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Veröffentlicht am 15.01.2023

Interessanter Auftakt der EAST-Thriller- Reihe

EAST. Welt ohne Seele
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Unerwartet und völlig überraschend bekommt der bereits vom Dienst suspendierte CIA-Agent Jan Jordi Kazanski eine neue Aufgabe. Er soll nach Krakau, um die spurlos verschwundene CIA - Informantin „Die Witwe“ ...

Unerwartet und völlig überraschend bekommt der bereits vom Dienst suspendierte CIA-Agent Jan Jordi Kazanski eine neue Aufgabe. Er soll nach Krakau, um die spurlos verschwundene CIA - Informantin „Die Witwe“ zu suchen. Kazanski, der nach einer großen familiären Tragödie ununterbrochen trinkt, nimmt den Auftrag als seine letzte Chance an.
Da „Die Witwe“ inkognito gearbeitet hat und niemand ihre wahre Identität kennt, ist die Suche nach ihr alles andere als einfach. Dazu kommt, dass Jemand nach Kazanskis Leben trachtet und der Agent nur knapp den Anschlägen entkommen kann. Und er ist auch nicht der Einzige, der nach der verschwundenen Witwe sucht.

„EAST – Welt ohne Seele“ ist das erste Band aus der Reihe mit dem CIA- Agenten Jan Jordi Kazanski. Am Anfang konnte ich den Agenten Kazanski sehr schlecht einschätzen; eigenwillig, trinksüchtig, verschwiegen, in seinen eigenen Gedanken schweifend – zum Zeitpunkt war er kein Charakter, den man auf Anhieb sympathisch findet. Das Geheimnis um seine Vergangenheit und der wahre Grund für seine Trinkerei bleiben lange undurchschaubar. Genauso wie die vielen Nebencharaktere und deren Handlungen, die nebenbei laufen und scheinbar in keinen Zusammenhang zueinanderstehen.

Jedoch das Rätsel um die verschwundene Witwe und Kazanskis unbegreifliche Lebensgeschichte waren für mich so interessant, dass ich das Buch immer weiterlesen musste. Auch der flüssige Schreibstil und die kurzen, unterhaltsamen Kapitel trugen erheblich dazu bei, obwohl die Spannung an manchen Stellen immer wieder deutlich nachlässt.

Sehr angenehm und hochinteressant fand ich die Ausflüge in die historischen Ecken der ehemaligen polnischen Hauptstadt, sowie die Legenden über Krakau und seine Geschichte.

FAZIT: ein interessanter Auftakt einer Thriller-Reihe, deren Fortsetzung ich gerne lesen würde.

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Veröffentlicht am 07.01.2023

Bewegende Geschichte über eine unbesiegbare Freundschaft

Morgen werden wir glücklich sein
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Seit den Kindertagen sind Marie, Amiel und Geneviéve unzertrennlich. Sie selbst nennen sich die Unbesiegbaren, weil sie immer füreinander da sind. Bis im Sommer 1940 die Deutschen Paris einnehmen. Da stellt ...

Seit den Kindertagen sind Marie, Amiel und Geneviéve unzertrennlich. Sie selbst nennen sich die Unbesiegbaren, weil sie immer füreinander da sind. Bis im Sommer 1940 die Deutschen Paris einnehmen. Da stellt sich heraus, dass die Freundinnen unterschiedliche Ansichten an das Leben in der besetzten Stadt haben.
Ab sofort ist vor allem Amiel in Gefahr; obwohl sie Ärztin ist, darf sie als Jüdin ihren Beruf nicht mehr ausüben. Die Lehrerin Marie kann nicht mehr unterrichten, weil viele ihrer Schüler aus den jüdischen Familien stammen. Beide Freundinnen unterstützen nach all ihren Kräften den französischen Widerstand. Geneviéve dagegen will weiterhin ihre Bühnenerfolge im Varietétheater Chez Lulu feiern und für die deutschen Besatzer Klavier spielen.
Ihre Freundschaft zerbricht fast, als Geneviéve mit ihrem deutschen Verehrer zusammenzieht. Auch Marie begeht später einen fatalen unverzeihlichen Fehler….

„Morgen werden wir glücklich sein“ verspricht der Titel des historischen Romans von Lea Korte. Doch die Geschichte der Freundschaft von Maie, Amiel und Geneviéve lässt mich immer wieder daran zweifeln.

Die drei unzertrennlichen Freundinnen waren glücklich, bis der Krieg und der Einmarsch der Deutschen in Paris ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt hat. Ab diesem Moment wurde es klar, dass alle drei anders mit der neuen Situation umgehen wollen und andere Ziele verfolgen. Es kommt zu Streitereien, Geneviéve zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus und bei allen drei Frauen schlägt das Schicksal auf unterschiedliche Weise immer wieder zu. Es ist nur menschlich, dass in solchen Situationen man Fehler begeht, macht sich selbst schuldig oder beschuldigt die anderen.

Schuld, Verantwortung, Recht und Unrecht – das sind wichtigen Themen dieses Romans. Hinter der Kulisse der Ungeheuerlichkeiten des Krieges spielen sich dramatische Szenen im Leben aller Menschen im besetzten Gebiet ab. Sie stehen vor den Ruinen ihrer Existenz, bangen um ihr Leben, handeln aus Verzweiflung heraus. Wieviel kann dann eine Freundschaft ertragen? Kann man dann die begangenen Fehler einander verzeihen?

All diese Fragen stellt man sich nach der bewegenden Geschichte über die Unbesiegbaren und ihre Freundschaft in einer dramatischen, lebensbedrohlichen Zeit.
Auf historischen Fakten basierend und mit viel Empathie erzählt, bekommt der Roman meine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Sehr zu empfehlen!

Das offizielle Sturm der Liebe-Kochbuch
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Eine außergewöhnliche kulinarische Reise bietet der Verlag Gräfe und Unzer mit ihrem Kochbuch „Sturm der Liebe – Das offizielle Kochbuch“ an. Es ist eine besondere Ausgabe, die schon von der Aufmachung ...

Eine außergewöhnliche kulinarische Reise bietet der Verlag Gräfe und Unzer mit ihrem Kochbuch „Sturm der Liebe – Das offizielle Kochbuch“ an. Es ist eine besondere Ausgabe, die schon von der Aufmachung her eine wahre Augenweide ist. Gleich auf den ersten Blick verrät das wunderschöne Cover worum es in diesem Buch geht: es befinden sich darin unzählige Rezepte, die allen Fans der Telenovela „Sturm der Liebe“ bekannt sind. Die Rezepte sind verständlich geschrieben, mit der Zutatenliste und dem Foto des Gerichts ergänzt, regen zum Nachkochen an.

Alle Gerichte wurden nach den Filmstaffeln angeordnet und mit den entsprechenden Fotos der jeweiligen Filmstars gewürzt. Eine kurze Geschichte über das Liebespaar der jeweiligen Staffel ergänzt das Ganze.
Es ist ein besonderes Kochbuch, nicht nur für die Fans der Telenovela sehr zu empfehlen!

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Veröffentlicht am 16.12.2022

Starke Frauen erzählen ihre Geschichte – lebendig, bewegend, spannend !

Elektra, die hell Leuchtende
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In dem Roman „Elektra, die hell Leuchtende“ erzählt Jennifer Saint die Geschichte des trojanischen Krieges auf eine außergewöhnliche Weise. Denn nicht die Heldentaten der Krieger wurden in dem Roman gewürdigt. ...

In dem Roman „Elektra, die hell Leuchtende“ erzählt Jennifer Saint die Geschichte des trojanischen Krieges auf eine außergewöhnliche Weise. Denn nicht die Heldentaten der Krieger wurden in dem Roman gewürdigt. Die Autorin stellt das Schicksal der Frauen und Kindern dar, die von ihren Männern und Vätern allein gelassen - sogar den Göttern geopfert wurden - damit diese launischen Geschöpfe den Kriegern gnädig werden und der Sieg nicht gefährdet wird.

Drei Frauen erzählen diese tragische Geschichte. Es sind:
Elektra, die Prinzessin von Mykene, die zehn Jahre lang auf die baldige Rückkehr ihres geliebten Vaters Agamemnon hofft;
Klytämnestra, Agamemnons Ehefrau, die ihrem Mann nicht verzeihen kann, dass er ihre älteste Tochter Iphigenie den Göttern geopfert hat;
Kassandra aus Troja, Apollons Priesterin, die Zukunft voraussehen kann und von Agamemnon als Kriegsbeute nach Mykene entführt wurde.

Schonungslos und wahrheitsgetreu sind die Erzählungen der Frauen, deren Schicksale auf eine tragische Weise miteinander verbunden sind. Jede von ihnen sehnt sich nach einem glücklichen Familienleben, nach Frieden und Geborgenheit. Sehr stark sind diese Frauen, die ihr Schicksal, von Göttern bestimmt, in eigene Hände nehmen wollen.

Die trojanische Geschichte auf diese Weise erzählt, hat mich völlig in ihren Bann gezogen. Jennifer Saint hat die uns aus griechischen Mythen bekannte Gestalten lebendig gemacht, den erzählenden Frauen eine Stimme verliehen, die auf die Auswirkungen eines Krieges und das Schicksal der Frauen und Kinder aufmerksam macht. Bildhaft und echt wirken die dargestellten Handlungen, nachvollziehbar sind daraus resultierenden Gefühle und Emotionen.

„Elektra, die hell Leuchtende“ ist eine spannende, zutiefst bewegende Geschichte, die unbedingt gelesen werden muss!
Erwähnenswert ist auch das wunderschöne Cover des Buches mit dem leuchtenden Abbild des Profils von Elektra.
Eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.12.2022

Berührende Geschichte

Findelmädchen
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Über die Nachkriegsjahre in Deutschland und das Schicksal eines Geschwisterpaar Helga und Jürgen erzählt Lilly Bernstein in ihrem Buch „Findelmädchen“. Die Hauptprotagonistin Helga, das Findelmädchen, ...

Über die Nachkriegsjahre in Deutschland und das Schicksal eines Geschwisterpaar Helga und Jürgen erzählt Lilly Bernstein in ihrem Buch „Findelmädchen“. Die Hauptprotagonistin Helga, das Findelmädchen, wurde zusammen mit ihrem Bruder Jürgen im Jahr 1945 von einem französischen Ehepaar in Köln aufgelesen. Die Kinder, damals sechs- und sieben Jahre alt, saßen allein vor einem Bunker. Ihre Mutter war spurlos verschwunden. Doch die Franzosen haben die Suche nach den Eltern von Helga und Jürgen nie aufgegeben und den Vater der Beiden gefunden, der nach jahrelanger russischer Gefangenschaft nach Köln zurückgekehrt ist.

Für die Familie beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Alle müssen neu anfangen, ihr Glück finden, die ´Zeit, die durch den Krieg verlorengegangen ist, irgendwie nachholen. Während die Männer in der neuen Lage scheinbar leichter Fuß fassen können, ist der Lebensweg von Frauen von vielen Hindernissen geprägt. So darf Helga nicht auf das Gymnasium gehen, weil ihr Vater es ihr nicht erlaubt. Stattdessen darf sie die Haushaltsschule besuchen, die damals für Mädchen, künftige Ehefrauen und Mütter, bestimmt war. Während des Praktikums in einem Waisenhaus stößt Helga auf Umstände, die aus heutiger Sicht unvorstellbar wären. Gegen die Ungerechtigkeiten, die den Waisenkindern dort geschehen, gegen die zweifelhafte, unmenschliche Erziehungsmethoden begehrt Helga auf und versucht nach all ihr zur Verfügung stehenden Mitteln Abhilfe zu schaffen.

Helgas berührende Geschichte wirkt authentisch. Sie wurde von der Autorin mit viel Herz erzählt und rührt des Öfteren zu Tränen. Wunderbar vermittelt die Schriftstellerin die Atmosphäre der Nachkriegsjahre in Deutschland und schildert ein authentisches Bild der damaligen Gesellschaft. Der Leser kann sich gut in die menschlichen Schicksale hineinversetzen.

Ich bin in diese Geschichte versunken, habe mit Helga und ihrer Freundin Fanny, deren Tochter in einem Waisenhaus aufwachsen musste, mitgelitten und um ihr Schicksal mitgefiebert.

Der Roman wirkt ein bisschen wie ein modernes Märchen, das wirklich geschah, deswegen passt er hervorragend in die aktuelle Vorweihnachtszeit. Das Buch bekommt meine wärmste Empfehlung. Es ist lesenswert, zu jeder Jahreszeit!

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