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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2018

Fantastischer spannender Abschluss!

Penelope
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Nach den furchtbaren Ereignissen der Vergangenheit steht für Penelope der nächste Fall an, denn jemand entführt und ermordet Mädchen und setzt ihnen kleine Marienfiguren ein. Aus diesem Grund wird Penelope ...

Nach den furchtbaren Ereignissen der Vergangenheit steht für Penelope der nächste Fall an, denn jemand entführt und ermordet Mädchen und setzt ihnen kleine Marienfiguren ein. Aus diesem Grund wird Penelope in eine religiöse Gemeinschaft eingeschleust und soll dort den Täter ermitteln. Doch nicht nur die Vergangenheit und der Fall machen ihr zu schaffen, sondern auch eine erschreckende Internetseite im Darknet, auf denen alle Täter und ihre mutmaßlichen Opfer öffentlich für alle einsehbar sind, sogar mit Videos der vergangenen Taten, in denen die Opfer bloßgestellt werden. Die Zeit tickt, denn auch Penelope schwebt in Gefahr...

Ich konnte mich schnell wieder in die Geschichte einfinden und nach einigen Rückblicken zum ersten Band geht es mit den ersten Morden und Pelenopes Fall weiter, der ihr nicht gut bekommt, kommen ihr doch Zweifel an der Richtigkeit ihrer Handlungen und des geheimen Jugendeinsatzkommandos. Die Internetseite macht ihr ebenfalls zu schaffen und die ganzen Emotionen sind transparent und verständlich dargestellt. Durch weitere turbulente Ereignisse aus ihrem nahen Umfeld ändert sich Penelopes Einstellung und dadurch wurde sie für mich nahbarer und greifbarer und man erkennt unter ihrer Schale den verletzlichen, einsamen Kern, der eigentlich weiß, dass das alles falsch ist. Es warten einige unerwartete Ereignisse auf den Leser und die Auflösung um das Wissen der geheimen Einheit schlägt doch höhere Wellen als angenommen und alles erscheint in einem neuen Licht. Es steht nicht zentral der Fall im Mittelpunkt, sondern auch Penelopes soziales Umfeld und der Betreiber der Darknetseite, was der ganzen Geschichte eine andere Dynamik und Spannung verleiht und irgendwie doch alles vernetzt. Ich war so gefesselt von der herrschenden Atmosphäre und dort wo ich mich im ersten teil noch schwer getan habe, konnte ich mich völlig in die Ereignisse fallen lassen und eintauchen. Am Ende war ich ziemlich traurig, dass es nicht noch weitergeht und hier alles ein Ende findet.

Der zweite Band setzt nochmal einen drauf und begeistert mit undurchsichtigen Handlungen, unvorstellbaren Geheimnissen und einer heftigen Auflösung, die ein gutes Ende nimmt. Konnte mich auf ganzer Linie überzeugen!

Veröffentlicht am 11.11.2018

Endlich wieder eine neue Geschichte aus Mystral

Die Wellen singen
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Der junge aufstrebende Dylis Merimydion fährt mit seinen Kumpels und Seegefährten nach Winterfels, da alle Calbernianer die Möglichkeit haben sich eine Gemahlin zu suchen, laut des Abkommens mit Chamsin ...

Der junge aufstrebende Dylis Merimydion fährt mit seinen Kumpels und Seegefährten nach Winterfels, da alle Calbernianer die Möglichkeit haben sich eine Gemahlin zu suchen, laut des Abkommens mit Chamsin und Wynter. Während alle seiner Gefährten sich Frauen und zukünftige Gemahlinnen vollkommen frei aussuchen, möchte Dylis unbedingt eine der Jahreszeitenprinzessinnen, am besten die mit der stärksten magischen Kraft, also entweder die kühle und kluge Frühling oder die schönste aller Frauen in Mystral Prinzessin Herbst. Doch es kommt anders, denn die zurückgezogene und eigenbrötlerische Sommer zieht ihn unausweichlich in ihren Bann und ist für ihn unwiderstehlich, denn auch sie hat folgenschwere Geheimnisse...

Als ich erfahren habe, dass zwei weitere Bände erscheinen, war ich komplett aus dem Häuschen, habe ich doch die ersten beiden Bände total geliebt und auch dieser Band hat mich nicht enttäuscht. Der überaus magische und sprachlich-stilvolle und wortgewandte Schreibstil konnte mich sogleich begeistern und die Charaktere unglaublich gut und sehr individuell zeichnen. Jede der Schwestern hat ihre eigene besondere Art und auch die Calbernianer, allen voran Dilys, sind so unglaublich einzigartig und bewundernswert, wie auch sympathisch beschrieben, dass ich mich sofort von ihrem Charme habe einlullen lassen. Diese aufrichtige, ehrliche und liebevolle Art der Charaktere ist wundervoll und macht Wilsons Geschichten einzigartig und wiedererkennbar. Dilys ist ein so ehrenvoller Mann, der genau weiß was er möchte und wie er es erreichen kann, dabei ist er auch sehr rücksichtsvoll und nimmt sich nicht mit Gewalt, da Ehre und ehrliche Liebe für ihn alles sind. Die Liebesgeschichte ist so zart, herzzerreißend, aufwühlend und wundervoll. Einzig gestört hat mich Sommers Sturheit und ihr Unwillen etwas an ihrer Situation zu ändern und sich von anderen helfen zu lassen. Das zieht sich leider durch die ganze Geschichte und war nervig, da Dilys wirklich alle Register zieht um sie zu überzeugen und er ist es definitiv wert. Da es sich größtenteils um die Liebesgeschichte dreht, mit einigen unlauteren, kriminellen Handlungen im Hintergrund, die Böses erahnen lassen, fehlte es der Geschichte an Spannung und aus diesem Grund sind es lediglich vier Sterne, aber ich bin mir sicher, an Spannung wird es im nächsten Band nicht mangeln.

Erneut eine sprachlich wie auch emotional bewegende Liebesgeschichte, die durch politische Spannungen und überwältigenden magischen Geheimnissen durchzogen ist. Absolut empfehlenswert!

Veröffentlicht am 21.10.2018

Perfekter Abschluss einer großartigen Dilogie!

Die Vereinten
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Nachdem die Angriffe der Rebellen gestoppt werden konnten, herrschen Angst und Schrecken im Land Hope. Die prekäre und ungewisse Lage versucht Tiberius zu seinen Gunsten zu nutzen und der nächste Herrscher ...

Nachdem die Angriffe der Rebellen gestoppt werden konnten, herrschen Angst und Schrecken im Land Hope. Die prekäre und ungewisse Lage versucht Tiberius zu seinen Gunsten zu nutzen und der nächste Herrscher Hopes zu werden. Währenddessen fristet Lark, dessen Beine funktionslos wurden, sein Dasein und scheint jeglichen Mut verloren zu haben. Auch Rain hat Verluste zu betrauen und verliert sich beinahe in ihrer Trauer. Doch so verheerend die vergangenen Ereignisse auch sind, die Rebellen schlafen nicht und die Situation spitzt sich zu. Nicht nur im Inland lauert Gefahr, auch eine vor langer Zeit bekämpfte und besiegte Macht, die Maschinen, wird zunehmend aktiver und Hope sieht sich an zwei Fronten mit ungewissen Gefahren konfrontiert.

Die Geschichte knüpft nahezu nathlos an den ersten Band an und als Leser ist man gleich wieder in der Geschichte. Da der erste Band noch nicht so lange her ist, hatte ich keinerlei Probleme mich an die Geschehnisse zu erinnern. Diese einzigartige Mischung aus Machtspielchen, Intrigen und Verrat macht die Geschichte zu einem unendlich spannenden und undurchschaubaren Highlight und zu einem Goldstück unter den Dystopien. Wieder einmal dreht sich die Geschichte um Lark und Rain, die es irgendwie schaffen sollen das Land vor dem Untergang zu retten.Zusätzlich gibt es noch eine Perspektive aus Sicht eines Soldaten. Während Lark demotiviert und hoffnungslos ist und leider auch nicht mehr zu seiner vollen charakterlichen Stärke zurückfindet, wird Rain nach anfänglicher Trauer um ihre Mutter zu einer Hoffnungsträgerin, wenngleich ihr Weg nicht einfach und unbeschwert ist. Die Dynamikwechsel in dieser Geschichte sind unheimlich aufregend und so unvorhersehbar, dass ich oft total perplex war und mich erst einmal sammeln musste bevor ich weiterlesen konnte, da es so genial und innovativ gestaltet war. Besonders fantastisch empfand ich die ungewisse und unbekannte Gefahr außerhalb der Mauern Hopes.Die Vorgeschichte um den damaligen Krieg und alles was damit verknüpft war, war einfach nur mitreißend und vielschichtig, mit einer gewissen Tiefe versehen, die ich so nicht erwartet hatte. Vor allem hätte ich niemals mit diesem Ende gerechnet, da es Situationen gab, die so ausweglos und final wirkten, dass ich mir kaum vorstellen konnte, dass da noch etwas Positives geschehen konnte. Aber auch dort konnte mich die Autorin überraschen und restlos überzeugen. Auch wenn das Ende nicht ganz so positiv ist wie erwartet, kann ich gut damit leben und halte es für ziemlich authentisch, wenn man die vorhergehenden Ereignisse berücksichtigt. Zudem haben mir einige moralische Fragen, die unweigerlich auf die Handlungen folgten und an gezielt eingesetzten Stellen aufgeworfen wurden, unheimlich gut gefallen und alles perfekt abgerundet.

Wie man der Rezension entnehmen kann, liebe ich das Buch, da es teilweise anders ist als andere Dystopien und so viele Elemente beinhaltet, die überzeugen können und die Komplexität von Gesellschaften - seien sie nun dystopisch oder nicht - auf hervorragende Weise widerspiegelt. Ein absolutes Lesehighlight dieses Jahr und die beste Dystopie, die ich bisher gelesen habe!

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Veröffentlicht am 19.10.2018

Fantastischer Abschluss!

Wynne Shane Trilogie
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Emily, die ehemalige Wynne Shane, hat die Erde vor dem Untergang gerettet und ist dabei gegen aller Erwartungen nicht gestorben. Nun kehrt sie zurück in ihr Elternhaus und in ihr altes Leben. Doch ständig ...

Emily, die ehemalige Wynne Shane, hat die Erde vor dem Untergang gerettet und ist dabei gegen aller Erwartungen nicht gestorben. Nun kehrt sie zurück in ihr Elternhaus und in ihr altes Leben. Doch ständig wird sie von den Erinnerungen von Emilia, eine ehemalige Geliebte Gabriels, heimgesucht und ist der festen Überzeugung eine Reinkarnation dieser zu sein. Um den Rätseln von Emilias Leben auf die Spur zu kommen, reist Emily prompt nach Irland und findet sich dort in den niederen Verstrickungen der Ursprünglichen wider. Erneut steht ein Kampf um das weitere Bestehen der Welt vor ihr? Kann sie die letzten Gefahren überstehen und gewinnen?

Da die ersten beiden Bände schon lange zurücklagen, hatte ich nur noch rudimentäre Erinnerungen an die Vorgeschichte. Nichtsdestotrotz bin ich dank der zahlreichen Rückblenden super in die Geschichte gekommen. Es schließt direkt an das Ende des zweiten Bandes an und geht aufregend weiter. In Irland wird es dann wieder spannend, da neue sehr sympathische Charaktere auftauchen und ominöse Machenschaften im Verborgenen stattfinden, die das Gleichgewicht in der Hauptstadt Dublin mächtig durcheinander bringen. So gerät auch Emily, die ihre Nase überall reinsteckt, wieder in Gefahr. Anfangs war sie mir etwas unsympathisch, da sie sich ziemlich kindisch und unfreundlich verhält, und so allen vor den Kopf stößt, die es nur gut mit ihr meinen. Im weiteren Verlauf wird es zunehmend besser und ihre neuen Bekanntschaften schaffen eine schöne Dynamik und bringen viel Abwechslung hinein. Die Atmosphäre war so toll, dass ich am liebsten gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören wollte. Sehnsüchtig wartete ich auf das Auftauchen von Gabriel, der ziemlich zurückgewiesen wurde von Emily. Mitten in der Geschichte tauchen die Gestaltwandler in obszöner Art und Weise auf und natürlich schlittert Emily in diese unangenehme Situation ohne zu wissen was sie da tut. Diesen ziemlich überraschend auftauchenden Umschwung in der Geschichte habe ich als sehr amüsant, belustigend und unterhaltsam empfunden, da er eine neuartige Situation geschaffen hat, die so bisher noch nicht aufgetaucht ist in der gesamten Geschichte. Das Ende wurde nur auf wenigen Seiten beschrieben und wirkte auf mich gezwungen und gepresst, so als müsste man noch schnell irgendein glaubwürdiges, spannendes Ende auf die letzten hundert Seiten quetschen, während der Großteil der Handlung häufig nebensächliche Informationen bereithielt, die zwar erklärend und aufdeckend waren, aber nicht so ganz auf das große Finale hindeuteten.

Letztlich konnte mich die Geschichte total begeistern, mit frischen neuen Charakteren, amüsanten ungewohnten Situationen, Handlungen und einem einigermaßen aufklärenden und abschließenden Ende.

Veröffentlicht am 19.10.2018

Ungewöhnlich und verwirrend

Wicker King
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Jack und August sind beste Freunde und näher als es erst den Anschein hat. Nach und nach entwickeln sich bei Jack Halluzinationen in denen er, in einer sonderbaren Welt, die nur er sieht, ein gefeierter ...

Jack und August sind beste Freunde und näher als es erst den Anschein hat. Nach und nach entwickeln sich bei Jack Halluzinationen in denen er, in einer sonderbaren Welt, die nur er sieht, ein gefeierter König, der Wicker-King, ist und August ein ehrenwerter Ritter. Durch das plötzliche und vermehrte Auftreten dieser Trugbilder geht es Jack zunehmend schlechter und August lässt sie immer weiter in diesen Irrsinn mit hineinziehen, bis alles in einem großen Chaos endet...

Der Klappentext konnte mich sofort begeistern, da er sehr mysteriös und undurchschaubar klingt. Beim Lesen hatte ich die Vorstellung dass Realität und Fantasie gegenüber gestellt werden, und zwar so, dass nicht ersichtlich wird ob es diese fantastische Welt wirklich gibt oder tatsächlich nur in der Einbildung existiert. Das Buch hat dahingehend dann doch andere Schwerpunkte gesetzt und es zwar ziemlich schnell ersichtlich, dass es sich um eine krankhafte Veränderung handelt.

Das physische Buch sieht einfach umwerfend aus und ich habe selten ein so schönes und aufwendig gestaltet Buch gesehen. Golden glänzende Forme auf schwarzem Grund und auch ohne Umschlag ein Hingucker schlechthin. Besonders ist außerdem, dass die Blätter umso dunkler werden, je schlimmer Jacks Halluzinationen werden und gut den seelischen Zustand widerspiegeln, den Jack erleidet, aber auch seine Beziehung zu August, beschreibt. Doch mit diesem Farbumschwung habe ich mich auch immer weniger in die beiden hineinfühlen können. Der Anfang war noch vielversprechend, wenngleich ich die Abhängigkeitsbeziehung der beiden unheimlich und beunruhigend fand, doch je fortschrittlicher die Handlung wurde, desto weniger konnte ich die beiden verstehen, besonders Jacks Zustand hat mich zunehmend verwirrt und ehrlich gesagt ratlos zurückgelassen. Da empfand ich die Geschichte nur noch als komisch und unverständlich. Die späteren Szenen, nach dem verheerenden Ende ihres "Fantasyspiels" - auch wenn es für Jack durchaus real erschien - brachten noch andere Facetten und Sichtweisen in das Buch, welche mehr Hintergrundinformationen enthielten und auch das zentrale Thema der Co-Abhängigkeit behandelten. Das Ende war dann doch ganz versöhnlich und auf schräge Art und Weise positiv. Zwar werden zum Schluss keine Hilfen angeboten, welche die vernachlässigten beiden Jugendlichen aus ihrer misslichen häuslichen Lage befreien, aber sie haben immerhin sich und möglicherweise entwickelt sich da noch etwas anderes.

Die Handlungen und Charaktere waren mir zu oberflächlich beschrieben und auch die "dunkleren" Anteile wurden umso verwirrender und unnachvollziehbar, je weiter die Geschichte sich entwickelte. Entsprach leider nicht meinen Erwartungen, weil dazu die Tiefe fehlte und einige Aspekte nur angeschnitten wurden, allerdings nicht ausreichend behandelt.