonders in Zeiten der Not ist, ganz egal wer man ist und wo man herkommt. Nur gemeinsam ist es möglich etwas zu bewegen.

Dabei ist dieser erste Teil erst der Beginn des Überlebenskampfes. Das Ende kommt ohne Vorwarnung, ist ziemlich offen und macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Ich für meinen Teil bin gespannt ob Zacky, Scir, Heuler, DonDon und Co. ihre Heimat wieder aufbauen können.

Fazit

'Survivors - Die Flucht beginnt' ist ein toll illustrierter Reihenauftakt, der sich mit dem Sterben der Korallenriffe und den Auswirkungen auf die Flora und Fauna der Meere beschäftigt. Boris Pfeiffer schreibt einfach und kindgerecht, verfehlt allerdings die nachhaltige Wirkung keinesfalls. Die Geschichte von Drückerfisch Zacky und seinen Freunden ist spannend erzählt und regt auf jeden Fall zum Nachdenken an. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.09.2021

Historische Fantasy mit Steampunk-Elementen und einer technikbegabten Protagonistin

Florance Bell und die Melodie der Maschinen
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Zugegeben, Florance Bell und die Melodie der Maschinen musste ich in erster Linie wegen des grandiosen Covers lesen. Dieses schreit nach Streampunk und damit nach mir. Und ich habe das Buch auch ...

Zugegeben, Florance Bell und die Melodie der Maschinen musste ich in erster Linie wegen des grandiosen Covers lesen. Dieses schreit nach Streampunk und damit nach mir. Und ich habe das Buch auch wirklich gerne gelesen. Der erhoffte Wow-Effekt ist allerdings ausgeblieben.

Dabei habe ich mit ziemlich großer Begeisterung in die Geschichte gestartet. Carsten Steenbergen hat nämlich ein wirklich spannendes Szenario geschaffen. Eine alternative Vergangenheit Anfang des 19. Jahrhunderts. Napoleon ist am Höhepunkt seiner Macht und hat England eingenommen Die Industrialisierung und der Maschinenbau werden immer bedeutungsvoller. Die 15-jährige Waise Florance ist ebenfalls sehr technikbegabt und verfolgt den großen Traum ein Technikstudium zu beginnen. Doch als Engländerin bleibt ihr dieser Wunsch versagt. Ihre Begeisterung und ihr Talent fürs Basteln und Schrauben kann Florance allerdings bei ihrem Gönner, dem Meistermechaniker Monsieur Pignon auf Birch Manor ausleben. Als eine Gruppe Rebellen das Anwesen stürmt und eine von Pignos Konstruktionen stiehlt, wird versehentlich auch Florance entführt, die gerade an der Maschine gearbeitet hat. Von einem Moment auf den nächsten ist Florance selbst Teil der Revolution.

Bis zu diesem Punkt konnte mich das Buch auch so richtig fesseln. Das historische Setting, die Steampunk-Elemente und ein junges Mädchen, dass sich gegen eine Bande Rebellen behaupten muss, bilden eine unglaublich gute Vorlage für ein rasantes und actionreiches Abenteuer. Leider hat sich allerdings nach und nach eher eine gewisse Langatmigkeit breit gemacht, die auch dazu geführt hat, dass ich den roten Faden hin und wieder verloren habe. Für meinen Geschmack hat der Autor einfach zuviel auf einmal gewollt, vorallem wenn man die Altersgruppe ab 12 Jahren bedenkt, ist die Geschichte doch sehr komplex konstruiert. Der politische Hintergrund und die gesellschaftskritische Message kommen zwar durchaus bei mir an, gingen aber zu sehr zu Lasten der Handlung, die mich dann doch teilweise sehr verwirrt hat.

Man muss auch tatsächlich eine gewisse Vorliebe für Technik mitbringen, um die Geschichte komplett genießen zu können. Der Autor blüht bei den durchaus anspruchsvollen Beschreibungen der Maschinen regelrecht auf. Dieses gewisse Etwas hat mir wieder den notwendigen Aufschwung verliehen am Ball zu bleiben. Und es hat sich für mich auch gelohnt.

Wirklich toll finde ich an dieser Stelle auch die Tatsache, dass mit Florance ein Mädchen ins Rennen geschickt wird, würde man als Maschinenbauer doch eher einen Jungen erwarten. Aber warum eigentlich? Auch Mädchen sollten sich für Technik begeistern dürfen!

Florance ist die wirklich toughe, kluge und mutige Heldin der Geschichte. Sie verfolgt zielstrebig ihre Träume, lernt mit den Ereignissen, denkt nach und wächst über sich hinaus. Leider wurde mit Florance auch der einzige Charakter geschaffen, der mir wirklich ans Herz gewachsen ist. Der Autor hat ihr sämtliche Authentizität verliehen und hatte für die restlichen Charaktere dann keine mehr übrig. Zumindest wirken die weiteren Protagonisten ziemlich blass neben Florance.

Die zum Teil fehlende Charakterstärke hat mich aber nicht wirklich gestört. Das Buch lebt einfach durch Florance und die tolle Steampunk-Atmosphäre.

Fazit
Florance Bell und die Melodie der Maschinen kann mit einer interessanten alternativen Vergangenheit, einer tollen Steampunk-Atmosphäre und einer toughen Heldin punkten. Die Handlung selbst ist doch sehr anspruchsvoll und leider teilweise auch verwirrend. Zudem zieht sie sich zwischendurch immer wieder mal in die Länge. Nichts desto trotz habe ich das Buch sehr gerne gelesen.

Leseempfehlung gibt's allerdings dieses Mal nur eingeschränkt. Man sollte nämlich schon eine gewisse Technikvorliebe mitbringen.

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Veröffentlicht am 12.09.2021

Lass uns schlafen gehen kleiner Bär

Dreh hin – Dreh her 1: Gute Nacht, kleiner Bär!
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Nachdem uns 'Aufgewacht, kleiner Bär' schon begeistert hat, durfte nun auch 'Gute Nacht, kleiner Bär' bei uns einziehen. Dieses Mal müssen wir dem kleinen Bären bei seiner Einschlafroutine helfen. ...

Nachdem uns 'Aufgewacht, kleiner Bär' schon begeistert hat, durfte nun auch 'Gute Nacht, kleiner Bär' bei uns einziehen. Dieses Mal müssen wir dem kleinen Bären bei seiner Einschlafroutine helfen.

Den Schlafanzug anziehen, noch schnell etwas trinken, den Teddy suchen, und einen Gute-Nacht-Kuss geben. Zieht man am Bändchen dreht sich die Scheibe und schon haben wir dem kleinen Bären geholfen.

Auch dieser Band der 'Dreh hin - Dreh her'-Reihe überzeugt uns mit seiner stabilen Aufmachung und ganz besonders den zauberhaften Illustrationen, die passend zur Geschichte gestaltet wurden. Die Bilder sind schön kuschelig und vermitteln eine heimelige Abendszenerie. Richtig toll!

Der Text selber ist sehr einfach und kurz gehalten, um die Aufmerksamkeit der lieben Kleinen nicht überzustrapazieren. Ich muss allerdings sagen, dass das Highlight für meine Tochter noch immer die Drehscheiben sind.

Fazit:

Ein interaktiver Lesespaß und toller Begleiter zum Erlernen einer Abendroutine. Wir lieben die Bücher mit dem Drehsystem und es macht Spaß von einer Szene in die nächste zu wechseln.
Die Illustrationen sind wieder einmal zuckersüß und die Geschichte einfach und kindgerecht. Absolute Empfehlung!

Veröffentlicht am 12.09.2021

Toller Begleiter zur Erweiterung des Wortschatzes

ministeps Mein erstes großes Wörterbuch - ab 12 Monate
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Ministeps Bücher sind einfach toll! Wir haben schon einige im Regal stehen und mit 'Mein erstes großes Wörterbuch' wieder Zuwachs bekommen. Das bunte und lehrreiche Pappbilderbuch durfte in unserer ...

Ministeps Bücher sind einfach toll! Wir haben schon einige im Regal stehen und mit 'Mein erstes großes Wörterbuch' wieder Zuwachs bekommen. Das bunte und lehrreiche Pappbilderbuch durfte in unserer Sammlung einfach nicht fehlen.

Auf 36 stabilen Seiten lernen Kinder die ersten 250 wichtigsten Wörter. Welche Spielsachen gibt's im Kinderzimmer, was findet sich in jedem Haushalt, welches Obst kaufen wir heute ein oder welche Tiere leben am Bauernhof? Es findet sich vom ersten Wort bis ins Kindergartenalter ein aufs Alter abgestimmter Themenbereich, sodass die lieben Kleinen auch länger eine Freude daran haben. Meine Tochter ist 2 Jahre alt und ihr Wortschatz schon entsprechend groß und trotzdem ist sie begeistert von ihrem neuen Büchlein. Und auch der kleine Bruder darf mit seinen 3 Wochen schon mitschauen. Da das Buch auch recht robust wirkt, denke ich, dass wir auch länger eine Freude damit haben werden.

Ein großes Plus gibt's auch für die liebevoll gestalteten Bilder. Diese bestechen durch ihre Einfachheit und Klarheit. Die Bilder beschränken sich auf das Wesentliche und sind damit perfekt für kleine Kinder geeignet. Absolut top!

Fazit:

'Mein erstes großes Wörterbuch' ist ein toller Begleiter vom ersten gesprochenen Wort bis ins Kindergartenalter. Die Kinder können anhand der liebevollen Bilder ihren Wortschatz zu einer Vielzahl an Themen, z.B. Haushalt,
Bauernhof, Fahrzeuge und Einkaufen, erweitern.
Die Aufmachung wirkt sehr robust und das Buch liegt gut in Kinderhänden. Top!


Veröffentlicht am 12.09.2021

Welche Rolle spielst du?

Spielst du mit, kleines Schaf?
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Auf der Suche nach wertvollen Kinderbüchern sind meine Tochter und ich auf 'Spielst du mit, kleines Schaf?' gestoßen. Während Töchterchen vorallem die tollen Tierzeichnungen feiert und sie ihre ...

Auf der Suche nach wertvollen Kinderbüchern sind meine Tochter und ich auf 'Spielst du mit, kleines Schaf?' gestoßen. Während Töchterchen vorallem die tollen Tierzeichnungen feiert und sie ihre eigenen kleinen Geschichten anhand der Bilder kreiert, bin ich vorallem von der Botschaft zwischen den Zeilen begeistert.

Das Kinderbuch erzählt anhand eines sehr einfach gehaltenen und kurzen Textes die Geschichte vom kleinen Schaf, das beim Spielen eine ganz besondere Rolle einnimmt. Die Tierkinder treffen sich alle auf der Wiese zum Spielen. Da jeder etwas anderes gut kann, beschließen sie Zirkus zu spielen. Das kleine Schaf beobachtet fasziniert was seine Freunde alles machen, möchte selber aber nichts vorführen. Da die anderen Tiere dem Schaf erklären, dass es so nicht mitspielen kann, schleicht es sich traurig davon. Schnell bemerken die Kinder jedoch, dass Zirkus spielen ohne Zuschauer einfach keinen Spaß macht. Und so suchen alle das kleine Schaf...

Ich finde es einfach toll wie man mit einfachen und wenigen Worten gleich mehrere wichtige Botschaften aussenden kann. In erster Linie geht es um Selbstbestimmung und den Mut auch einmal 'Nein' zu sagen, wenn man etwas nicht möchte. Jeder Mensch hat andere Talente und Interessen. Der eine spielt gerne Fußball, der andere tanzt gerne Ballett. Manche stehen gerne im Mittelpunkt, die anderen sind lieber die Zuschauer am Rande. Die Tierkinder zeigen, dass man, egal in welcher Position man ist, gemeinsam Spaß haben kann und dass jeder eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft einnimmt.

Und auch die Bilder transportieren die Geschichte sehr gut. Wie der Text sind diese ebenfalls recht einfach gestaltet und nicht überladen, damit die Kinderaugen nicht überreizt werden.

Von uns gibt's eine klare Leseempfehlung!

Fazit:

'Spielst du mit, kleines Schaf?' ist ein wundervolles Kinderbuch mit tollen Illustrationen und wertvoller Botschaft. Es geht um Zugehörigkeit, Selbstbestimmung, Freundschaft und den Mut 'Nein' zu sagen.

Meine Tochter und ich sind begeistert und daher gibt's auch eine absolute Leseempfehlung!

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