Liebe ist die halbe Miete
Love to share – Liebe ist die halbe MieteDas Cover: Ein cremefarbenes Cover auf dem die geprägten Lettern des Titels in verschiedenen Rottönen besonders hervorstechen. Zusätzlich sind zwei Personen zusehen, die auf dem ersten Blick nichts miteinander ...
Das Cover: Ein cremefarbenes Cover auf dem die geprägten Lettern des Titels in verschiedenen Rottönen besonders hervorstechen. Zusätzlich sind zwei Personen zusehen, die auf dem ersten Blick nichts miteinander zu tun haben.
Der Klappentext: „Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln. …“
Zum Inhalt: Tiffy will so schnell wie möglich raus aus der Beziehung und raus aus der gemeinsamen Wohnung, da es schnell gehen muss und nicht viel kostet, bleibt ihr keine große Wahl. Leon hingegen hat eine kleine Wohnung und braucht dringend Geld – was liegt näher sie teilen sich die Miete und die Wohnung, 1,5 Zimmer, Küche, Bad und sogar das Bett, quasi in Schichtbetrieb. Tiffy arbeitet tagsüber als Lektorin bei einem Verlag und Leon nachts als Pfleger auf einer Palliativstation, sie sollten sich eigentlich nie begegnen. Eigentlich, den Anfang macht eine kleine Nachricht auf einem Post-It….“
Zum Stil: Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Tiffy und Leon in der Ich-Form, aufgelockert durch geschriebene Nachrichten (Post-It, Briefe, SMS u.ä.). Beide Charaktere entwickeln sich vor den Augen des Lesers und gewinnen immer mehr an Details und Leben, beide haben so ihre Ecken und Kanten und gewisse Macken, die diese ganz besondere WG noch ungewöhnlicher machen. Der Stil an sich ist zwar flüssig zu lesen, doch gerade bei Leons Erzählanteil etwas nüchtern, während Tiffy spritziger und (über)sprudelnder ist, man merkt als Leser auf jeden Fall den Erzählerwechsel, der auch noch mal durch Überschriften betont wird. Ein gewisser Humor entsteht schon durch die doch sehr eigenwilligen Lebensumstände und durch das Aufeinandertreffen der verschieden Charaktere. Durch das Knistern zwischen Tiffy und Leon kommt noch ein romantischer Aspekt hinzu.
Mein Fazit: Eine amüsante moderne, urbane Geschichte mit interessanten Charakteren rund um eine ungewöhnliche Wohnidee, die von allen Beteiligten einige Kompromisse abverlangt.
Ich danke dem Diana Verlag für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.