Profilbild von Ascora

Ascora

Lesejury Star
offline

Ascora ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Ascora über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2019

Witchmark

Witchmark. World Fantasy Award für den besten Fantasy-Roman des Jahres 2019
1

Das Cover: Das ganz in Grüntönen gehaltene Cover zeigt einen einsamen Radfahrer in einer menschenleeren Allee. Allerdings sieht man auf den zweiten Blick, da spiegelt sich im nassen Kopfsteinpflaster nicht ...

Das Cover: Das ganz in Grüntönen gehaltene Cover zeigt einen einsamen Radfahrer in einer menschenleeren Allee. Allerdings sieht man auf den zweiten Blick, da spiegelt sich im nassen Kopfsteinpflaster nicht der Radfahrer, sondern ein Paar. Ein geheimnisvolles Cover, das neugierig macht

Der Klappentext: „Miles Singer ist Arzt und er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit. Eines Tages wird er zu einem Notfall gerufen. Als Miles den Sterbenden untersucht, stellt er mit Erschrecken fest, dass dieser die Aura einer Hexe hat. Aber noch schlimmer, der Vergiftete hat erkannt, dass auch Miles das Hexenmal trägt. Die Geschicke Aelands werden von den adligen Sturmsängern bestimmt. Ihre legitimierte Magie hat dem Land unvorstellbaren Fortschritt gebracht, es aber auch in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Soldaten kommen völlig verändert aus dem Krieg zurück. Miles Singer ist Arzt. Um den zurückkehrenden Soldaten zu helfen, kann er seine magischen Fähigkeiten nur heimlich einsetzen. Kämen sie ans Licht, würde er in einem Asylum eingesperrt. Als Miles zu einem Sterbenden gerufen wird, der wohl vergiftet wurde, bleibt ihm keine Wahl: Zusammen mit einem schönen Amaranthine, der zwischen der Welt und dem Totenreich wechseln kann, versucht er den Mordfall aufzuklären. Hinter all dem verbirgt sich aber ein Geheimnis, dessen Abgründigkeit kaum abzusehen ist: Wohin sind die Seelen der Gefallenen verschwunden?…“

Zum Inhalt: Aeland befindet sich im Krieg und es kehren immer mehr verwundete und traumatisierte Soldaten zurück. Miles ist Arzt und ein magischer Heiler, doch gerade diese Magie ist verboten und könnte ihn in Gefahr bringen. Zum einen versucht er seine Macht zu verstecken und trotzdem den Soldaten zu helfen, zum anderen versteckt er sich vor seiner eigenen Familie, die seine Macht ausnützen wollen. Zusammen mit einem noch mächtigeren Wesen versucht er den Geheimnissen rund um die Geisteskrankheit der Soldaten und einer Verschwörung auf die Spur zu kommen.

Zum Stil: Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Miles erzählt, dadurch werden seine Gefühle dem Leser besonders nahe gebracht. Der Stil ist ansonsten sehr bildlich und episch, einerseits sehr liebevoll und genau beschrieben aber andererseits fehlten mir einige (wichtige) Hintergrundinformationen und Erklärungen. So wurde diese fantastische Welt für mich nicht wirklich lebendig, obwohl die Idee dahinter sehr gut und interessant war. Auch bei den einzelnen Charaktere waren für mich große Differenzen, während Miles und seine Schwester Grace schnell greifbar wurden, blieb Tristan als Miles Gefährte nebulös und auch einige der Nebenfiguren verwirrten mich eher. Durch die Nachforschungen die Miles und Tristan anstellten kam ein spannendes Krimielement in die Story und durch die Magie eine interessante Fantasykompenente, für eine Spur Romantik sorgt die Anziehung zwischen Miles und Tristan als gleichgeschlechtliches Paar. Der große Showdown am Ende erklärt dann auch einige Fragen, die bei mir von Anfang an vorherrschten.

Mein Fazit: Ich stehe dem Buch sehr zwiegespalten gegenüber, die Idee hinter der Story ist super, die Fantasy nahe dem Steampunk ist äußerst faszinieren, aber leider in meinen Augen nicht voll ausgereift. Der Krimianteil ist fesselnd und lädt zum Miträtseln ein, aber leider fehlen dem Leser Informationen. Somit vergebe ich für dieses Debütwerk 3 von 5 Sternen.

Ich danke dem Klett-Cotta Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine freie Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 15.06.2019

Ein goldener Käfig

You are mine – Tödliche Hingabe
1

Der Klappentext: „…Als Tochter eines russischen Mafiabosses lebt Nadja in einem goldenen Käfig. Doch eines Tages wird sie plötzlich aus dem Haus ihres Vaters entführt und findet sich, als sie aufwacht, ...

Der Klappentext: „…Als Tochter eines russischen Mafiabosses lebt Nadja in einem goldenen Käfig. Doch eines Tages wird sie plötzlich aus dem Haus ihres Vaters entführt und findet sich, als sie aufwacht, in Boston wieder. Ihr Entführer ist so gefährlich wie attraktiv: Alexander Smirnov, hochrangiges Mitglied der Mafia, will seine Stellung innerhalb der Gemeinschaft festigen. Deshalb soll Nadja seine Frau werden. Aber wie soll sie sich dem Mann hingeben, der sich ihrer bemächtigt hat? Nadja spürt die Gefahr, die von Alexander ausgeht - genauso wie sie sich sofort zu ihm hingezogen fühlt. Und schon bald steckt sie in einem bedrohlichen Strudel aus Risiko und Begierde ...“
Zum Inhalt: Die Autorin Elena MacKenzie entführt uns zum zweiten Mal in die Welt der russischen Mafia, sowohl in Russland als auch in Amerika. Beide Bände sind unabhängig voneinander zu lesen und obwohl etliche Personen aus dem ersten Band auftauchen und ein Bezug genommen wird kommt man gut zurecht, ich selbst kannte den ersten Band nämlich nicht. Nadja ist die Tochter eines der Bosse der Bratwa und ihr Leben wird von ihrem Vater genauestens überwacht, sie ist niemals alleine, sie ist kaum draußen und mit reden darf sie nirgends. Alexander hingegen ist der älteste Sohn eines Bosses in Amerika und wird von seinem Vater klein gehalten. Als er die Chance hat seine eigene Familie zu übernehmen ergreift er sie, obwohl das heißt Nadja zu heiraten.
Der Stil: Der Schreibstil ist sehr flüssig und schnell lesbar, die Sprache ist modern und direkt. Erzählt wird abwechselnd von Nadja und Alexander in der Ich-Form, die Wünsche, ihre Probleme mit ihren Positionen in der Bratwa und ihre Gefühle erlebt man als Leser somit hautnah mit. Die Story ist relativ kurz, somit herrscht ein schnelles Tempo in der Geschichte und eine gewisse Spannung sowohl zwischen den Protagonisten als auch in der Lösung ihrer Probleme kommt schnell auf und wird bis zur letzten Seite gehalten. Natürlich kommt es zum recht bildlichen Sex, er beherrscht aber nicht die Story, auch die brutale Gewalt herrscht nicht vor, natürlich gehört sie aber zu einer Geschichte um die Mafia dazu.
Mein Fazit: Eine spannende, prickelnde und knisternde Story rund um die russische Mafia mit starken Charakteren.
Ich danke be-HEARTBEAT vom Verlag Bastei Lübbe und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 14.06.2019

England in einer Zeit des Umbruchs

Das bretonische Mädchen
1

Ich durfte „Das bretonische Mädchen“ im Zuge einer Leserunde lesen, was ich wirklich genossen habe, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Aber zuerst einmal Danke an die Autorin Birgit Consant ...

Ich durfte „Das bretonische Mädchen“ im Zuge einer Leserunde lesen, was ich wirklich genossen habe, meine Meinung wurde davon aber nicht beeinflusst. Aber zuerst einmal Danke an die Autorin Birgit Consant und Lovelybooks für diese Möglichkeit.
Der Klappentext: „Kaum zwanzig Jahre nach der normannischen Eroberung sind die Gräben zwischen der alteingesessenen Bevölkerung und den neuen Herren immer noch tief. Sire Geoffrey hat als Vertreter des normannischen Adels eine Angelsächsin geheiratet und führt ein grausames Regiment. Sein Sohn Roger sehnt sich nach der Anerkennung durch den Vater, wird aber von ihm gedemütigt. Hoffnung findet Roger in seiner Beziehung zu Gwennaol, dem bretonischen Mädchen. Doch je besser die beiden sich kennenlernen, umso mehr gerät Roger in ein tödliches Spiel, das nicht nur das Leben seiner Familie bedroht, sondern auch seine Liebe zu Gwennaol auf eine harte Probe stellt.“ verrät so einiges zum Inhalt. Allerdings ist die Geschichte noch vielschichtiger, wir haben die Probleme in der anglo-normannischen Familie, die Problematiken der unterschiedlichen Nationalitäten, den Machtkampf um den Thron, die Liebesgeschichte, mehrere Todesfälle und ein Geheimnis aus der Vergangenheit. Alle Ebenen der Geschichte zusammen ergeben einen spannenden historischen Krimi mit einem Hauch Politikthriller, einer Spur Romanze und einer Familiengeschichte. Ich selbst würde eben dem Krimielement die stärkste Gewichtung geben.
Die Geschichte ist historisch gesehen sehr gut recherchiert und die Zu- und Umstände sehr authentisch wiedergegeben. Ein Glossar am Ende des Buches sowie ein Personenregister erleichtern den Einstig in die Zeit und die Zusammenhänge und ein Nachwort verdeutlicht noch einmal die Situation im 11. Jahrhundert in England. Alle Fakten sind in einem angenehmen und flüssigen Schreibstil verpackt und in eine spannende Geschichte eingebettet, die ihren Spannungsbogen bis zum Schluss halten kann.
In meinen Augen eine klare Leseempfehlung an alle Geschichtsfans.

Veröffentlicht am 10.06.2019

Ein Neuanfang in Wales

Die Sterne über den Black Mountains
0

Das Cover zeigt ein gemütliches Farmhaus inmitten einer blühenden Landschaft samt Hund vor dem Gartentor, also sehr passend zum Inhalt des Buches.

Der Klappentext: „Autorin Caitlin ist eigentlich recht ...

Das Cover zeigt ein gemütliches Farmhaus inmitten einer blühenden Landschaft samt Hund vor dem Gartentor, also sehr passend zum Inhalt des Buches.

Der Klappentext: „Autorin Caitlin ist eigentlich recht zufrieden mit ihrem Leben in Glasgow: Ihre Krimis sind erfolgreich, ihre Agentin ist ihre beste Freundin und ihre Wohnung ihr ruhiger Schaffensort. Wäre da nur nicht ihr schreckliches Lampenfieber. Bei einer Lesung geht alles schief und am nächsten Tag findet sich Caitlin komplett verkatert in einem Hotelzimmer wieder mit einer Notiz eines rettenden Helfers, der sie fürsorglicherweise dorthin verfrachtet hatte. Als kurz darauf auch noch ihre nervige Schwester bei ihr einzieht, ist Caitlins ruhiges Schriftstellerinnenleben endgültig vorbei. Kurzerhand flüchtet sie aus der Stadt auf eine abgelegene Farm am Fuße der walisischen Black Mountains um endlich zu schreiben. Bereits in der ersten Nacht wähnt Caitlin einen Einbrecher auf dem Grundstück, der sich jedoch nicht nur als der charmante wie gutaussehende Tierarzt Ben herausstellt, sondern auch als ihr Retter in der Not in Glasgow. Fast scheint es Schicksal, dass die beiden sich hier wiedertreffen sollten…“

Zum Inhalt: Caitlins geordnetes Leben gerät gehörig durcheinander, als ihre jüngere Schwester unverhofft bei ihr einzieht. Um endlich mit ihrem neuesten Buch fertig zu werden braucht sie aber vor allem eines: Ruhe. Kurzentschlossen überlässt sie ihre Wohnung der Schwester und zieht auf eine leerstehende Farm in Wales, die ein Freund als Makler verkaufen soll. Herrliche Ruhe und Abgeschiedenheit! Doch nicht lange. Bereits in der ersten Nacht stellt sie einen vermeintlichen Einbrecher, nimmt einen verängstigten Hund auf und wird schneller als sie rechnet von der Nachbarschaft vereinnahmt. Zuhause in Glasgow braut sich außerdem eine Familienkatastrophe an. Und Caitlin steht vor einigen wichtigen Entscheidungen.
„Die Sterne über den Black Mountains“ ist der zweite Roman von Alexandra Zöbeli der zu den Füßen der Black Mountains spielt und es kommt zu einem Wiedersehen mit den Charakteren des ersten Romans, sie sind nur lose über die Protagonisten miteinander verbunden. Ich selbst kannte diesen ersten Teil nicht und kam wunderbar in die Geschichte hinein und werde mir den ersten Teil mit Sicherheit auch noch zulegen.

Zum Stil: Der Schreibstil ist äußerst flüssig und leicht lesbar, die Sprache ist modern und die bildlich. Die Geschichte selbst wird in der Dritten Person erzählt, die einzelnen Ebenen der Handlungsstränge, Wechsel der Personen und ähnliches werden zusätzlich durch Abschnitte betont, was ich selbst sehr zu schätzen wusste. Die einzelnen Personen werden beim Lesen sehr schnell lebendig und auch die vierbeinigen Protagonisten entwickeln ihre ganz eigenen Charaktere. Durch unvorhergesehene Ereignisse entstehen zum einen wirklich humorvolle Szenen und zum anderen eine gewisse Spannung, die dafür sorgt, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Mein Fazit: Eine romantische Liebesgeschichte die auch einige ernstere Themen beinhaltet und einen in eine wunderschöne Landschaft in Wales entführt.

Ich danke dem Forever / Ullstein Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars, meine freie Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 08.06.2019

Eine ungewöhnliche Wohngemeinschaft

Der Zauber von Somerset
0

Der Klappentext: „Im schönsten Teil Südenglands will Amber über den Sommer die zurückliegende schwere Zeit in London vergessen. Doch schon am ersten Morgen steht plötzlich der zerzaust wirkende Schriftsteller ...

Der Klappentext: „Im schönsten Teil Südenglands will Amber über den Sommer die zurückliegende schwere Zeit in London vergessen. Doch schon am ersten Morgen steht plötzlich der zerzaust wirkende Schriftsteller Finian samt Koffern in der Tür des Cottages, das er ebenfalls gemietet hat. Auch ihn umgibt die Aura des frisch Verlassenen, und sie beschließen eine Wohngemeinschaft auf Probe. Als die scheue Hündin Faye ihrem fiesen Besitzer entkommt und bei ihnen Schutz sucht, müssen die zufälligen Gefährten zusammenhalten ...“
Zum Inhalt: Amber nimmt sich eine Auszeit und mietet für drei Monate ein Cottage in Somerset, mit Garten und Pferden, für beides soll sie sorgen und obwohl sie bei ihren Qualifikationen etwas geschummelt hat, ist sie überzeugt damit fertig zu werden. Und das Cottage ist einfach herrlich. Das findet auch Finian, der für den gleichen Zeitraum das Cottage gebucht hat. Doppelbelegung! Nun ist guter Rat teuer, aber eine WG auf Probe ist schnell beschlossen. Die Herausforderungen die Garten, Pferde, Nachbarn und eine zugelaufene Hündin stellen, schweißen die beiden schnell zusammen und aus der WG wird mehr.
Zum Stil: Der Schreibstil ist äußerst flüssig und die Seiten fliegen beim Lesen nur so dahin. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von Amber und Finian in der Ich-Form, der Wechsel wird immer zu Beginn des Kapitels angegeben, was ihn für den Leser leichter macht. Beide Charaktere sind äußerst lebendig und authentisch beschrieben und entwickeln sich zu sehr komplexen Persönlichkeiten, die sich langsam gegenseitig und gegenüber dem Leser öffnen. Genau so viel Sorgfalt wie auf die Charaktere wird der herrlichen Umgebung und dem Cottage sowie den Vierbeinern gewidmet, als Leser fühlt man sich wirklich nach Somerset in den wunderbaren Garten entführt.
Mein Fazit: Dieser Roman bietet die ideale Möglichkeit eines Urlaubs in Somerset ohne die Leseecke zu verlassen. Tolle Umgebung, starke Charaktere sehr viel Emotionen und einfach eine tolle Geschichte.
Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon natürlich nicht beeinflusst.