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Veröffentlicht am 11.11.2019

Die Saga geht zu Ende

Die Australien-Töchter - Wo die Liebe dich erwartet
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Der Klappentext: „Australien im 19. Jahrhundert. In der Swan-River-Kolonie sind Cassandra und Maia sehr glücklich, ein neues Leben zu beginnen. Xanthe hingegen sehnt sich danach, die Welt zu entdecken. ...

Der Klappentext: „Australien im 19. Jahrhundert. In der Swan-River-Kolonie sind Cassandra und Maia sehr glücklich, ein neues Leben zu beginnen. Xanthe hingegen sehnt sich danach, die Welt zu entdecken. Aber selbst, wenn sie es sich leisten könnte zu reisen: Würde ihre geliebte Zwillingsschwester Maia sie gehenlassen?
Als ein gutaussehender Ire das Erbe der Schwestern aus England mitbringt, sieht Xanthe ihre Chance. Mithilfe des Geldes könnte sie ihren Traum wahr werden lassen und auf Entdeckungsreise gehen. Doch für Maia bringt derselbe Mann Schwierigkeiten mit sich. Er hat die Macht, ihr das Leben zur Hölle zu machen...“
Zum Inhalt: Bei „Wo die Liebe dich erwartet“ handelt es sich um den dritten und letzten Band der Swann-River Serie von Anna Jacobs rund um die vier Blake-Schwestern, hier wird nun das Schicksal der Zwillinge beschrieben. Obwohl die Schwestern und ihre Schicksale eng verknüpft sind, kann man die einzelnen Bände gut unabhängig voneinander lesen, natürlich macht es in der richtigen Reihenfolge mehr Spaß, aber gerade dieser Band ist von den vorangegangenen „unabhängiger“. Cassandra und Pandora haben ihr Glück gefunden, nun sind Maia und Xanthe an der Reihe. Sie haben es mit ihrem Dienstherren Conn und seiner Mutter nicht schlecht getroffen und vor allem Maia hat sich in Conn verliebt. Doch ihn hält mehr zurück als seine Vergangenheit als Sträfling und ob sie ihrer Liebe tatsächlich nachgeben können steht lange nicht fest. Xanthe hingegen träumt von Reisen und Abenteuern und das Geld aus der Erbschaft ermöglicht es ihr. Trotz aller Warnungen bricht sie zu einer Reise auf, obwohl sie ihre Schwester zurücklässt und auch ihr Herz bereits verloren hat.
Zum Stil: Erzählt wird dieser historische Roman wie bereits die Vorgängerbände in der 3. Person und man springt beim Lesen zwischen den einzelnen Handlungssträngen und somit zwischen Australien, England und Irland hin und her, somit wird auch eine gewisse Spannung aufrecht gehalten, man will einfach wissen wie es mit den anderen weiter geht. Bedingt auch durch den flüssigen Schreibstil konnte ich selbst das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Und obwohl die wichtigsten Personen ja bereits eingeführt wurden, gewinnen sie auch hier durch ihre authentischen Beschreibungen schnell an Individualität und Leben. Hinzu kommt, dass sowohl die einzelnen Situationen als auch die Lage in Australien mit seiner schwierigen gesellschaftlichen Situation gut beschrieben und recherchiert sind, meist verarmte Adlige, aufstrebende Siedler und Sträflinge oder ehemalige Sträflinge sind gezwungen sich irgendwie zu arrangieren. Für eine weitere Spannung und auch eine gewisses Drama sorgt die Vergangenheit von Conn, die ihn ganz unverhofft einholt und das Leben aller Charaktere in Australien beeinflusst.
Mein Fazit: Ein unterhaltsamer und faszinierender Abschlussband rund um die Blake-Schwestern.
Ich danke dem Verlag beHEARTBEAT by Bastei Entertainment und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 10.11.2019

Dieser Palast birgt mehr als ein Geheimnis

Palast der Safranblüten
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Der Klappentext: „Kent 1910: Während die rebellische Della nach einem Skandal ins indische Shimla geschickt wird, verlobt sich ihre Schwester Perdita gehorsam mit dem Kandidaten ihres Vaters. Als Della ...

Der Klappentext: „Kent 1910: Während die rebellische Della nach einem Skandal ins indische Shimla geschickt wird, verlobt sich ihre Schwester Perdita gehorsam mit dem Kandidaten ihres Vaters. Als Della jedoch spurlos verschwindet, bricht auch Perdita aus der erstickenden Enge ihres privilegierten Lebens aus. Auf der Suche nach ihrer Schwester reist sie in die Berge des Himalaya und verfällt nicht nur dem exotischen Zauber von Shimla, sondern ebenso dem faszinierenden Mann, den Della in ihrem letzten Brief die Liebe ihres Lebens genannt hat. Doch der charismatische Fergus ist gefährlich, und seinen „Palast der Safranblüten“ umgibt ein dunkles Geheimnis …“
Zum Inhalt: Die Schwestern Perdita und Della könnten unterschiedlicher nicht sein, während sich Perdita streng an alle Regeln der Gesellschaft hält, ist die jüngere Della ein Freigeist. Nach einem Fehltritt wird Della zu Verwandte nach Indien geschickt, Perdita ist damit zwar nicht glücklich, aber sie fügt sich. Als die Nachricht von Dellas Verschwinden eintrifft, macht sich Perdita gegen den Willen ihres Vaters auf den Weg nach Shimla um ihre Schwester zu finden. Sie trifft dort auf eine Mauer des Schweigens und erkennt, dass mehr als ein Geheimnis auf die Lösung wartet.

Der Stil: Die Autorin Lydia Conradi hat einen flüssigen und modernen Stil. Die Geschichte wird überwiegend in der 3. Person erzählt und begleitet hauptsächlich Perdita auf ihrem Weg. Dellas Geschichte wird in Briefform und in Tagebucheinträgen, also als Ich-Erzähler eingeschoben. Die Charaktere, insbesondere der beiden Schwestern sind sehr lebendig gestaltet und gerade Perditas Entwicklung von der braven, gehorsamen Tochter aus gutem Haus zu einer selbstbewussten jungen Frau wird sehr überzeugend geschildert. Ein großer Schwerpunkt liegt in diesem historischen Roman in der gut recherchierten sozialen und gesellschaftlichen Situation, sowohl einer jungen Frau als auch im Konflikt der Briten und der Inder, hier werden die Missstände sehr schonungslos aufgezeigt. Mir persönlich fehlten ein wenig die bildliche Beschreibung der äußeren Eindrücke der Landschaft und auch der Kultur, die Charaktere und auch die Gesellschaft wird so realistisch geschildert, da fällt die exotische Landschaft etwas ab. Die verschiedenen Erzählstränge werden Stück für Stück verbunden und lösen sich erst zum Schluss auf, dort werden dann auch die Lösungen der Geheimnisse präsentiert, so werden eine gewisse Spannung und auch das Rätseln bis zum Schluss aufrecht gehalten.
Mein Fazit: ein gut recherchierter Roman, der eine sozialkritische Komponente mit einem spannenden Rätsel und dem „erwachsen“ werden einer jungen Frau gekonnt verbindet.

Ich danke Piper Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 07.11.2019

Eine Liebe kann sehr kurz dauern

Dieser eine Augenblick
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Das Cover: Vor einem Hintergrund in sanften blau und rosa Tönen steht ein Glas mit brennenden Wunderkerzen - ein Sinnbild wie schnell alles Schöne vergehen kann?

Der Klappentext: Als Charlotte auf Adam ...

Das Cover: Vor einem Hintergrund in sanften blau und rosa Tönen steht ein Glas mit brennenden Wunderkerzen - ein Sinnbild wie schnell alles Schöne vergehen kann?

Der Klappentext: Als Charlotte auf Adam trifft, ist es, als würden sie sich schon ewig kennen. Sie verbringen eine wunderbare Nacht zusammen, am nächsten Morgen jedoch ist er wie verwandelt und zeigt ihr die kalte Schulter. Aber Charlotte kann den mysteriösen Fremden nicht vergessen, der ihr in nur einer Nacht das Herz gebrochen hat. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, um endlich Klarheit zu bekommen. Doch sie ahnt nicht, dass Adam ein Geheimnis hat, das ihr Leben für immer verändern wird.

Zum Inhalt: Charlotte ist eine impulsive, unbeständige und flatterhafte junge Frau. Trotzdem ist es für sie nicht üblich sich auf einen One-Night-Stand einzulassen, doch der sensible und etwas hilflos wirkende Adam fasziniert sie vom ersten Augenblick an. Eine wunderbare Nacht verbringen die beiden zusammen, schmeißt Adam sie aus der Wohnung. Charlotte versteht die Welt nicht mehr und kann Adam nicht vergessen. Auch wenn ein eigentlich ein neuer Mann auf sie wartet. Da taucht Adam plötzlich wieder auf und für Charlotte verändert sich alles.

Zum Stil: Erzählt wird die Geschichte von Charlotte als Ich-Erzählerin, die sich immer wieder mal direkt an den Leser wendet - dass dieser dabei gesiezt wird, hat mich persönlich etwas irritiert. Ansonsten ist der Schreibstil sehr flüssig und die Sprache modern. Obwohl die Charaktere sicherlich gut beschrieben wurden, wurde ich vor allem mit Charlotte nicht recht warm. Auch die Geschichte schaffte es trotz aller Tragödien nicht, mich richtig mitzureißen. Dafür war der Plot in meinen Augen zu unrealistisch und übertrieben.

Schade ein interessantes Thema und viel Potential, aber leider nicht mein Geschmack.

Veröffentlicht am 06.11.2019

Ein Adventsroman

Das Winterweihnachtswunder
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Der Klappentext: „Seit dem Tod ihres Mannes ist Weihnachten für Kate und ihren Sohn Jack kein schönes Fest mehr. Der traurige Jack braucht dringend ein Winterweihnachtswunder, und Kate überrascht ihn mit ...

Der Klappentext: „Seit dem Tod ihres Mannes ist Weihnachten für Kate und ihren Sohn Jack kein schönes Fest mehr. Der traurige Jack braucht dringend ein Winterweihnachtswunder, und Kate überrascht ihn mit einem Adventskalender, der ihm jeden Tag einen kleinen Wunsch erfüllt. Um sich das leisten zu können, verkauft sie als Weihnachtselfe verkleidet Weihnachtsbäume. Vor lauter Kälte bemerkt sie Daniel nicht, der täglich an ihr vorbeiläuft und sich hoffnungslos in sie verliebt hat. Er schafft es einfach nicht, sie anzusprechen. Doch als der erste Schnee fällt, hat Daniel eine Idee...“
Zum Inhalt: Die junge Kate ist Witwe und lebt mit ihrem sechsjährigen Sohn von dem wenigen Geld, das sie als Verkäuferin verdient. Sie muss an allen Ecken sparen und Weihnachten steht vor der Tür. Zusätzlich taucht ein Problem nach dem anderen auf, bis Kate kurz vor dem Verzweifeln ist. Zum Glück hat sie gute Freunde und lernt mit Daniel einen netten Mann kennen, einen Mann, der sie aus ihrer Trauer herausführen könnte.
Der Stil: Die Autorin Poppy Alexander hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Stil und erzählt die Geschichte in der 3. Person. Die Kapitel zählen quasi den Countdown bis Weihnachten und man begleitet in der Hauptsache Kate und Jack bei ihren Weihnachtsvorbereitungen und Aktivitäten sowie Daniel bei seinen, anfangs fruchtlosen Bemühungen genug Mut auf zu bringen Kate endlich anzusprechen. Statt einer heilen Welt steht Kate aber vor so vielen Herausforderungen, dass sie einem nur leidtun kann, so viel Pech kann einer allein gar nicht haben. Es wäre allerdings kein Weihnachtsroman, wenn nicht der Zauber von Weihnachten wirken würde. Die Hauptprotagonisten haben alle ihr Päckchen zu tragen und müssen lernen ihre Trauer zu überwinden, um ihren Lebensmut wieder zu finden, Weihnachten erleichtert es ihnen.
Mein Fazit: Eine herzerwärmende Adventsgeschichte, die den Zauber von Weihnachten und Freundschaft schön thematisiert.
Ich danke dem Ullstein Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 30.10.2019

Kein typischer Weihnachtsroman:

Das Winterwunder von Dublin
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Ein weihnachtlich-romantisches Cover und eine Autorin, die ich als Krimi-Autorin sehr schätze, haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Der Klappentext: „Anfang Dezember kehrt Stella zu ihrer Familie ...

Ein weihnachtlich-romantisches Cover und eine Autorin, die ich als Krimi-Autorin sehr schätze, haben mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Der Klappentext: „Anfang Dezember kehrt Stella zu ihrer Familie nach Irland zurück: voller Vorfreude auf deutsch-irische Familienbräuche und stimmungsvolle Weihnachtstraditionen, aber auch in Erwartung eines anstrengenden Tauziehens mit ihrer erfolgreichen Schwester Luna. Vor allem freut sich Stella auf die gescheckte Stute Puzzle, ihr Halt in Jugendtagen. Doch Puzzle ist weg, womöglich ausgesetzt, wie viele irische Pferde, wenn sie zu kostspielig werden. Unterstützt von dem TV-Reporter Daniel, der einen Beitrag über Pferdeschicksale dreht, macht sich Stella auf die Suche. Sie findet sich an magischen Plätzen an der Westküste wieder, zweifelt an ihren Gefühlen, ihrer Intuition und ihrer Mission – bis die Weihnachtsfeiertage ihren vollen Zauber entfalten...“
Zum Inhalt: Dieser Text, eben in Verbindung mit dem Cover hat mich eigentlich eine romantische Weihnachtsgeschichte erwarten lassen. Nun die Geschichte setzt etwa zwei Wochen vor Weihnachten an und die Dekorationen, Traditionen sowie die Familie spielen auch eine Rolle, aber ansonsten beherrscht Stellas Jagd nach dem Pferd die Story. Dadurch werden viele Missstände in Pferdehaltung und „Entsorgung“ aufgezeigt, die wirtschaftliche und soziale Situation in Irland hervorgehoben und auf weitere soziale und ökologische Mängel thematisiert. Die Liebesgeschichte und auch die Weihnachtsstimmung wurden zur Nebenhandlungen.
Der Stil: Die Autorin Nicola Förg hat einen sehr angenehmen und leicht lesbaren Schreibstil, der sehr flüssig zu lesen ist. Man begleitet als Leser Stella auf ihrer Mission und erzählt wird in der 3. Person. Die einzelnen Charaktere werden gut und interessant gestaltet und man kann die Erkenntnisse die die 23 jährige Stella erfährt, durchaus nachvollziehen. Aufgrund der Kürze der Geschichte ist die Handlung sehr dicht und kommt schnell in Gang, dieses Tempo wird auch beibehalten. Die Story bietet einiges zum Nachdenken, aber war nicht unbedingt das, was ich aufgrund des Covers und des Klappentextes erwartet habe.
Mein Fazit: Ein durchaus sozialkritischer Kurzroman über die Suche nach einem ausgesetzten Pferd, aber nicht unbedingt eine beschauliche Weihnachtslektüre.

Ich danke Piper Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.