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Veröffentlicht am 19.06.2020

Charlotte und Basil - ein starkes Ermittlerduo

Tod hinter der Maske
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Der Klappentext: „Charlotte von Winterberg flieht aus ihrem Berliner Elternhaus nach London, um einer arrangierten Ehe zu entgehen. Dort übernimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin in einer Einrichtung ...

Der Klappentext: „Charlotte von Winterberg flieht aus ihrem Berliner Elternhaus nach London, um einer arrangierten Ehe zu entgehen. Dort übernimmt sie eine Stelle als Hauslehrerin in einer Einrichtung für gefallene Frauen. Auf einer Spenden-Soiree wird einer der Unterstützer des Instituts, Sir William May, vergiftet.
Der junge und unkonventionelle Inspector Basil Stockworth übernimmt den Fall. Um mehr über Sir Williams Familie herauszufinden, vermittelt er Charlotte eine Stelle als Gouvernante im Haus des Verstorbenen. Dort erkennt sie rasch, dass jeder der Mays etwas zu verbergen hat...“
Zum Inhalt: Charlotte ist mit der arrangierten Ehe, die ihr Vater für sie will, nicht einverstanden und flieht in der Silvesternacht 1864 aus ihrem Elternhaus und aus Berlin. Sie findet bei ihrer ehemaligen Gouvernante in London Zuflucht und übernimmt nach deren Tod die Stelle als Hauslehrerin in einem Heim für gefallene Mädchen. Als ein Gönner dieser Einrichtung bei einem Maskenball vergiftet wird, trifft Charlotte, die sich nun Violet nennt, auf den Inspector Stockworth und wird von ihm als seine Spionin in den Haushalt des verstorbenen eingeschleust. Die Suche nach dem Mörder beginnt…
Der Stil: Die Autorin Jessica Müller hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der den Leser gut in das Geschehen hineinzieht. Die Protagonisten, allen voran Charlotte und Inspector Basil Stockworth gewinnen schnell an Lebendigkeit und wirken mit ihren vielschichtigen Charakteren sehr authentisch, beide bewegen sich außerhalb der üblichen Normen und sind gewissermaßen Freidenker, auch wenn sich gerade Charlotte erst selbst darüber im Klaren werden muss. Auch das viktorianische Zeitalter und die Gesellschaftsschichten werden dadurch sehr anschaulich beschrieben und in den Fall mit eingebaut. Erzählt wird die Geschichte in der 3. Person und man begleitet hauptsächlich Charlotte und Basil bei ihren Ermittlungen, dabei setzt sich Stück für Stück der Fall zusammen und man kann als Leser gut miträtseln. Es ist ein klassischer Krimi, bei dem die Ermittlung und das Gespür der Ermittler im Vordergrund steht, es kommt also weder zu Verfolgungen noch zu blutigen Auseinandersetzungen, aber dennoch kann eine Spannung erzeugt und gehalten werden. Es sei so viel verraten, dass der Fall zum Abschluss gebracht wird, doch die Nebenhandlung, Charlottes Flucht und ihre Zukunft lässt noch Raum für Spekulationen und einer Fortsetzung. Und auf diese freue ich mich schon jetzt.
Mein Fazit: Ein viktorianischer Cozy-Krimi, der süchtig macht.

Ich danke dem Dryas Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 16.06.2020

Viel mehr als "nur" eine Familiensaga

Zeit der Dornen
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Der Klappentext: „Zwei Familien, ein Geheimnis und eine tragische Liebesgeschichte.
Leonie kommt zu spät ans Sterbebett ihrer geliebten Großmutter. Umso mehr will sie deren letzten Wunsch erfüllen und ...

Der Klappentext: „Zwei Familien, ein Geheimnis und eine tragische Liebesgeschichte.
Leonie kommt zu spät ans Sterbebett ihrer geliebten Großmutter. Umso mehr will sie deren letzten Wunsch erfüllen und die düsteren Umstände aufklären, die ihre Familie vor Jahren entzweiten. Gemeinsam mit ihrem Vater und dem sympathischen Krankenpfleger Jan, der ihre Oma in den letzten Monaten betreut hat, versucht Leonie, mehr über das Familienzerwürfnis herauszufinden. Ihre Suche führt sie in die harten Kindheitsjahre ihres Großvaters in den Alpen, die entbehrungsreiche Zeit während der Weltkriege und gipfelt in einer Reise nach Krakau, wo sie ein schreckliches Geheimnis lüftet. Und auch Jan, dem Leonie im Laufe ihrer Recherchen näherkommt, scheint etwas zu verbergen...“
Zum Inhalt: Die Geschichte beginnt mit einer Beerdigung, Leonies Großmutter ist verstorben und während der Trauerfeier erzählt der Pfarrer Leonie und ihrem Vater Vincent von einem lang gehüteten Geheimnis der Familie. Zusammen mit ihrem Vater begibt sich Leonie auf Spurensuche und auf eine lange Reise durch Europa.
Der Stil: Die Autorin Eva Grübl-Widmann hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der wirklich sehr flüssig ist. Erzählt wird immer in der 3. Person und auf verschiedenen Zeitebenen, Leonie, Vincent und Jan im Jahre 2000 und die Vergangenheit der Familie zwischen 1908 und 1945. Durch eine klare Gliederung und Angaben zu den Kapiteln kann man als Leser aber sehr gut den Überblick behalten. Stück für Stück erfährt Leonie mehr über ihre Familie und ebenso ergeht es den Leser, so wird eine konstante Spannung und Neugierde, wie es denn nun weitergeht, aufrecht gehalten. Anhand der Familie Lausegger werden die Ereignisse des 1. und 2. Weltkrieges und die Jahre dazwischen realistisch und anschaulich thematisiert und mit einer verwinkelten Familiengeschichte verbunden.
Mein Fazit: Ein beeindruckender historischer Roman, der eine faszinierende Familiengeschichte mit den Ereignissen der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts gekonnt verbindet.
Ich danke den be-ebooks vom Bastei Lübbe Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Skurriler Humor und einige Leichen

Leichen, die auf Kühe starren
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Auch wen Kühe, die auf Leichen starren kein typischer Krimi ist, möchte ich vom Inhalt nicht mehr verraten, als der Klappentext angibt: „Skilehrerterror oder rabiate Hinterseer-Fans? Tote zwischen Touristenattraktionen! ...

Auch wen Kühe, die auf Leichen starren kein typischer Krimi ist, möchte ich vom Inhalt nicht mehr verraten, als der Klappentext angibt: „Skilehrerterror oder rabiate Hinterseer-Fans? Tote zwischen Touristenattraktionen! Zwischensaison im Tiroler Tourismusort Nr. 1: Die Gäste haben Kitzbühel verlassen. Es könnte so friedlich sein unterhalb der Streif. Fast schon langweilig. Doch da findet man ein Männerbein in der Eisgrube des Eishockeystadions, eine manikürte Männerhand im Schwarzsee und einen Männerkopf in einer Truhe des Stadtmuseums. Wenn man die drei Teile zusammensetzt, bilden sie allerdings kein Ganzes. Will heißen, es handelt sich um die Reste von drei verschiedenen Leichen. Und das ist erst der Anfang! Wo normalerweise Sportgrößen und Promis in schöner Eintracht Weißwürste speisen, kann einem jetzt durchaus der Appetit vergehen: Es geht mörderisch zu!
Zimmermädchen Luisa kennt die dunkelsten Geheimnisse ihrer Gäste und ermittelt, tatkräftig und gewieft, auf eigene Faust - denn nirgends ist man den Schurken näher als in ihren Hotelbadezimmern ... Doch bald ist auch Luisas Haut in Gefahr ...“
Warum ich der Meinung bin, dass dieses Buch kein typischer Krimi ist? Es gibt Leichen, es gibt Ermittlungen – ja das schon, aber es gibt einfach viel zu viel zu lachen. Die Geschichte strotzt nur so vor rabenschwarzen Humor, der alles auf die Schippe nimmt, dabei geraten die Ermittlungen etwas in den Hintergrund, auch wenn die Spannung nicht zu kurz kommt. Vor allem weil man auch immer rätselt welches skurriles Ereignis als nächstes passiert, da vergisst man schon fast den Fall, weil einfach das ganze Drum-Rum und die verschiedensten Charaktere so grotesk sind. Verpackt ist das Ganze in einem sehr geschmeidigen und fesselnden Schreibstil, so dass man kaum merkt, wie die Seiten nur so dahinfliegen. Ich gebe zu, dass diese Form des Humors sicherlich nicht jedermanns Geschmack ist, ich kam aber aus dem Lachen nicht heraus.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Sophias Reise geht weiter

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume (Sophia 2)
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Der Klappentext: „New York, 1932. Sophia hatte nicht erwartet, je wieder glücklich zu sein. Nachdem sie in Paris ihr Kind verloren hatte, war sie verzweifelt. Doch in New York blüht sie auf: Ein Angebot ...

Der Klappentext: „New York, 1932. Sophia hatte nicht erwartet, je wieder glücklich zu sein. Nachdem sie in Paris ihr Kind verloren hatte, war sie verzweifelt. Doch in New York blüht sie auf: Ein Angebot von der charismatischen Elizabeth Arden bietet ihr eine unerwartete Chance. Unversehens gerät Sophia damit mitten in den „Puderkrieg“, der zwischen Elizabeth Arden und Helena Rubinstein tobt. Plötzlich stehen ihre Liebe, ihre Zukunft und ihr Glück auf dem Spiel.“
Zum Inhalt: Die Farben der Schönheit ist als Trilogie angelegt und Sophias Träume ist der zweite Teil, ich würde grundsätzlich empfehlen die Chronologie beim Lesen einzuhalten, so erhöht sich der Lesegenuss erheblich, weil ansonsten zu viele Informationen über Sophie verloren gehen. Sophia hat ihren Job bei Helena Rubinstein verloren und auch ihr Freund ist weg. Zusätzlich erhält sie einen ominösen Brief, in dem angedeutet wird, dass ihr Sohn doch noch lebt. Sophia kehrt nach Europa zurück, aber das bringt sie nicht wirklich weiter. Also geht Sophia zurück nach New York ohne Antworten erhalten zu haben und ohne Job. Aber sie hat noch den Brief von Elisabeth Arden und nutzt ihre Chance dort einen neuen Job zu bekommen. Derweilen spitzt sich der Puderkrieg der Kosmetik-Magnatinen weiter zu.
Der Stil: Die Autorin Corina Bomann hat einen sehr unterhaltenden und kurzweiligen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen ließ, was bei dem Umfang des Buches durchaus ein Vorteil ist. Ihre Protagonisten, natürlich allen voran Sophia sind sehr lebhaft und authentisch beschrieben und auch diese entwickelt sich noch weiter. Zeitlich sind wir nun in den 30er Jahren angelangt und der historische Kontext rund um Hitler und seine Machtergreifung wird gekonnt und vor allem gut recherchiert in die Story eingebaut, auch wenn die Geschichte ja teilweise in Amerika spielt. Außerdem wird der Puderkrieg zwischen den beiden großen Damen der Kosmetikindustrie weitererzählt, bei dem sich die Titaninen der Schönheitsindustrie wirklich nichts schenkten. Erzählt wird die Geschichte übrigens wieder von Sophia als Ich-Erzählerin, etwas gereifter und erwachsener als im ersten Teil. Und da es sich um den mittleren Teil der Trilogie handelt, werden natürlich nicht alle offenen Fragen geklärt, es bleibt definitiv noch genügend Stoff für den dritten Teil.
Mein Fazit: Eine faszinierende Geschichte wird weitererzählt und ich bin schon sehr gespannt auf den Abschlussband.
Ich danke dem Ullstein Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 14.06.2020

Ein Teufelsrad

Hells Raiders MC Teil 1: Vicious Cycle - Teuflisch
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Der Klappentext: „David "Deacon" Malloy hat sich mit Haut und Haar dem Hells Raiders Motorcycle Club verschrieben. Bereits als Teenager fiel er auf der Straße durch seine Kampfkünste auf und er schätzt ...

Der Klappentext: „David "Deacon" Malloy hat sich mit Haut und Haar dem Hells Raiders Motorcycle Club verschrieben. Bereits als Teenager fiel er auf der Straße durch seine Kampfkünste auf und er schätzt den gewalttätigen Lebensstil seiner neuen Familie. Nachdem sein Adoptivvater während des letzten Bandenkrieges ermordet wurde, schlüpft Deacon in die frei gewordene Rolle des Sergeant at Arms des Clubs. Doch dann gerät seine Welt aus den Fugen, als eine ehemalige Clubhure stirbt und er plötzlich Vater eines fünfjährigen Mädchens ist, von deren Existenz er bis dahin nichts wusste. Das Unterrichten wurde Alexandra Evans von ihren Eltern in die Wiege gelegt. Mit viel Engagement bringt die Kindergärtnerin ihren kleinen Schülern Lesen und Schreiben bei. Besonders ans Herz wächst ihr die traurige und liebesbedürftige Willow Malloy. Als Willow plötzlich nicht mehr in den Kindergarten kommt, macht sich Alexandra auf die Suche nach ihr. Was sie vorfindet, ist ein Clubhaus voller Biker inmitten eines aggressiven Revierkampfes! Sobald Deacon Alexandra zum ersten Mal sieht, will er sie haben. Es ist ihm vollkommen gleichgültig, dass sie eine unschuldige Zivilperson ist und keinerlei Interesse daran hat, die Eroberung eines gefährlichen Bikers zu werden. Bislang hat er noch jede Frau bekommen – und nun will er Alexandra in seine dunkle Welt entführen … “
Zum Inhalt: „Vicious Cycle: Teuflisch“ ist der Auftaktband der Hells-Raiders-MC-Serie und entführt den Leser in eine Outlaw Biker Gang. In diese Welt stolpert die engagierte Grundschullehrerin Alex. Sie macht sich Sorgen um die kleine Willow und will nach dem Rechten sehen. Willow ist tatsächlich in Gefahr, sie hat miterlebt wie ihre Mutter ermordet wurde und ist nun bei ihrem Vater gelandet. Deacon, Sergant of Arms der Biker, wusste bis jetzt nichts von seiner kleinen Tochter, was er aber weiß ist, dass er Feinde hat, die seine Tochter als Druckmittel gegen ihn verwenden werden, sollten sie die Klein in ihre Finger bekommen. Also darf Willow nicht in die Schule und so kommt die Lehrerin Alex einfach zu ihr. Und stellt so nebenbei auch Deacons Leben auf den Kopf. Doch die Gefahr schläft nicht…
Der Stil: Die Autorin Katie Ashley hat einen sehr fesselnden und mitreißenden Schreibstil, der einen die Seiten nur so verschlingen lässt. Ihre Protagonisten sind sehr lebendig und authentisch beschrieben und vor allem die kleine Willow sorgt für Unterhaltung und einige sowohl amüsante und gefühlvollen Momente, es ist einfach zu schön wenn ein großer, böser Biker von einem fünfjährigen Mädchen um den kleinen Finger gewickelt wird. Erzählt wird die Story übrigens abwechselnd von Alex und Deacon in der Ich-Form, so dass man in ihre Gefühlswelt hautnah einsteigt. Da es sich bei Deacon um einen Biker handelt ist gerade seine Sprache etwas derber und seine Welt besteht aus Gewalt und Kriminalität, aber ebenso aus Freundschaft, Familie und seinem Club. Es kommt zu einigen brutalen Szenen, so etwas gehört bei so einer Geschichte wohl einfach dazu, aber es kommt auch zu knisternden Erotikszenen, vielleicht als Ausgleich. Auf jeden Fall bin ich äußerst gespannt wie es mit den anderen Clubmitgliedern weitergeht.
Mein Fazit: Eine spannende und erotische Geschichte mit einigen überraschenden Wendungen und echt heißen Typen.
Ich danke dem Plaisir d´Amour Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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