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Veröffentlicht am 17.12.2021

Licht und Schatten

Boston Belles - Villain
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Der Klappentext: „…In den Medien ist Cillian Fitzpatrick nur als »Villain« bekannt. Der attraktive Milliardär ist ein skrupelloser Geschäftsmann, der seine Firma über alles stellt. Für Persephone Penrose ...

Der Klappentext: „…In den Medien ist Cillian Fitzpatrick nur als »Villain« bekannt. Der attraktive Milliardär ist ein skrupelloser Geschäftsmann, der seine Firma über alles stellt. Für Persephone Penrose jedoch ist er der Mann, in den sie unsterblich verliebt ist und der ihr mehr als einmal das Leben gerettet hat. Aber selbst Cillians Hilfe hat ihren Preis: Als Gegenleistung soll Persephone in der Öffentlichkeit seine Ehefrau spielen. Doch sie will weit mehr als das - nämlich das kalte Herz von Bostons berüchtigtstem Bad Boy für sich erobern.“
Meine Meinung: „Villain“ ist der zweite Band der Boston Bells Reihe der Autorin L. J. Shen, aber gut unabhängig vom ersten Band zu lesen, ich selbst habe die Reihe auch mit dem zweiten Band gestartet und kam ohne Probleme zurecht, auch wenn bereits eingeführte Personen aus dem ersten Band auftauchen.
Die Idee einer Scheinehe oder öffentlich wirksamen Nutzehe ist ja im Bereich der Liebesromane nicht unbedingt neu, aber dennoch hat es L. J. Shen geschafft mich mit ihrer Umsetzung zu fesseln und zu überzeugen. Klar auch die Protagonisten erfüllen ein gewisses Schema Bad Boy mit Herz und süßes Mädchen mit noch größerem Herz, aber trotzdem sind Cillian und Persephone unverwechselbar und einzigartig. Ich kann euch nur empfehlen: Lasst euch auf die Geschichte ein, es rentiert sich. Außerdem ist der Schreibstil sehr angenehm und locker und kann sowohl mit Romantik, Drama, Spannung umgehen und sämtlichen Emotionen beim Leser wecken.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Unter den Sternen

Glückssterne über dem kleinen Café an der Mühle
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Der Klappentext: „Eigentlich könnte Sophie sich auf ihrem Erfolg ausruhen. Die Gäste ihres kleinen Mühlen-Bistros sind voll des Lobes über die einfallsreiche Küche, und die Reservierungsbücher stets gut ...

Der Klappentext: „Eigentlich könnte Sophie sich auf ihrem Erfolg ausruhen. Die Gäste ihres kleinen Mühlen-Bistros sind voll des Lobes über die einfallsreiche Küche, und die Reservierungsbücher stets gut gefüllt. Aber Sophie hat schon ein neues Ziel vor Augen: einen Gastro-Stern für ihr Restaurant! Ihren Chefkoch Louis braucht Sophie nicht lange von ihrer Idee zu überzeugen. Schließlich liegt ihm das Kochen im Blut. Auch sein Onkel ist erfolgreicher Spitzenkoch in Frankreich. Mit ganz neuem Schwung entwickelt Louis neue Rezepte und Kreationen. Tatkräftig unterstützt ihn dabei Melanie, die im Bistro eine Ausbildung zur Köchin macht. Voller Begeisterung stürzen sie sich in die Arbeit. Sophie entgeht nicht, dass die beiden auch außerhalb der Küche ein tolles Paar abgeben. Soll sie dem Liebesglück ein wenig auf die Sprünge helfen? Und wird es ihr tatsächlich gelingen, die unerbittlichen Restaurantkritiker von ihrer kreativen Küche zu überzeugen?“

Zum Inhalt: „Glückssterne über dem kleinen Café an der Mühle“ ist der vierte Teil rund um das Tante Dottis Bistro im beschaulichen Ort Wümmerscheid-Sollensbach, berühmt vor allem für die seltene Molchart Lattenlurch. Und das kleine Tierchen hat schon so seine Fans, die über den idyllischen Ort herfallen und für einige Aufregung und Lacher sorgen. Wie gesagt, es handelt sich um den vierten Teil der Reihe und die Protagonisten sind alle schon eingeführt und auch wenn die wichtigsten Punkte erwähnt werden, würde ich euch empfehlen die andern Teile zu kennen um alle feinen Nuancen richtig genießen zu können.
Sophie hat mittlerweile die kleine Lisa auf die Welt gebracht, doch das reicht ihr als Herausforderung noch nicht. Angeregt durch einen positiven Artikel in der französischen Presse, träumt sie von einem Stern für ihr Bistro. Und ihr Koch Louis ist sofort Feuer und Flamme für diese Idee und setzt die anspruchsvollsten und individuellsten Rezepte um. Außerdem schlägt sein Herz noch für seine Auszubildende und Hilfe in der Küche Melanie. Und als wäre das noch nicht Aufregung genug, hat das Team vom Bistro auch noch mit Kritikern zu kämpfen. Haben sie sich vielleicht zu hohe Ziele gesteckt? Lasst euch überraschen!
Meine Meinung: Hinter dem Namen Barbara Erlenkamp verbirgt sich das Autorenehepaar Christine und Andreas Schulte, die den zauberhaften Ort in der Moselregion erdacht haben. Die beiden Ortsteile haben inzwischen ihr Kriegsbeil begraben und ziehen an einem Strang, was vor allem den Tourismus in der Region betrifft. Nur mit den Lurch-Anhängern hat keiner gerechnet. Die Protagonisten, um die sich die Geschichte eigentlich dreht sind wie immer Sophie, ihr Mann Peter, die kleine Lisa und ihre Freunde, alle sehr gut ausgearbeitet, lebendig und authentisch. Man darf sie in ihrem Alltag und ihren Herausforderungen begleiten. Wie immer beweist das Autorenduo einen überaus angenehmen und flüssigen Schreibstil, der dafür sorgt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen will. Außerdem sorgen sie mit so mancher spitzzüngiger Beobachtung für so manche Lacher.
Als besonderes Highlight finden sich auch hier am Ende des Buches einige, wirklich tolle Rezepte.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Eingeschneit mit einem Mörder

Das Chalet
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Der neue Thriller „Das Chalet“ von Ruth Ware folgt einem bekannten und bewährten Schema: eine bestimmte Gruppe ist in auf ein gewisses Umfeld begrenzt und ein erster Mord geschieht, natürlich kann der ...

Der neue Thriller „Das Chalet“ von Ruth Ware folgt einem bekannten und bewährten Schema: eine bestimmte Gruppe ist in auf ein gewisses Umfeld begrenzt und ein erster Mord geschieht, natürlich kann der Täter nur aus der gewissen Gruppe kommen. Klingt bekannt? Aber es funktionier!
Der Schauplatz ist hier ein Luxus-Chalet in den französischen Alpen und die eingeschlossene Gruppe sind die Mitarbeiter eines Social-Media-Unternehmens, die einen finanzkräftigen Übernahmedeal ausdiskutieren müssen. Eine Lawine sorgt dafür, dass das Chalet von der Außenwelt abgeschnitten ist. Und anscheinend treibt ein Killer dort sein Unwesen, denn wie ein Zeitungsartikel gleich am Beginn des Buches verrät, kommt es zu vier Toten und zwei Verletzten und die Polizei ermittelt unter den acht Überlebenden. Doch wer ist der Täter? Und was war der Auslöser?
Erzählt wird die Handlung von zwei Personen, der Inhaberin des Chalets Erin und einer kleinen Mitarbeiterin des Unternehmens Liz, die abwechselnd als Ich-Erzähler fungieren. Es ist faszinierend wie eine relativ bunt zusammengewürfelte Gruppe, die eigentlich nur die Arbeit verbindet in einer solchen Stresssituation reagiert und wie sich die Dynamik verändert. Auch das eigentliche Luxus-Chalet mit allen Annehmlichkeiten wird ein klaustrophobischer, beängstigender Ort. Der ideale Schauplatz für so einen Thriller. Und ich muss sagen, dass ich die Umsetzung des bekannten Schemas durch Ruth Ware absolut fesselnd und überzeugend fand. Man fiebert beim Lesen mit und rätselt wer der Mörder ist und vor allem warum.

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Veröffentlicht am 14.12.2021

Große Pläne

Neues Glück im kleinen Strickladen in den Highlands
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Der Klappentext: „Im beschaulichen Callwell ist Ruhe eingekehrt. Maighreads kleiner Strickladen findet immer mehr Zulauf. Und auch Chloe ist glücklich mit ihrer Entscheidung für den Loch Lomond. Doch zu ...

Der Klappentext: „Im beschaulichen Callwell ist Ruhe eingekehrt. Maighreads kleiner Strickladen findet immer mehr Zulauf. Und auch Chloe ist glücklich mit ihrer Entscheidung für den Loch Lomond. Doch zu viel Beschaulichkeit ist auch nicht das Wahre, und so planen die Freundinnen ein Handarbeitsfestival am Ufer des Sees. Wollhändler, Handfärber, Spinner und Designer werden eingeladen, Wettbewerbe und Handarbeitskurse geplant. Doch als Maighreads Freund Joshua bei einem Sturm in Not gerät, scheinen sich dunkle Wolken vor das Glück zu schieben...“

Zum Inhalt: „Neues Glück im kleinen Strickladen in den Highlands“ ist der dritte Roman rund um den kleinen Strickladen und um den Loch Lomond. Im ersten Band übernimmt Maighread ihren Strickladen und findet ihre Liebe, im zweiten eröffnet ihre beste Freundin Chloe ihren Kräuterladen und kommt mit Scott zusammen. Die Romane sind aber sehr gut unabhängig voneinander zu lesen und auch wenn die Personen aus dem ersten Band bereits bekannt sind, kommt man hier ohne Probleme zurecht. Nun hecken die beiden Freundinnen eine ganz besondere Idee aus. Sie wollen ein Woll-Festival in Callwell organisieren. Das ist mehr Arbeit als ursprünglich gedacht, aber zum Glück helfen alle mit. Allerdings macht das schottische Wetter seinem Ruf alle Ehren und zum Regen gesellt sich noch ein Sturm. Und genau bei diesem Wetter ist Joshua, Maighreads Partner auf dem Loch Lomond unterwegs. Als er sich nicht mehr meldet, macht sich Maighread natürlich riesige Sorgen und das Festival interessiert sie eigentlich nicht mehr.

Meine Meinung: Die Autorin Susanne Oswald hat hier, wie in den anderen Teilen ihrer Reihe einen sehr angenehmen, lockeren und flüssigen Schreibstil. Erzählt wird ebenfalls in der 3. Person und man begleitet abwechselnd die Protagonisten Maighread, Chloe und Joshua. Anders als in den ersten beiden Teilen wird hier etwas mehr Dramatik in die Geschichte eingebaut – immerhin weiß man nicht was mit Joshua passiert ist. Es entsteht somit ein gewisser Spannungsbogen, der in den anderen Teilen fehlte. Aber ansonsten lebt auch dieser Teil von seiner guten Atmosphäre, der Freundlichkeit des Ortes und der wunderbaren Landschaft. Trotz aller Dramatik ist und bleibt es ein richtiger Wohlfühlroman.
Für alle Strickbegeiserten und diejenigen, die es werden wollen: es gibt wieder Strickanleitungen am Ende des Buches, eigentlich für alles, das während der Geschichte gestrickt wird.

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Veröffentlicht am 14.12.2021

Eine verwickelte Familiengeschichte

Der kleine Strickladen in den Highlands
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Der Klappentext: „Eisige Winde fegen über den Loch Lomond, und die Hügel der Highlands glühen in den Farben des Herbstes. Erst seit Kurzem weiß Maighread, dass in dieser zauberhaften Landschaft ihre Wurzeln ...

Der Klappentext: „Eisige Winde fegen über den Loch Lomond, und die Hügel der Highlands glühen in den Farben des Herbstes. Erst seit Kurzem weiß Maighread, dass in dieser zauberhaften Landschaft ihre Wurzeln liegen, denn hier lebt ihre Großmutter. Vielleicht ist ein Ausflug in die Vergangenheit ihrer Familie genau die Ablenkung, die sie nach der Trennung von ihrem Freund braucht. Allerdings ist Maighreads Großmutter vorerst alles andere als begeistert vom Auftauchen ihrer Enkelin. Aber Maighread hat genug zu tun, schließlich hat der gemütliche Wollladen in dem kleinen Ort am Loch Lomond ihren heimlichen Traum von solch einem Strickparadies geweckt. Vielleicht ist es genau diese Leidenschaft für das Handarbeiten, die Maighread und ihre Großmutter näher zusammenbringt.“

Zum Inhalt: Maighreads Leben steht gerade Kopf: Freund weg, Job weg, Wohnung weg. Sie schlüpft bei ihrer Mutter unter und bekommt gleich den nächsten Schlag verpasst: ihre Mutter hat sie all die Jahre belogen, ihre Großeltern sind gar nicht bei einem Flugzeugabsturz gestorben, sondern leben möglicherweise noch. Kurzentschlossen fährt sie nach Loch Lomond um sie kennenzulernen. Aber die Großmutter empfängt sich nicht offenen Armen. Und da ist ja noch die Ungewissheit wie es jetzt beruflich und überhaupt weitergehen soll.

Der Stil: Die Autorin Susanne Oswald hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil. Erzählt wird in der 3. Person und man begleitet hauptsächlich die Protagonistin Maighread, eigentlich eine sympathische junge Frau, auf der Suche nach ihrer Großmutter und einer neuen Zukunft. Nachdem Stricken ihre Leidenschaft ist, träumt sie von einem eigenen Strickparadies, was zwar ausschlaggebend für den Titel und das Cover ist, ansonsten aber etwas untergeordnet ist. Man erfährt zwar einiges über die Highlandschafe und –wolle und es werden am Ende des Buches auch einige Strickanleitungen zu Maighreads Kunstwerken gegeben, aber ansonsten bleibt der Laden nebensächlich. Obwohl ich den Stil und auch die Grundzüge der Story richtig gut fand, muss ich leider sagen, dass nicht das volle Potential ausgeschöpft wurde. Es gibt einige gute und interessante Wendungen, aber die Lösungen sind dann leider zu einfach gestrickt.

Mein Fazit: Ein kurzweiliger Wohlfühlroman in einer herrlichen Landschaft mit interessanten Wendungen aber ohne echte Höhepunkte.

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