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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2025

Ein absoluter Pageturner

The Twenty
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Nachdem ein Obdachloser einen Leichenfund meldet, trifft DCI Adam Bishop mit seinem Team ein. Am Fundort entdecken die Ermittler noch weitere Leichen. Alle sind durchnummeriert. Bishop und seinem Partner ...

Nachdem ein Obdachloser einen Leichenfund meldet, trifft DCI Adam Bishop mit seinem Team ein. Am Fundort entdecken die Ermittler noch weitere Leichen. Alle sind durchnummeriert. Bishop und seinem Partner wird schnell klar, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben und dieser noch lange nicht fertig ist. Dann wird der Fall plötzlich sehr persönlich.

Das Buch ist der zweite Teil einer Reihe mit dem englischen Titel namens Major Crimes. Ich hoffe stark, dass auch die anderen Teile noch übersetzt werden. Den Fall um den Echo-Mann und DCI Cara Elliott, die auch kurz in "Twenty" vorkommt, klingt total spannend.

Ich bin absolut begeistert von diesem Buch. Der Fall war sehr fesselnd. Die Spannung baute sich von Seite zu Seite auf. Ich hatte reichlich Verdächtige und jede Figur war irgendwann mal in meinen Augen verdächtig. Die Auflösung kam sehr überraschend. Was mich total überzeugt hat, waren die ständigen Wendungen und Überraschungsmomente. Auch die Entwicklung der Figuren war überzeugend. Bspw war mir am Anfang DCI Adam Bishop unsympathisch, doch am Ende habe ich nur noch mit ihm mitgefiebert, was ebenfalls für seine Ex-Frau Romilly und seinem Partner Jamie Hoxton gilt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war fesselnd und flüssig und sehr lebendig. Die Länge der Kapitel war ebenfalls sehr angenehm. Das Cover verspricht eine düstere und spannende Geschichte und dieses Versprechen wurde gehalten.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich bin total begeistert und würde sehr gerne weitere Thriller von der Autorin lesen.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Tödliche Yoga-Auszeit

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Kriminalinspektorin Maya Topelius hat zu Mittsommer Urlaub und verbringt diesen bei einem Yoga-Retreat auf Svartlöga, den ihre Freundin Emely leitet. Als sie ein altes Geheimnis erfährt, droht die Freundschaft ...

Kriminalinspektorin Maya Topelius hat zu Mittsommer Urlaub und verbringt diesen bei einem Yoga-Retreat auf Svartlöga, den ihre Freundin Emely leitet. Als sie ein altes Geheimnis erfährt, droht die Freundschaft der beiden Frauen zu zerbrechen. Dann wird auch noch eine Leiche gefunden und Maya hat alle Hände voll zu tun.

"Still ist die Nacht" ist nach "Im Herzen so kalt" der zweite Fall für Kriminalinspektorin Maya Topelius. Für mich war der erste Fall letztes Jahr ein Lesehighlight, deshalb habe ich mich sehr gefreut auf diese Fortsetzung.

Bei diesem Buch stand neben Maya auch wieder eine ihrer Freundinnen im Fokus. Nämlich Emely. Ich mochte sie sofort, auch wenn ich Sanna gerne weiter begleitet hätte. Das Zerwürfnis zwischen Emely und Maya empfand ich als sehr anstrengend und später nur noch als Kindergarten. Mitleid hatte ich nur mit der Yogalehrerin, nicht so sehr mit Maya. So sehr ich sie im Auftakt mochte und mich mit ihr verbunden gefühlt habe, hat sie mich dieses Mal die meiste Zeit genervt. Sie war mir unsympathisch und für ihr Alter war sie oft unglaubwürdig. Sie denkt und handelt sehr widersprüchlich und egoistisch und ist keine gute Freundin in meinen Augen. Ihr Partner und Kollege Pär Stenqvist agierte eher als Nebenfigur. Das war sehr bedauerlich. Jonas Geschichte war unnötig. Seine Geschichte war doch abgeschlossen, also wieso wieder aufwärmen?

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war fesselnd und flüssig. Allerdings entstand nie richtige Spannung und die Geschichte plätscherte teilweise nur so vor sich hin. Atmosphärisch hat die Autorin sowohl die Stimmung als auch das Land gut eingefangen. Das hat mir unglaublich gut gefallen.

Nichtsdestotrotz bin ich sehr enttäuscht von diesem Teil und noch unsicher, ob ich den dritten Fall überhaupt lesen werde.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

Ein toter Franzose in Berlin

Todeskeller. Das Cold-Case-Team Berlin ermittelt
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In einem Abrisshaus in Berlin finden zwei Polizisten bei einer Kontrolle einen Toten. Doch damit nicht genug, offenbart sich dazu in einem zugemauerten Keller ein Massengrab. Das von Europol neu formierte ...

In einem Abrisshaus in Berlin finden zwei Polizisten bei einer Kontrolle einen Toten. Doch damit nicht genug, offenbart sich dazu in einem zugemauerten Keller ein Massengrab. Das von Europol neu formierte Cold-Case-Team um Sophie Steinbach und David Martin übernimmt den Fall. Hat der Fall mit dem damals im Abrisshaus untergebrachten Jugendwerkhof zu tun?

Das ist der Auftakt zu der neuen Cold-Case-Krimireihe von Nica Stevens und Andreas Suchanek. Ich habe ihre Rachejagd-Trilogie verschlungen, weshalb ich sehr gespannt auf ihr neues Werk war.

Wir lernen das Team der neuen Einheit kennen. David Martin liebt seine Freiheit und ist von Paris nach Berlin gezogen. Sophie Steinbach musste den Fall einer vermissten Jugendlichen abgeben, ist verheiratet und ihre Tochter ist vor kurzem ausgezogen, was ihr und ihrem Mann zu schaffen macht. Beide haben so ihre Dämonen. Sophie und David waren mir auf Anhieb sympathisch, sodass ich unbedingt mehr über beide erfahren möchte. Beide arbeiten gut zusammen und scheinen sich auch gut zu verstehen. Irgendwie ergänzen sie sich optimal. Das ganze Team ist ein bunt gemischter und interessanter Haufen. Mit Markus Ebner, Ebba Karlsson, Oliver Alvarez, Zuzanna Tomszewska und Matteo Rossi sind sie jetzt komplett.

Die Geschichte von Janko hat mich sehr berührt. Mit ihm hatte ich mehr Mitleid als mit einem der Opfer. Auch Knoppkes Geschichte geht unter die Haut. Dieses Buch zeigt mal wieder, dass die DDR-Geschichte unbedingt aufgearbeitet werden muss. Davon sind wir noch weit entfernt. Der Schreibstil war sehr angenehm und die Geschichte las sich schnell, was ich sehr gut fand. Ich hoffe, die nächsten Teile konzentrieren sich auch etwas mehr auf die restlichen Teammitglieder. Sophie stand ja sehr im Fokus. So richtig Spannung kam erst im letzten Drittel auf. Dazu war der Fall sehr verworren, dafür aber sehr temporeich. Das macht aber alles nichts, denn ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten.

Mir hat dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.12.2024

Langatmig

Das zweite Kind
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In der Provinz Grosetto wird der elfjährige Junge Fosco Agnelli aufgefunden. Er ist nackt, unterernährt und total verstört. Niemand fühlt sich für den Jungen zuständig und die Sache wird als Lappalie abgetan. ...

In der Provinz Grosetto wird der elfjährige Junge Fosco Agnelli aufgefunden. Er ist nackt, unterernährt und total verstört. Niemand fühlt sich für den Jungen zuständig und die Sache wird als Lappalie abgetan. Da kommt Commissaria Valentina Medici vom Zentralen Operationsdienst der Staatspolizei SCO aus Rom ins Spiel, die gemeinsam mit ihrem Assistenten Andrea Zucca abklären soll, was dahinter steckt. Dann wird ein weiteres Kind entführt.

"Das zweite Kind" ist das Debüt von dem italienischen Autor Marco de Franchi zu einer neuen Krimireihe um Valentina Medici. Im Italienischen ist bereits ein weiterer Teil veröffentlicht worden. Der Autor ist selbst Hauptkommissar und war einige Jahre in der Spezialeinheit der italienischen Polizei tätig.

Was mir gleich negativ aufgefallen ist, war die erschreckende Einstellung der Polizei gegenüber offensichtlichen Verbrechen und Opfern. Selbst Valentina war anfangs so und hatte klischeehafte Vorurteile gegenüber der Kollegen auf dem Land. Solche Vorurteile sind in meinen Augen nicht unterhaltsam und nerven mich ungemein. Mit dem Auseinanderhalten der Figuren hatte ich zum ersten Mal Probleme.

Gut waren die kurzen Kapitel, dessen Anzahl man aber hätte kürzen können. Mit fast 700 Seiten war mir das Buch einfach zu lang und teilweise einfach nur langatmig. Auch hatte ich das Gefühl, die Geschichte wäre nach der Hälfte zu ende erzählt, doch dann ging es doch weiter. Bei mir war allerdings die Luft raus und ich habe mich nur noch durch die Seiten gekämpft.

Es war anders als erwartet. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Außerdem war es kein Thriller wie versprochen, sondern eher ein Kriminalroman.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Abschließender Teil

Die Kraft der Ebbe
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Der Tod ihres Kollegen steckt allen noch in den Knochen. Die Nerven liegen bei allen blank. Doch das Team rund um Lina Lübbers und Kea Siefken reißt sich zusammen und tut alles, um endlich den de Jong-Clan ...

Der Tod ihres Kollegen steckt allen noch in den Knochen. Die Nerven liegen bei allen blank. Doch das Team rund um Lina Lübbers und Kea Siefken reißt sich zusammen und tut alles, um endlich den de Jong-Clan zur Strecke bringen zu können. Für Hauke wird es derweil immer gefährlicher und der Clan ist nicht zu unterschätzen.

Das ist der dritte Teil der Trilogie von Anna Johannsen und Elke Bergsma rund um Lina Lübbers und Kea Siefken. Ich empfehle, alle Teile in der Reihenfolge zu lesen, um einen besseren Durchblick zu erhalten und Zusammenhänge zu erkennen.

Dieser Teil hat sich sehr gezogen. Man hat gemerkt, dass es zu einem Abschluss kommen soll. Alle Ermittlungsansätze wurden irgendwie abgeschlossen, was hin und wieder unglaubwürdig und zu gewollt wirkte. Ein paar Fragen bleiben allerdings offen, ich weiß nicht, ob das Absicht ist. Neben den zu vielen Ermittlungssträngen gab es einfach zu viele Personen. Ich kenne ja nun alle Teile, aber ich kann mir vorstellen, dass Leser, die die Vorgänger nicht kennen, Probleme haben alles zu verstehen und durchzusehen. Da hätte mich die kurze Zusammenfassung am Anfang auch nicht weiter gebracht.

Für mich war es einfach der schwächste Teil von der Reihe. Es gab keinerlei Überraschungen oder Wendungen. Von Anfang an war klar, wer die eigentlichen Täter sind und wer mit drin steckt. Der letzte Teil war nur noch da, um handfeste Beweise gegen den Clan zu finden und ihn endlich anklagen zu können. Wenn die Reihe mit einem anderen Fall weiter gehen sollte, wäre ich wieder dabei, schon weil ich die Figuren sympathisch fand. Fürs Erste bin ich aber froh, dass es jetzt zuende ist.  

Der finale Teil war für mich bedauerlicherweise auch der schwächste Teil von der Trilogie. Was mir gefallen hat war, dass das Buch leicht und schnell zu lesen war.

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