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Veröffentlicht am 13.05.2020

Zwei Hitzköpfe in der Küche

The Problem With Him
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Der Klappentext: „Kaya Swift hat die Nase voll von Männern - zumindest von einem: Wyatt Shaw, arrogant, genial und heiß wie die Sünde. Außerdem, als Chefkoch im "Lilou", ihr Boss. Es darf nicht sein, dass ...

Der Klappentext: „Kaya Swift hat die Nase voll von Männern - zumindest von einem: Wyatt Shaw, arrogant, genial und heiß wie die Sünde. Außerdem, als Chefkoch im "Lilou", ihr Boss. Es darf nicht sein, dass ein Blick oder ein Lächeln von ihm ihr Herz schneller schlagen lassen. Denn Kaya hat nur ein Ziel: Sie will ihr eigenes Sternerestaurant! Und um das zu erreichen, kann sie keine Ablenkung in Form atemberaubender Küsse und heimlicher Berührungen gebrauchen…“
Zum Inhalt: „The Problem with him“ ist der 3. Band der Opposites-Attract-Serie von Rachel Higginson und der Name ist Programm, hier ziehen sich Gegensätze wortwörtlich an. Ich habe diese Reihe erst mit diesem Band begonnen und auch wenn bereits bekannte Charaktere einen Auftritt haben, bin ich sehr gut zurechtgekommen, man kann diese Reihe wunderbar einzeln lesen, auch wenn es gewiss nicht bei einem Band bleiben wird.
Der Ton in Restaurantküchen ist ja bekanntlich gerne etwas rauer und Chefkoch Wyatt ist ein Sklaventreiber, zwar ein genialer Koch, aber ein herrschsüchtiger Chef, der allerdings auch selber Tag und Nacht schuftet. Und seine Sous-Köchin Kaya ist mindestens so gut wie er, auch wenn sie ihm nichts recht machen kann. Kaya strebt nach Höherem, auch sie will ihr eigenes Sternerestaurant. Und davon soll sie nichts ablenken, schon gar nicht ihr arroganter, heißer und absolut faszinierender Chef.
Der Stil: Erzählt wird die gesamte Geschichte in der Ich-Form von Kayla in einer modernen und zeitgemäßen Sprache. Der Erzählfluss ist dabei sehr locker, leicht lesbar und mitreißend, so dass die Seiten nur so dahinfliegen und man ruck zuck durch das Buch ist. Der anstrengende Küchenalltag, das Kochen und die Gerichte nehmen neben den Protagonisten eine wichtige Rolle ein. Und diese beiden Protagonisten haben es wirklich in sich, sie sind sehr lebendig und greifbar. Ihre Diskussionen und Streitereien sorgen für Abwechslung und Spritzigkeit, während die Anziehung zwischen ihnen für einiges Knistern und angenehmer Erotik sorgt.
Mein Fazit: Ich habe diese Geschichte regelrecht verschlungen, sie kurzweilig, unterhaltsam mit der richtigen Prise Humor, Emotion und Erotik.
Ich danke dem Lyx Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Die Memoiren von Madame Nan

Wie uns die Liebe fand
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Das Cover zeigt auf einem cremefarbenen Hintergrund verschiedene bunte Blütenblätter, die zum Teil mit Lack überzogen sind und so reliefiert wirken. Angeordnet sind die Blätter strahlenförmig um den Schriftzug ...

Das Cover zeigt auf einem cremefarbenen Hintergrund verschiedene bunte Blütenblätter, die zum Teil mit Lack überzogen sind und so reliefiert wirken. Angeordnet sind die Blätter strahlenförmig um den Schriftzug des Titels und den Autorennamen. Das Cover wirkt so sehr interessant und bunt und ebenso vielseitig war das Leben der Madame Nan.
Der Klappentext: „…Bois-des-Val am Fuß des Sonnenbergs im Elsass: Madame Nanon, 92 Jahre alt und von allen liebevoll Madame Nan genannt, hat so manches erlebt in dem kleinen Dorf mit der guten Luft. Frankreich, Deutschland, Frankreich – schon immer ist ihre Region Spielball politischer Interessen und Machtansprüche gewesen. Dann kehrt endlich Ruhe ein - bis Madame Nans älteste Tochter Marie plötzlich mit einer Erfindung daherkommt, die der Familie nicht nur Ansehen und Geld, sondern den Dorfbewohnern auch jede Menge Liebestaumel beschert. Das Glück scheint perfekt zu sein, gäbe es da nicht die Geschichte mit ihrem Nachbarn Monsieur Boberschram, in den sich Madame Nan verliebt, ohne zu wissen, dass sie eine gemeinsame Vergangenheit haben, die alles andere als verbindet…“
Zum Inhalt: Marie-Anne Nanon beschreibt sich selbst als 92 und so krumm, dass ihr Kopf zu Boden zeigt, aber ihr Geist ist noch auf der Höhe und ihr Gedächtnis ein Phänomen. Und an ihren Erinnerungen lässt Madame Nan die Leser teilhaben. Sie erzählt die wechselhafte Geschichte des Elsass und ihrer Familie. Ein geschenkter Dorfladen und die Erfindung der Liebesbomben wirbeln das Leben von Madame Nan und ihren vier Töchtern nämlich gehörig durcheinander. Als besonderes Schmankerl finden sich am Ende des Buches ca. 20 Rezepte aus Madame Nans elsässische Rezepteküche, in der Regel jeweils für 4 Personen und einfachen Anweisungen.
Der Stil: Die Autorin Claire Stihlé hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der wirklich sehr flüssig ist. Erzählt wird natürlich von Madame Nan als Ich-Erzählerin, es ist ein gleichmäßiger Erzählfluss, der ohne Kapitel auskommt, sondern nur mit Absätzen auf neue Abschnitte oder Abschweifungen hinweist, anfangs fand ich das etwas irritierend, allerdings unterbricht so nichts die Erzählung, allerdings muss man auch aufpassen um den Gedanken- und Zeitsprüngen der Erzählerin folgen zu können. Nan mischt gekonnt Alltäglichkeiten und Banalitäten mit Geschichte und Fakten und knüpft dieses an die Liebesbomben, den Wendepunkt für ihre Familie und das Dorf.
„Wie die Liebe uns fand“ ist kein gängiger Liebesroman, was man bei dem Titel wohl zuerst vermutet, es sind die Memoiren einer charmanten Dame, ihre Familiengeschichte und die Geschichte einer besonderen Region.
Ich danke dem Droemer Knaur Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 11.05.2020

Kräuter und Gewürze

Die Kräuterhändlerin
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Der Klappentext: „1230: Die junge Adelige Leni steht kurz vor ihrer Hochzeit, als die Burg ihres Vaters in der Nähe des Klosters Zwettl überfallen wird. Dabei gerät Leni in die Fänge des brutalen Hademar ...

Der Klappentext: „1230: Die junge Adelige Leni steht kurz vor ihrer Hochzeit, als die Burg ihres Vaters in der Nähe des Klosters Zwettl überfallen wird. Dabei gerät Leni in die Fänge des brutalen Hademar von Kuenring. Mit letzter Kraft kann sie sich schließlich in den Wald retten. Doch hier muss sie feststellen, dass sie ein Kind von Hademar erwartet. Leni findet Unterschlupf bei einer Kräuterfrau und bringt ihren Sohn Jakob zur Welt. Fortan leben die beiden verborgen im Schutz des Waldes, bis Leni eines Tages einen verletzten jungen Mann findet. Damian kommt aus Genua und handelt mit Gewürzen aus dem Orient. Während Leni ihn gesundpflegt, kommen die beiden sich näher, und gemeinsam entwickeln sie einen günstigen Pfefferersatz, der großen Absatz findet. Lenis Glück scheint zum Greifen nah, doch dann wird ihr Sohn von Hademar entführt…“
Zum Inhalt: Österreich im 13. Jahrhundert. Nach einem Überfall auf die väterliche Burg ist nichts in Lenis Leben wie zuvor. Heimat- und vaterlos flüchtet sie sich in den Wald und muss auch noch feststellen, dass sie durch eine Vergewaltigung schwanger ist. Trotzdem verliert sie nicht ihren Mut und ihren Lebenswillen. Sie schafft sich ein neues Leben und rettet dem italienischen Gewürzhändler Damian das Leben, durch ihn findet sie die Liebe und eine neue Chance im Leben. Doch die Schatten der Vergangenheit holen sie ein.
Der Stil: Die Autorin Beate Maly hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, und sie schafft es auf interessante und anregende Art und Weise historische Fakten mit einer fesselnden Handlung zu einem Roman zu verknüpfen. Alle ihre Charaktere, ob nun fiktiv oder historisch, sind real und authentisch beschrieben und verleihen der Geschichte eine Lebendigkeit und eine Lebhaftigkeit. Im Nachwort verrät die Autorin ja auch, dass ihre Geschichte einen gewissen wahren Hintergrund hat – in meinen Augen ein Pluspunkt. Dieser Roman nimmt den Leser auf eine interessante Zeitreise ins Mittelalter mit und bringt ihm zugleich einiges über die Kräuterkunde näher.
Ich danke dem Ullstein Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 08.05.2020

Oma-Kuchen und Heile Welt

Dünentraumsommer
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Der Klappentext: „Marieke zieht mit ihrem Sohn von der Großstadt ans friesische Meer. Für beide ist es eine Wohltat, einmal tief durchzuatmen. Die gemütliche Einliegerwohnung im Reetdachhaus von Berta ...

Der Klappentext: „Marieke zieht mit ihrem Sohn von der Großstadt ans friesische Meer. Für beide ist es eine Wohltat, einmal tief durchzuatmen. Die gemütliche Einliegerwohnung im Reetdachhaus von Berta Tetens wird ihnen bald ein neues Zuhause. Seit sie bei ihr wohnen, verwöhnt die alte Frau sie mit Backwerken aus ihrer kleinen Friesenküche. Die anderen Senioren von St. Peter-Ording, denen Marieke im Alltag hilft, schließen sie ebenfalls sofort ins Herz. Spontan kommt ihr eine Idee: Sie gründet einen Kuchen-Club und bringt alle in Bertas Backstube zusammen. Bald werden die »Oma-Kuchen« zum Kassenschlager, was dem Besitzer der hiesigen Cafébar gar nicht gefällt. Marieke will den Kopf schon in den Sand stecken. Dabei ahnt sie noch nicht, wohin ihr kulinarischer Wettbewerb führt …“
Zum Inhalt: Marieke ist mit Anfang 40 Witwe und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Ihr Alltag dreht sich ganz um den kleinen Emil, dessen Asthma einen Umzug ans Meer notwendig macht. Durch Zufall bekommt Marieke einen Job in der Seniorenbetreuung und findet bei Berta Tetens eine günstige Einliegerwohnung und in ihrer neuen Vermieterin auch gleich eine „Ersatzoma“ für Emil. Mit ihrer Chefin Jule versteht sie sich auch gut und die Arbeit mit den Senioren macht ihr Spaß. Als sie die Einsamkeit der meisten erkennt gründet sie spontan mit Bertas und Jules Hilfe einen Oma-Kuchen-Club und die Oma-Kuchen werden der Renner, leider schmälern sie damit die Einnahmen des Cafébesitzers Marc.
Der Stil: Die Autorin Tanja Janz hat einen sehr angenehmen und flüssigen Schreibstil, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Erzählt wird in der 3. Person und ich fand vor allem die kurzen Hinweise am Kapitelanfang, zu Ort, Wetter und besondere Umstände sehr angenehm, da dadurch auch Ortswechsel und der Zeitverlauf gut verdeutlicht wurden. Die wichtigsten Personen in dieser Geschichte sind Berta, die quasi erkennt wie einsam sie im Alter geworden ist und Marieke mit Emil, die trotz Eltern und Jugendfreundin eigentlich genauso einsam ist. Obwohl sie etwas Angst vor der Veränderung hat, zieht Marieke für ihren Sohn um und wagt einen Neuanfang, der sich für beide sehr positiv auswirkt und vor allem auch auf die Senioren von St.-Peter-Ording Auswirkungen hat.
Mein Fazit: Dünentraumsommer ist ein richtiger Wohlfühlroman, auch es fast ein bisschen zu viel Heile Welt ist und einige Steine des wirklichen Lebens ausgeblendet werden.
Ich danke dem HarperCollins Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Eine Fastenkur auf Sylt

Sylt oder Sahne
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Der Klappentext: „Die Liebe prallt an Nele ab wie ein Flummi an einer Betonwand. Schuld daran ist ihr Gewicht – denkt Nele. Und meldet sich auf Sylt zu einer Fastenkur an. Die soll Körper und Seele angeblich ...

Der Klappentext: „Die Liebe prallt an Nele ab wie ein Flummi an einer Betonwand. Schuld daran ist ihr Gewicht – denkt Nele. Und meldet sich auf Sylt zu einer Fastenkur an. Die soll Körper und Seele angeblich auf Werkseinstellung resetten und dadurch ein vollkommen neues Lebensgefühl schaffen. Doch kann Verzicht wirklich Veränderung bewirken? Auf Sylt kommt alles anders als erwartet. Nele begreift: Perfekt aussehen muss man nur, wenn man sonst nichts kann. Ein turbulenter Smoothie aus Kalorien, Kulinarik, Chaos, Genuss und Leidenschaft...“

Zum Inhalt: Eine Fastenkur auf Sylt um den Körper zu reinigen und die Seele zu festigen, wie verzweifelt muss frau sein um das auf sich zu nehmen? Nele, Anfang 50 ist überzeugt, dass ihr Gewicht an allem schuld ist was in ihrem Leben schief läuft und meldet sich zu so einer Kur an – alle anderen Diätversuche haben schließlich nichts, rein gar nichts gebracht. Aber bringt die Fastenkur wirklich die erhoffte Lebenswende?

Zum Stil: Die Autorin Claudia Thesenfitz erzählt in einer modernen und flüssigen Sprache und in einer amüsanten Erzählweise, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Der Charakter der Nele ist zwar etwas überspitzt gezeichnet und bedient so einige Klischees, aber man kann sich beim Lesen trotzdem sehr gut in sie hineinversetzten, auch die anderen Protagonisten sind lebendig und - ich möchte nicht unbedingt realistisch sagen, aber auf jeden Fall fassbar gezeichnet. Erzählt wird übrigens in der 3. Person. Da es sich bei Salt oder Sahne um den 5. Roman der Autorin handelt, der auf Sylt spielt, wird dem Leser natürlich diese Nordsee-Insel gut und bildlich näher gebracht, man merkt einfach, dass sie sich dort gut auskennt..

Mein Fazit: Ein unterhaltsamer Roman, der einiges nicht ganz so ernst nimmt.

Ich danke dem Ullstein Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.

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