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Veröffentlicht am 26.04.2019

Delia - eine ungewöhnliche Frau

Das Schicksal der Medica
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Zum Inhalt: Delia ist eine angesehene Ärztin in Alexandria und reist auf Einladung eines Kollegen nach Rom. Dort trifft sie ihren Geliebten Marcus wieder, ebenfalls Arzt und Patrizier, an seiner Seite ...

Zum Inhalt: Delia ist eine angesehene Ärztin in Alexandria und reist auf Einladung eines Kollegen nach Rom. Dort trifft sie ihren Geliebten Marcus wieder, ebenfalls Arzt und Patrizier, an seiner Seite lernt sie die Stadt und die höhere Gesellschaft kennen. Schnell kommen die beiden einer weitreichenden Verschwörung auf die Spur.


Erzählt wird die Geschichte einerseits von Delia in Ich-Form und andererseits bei den Szenen in denen Delia selbst nicht anwesend ist in der dritten Perspektive. Dieser Perspektivenwechsel belebt die Erzählweise und gibt einerseits einen sehr guten Einblick in die Denkweise einer fortschrittlichen jungen Frau und erlaubt zugleich einen spannenden und kontinuierlichen Handlungsverlauf. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und fesselnd, so dass die Seiten nur so dahinfliegen. Beim Lesen bekommt man einen sehr bildlichen Eindruck des antiken Roms und seiner Bewohner, samt ihrer Gepflogenheiten und die Vermischung von fiktiven Charakteren mit historisch belegten Persönlichkeiten bietet einen weiteren Reiz. Alle Personen, ob real oder nicht werden sehr lebhaft und authentisch beschrieben. Im Anhang findet sich übrigens neben einer Personenliste (mit einer Kennzeichnung der historischen Personen) zusätzlich ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen. Ein Fan von historischen Romanen kommt bei dieser gut recherchierten Geschichte auf jeden Fall auf seine Kosten, die Liebesgeschichte zwischen Delia und ihren Marcus sorgt für eine gewisse Romantik und die Verschwörung steht einem Politthriller in nichts nach. In meinen Augen einer sehr gelungene und unterhaltsame Mischung.
Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde lesen und danke der Autorin sehr herzlich, meine Meinung und Leseempfehlung wurden davon aber nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 25.04.2019

Frankfurt im Jahre 1848

Der Horizont der Freiheit
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Der Klappentext: „Frankfurt 1848. Die Stadt ist in heller Aufregung. Die Nationalversammlung tagt in der Paulskirche. Auch der Verleger Joseph Rütten wird von dieser Aufbruchsstimmung angesteckt. Mit seinem ...

Der Klappentext: „Frankfurt 1848. Die Stadt ist in heller Aufregung. Die Nationalversammlung tagt in der Paulskirche. Auch der Verleger Joseph Rütten wird von dieser Aufbruchsstimmung angesteckt. Mit seinem Geschäftspartner Zacharias Löwenthal möchte er all die wesentlichen Texte drucken, um die Revolution zu befördern – allen voran den Roman »Wally – die Zweiflerin « von Gutzkow. Doch seinen Verlag plagen nicht nur Probleme mit der Zensur, sondern zudem große Geldsorgen. Und er ist verliebt – in Wilhelmine Pfaff, die Witwe eines Druckers. Die revolutionäre Atmosphäre in der Stadt droht umzuschlagen. Zwei Delegierte werden ermordet – und bald hat die Obrigkeit eine Verdächtige gefunden: Henriette Zobel, eine Freiheitskämpferin und Wilhelmines beste Freundin.“
Zum Inhalt: Eingebettet in die Unruhen des Jahres 1848 mit all seinen politischen Wirren und Neuerungen wird zum einen die Geschichte von Wilhelmine Pfaff und Henriette Zobel erzählt. Beide Frauen haben in dieser Zeit des Umbruches mit ihren eigenen Problemen, Wünschen und Zielen zu kämpfen. Die Handlung wird zudem rund um das 1844 gegründete Frankfurter Verlagshaus Rütten & Loening, heute Teil des Aufbau-Verlages erzählt und die Probleme dieses Verlages mit verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Ansichten, Zensur, Emanzipation und Antisemitismus spiegeln die damaligen Verhältnisse wieder.
Zum Stil: Diese gut und sorgfältig recherchierte Geschichte wird in der dritten Erzählperspektive erzählt. Die einzelnen Charaktere werden sehr lebendig und authentisch beschrieben und zeigen eine Vielzahl an Persönlichkeiten auf, dadurch gewinnt die Geschichte an Tiefe und Dynamik. Wie gewohnt ist der Schreibstil von Ines Thorn sehr flüssig und bildhaft beschrieben, dem Leser wird ein wunderbarer Einblick in das Frankfurt dieser bewegten Zeit gewährt. Obwohl äußerst sorgfältig recherchiert und mit historischen Fakten gespickt, wird vor allem die Geschichte der Hauptfiguren erzählt und erhält dadurch eine gewisse Spannung und Lebendigkeit.

Veröffentlicht am 23.04.2019

Vom Feldjäger zum Securityexperten

Falschspiel
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Da es immer schwierig ist einen Thriller oder Krimi zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten, verweise ich einfach auf den Klappentext: „Nachdem Mark Becker aus dem Dienst bei der Bundeswehr ausgeschieden ...

Da es immer schwierig ist einen Thriller oder Krimi zusammenzufassen, ohne zu viel zu verraten, verweise ich einfach auf den Klappentext: „Nachdem Mark Becker aus dem Dienst bei der Bundeswehr ausgeschieden ist, entscheidet er sich dazu, in die Securityfirma eines ehemaligen Kameraden einzusteigen. Die Auftragsbücher sind voll. Unter anderem muss ein Sicherheitskonzept für den Cannstatter Wasen erstellt werden. Als Mark durch Zufall eine Wanze in seinem Wagen entdeckt, keimt ein Verdacht in ihm auf. Galt ein eben erst vereitelter Anschlag ihm? Mit Hilfe eines Freundes beschließt er, den Lauschern eine Falle zu stellen. Da explodiert eine Handgranate in einem Festzelt auf dem Wasen ...“
Es handelt sich mittlerweile um den dritten Fall von Mark Becker, Feldjäger a.D. und gerade erst entlassen worden. Nun ist er Privatmann und fängt bei einer Securityfirma seines Freundes an. Auch wenn man die ersten beiden Fälle nicht kennt, kann man gut in die Story einsteigen, die einzelnen Verweise auf die ersten Fälle kann man gut verstehen und auch ohne Vorkenntnisse nachvollziehen, es macht aber sicherlich mehr Vergnügen wenn man die Bände in der richtigen Reihe liest. Die wichtigsten Personen, kennt der Leser der Serie bereits, aber sie werden im Einzelnen so gut beschrieben und charakterisiert, dass sie auch für einen Quereinsteiger authentisch und lebendig wirken.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und locker, erzählt wird in der Drittenperson. Die Geschehnisse folgen so schnell aufeinander und eine gefährliche Aktion jagt die andere, so dass man das Buch nur schwer weglegen kann – mir zumindest ist es so ergangen. Da nicht alle Personen sofort zu durchschauen sind und die Verwicklungen des oder besser der Kriminalfälle so komplex sind, wird die Spannung wirklich bis zum Schluss aufrecht gehalten.
Ich durfte „Falschspiel“ im Zuge einer Leserunde bei Lovelybook lesen und danke der Autorin Silvia Stolzenburg für diese Chance, meine Meinung zu dem Buch wurde davon aber nicht beeinflusst: Wer Krimis mag, auf interessante Ermittler steht und von Spannung und Nervenkitzel nicht genug bekommen kann, sollte auf jeden Fall Mark Becker kennen lernen.

Veröffentlicht am 23.04.2019

Ein heißer Thriller

Angels & Devils - Die Macht Deiner Berührung
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Das Cover:
Ein sehr stimmungsvolles Cover mit einem jungen Paar, das schon genau andeutet um was es in diesem Buch gehen wird, aber auch nicht zu viel verrät.

Der Klappentext:
„…Als die reiche Teaghan ...

Das Cover:
Ein sehr stimmungsvolles Cover mit einem jungen Paar, das schon genau andeutet um was es in diesem Buch gehen wird, aber auch nicht zu viel verrät.

Der Klappentext:
„…Als die reiche Teaghan dem unwiderstehlichen Rucksacktouristen Hawk in ihrer Strandvilla Schutz vor einem Unwetter bietet, stürzt sie nicht nur in einen Strudel aus Ausschweifungen um Dominanz und Unterwerfung, sondern gerät in große Gefahr. Denn Hawk ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Wenn er doch nur nicht so verteufelt sexy wäre ...“

Der Inhalt:
Teaghan ist ein It-Girl, reich, hübsch, von der Presse verfolgt. Doch das will sie nicht mehr sein. Nach dem Tod ihrer Eltern ist sie einsam in ihrer Villa in den Hamptons und wider besseres Wissens holt sie den vermeintlichen Rucksacktouristen Hawk in ihr Haus. Hawk ist undurchsichtig und sexy, er zieht Teaghan mühelos in seinen Bann. Doch er ist nicht so harmlos wie er immer wieder tut.

Der Stil:
Die Story wird in Ich-Form, abwechselnd von Teaghan und Hawk erzählt, dadurch erfährt der Leser sehr viel von der Gedankenwelt der beiden, wobei Hawk sich auch hier lange bedeckt hält, man erfährt nur etwas von seinem Zwiespalt. Im Ganzen beschränkt sich die Story auf den Schauplatz der Villa und auf einen Tag und doch passiert hier so viel, dass ein gewisser Spannungsbogen bis zum Schluss aufrecht gehalten werden kann. Dem Leser muss klar sein, dass es sich hierbei um einen Erotikroman mit eindeutigen Szenen und Handlungen handelt, die Thriller Elemente sind nur Nebenhandlung, tragen aber enorm zur Unterhaltung und zur Spannung bei. Der Stil ist äußerst flüssig, die Sprache modern, direkt und etwas derb. Wer Lust hat auf einen Erotikroman mit einem gehörigen Thrilleranteil ist hier bestens beraten.

Ich danke dem Piper Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine freie Meinung wurde davon nicht beeinflußt.

Veröffentlicht am 22.04.2019

Ein weiterer Fall in Johannesburg

Mord am Mandela Square
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Als erstes möchte ich mich für das signierte Rezensionsexemplar beim Autor Matthias Boll und bei Vorablesen bedanken, meine Meinung und Bewertung wurde davon aber natürlich nicht beeinflusst.
Bei einem ...

Als erstes möchte ich mich für das signierte Rezensionsexemplar beim Autor Matthias Boll und bei Vorablesen bedanken, meine Meinung und Bewertung wurde davon aber natürlich nicht beeinflusst.
Bei einem Krimi ist eine Zusammenfassung immer schwierig, deswegen kopiere ich hier nur den Klappentext, um nicht aus Versehen etwas zu verraten und den anderen Lesern die Spannung zu nehmen: „Eine Leiche in einer Badewanne, eine weitere in einem angrenzenden Township. Beide arrangiert wie gewöhnliche Todesfälle, tatsächlich aber Morde. Zufällig mitten im Geschehen: Naturwissenschaftler Frank Sattler, der in der Stadt eigentlich nur Urlaub machen wollte. Sattler taucht ein in die Schattenwelt Johannesburgs. Er gerät in die dunkelsten Ecken der Metropole – und trifft dort auf die skrupellosesten Menschen. Die Dinge geraten schnell außer Kontrolle, und Sattler wird zum Gejagten. Zusammen mit Pia und Mfufeni, zwei Aktivisten, tritt er gegen Gegner an, die ihnen in allen Belangen überlegen scheinen…“
Es ist mittlerweile der fünfte Fall des Wissenschaftlers Frank Sattlers, aber jeder ist in sich abgeschlossen und kann wunderbar unabhängig gelesen werden, die kleineren Verweise auf frühere Fälle oder Personen kann man auch so gut verstehen.
Der Schreibstil ist modern und sehr flüssig zu lesen und der Fall und damit die Handlung nehmen sehr schnell an Fahrt auf. Die entstandene Spannung kann in meinen Augen bis zum Schluss gehalten werden und man wird als Leser zum Miträtseln eingeladen, was mir immer besonders gut gefällt ist, wenn als Täter nicht erst auf den letzten Seiten ein bis dato Unbekannter aus dem Hut gezaubert wird.
Die Charaktere sind interessant und abwechslungsreich und ihre Interaktionen authentisch – auch wenn ich auf die Sexszenen hätte verzichten können.
Ansonsten steht mein Fazit fest: ein unterhaltsamer und spannender Krimi vor einer exotischen Kulisse