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Veröffentlicht am 07.08.2023

Geheimnisse und Gefahren

Husband Material: Gefährliche Leidenschaft
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Husband Material: Gefährliche Leidenschaft von Nina Pribil ist in meinen Augen zu allererst ein Krimi und was für einer. Er ist spannend, wendungsreich und sehr verzwickt. Man tappt als Leser genauso im ...

Husband Material: Gefährliche Leidenschaft von Nina Pribil ist in meinen Augen zu allererst ein Krimi und was für einer. Er ist spannend, wendungsreich und sehr verzwickt. Man tappt als Leser genauso im Dunkeln wie die Protagonistin Olivia Green und kann nur Vermutungen anstellen, bis es dann zu einem dramatischen Showdown kommt. Natürlich wird das Buch auch seinem Verlag gerecht und es gibt eine heiße, spicy Liebesgeschichte.
Die alleinerziehende Olivia will gemeinsam mit ihrer kleinen Tochter den Nachlass ihrer Schwester regeln. Seit Jahren hatten die Schwestern keinen Kontakt mehr und haben sich entfremdet, deswegen steht Olivia vor einer emotionalen Herausforderung. Dass sie in dem kleinen Nest, an der britischen Nordseeküste, in dem ihrer Schwester lebte noch ganz andere Herausforderungen erlebt, damit hätte sie nicht gerechnet. Alles fängt mit äußerst unfreundlichen, misstrauischen Bewohnern an, aber zumindest der unfreundlichste von ihnen entpuppt sich dann als überraschend hilfsbereit. Außerdem muss Olivia erkennen, dass ihre Schwester so manches Geheimnis hatte. Oder warum sonst bewahrte sie eine Waffe in der Küche auf? War ihr Tod wirklich ein Unfall? Warum sind alle so verschlossen? Hatte einer oder mehrere etwas mit dem Unfall zu tun? Und wer legt Olivia so seltsame Geschenke vor die Tür? Olivia ist in Gefahr, doch wem kann sie trauen?

Die Geschichte ist wirklich temporeich und eine wahre Achterbahnfahrt an Emotionen, Gefahren und Geheimnisse, allerdings gibt es kleinere, nennen wir es Logikfehler gerade im alltäglichen Leben. Eine Schauspielerin leistet sich ein Haus am Meer und kellnert dann? In der ganzen Ortschaft scheint es nur eine Handvoll Bewohner zu geben, fast nur Männer? Ok, es könnten Ferien sein und Olivias Tochter muss nicht in die Schule, aber zu Arbeiten scheint sonst auch keiner. Die Logikmängel schaden der Spannung nicht und unterstützen eher die Geschichte, von dem her kann man sie verschmerzen. Aber der Autorin bleibt noch etwas Luft nach oben, ich bin gespannt auf ihr nächstes Buch.

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Veröffentlicht am 03.08.2023

Neues Glück für die junge Witwe

Eine Lady hat die Wahl
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Der historische Liebesroman „Wie man sich einen Lord angelt“ von Sophie Irwin entführt seine Leser ein weiteres Mal in die Zeit des Regencys und die Ton Society in London. Er ist außerdem der zweite Band ...

Der historische Liebesroman „Wie man sich einen Lord angelt“ von Sophie Irwin entführt seine Leser ein weiteres Mal in die Zeit des Regencys und die Ton Society in London. Er ist außerdem der zweite Band der Lady’s Guide Reihe, die Teile sind aber so lose verbunden, dass man sie gut unabhängig lesen kann. Anders als im vorangegangenen Teil steht hier keine Debütantin, sondern eine junge Witwe im Vordergrund. Aber auch wenn eine Witwe in dieser Zeit einige Freiheiten mehr genießt, gibt es für sie andere Probleme. So ergeht es auch Eliza, zwar ist sie frei und endlich nicht mehr an ihren lieblosen Ehemann gefesselt, ihre Familie kann ihr auch kaum noch Vorschiften machen, aber es gibt Probleme mit der Erbschaft. Harte Klauseln stehen zwischen Eliza und der Erbschaft. Soll sie die Klauseln einhalten, oder den Mut finden ihr eigenes Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten?
Die Autorin schafft es wieder auf amüsante und unterhaltsame Art die englische Gesellschaft der damaligen Zeit, deren Veranstaltungen und ihre Marotten dem Leser vor Augen zu führen. Sophie Irwin hat es geschafft mit ihrem zweiten Roman an ihr Debüt anzuknüpfen und erneut eine unterhaltsame und kurzweilige Geschichte zu schreiben.

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Veröffentlicht am 03.08.2023

Alte Liebe, neues Glück

Romantic Skye - Hochzeit auf der kleinen Alpakafarm in Schottland
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Zum dritten Mal werden die Leser auf die Isle of Skye entführt und wer die ersten beiden Bände kennt, wir erfahren endlich was zwischen Cait und Lachlan vorgefallen ist. Aber auch Neueinsteiger kommen ...

Zum dritten Mal werden die Leser auf die Isle of Skye entführt und wer die ersten beiden Bände kennt, wir erfahren endlich was zwischen Cait und Lachlan vorgefallen ist. Aber auch Neueinsteiger kommen ohne Vorkenntnisse zurecht, es macht aber noch mehr Spaß, wenn man die Reihe chronologisch liest, immerhin heiraten hier die anderen Paare. Cait hat sich bereit erklärt, neben ihrer Arbeit für ihre eigene Brauerei auch noch die Doppelhochzeit ihrer besten Freunde zu planen, selbst wenn sie dafür mit Lachlan zusammenarbeiten muss. Aber wofür gibt es Mails? Man muss so etwas ja nicht unbedingt persönlich machen. Aber auch wenn sich die beiden eigentlich aus dem Weg gehen wollen, es klappt nicht und da sind immer noch tiefe Gefühle. Aber das erfährt man als Leser schon Portionsweise, bis sich das Puzzle zusammensetzt. Für eine gewisse Spannung ist also gesorgt und für zusätzliche Spannung sorgen so einige seltsame Vorfälle rund um die Alpakafarm und die Brauerei, außerdem tauch auch Lachlans Vater, ein echter Sympathieträger auf.

K. Elly de Wulf stellt ein weiteres Mal ihren angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil unter Beweis, der für das richtige Wohlfühl-Ambiente sorgt. Die Isle of Skye sorgt für das richtige Setting und die zahlreichen Alpakas, Hühner und Hunde trage auch noch das Ihre dazu bei. Erzählt wird abwechselnd von Cait und Lachlan in der Ich-Form. Und so kann man das Gefühlschaos in dem die beiden stecken aus beiden Sichtweisen herrlich beobachten und erfährt das eine oder andere vor allen anderen. Ich war sehr gespannt auf die Geschichte von Cait und Lachlan, denn seit dem ersten Band, weiß man einfach, dass mehr als Abneigung zwischen den beiden ist. Hier wird es endlich aufgelöst und auch einige andere lose Fäden aus den anderen beiden Teilen werden hier noch aufgegriffen. Auch wenn man das Buch einzeln lesen kann, würde ich doch empfehlen die Reihe chronologisch zu lesen.

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Veröffentlicht am 03.08.2023

Serienmörder im Märchenreich

Erkül Bwaroo bittet zum Tanz
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Er bezeichnet sich selbst als der größte Detektiv, sein Schnurrbart ist legendär, sein französischer Akzent ausgeprägt und seine kleinen grauen Zellen lösen jedes Rätsel und überführen jeden Täter. Nein, ...

Er bezeichnet sich selbst als der größte Detektiv, sein Schnurrbart ist legendär, sein französischer Akzent ausgeprägt und seine kleinen grauen Zellen lösen jedes Rätsel und überführen jeden Täter. Nein, hier ist nicht die Rede von Hercule Poirot, hier wird Erkül Bwaroo, die elfische Variante des berühmten Belgiers beschrieben. Eine, in meinen Augen äußerst gelungene Persiflage auf den großen Poirot. In seinem neuesten Fall wird Erkül von der Königin höchstpersönlich zu ihrer Festivität eingeladen, sie richtet eine Reihe von Bällen für einen befreundeten Prinzen als Brautschau aus. Sämtliche Prinzessinnen und geeigneten jungen Damen aus allen Reichen sind dafür eingeladen. Nur scheint es einen Mörder zu geben, dem schon zwei der kapriziösen, zickigen Prinzessinnen zum Opfer gefallen sind. Es wäre eine Katastrophe, sollte einer Prinzessin während der Brautschau etwas passieren. Natürlich nimmt Erkül diese Herausforderung an und natürlich kommt er dem Mörder mit Hilfe seines Assistenten Dr. Artur Heystings auf die Spur. Bis es zur großen Auflösung kommt, darf man als Leser mit rätseln und vor allen Dingen die verschiedenen Prinzessinnen kennenlernen. Jeder, der einige Märchen der Gebrüder Grimm kennt, wird sie erkennen. Ich fand es sehr lustig mal die anderen Seiten der Prinzessinnen kennenzulernen und ihre Sicht der Dinge. Als Erzähler fungiert übrigens der gute Dr. Heystings, der Erküls Marotten mit einigem Humor sieht, denn der geniale Erkül ist kein einfacher Elf.

Für mich war dieses Buch eine äußerst gelungene Mischung von Fantasy, Märchen und Krimi, flott und fesselnd geschrieben. Natürlich muss man sich als Krimileser darauf einlassen können, dass Hercule Poirot ein wenig durch den Kakao gezogen wird.

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Veröffentlicht am 02.08.2023

Nicht nur ein Mörderspiel

Erkül Bwaroo fischt im Trüben
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Schon beim Namen werden die meisten an Hercule Poirot denken müssen und ja es gibt Parallelen. Der frankophile Niederelf Erkül ist der größte Detektiv des Märchenreiches und der vorliegende Fall ist sein ...

Schon beim Namen werden die meisten an Hercule Poirot denken müssen und ja es gibt Parallelen. Der frankophile Niederelf Erkül ist der größte Detektiv des Märchenreiches und der vorliegende Fall ist sein siebter Fall. Alle Fälle sind in sich abgeschlossen und können gut unabhängig voneinander gelesen werden. Das hier war zumindest mein erster Fall von Erkül und ich fand mich unter den fantastischen Wesen sofort zurecht. In jedem Fall wir außerdem ein Märchen eingebaut, hier kommt man sehr schnell auf Der Fischer und seine Frau, ein plattdeutsches Märchen, dass die Gebrüder Grimm in ihre Kinder- und Hausmärchen aufnahmen. Wie der Klappentext bereit verrät, wollte sich Erkül Bwaroo einen Urlaub am Meer gönnen, als er auf den Fischer Sebastian trifft und von ihm eine unglaubliche Geschichte erzählt bekommt, denn seitdem der Fischer einem Fisch das Leben schenkte, erfüllt dieser ihm Wünsche. Er selbst ist eigentlich zufrieden, aber seine Frau will höher hinaus und lebt nun in einem Schloss, umgeben von den unterschiedlichsten Gästen. Erküls Neugier ist geweckt und er quartiert sich auf dem Schloss ein, als dann auch noch eine echte Leiche bei einem Mörderspiel auftaucht, bekommen seine kleinen grauen Zellen endlich etwas Arbeit. Es ist ein spannender Fall, bei dem der Leser gut miträtseln kann und mehr als ein Rätsel gelöst werden kann.

Für mich war dieses Buch eine äußerst gelungene Mischung von Fantasy, Märchen und Krimi, flott und fesselnd geschrieben, das mich wirklich gut unterhalten hat.

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