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Veröffentlicht am 26.04.2022

Endlich bekommt Tacker seine Geschichte

Tacker (Arizona Vengeance Team Teil 5)
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Endlich wird Tackers Geschichte erzählt. Ja endlich, denn Tacker begleitet den Leser seit dem ersten Band. Zwar ist jeder Band um die Teammitglieder des Arizona Venegance Eishockey-Teams in sich abgeschlossen, ...

Endlich wird Tackers Geschichte erzählt. Ja endlich, denn Tacker begleitet den Leser seit dem ersten Band. Zwar ist jeder Band um die Teammitglieder des Arizona Venegance Eishockey-Teams in sich abgeschlossen, aber gerade Tackers Leidensgeschichte bewegt alle von Anfang an. Es gibt bei allen Teilen auch gewisse Überschneidungen und Nebenhandlungen, die weitererzählt werden, es geht immerhin um ein Team, quasi eine Wahlfamilie, so würde ich schon empfehlen, die Reihe chronologisch zu lesen, man kann zwar jederzeit problemlos einsteigen, es gibt aber in den späteren Bänden immer wieder Spoiler. Nun also Tackers Geschichte, vor 15 Monaten verlor er im dichten Nebel die Kontrolle über sein kleines Flugzeug, stürzte ab und seine Verlobte starb dabei. Natürlich ist er von Schuldgefühlen zerfressen und hat auch seine Lebensfreude verloren. Nur Eishockey, nur das Team gibt ihm noch Halt. Nach einer Trunkenheitsfahrt zieht der Vorstand die Reißleine und Tacker muss sich psychologische Hilfe holen. Etwas was er bisher vermieden hat. Er ist selbst überrascht, dass die unkonventionelle Therapeutin Nora Wayne Zugang zu ihm findet und ihm wieder Lebensmut gibt und eine neue Liebe.

Meine Meinung: Ich kann mich nur wiederholen: ich kenne und ich liebe den Stil von Sawyer Bennett schon länger und sie schafft es immer wieder mich mit ihrem lockeren Schreibstil zu fesseln. Gerade auf Tackers Geschichte warte ich seit dem ersten Band rund um das Team der Arizona Venegance, von Mal zu Mal gewinnen die Charaktere an Lebendigkeit und Tiefe. Es bekommt auch jeder Spieler seine ganz eigene Geschichte, es gibt keine Wiederholungen, kein Schema-F, jede Geschichte ist sehr individuell und behandelt zusätzlich noch ein ganz besonderes Thema. Es war klar, dass Tackers Geschichte emotional sehr bewegend sein wird und auch Noras Vergangenheit bewegt. Beide haben ihr Päckchen mit ihren Erinnerungen zu tragen, so ist diese Geschichte nicht die lockerste oder leichteste der Reihe, dennoch bietet sie Unterhaltung, Liebe und natürlich auch knisternde Erotik, wenn auch nicht ganz so stark wie bei den anderen Teilen. Das Warten auf diese Geschichte hat sich definitiv gelohnt.

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Veröffentlicht am 26.04.2022

Die nächste Generation

Der Weg der Teehändlerin
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Zum Inhalt: „Der Weg der Teehändlerin“ ist der zweite Band der Ronnefeldt-Saga, da jetzt die zweite Generation im Mittelpunkt stehen, würde ich durchaus sagen, dass man diesen Band unabhängig und ohne ...

Zum Inhalt: „Der Weg der Teehändlerin“ ist der zweite Band der Ronnefeldt-Saga, da jetzt die zweite Generation im Mittelpunkt stehen, würde ich durchaus sagen, dass man diesen Band unabhängig und ohne Vorkenntnisse lesen kann. Bei Familiensagas ist es natürlich immer schöner, wenn man sie chronologisch und komplett liest, ein Personenregister zu Beginn des Buches und gewisse Erklärungen in der Erzählung helfen aber weiter.
Frankfurt 1853: Die Teehändlerin Friederike Ronnefeldt möchte ihre zunehmend erwachsenen Kinder natürlich gut versorgt wissen und sie will selbstverständlich die Zukunft ihres Familienunternehmens gesichert wissen. Aber Friederike hat ihre Kinder zu eigenständige Persönlichkeiten erzogen und so sucht Mine auf die Bretter, die die Welt bedeuten, Elise hingegen möchte Lehrerin werden und Wilhelm möchte Malerei studieren. Aber immerhin Carl hat seine Lehre in Hamburg begonnen und scheint einmal die Führung des Familienimperiums übernehmen zu wollen. Während Friederike versucht alle ihre Kinder sanft in die (in ihren Augen) richtige Richtung zu führen, schlagen ihre Kinder ihre eigenen Wege ein. Man begleitet alle vier auf unterschiedlichen Erzählsträngen, erlebt ihre Höhen und Tiefen hautnah und erfährt anhand ihrer Schicksale sehr viel Interessantes über die damalige Zeit.

Meine Meinung: Der Autorin Susanne Popp ist es sehr eindrucksvoll gelungen ihre Geschichte rund um die Familie Ronnefeldt weiter zu erzählen. Sie greift wieder sehr gekonnt historische Fakten auf, lässt sich von realen Biographien inspirieren und verbindet das zu einem lesenswerten historischen Roman, bei dem auch Spannung und Emotionen nicht zu kurz kommen. Ich kann diese Buch nur jedem geschichtsinteressierten Lesern empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.04.2022

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Verhängnisvolle Lügen an der Côte d’Azur
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„Verhängnisvolle Lügen an der Côte D`Azur“ ist der neunte und ich vermute Mal der letzte Fall von Kommissar Duval – ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel verraten. Christine Cazon hat ihren Ermittler ...

„Verhängnisvolle Lügen an der Côte D`Azur“ ist der neunte und ich vermute Mal der letzte Fall von Kommissar Duval – ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel verraten. Christine Cazon hat ihren Ermittler dieses Mal auf die Spur eines alten Unglückfalls geschickt, das ein echtes Unglück thematisiert: 1959 brach der damals modernste Staudamm und seine Flutwelle zerstörte nicht nur vieles, sie riss auch über 400 Menschen in den Tod. Es gab und gibt natürlich etliche Theorien und Mutmaßungen, was damals zu dem Unglück geführt hat, es wurde aber nie endgültig geklärt. Der moderne und direkte Bezug zu Kommissar Duval wird durch die Ermordung eines Richters geknüpft, der sich für den alten Unglücksfall interessiert hat. Verfolgte Richter Dussolier eine neue Spur in dem über sechzig Jahren zurückliegenden Vorfall? Und wurde er zum Schweigen gebracht?
Hört sich spannend an? Und scheint die perfekte Vorlage für einen Krimi zu sein, der sich auf politisches Glatteis wagt und Intrigen und Verschwörungstheorien aufdeckt? Ja, ich muss sagen, mit dieser Erwartung habe ich mich auch auf das Buch gefreut. Aber ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, es kam bei mir keine Spannung, kein Rätselfieber auf. Obwohl der Band nur etwa 260 Seiten umfasst war er mir zu langatmig und der Rote Faden zu zerfranst, da hilft auch der ansonsten sehr angenehme Schreibstil nicht darüber hinweg. Die Grundidee hinter der Geschichte wäre wirklich super und man erfährt auch einiges Interessantes zum Algerischen Unabhängigkeitskrieges, aber die Umsetzung als Krimi der Kommissar Duval Reihe konnte mich nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 23.04.2022

Der erste Fall von Kommissar Bark

Leichenschilf
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„Leichenschilf“ ist der Auftaktband einer neuen Schweden-Krimi-Reihe, der erste Fall von Kommissar Kristoffer Bark. Und ich muss sagen, dieser Fall hat es gleich in sich, ein sehr persönlicher Cold Case ...

„Leichenschilf“ ist der Auftaktband einer neuen Schweden-Krimi-Reihe, der erste Fall von Kommissar Kristoffer Bark. Und ich muss sagen, dieser Fall hat es gleich in sich, ein sehr persönlicher Cold Case wird mit einem aktuellen verknüpft, um nicht aus Versehen zu viel zu verraten gebe ich hier einfach den Klappentext wieder: „Jedes Jahr am Karfreitag schreitet der Polizeiermittler Kristoffer Bark am Ufer des Hjälmarensees entlang. Er sucht nach seiner Tochter – vergeblich. Denn vor fünf Jahren verschwand Vera am Abend ihrer Junggesellinnenfeier spurlos, nachdem sie auf den See hinausgerudert war. Ihre Leiche wurde nie gefunden … Als nun eine Tote auftaucht, die Kristoffers Tochter verblüffend ähnlich sieht, lässt ihm die Vorstellung, dass beide Fälle miteinander verknüpft sind, keine Ruhe. Und obwohl ihm bei der Polizei niemand Glauben schenkt, lässt sich der hartnäckige Ermittler nicht abwimmeln. Zu Recht, denn die Wasser des Hjälmaren verbergen mehr als ein einziges Verbrechen, und Kristoffer Bark wird sie aufdecken...“ Aber hat Kommissar Bark wirklich recht und die beiden Fälle hängen zusammen? War es wirklich der selbe Täter?
Schweden Krimis sind ja gerne etwas düsterer, etwas härter, das trifft auch durchaus auf diesen zu und sie gelten als atmosphärisch was auch sehr gut hier passt. Die Autorin Anna Jansson erschafft mit ihrem fließenden Schreibstil und mit ihren bildhaften Beschreibungen einen gelungenen und vor allem spannenden Krimi, allerdings habe ich mich die ersten Kapitel ein wenig zusammenreißen müssen, um das Buch nicht auf die Seite zu legen, die Namen und die verwandtschaftlichen Verhältnisse waren anfangs etwas schwierig. Dann aber konnte mich die Geschichte fesseln, ich kann also nur jedem raten durchzuhalten, es lohnt sich.

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Veröffentlicht am 17.04.2022

Fionas Befreiung

Ray of Trust (Das Kartell Teil 2)
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Der Klappentext: „Fellipe Rodriguez, Sicherheitschef und bester Freund eines kolumbianischen Drogenbarons, hat ein Problem: Seitdem er die junge Fiona Pérez aus den Fängen eines sadistischen Frauenschänders ...

Der Klappentext: „Fellipe Rodriguez, Sicherheitschef und bester Freund eines kolumbianischen Drogenbarons, hat ein Problem: Seitdem er die junge Fiona Pérez aus den Fängen eines sadistischen Frauenschänders befreit hat, wünscht er sich nichts sehnlicher, als der gebrochenen Frau wieder auf die Beine zu helfen. Allerdings entpuppt sich diese Herausforderung als Herkulesaufgabe, weil die traumatisierte Fiona unter extremen Angstzuständen leidet und niemanden an sich heranlässt. Dank der Hartnäckigkeit ihres Retters, beginnt Fiona mit der Zeit, Vertrauen zu Fellipe aufzubauen. Sie öffnet sich ihm und trägt unterdessen einen inneren Machtkampf mit ihrem Verstand und dem Herzen aus. Fiona fühlt sich immer stärker zu Fellipe hingezogen, will ihre Gefühle aber um jeden Preis ersticken, denn sie hat sich selbst den Eid geleistet, nie wieder einem Mann zu verfallen.
Zunehmend wird spürbarer, dass zwischen Fiona und Fellipe mehr schwelt, als sich die beiden eingestehen wollen. Und während sie noch mit ihren Gefühlen hadern, wird Fiona von ihrer Vergangenheit eingeholt, die sich zu einer Bedrohung ungeahnten Ausmaßes entwickelt....“

Zum Inhalt: „Ray of Trust“ ist der zweite Teil der Kartell-Reihe und ich würd empfehlen den ersten Teil „Ray of Hope“ zuerst zu lesen, da die Handlung sich teilweise überschneidet und parallel läuft. Der zweite Teil spoilert außerdem den ersten Band. Im ersten Band wurde Grace, die Freundin von Mateo von dessen Erzfeind entführt und bei ihrer Befreiung wurde auch Fiona gefunden und gerettet. Fiona war sehr viel länger in der Gewalt der Folterknechte und sie ist schwer traumatisiert. Für Fellipe ist sofort klar, dass er sich um Fiona kümmern will und muss. Er will dieser faszinierenden Frau helfen. Doch während er sich auf die Aufgabe konzentriert, droht neue Gefahr. Der alte Feind ist noch nicht besiegt und ein neuer kommt hinzu.

Meine Meinung: Die Autorin Arizona Moore hat auch in diesem Band einen sehr fesselnden und mitreißenden Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Wie bereits im ersten Band ist die Welt von Fellipe und Mateo brutal und gewaltbereit. Man darf sich keine Schwäche erlauben, sie wird sofort gnadenlos ausgenutzt. Und die Frauen scheinen die beiden Männer zu schwächen. In ihrer Welt geht es um den Verkauf von Drogen und Waffen und um Menschenhandel. Das Töten, Foltern und alle Arten von Gewalt sind alltäglich. Fiona wurde in diese Welt hineingeworfen und muss darum kämpfen nicht unterzugehen. Sie wurde bereits mehrfach enttäuscht und muss sich über Fellipes Vorhaben erst klarwerden, vor allem muss sie erst wieder lernen zu vertrauen. Aber kann sie sich mit Fellipes Welt überhaupt arrangieren? Aber es besteht eine wahnsinnig starke Anziehung zwischen den beiden und gemeinsam können sie alles schaffen.

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