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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.07.2017

Fantastisches Ende!

Die Vernichteten (Eleria-Trilogie - Band 3)
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Nach den weitreichenden Erkenntnissen, die Ria in Erfahrung bringen konnte und ihren folgenschweren Konsequenzen, muss sie sich entscheiden. Arbeitet sie gegen oder für Quirin und seine Plänen? Ehe sie ...

Nach den weitreichenden Erkenntnissen, die Ria in Erfahrung bringen konnte und ihren folgenschweren Konsequenzen, muss sie sich entscheiden. Arbeitet sie gegen oder für Quirin und seine Plänen? Ehe sie sich versieht sind sie auf der Flucht und ein scheinbar aussichtsloses Unterfangen beginnt...

Dieser Band konnte mich beinahe umhauen. Schon bei den ersten Seiten war ich gefesselt und konnte kaum aufhören zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich rasant und spannende sowie gefährliche Situationen kommen Schlag auf Schlag, ohne das man durchatmen kann. Dabei wirkt der Verlauf nicht überladen und sehr flüssig. Viele sehr unerwartete Wendungen hält die Geschichte bereit und noch größere Geheimnisse, die alles da gewesene überschatten und die Welt der Sphären noch stärker erschüttern als es Dhalion und seine Hintergründe vermögen. Neben atemberaubend spannenden Handlungen, gibt es leider einige Tode zu betrauern, vor allem ein Tod war so tragisch und eigentlich komplett unnötig, was am Ende selbst Quirin einsehen musste. Seine Pläne waren nicht die besten. Das Ende lässt vieles offen, auch wenn die Wahrheit in ihrer Gänze endlich offen gelegt wurde. Ein fulminanter Abschluss und mein bisheriger Lieblingsband der Trilogie. Schade, dass es schon vorbei ist. Ich würde sehr gerne weiter lesen.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Gefährliche Machenschaften umhüllt von einer zerbrechlichen Liebe

Bourbon Kings
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Nach zwei langen Jahren setzt der junge Lane wieder einen Fuß auf das familieneigene Imperium Easterly und muss erbittert feststellen, dass fast alles noch beim Alten geblieben ist. Neben vielen Dramen, ...

Nach zwei langen Jahren setzt der junge Lane wieder einen Fuß auf das familieneigene Imperium Easterly und muss erbittert feststellen, dass fast alles noch beim Alten geblieben ist. Neben vielen Dramen, illegalen Machenschaften und Gefahren, trifft er wieder auf die Liebe seines Lebens, die einst Grund genug war um endlich alles hinter sich zu lassen...

Ursprünglich wollte ich das Buch nicht lesen, da der Klappentext sowie das Cover auf eine Art von Geschichte anspielen, die es in ähnlicher Form schon zu oft gibt und die stark nach einer typischen Reiche-Menschen-sind-verdorben-Geschichte klingt. Die vielen positiven Stimmen haben mich dann doch umgestimmt und meine Erwartungen erhöht. Ehrlich gesagt fehlten mir hier die richtig schlimmen Dramen. Innerhalb der Familie werden zwar so einige bekannt, aber wirklich schockiert oder berührt haben sie mich nicht. Lane als prominenter Protagonist war für mich etwas zu Farblos und Unscheinbar, obwohl er in vielen Situationen auftaucht. Lizzie konnte mich da schon eher einnehmen, auch wenn die typische Ich-liebe-dich-nicht-aber-eigentlich-doch-Liebesgeschichte, wie vermutet, vorhanden ist. Die gängigen Klischees haben mich allerdings kaum gestört. Nach einigen ähnlichen Geschichten, die ich bereits gelesen habe, habe ich mich daran gewöhnt. Als sehr interessant empfand ich Edward und Miss Aurora, die doch eine Besonderheit darstellen, weil sie nicht zwangsläufig in diese klischeehafte Geschichte gehören und für schöne und andersartige Momente gesorgt haben. Alles in allem wurde das Buch meinen Erwartungen nicht gerecht und stellt für mich auch keine besonders originelle oder innovative Geschichte, unter all den anderen, dar, was allerdings bei dem Klappentext nicht verwunderlich ist.

Veröffentlicht am 03.07.2017

Wenn Obsession zur Gefahr wird...

Die Grausamen
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Vor 20 Jahren verschwand die damals 13-jährige Tessa eines Abends spurlos von der Bildfläche. Keiner hat sie jemals gefunden oder etwas von ihr gehört. Viele Jahre später machen sich zwei schicksalsgeprägte ...

Vor 20 Jahren verschwand die damals 13-jährige Tessa eines Abends spurlos von der Bildfläche. Keiner hat sie jemals gefunden oder etwas von ihr gehört. Viele Jahre später machen sich zwei schicksalsgeprägte Ermittler auf die Spur dieses Cold Cases, der mit vier weiteren Fällen zusammenhängt. Doch schnell wird ihnen klar, dass die Wahrheit gefährlich ist und ihnen teuer zu stehen kommt. Denn einige Geheimnisse wären besser geheim geblieben...

Der Plot konnte mich überzeugen und auch das Cover sieht sehr hübsch aus mit den fühlbaren Mustern. Die Rückblicke zum Schicksal der beiden Ermittler haben ihre Charaktere schön abgerundet und waren ganz interessant, sowie aufschlussreich und haben ihr Verhalten gut erklären können. Die Entwicklung bezüglich der Fälle hat sich ziemlich gezogen. Die Ermittler sind oft auf Lügen, Vertuschungen und Resignation gestoßen, was ihre Fortschritte zu Nichte machte. Etwa bei der Hälfte des Buches hatten sie kaum brauchbare Informationen erhalten und es plätscherte mehr so vor sich her, als das es eine feste Struktur gab. Das machte das Ende spannender und überraschender. Mit der Aufklärung hätte ich nie gerechnet, auch wenn mir gegen Ende schon so ein Verdacht kam. Katzenbach konnte sehr gut mit dem Leser spielen und seine Hinweise so gut streuen, dass viele Varianten möglich gewesen wären. Der Schreibstil war angenehm und die Seiten flogen nur so dahin. Die Entwicklung der Charaktere war schön mit anzusehen und ich hoffe sehr, sie mögen wieder auf den rechten Weg gekommen sein. Traurig fand ich die vielen Menschen, die ihr Leben lassen musste. Zurückblieb irgendwie nur noch eine schwarze Leere, auch wenn sich vieles, das allen Beteiligten letztlich zum Verhängnis wurde, vor 20 Jahren abspielte. Sonst aber sin solider Thriller von Katzenbach, der an einigen Stellen auch hätte kürzer sein können.

Veröffentlicht am 28.06.2017

Gute Idee, aber an der Umsetzung hapert es

Die Heimsuchung von Grayson Manor
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Nach dem unglücklichen Tod ihrer Mutter, vererbt diese Addison ein unbekanntes Herrenhaus, in dem ihre Mutter ihre Kindheit verbracht hatte. Schon seit Jahren hat keiner mehr das Haus betreten und dementsprechend ...

Nach dem unglücklichen Tod ihrer Mutter, vererbt diese Addison ein unbekanntes Herrenhaus, in dem ihre Mutter ihre Kindheit verbracht hatte. Schon seit Jahren hat keiner mehr das Haus betreten und dementsprechend verfallen wirkt es. Addison beauftragt Luke, einen Restaurator, damit, das Haus wieder auf Trapp zu bringen. Doch neben geheimnisvollen verschlossenen Türen,warten noch andere Geheimnisse darauf von Addison gelüftet zu werden, denn sie hat eine außergewöhnliche Gabe...

Das Buch klang für mich wie ein schön-gruseliger Horrorfilm in Buchform. Die Idee an sich ist nicht sehr originell, entspricht dem typischen 0815-Typ einer klassischen Horror-Grusel-Geschichte, aber durch meine Schwäche für verwunschene alte Häuser wagte ich mich doch daran. Die Hauptgeschichte beginnt erst etwas Schleppend, nahm dann aber an Fahrt auf und je mehr Zwischenfälle sich häuften, desto spannender wurde es. Die Protagonisten Addison und Luke konnten mir im Laufe der Handlung nicht wirklich sympathisch werden. Viele Situationen fand ich ziemlich gestellt und nicht sehr authentisch. Vor allem durch Addisons Geheimnis und der plötzlichen Aufgeschlossenheit Lukes, wurde dieses Gefühl verstärkt. Was dann mit tollen Geheimnissen und Vermutungen begann, konnte am Ende zu Nicht gemacht werden. Die Auflösung war mehr als enttäuschend. Keine dämonenbesessenen Menschen oder rachsüchtigen Geister, sondern eine ziemlich "menschliche" und unspektakuläre Begründung und aus war es. Da fehlte mir eindeutig der Thrill, die Gänsehautmomente oder zumindest der Hauch davon. Leider Fehlanzeige. Aus der Geschichte hätte definitiv mehr werden können, wenn die Charaktere und Situationen besser ausgearbeitet worden wären. So wurde aus meiner Sicht leider Potenzial verschenkt.

Veröffentlicht am 28.06.2017

Ein ernstes Thema mit viel Humor aufgelockert

Das Leben fällt, wohin es will
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Marie führt ein unbekümmertes Leben in dem es wenig Verantwortung und viel Spaß gibt, so nach dem Motto: Joje de vivre. Doch dies ändert sich schlagartig, als ihre Schwester plötzlich an Krebs erkrankt. ...

Marie führt ein unbekümmertes Leben in dem es wenig Verantwortung und viel Spaß gibt, so nach dem Motto: Joje de vivre. Doch dies ändert sich schlagartig, als ihre Schwester plötzlich an Krebs erkrankt. Nun muss sie sich nicht nur um ihre Nichte und ihren Neffen, sondern auch noch um die Geschäftsführung der familieneigenen Werft kümmern, die eine längst verschlossene Leidenschaft in ihr wiedererweckt. Dann gibt es da auch noch den überaus fürsorglichen Daniel...

Dies ist mein erstes Buch der Autorin und es konnte halten was es verspricht. Marie war mir sogleich sympathisch, auch wenn sie sich oft kindisch und unreif verhielt, hat sie ein großes Herz. Dieses zeigte sich vor allem in den schwierigen Dialogen mit ihrer Schwester, die alles andere als freundlich ist. Christine wirkte erst ganz nett und kannte auch die kleinen Laster im Leben, die durch eine Ehe und Kindern einhergehen. Gezeichnet durch den Krebs machte sie allerdings eine 180° Drehung und wurde oftmals ziemlich biestig zu Marie, die verzweifelt und wirklich liebevoll versuchte alles richtig zu machen und ihrer Schwester beizustehen. Da kamen dann auch mal gesagte Dinge, die ich fast als unverzeihlich betrachtet habe. Daniel wirkte sehr lebensfroh, wenn nicht ganz so unbeschwert wie Marie. Durch seine Hilfe taute Marie auf und konnte sich endlich öffnen, was dann auch wirklich sehr schön endete. Die Geschichte ist durch Höhen und Tiefen gezeichnet, dabei aber sehr realistisch dargestellt und ich konnte viel Empathie für die Personen aufbringen - außer vielleicht für Christine,das lag vermutlich daran, dass ich keine Erfahrungen mit ihrer Krankheit habe. Die Charakterentwicklung von Marie war sehr schön mit anzusehen und wie sie an ihren Aufgaben wuchs, auch wenn scheinbar die ganze Welt gegen sie zu sein schien.Das Buch behandelt zwar schwierige Themen, die aber scheinbar mühelos aus der Feder der Autorin gekommen zu sein scheinen und mit einer schönen Leichtigkeit erzählt werden.