Aufgeben ist keine Option
Die Töchter von Usedom - Im Sturm der ZeitenWir befinden uns in Swinemünde im Jahr 1870. Dreh- und Angelpunkt ist die Pension Büchner mit ihrer Besitzerin Elfriede Büchner und ihren Enkeltöchtern Ella und Lina. Zwei Cousinen wie sie unterschiedlicher ...
Wir befinden uns in Swinemünde im Jahr 1870. Dreh- und Angelpunkt ist die Pension Büchner mit ihrer Besitzerin Elfriede Büchner und ihren Enkeltöchtern Ella und Lina. Zwei Cousinen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ella ist bodenständig, rational und träumt davon die Pension vergrößern zu können. Sie möchte unabhängig und selbst bestimmt leben. Für romantische Gefühle und Träumerei ist da kein Platz. Die Verlobung mit Georg, ihrem Freund seit Kindertagen, für sie nur eine Zweckverbindung. Lina dagegen eine kleine, naive und teils weltfremde Träumerin. Sie träumt von der großen, romantischen Liebe so wie in ihren Romanen. Eine Liaison mit einem fahrenden Schauspieler bleibt nicht ohne Folgen. Eine ledige Mutter, in der damaligen Zeit absolut undenkbar. Aber auch hier findet sich eine Lösung und selbst Ella lernt die wahre Liebe kennen, die alles durcheinander wirbelt und ihren Traum von einer großen Pension in Gefahr bringt.
Der Roman ist eine gelungene Mischung aus Drama, großen Gefühlen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung, in der damaligen Zeit für Frauen ein großes Problem.
Die beiden jungen Frauen werden hin und her gerissen zwischen teils verbotenen Gefühlen, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Wunsch nach Selbstständigkeit. Immer wieder wird ihr Leben durch neue Schicksalsschläge auf den Kopf gestellt. Die Autorin macht es ihren Protagonisten nicht einfach. Immer wieder müssen sie Höhen und Tiefen durchleben und um ihr Glück kämpfen. Aber diese Büchner Frauen sind stark. Sie kämpfen und lassen sich nie unterkriegen. Der Schreibstil ist klar und flüssig, die unterschiedlichen Emotionen wurden perfekt in Worte gefasst. Das Cover einfach perfekt!
Mich hat das Buch direkt in seinen Bann gezogen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.