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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Alte Freunde mit Geheimnissen

Haus Waldesruh
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Anna, Lea, Ferdinand und Marco sind seit Schultagen Freunde. 15 Jahre sind seit dem Abitur vergangen, eine lange Zeit, in der sie sich nicht mehr gesehen hatten. Nun gibt es ein Treffen in einem einsam ...

Anna, Lea, Ferdinand und Marco sind seit Schultagen Freunde. 15 Jahre sind seit dem Abitur vergangen, eine lange Zeit, in der sie sich nicht mehr gesehen hatten. Nun gibt es ein Treffen in einem einsam gelegenen Jagdhaus. Doch ein Freund fehlt: Max, der sich kurz nach der Matura umgebracht hat. So ist es kein Wunder, dass dieses Wiedersehen nicht nur Grund zur Freude ist. Alte Konflikte brechen erneut auf und gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht. Bis das Wochenende endgültig eskaliert.

Haus Waldesruh ist eine interessante Geschichte über Freundschaft, Trauer, Rachepläne, Geheimnisse und Machtmissbrauch. Das ist recht gut zu lesen, auch wenn die österreichischen Begriffe mich manchmal etwas ins Stocken brachten. Die Personen an sich sind recht überzeugend dargestellt, doch für meinen Geschmack hätte manches Thema mehr Tiefe vertragen. Auch der Schluss konnte mich nicht ganz überzeugen.

Mein Fazit: Gut erzählter Roman mit einer sehr interessanten Geschichte.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Tanz auf dem Vulkan

Der ewige Tanz
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In einem Berliner Krankenhaus liegt Anita Berber 1928 im Sterben und erinnert sich an ihr kurzes, aufregendes Leben. Gerade einmal 29 Jahre alt ist sie geworden, die skandalträchtige ausgebildete Ballerina. ...

In einem Berliner Krankenhaus liegt Anita Berber 1928 im Sterben und erinnert sich an ihr kurzes, aufregendes Leben. Gerade einmal 29 Jahre alt ist sie geworden, die skandalträchtige ausgebildete Ballerina. Zu freizügig die Kostüme, zu eigenwillig der Tanzstil, zu wild ihr Leben. Und was für ein Leben das war: zwischen Drogen- und Alkohol-Exzessen, mit Männern und Frauen, immer unterwegs von Stadt zu Stadt, durch ganz Europa. Schauspielerin war sie auch, die Berber, hat u.a. mit Fritz Lang gearbeitet.

Diesen Tanz auf dem Vulkan, in einer politisch schweren Zeit beschreibt Steffen Schroeder in seinem Roman aus der Sicht der Tänzerin selber. Die ewige Getriebenheit der Künstlerin, die Sehnsucht nach der Liebe der Eltern, die Suche nach dem Verstanden-Werden der exzentrischen Künstlerin und ihrer Partner, das alles kann man gut nachfühlen. Das liest sich locker und leicht, auch wenn das Thema immer wieder sehr traurig und hart ist.

Mein Fazit: gelungene Roman-Biographie über eine außergewöhnliche Frau.

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Veröffentlicht am 24.01.2025

Im Schatten der Schanze

Die Schanze
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Ein kleines idyllisches Dorf irgendwo in Süddeutschland, überragt von einer Skisprungschanze. Hierher kehrt Ellen Roth aus Hamburg zurück, an den Ort, an dem sie ihre Kindheit und Jugend verbracht hat ...

Ein kleines idyllisches Dorf irgendwo in Süddeutschland, überragt von einer Skisprungschanze. Hierher kehrt Ellen Roth aus Hamburg zurück, an den Ort, an dem sie ihre Kindheit und Jugend verbracht hat und den sie nie wieder betreten wollte. Und genau am Tag ihrer Rückkehr geschieht ein grausamer Mord: Johannes, der Sohn des Bürgermeisters, wird erhängt an der Skischanze gefunden. Ein Zufall? Denn Ellen wurde während der Abi-Party Opfer einer Vergewaltigung und einer der Täter war Johannes. Während Polizei und Ellen nach dem Täter suchen, geschieht ein weiterer Mord und die junge Ärztin muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit stellen.

Im Mittelpunkt des spannenden Thrillers steht ein traumatisiertes Opfer, das zwischen Rachegedanken und Selbstverleugnung hin- und hergerissen ist. Auch die anderen Bewohner des Dorfes, die seinerzeit die abscheuliche Tat aus unterschiedlichen Gründen vertuscht haben, kämpfen mit ihrem Gewissen und dem Wunsch, unbehelligt zu bleiben. Die Handlung kommt dabei eher geruhsam voran, liegt das Hauptaugenmerk des Autors doch auf dem Innenleben seiner Protagonisten. Das ist nicht immer spannend, aber fesselnd und interessant auf jeden Fall.

Mein Fazit: Fesselnder Thriller über Schuld und Traumata. Lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Junggesellinnenabschied des Grauens

Die Villa
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Vier Freundinnen fliegen nach Marbella. Doch der Grund für ihre Reise ist nicht feucht-fröhliches Partyleben. Drei Jahre zuvor waren sie schon einmal auf der Insel um den Junggesellinnenabschied ihrer ...

Vier Freundinnen fliegen nach Marbella. Doch der Grund für ihre Reise ist nicht feucht-fröhliches Partyleben. Drei Jahre zuvor waren sie schon einmal auf der Insel um den Junggesellinnenabschied ihrer Freundin Aiofe zu begehen. Nach dem tragischen Ende, bei dem die Braut ermordet wurde, ist nichts mehr wie zuvor und vor allem Dani, die kaum noch Erinnerungen an den mörderischen Trip hat, will unbedingt herausfinden, was damals auf der Insel wirklich geschah. So beginnt ein Trip in die Vergangenheit, der die vier Frauen erneut in Gefahr bringt.

Dieser wirklich spannende Thriller besticht vor allem durch seine Perspektivwechsel. Passagen der Gegenwart wechseln sich immer wieder mit Erinnerungen an die Reise vor drei Jahren ab. Dazu werden die einzelnen Abschnitte im stetigen Wechsel aus der Sicht der Freundinnen erzählt. Auf diese Weise wird die Geschichte nach und nach enthüllt, man meint, den Mörder zu kennen, doch mit dem nächsten Puzzlestück sieht alles wieder ein wenig anders aus. Die Atmosphäre ist jederzeit stimmig, die Partyinsel Marbella, die wunderschöne Villa, das ist alles hervorragend beschrieben.

Mein Fazit: ein echter Pageturner. Klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 27.12.2024

Auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit

Stalker – Er will dein Leben.
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Eric Sanders könnte kaum glücklicher sein: gerade erst wurde ein Tatort mit ihm in einer Hauptrolle ausgestrahlt und Publikum und Kritiker sind begeistert von dem aufstrebenden Schauspieler. Da taucht ...

Eric Sanders könnte kaum glücklicher sein: gerade erst wurde ein Tatort mit ihm in einer Hauptrolle ausgestrahlt und Publikum und Kritiker sind begeistert von dem aufstrebenden Schauspieler. Da taucht in den sozialen Medien ein Fake-Account unter seinem Namen auf und Eric wird von einem mysteriösen Mann verfolgt. Schließlich werden seine Frau und sein Sohn entführt und der mysteriöse Stalker fordert von Eric, er soll in aller Öffentlichkeit gestehen, er sei nicht Eric Sander und er hätte ein Kind getötet. Fieberhaft versucht Eric, seine Familie zu retten und gleichzeitig, seine eigenen Vergangenheit zu erforschen.

Wieder hat Arno Strobel einen spannenden Thriller um ein interessantes Thema abgeliefert.
Leider konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen, zu konstruiert und unglaubwürdig die Geschichte, kein Sympathieträger im gesamten Buch und einige Personen, die eingeführt wurden und dann nie wieder auftauchen, was zu offenen Enden und vielen Fragezeichen führt. Dabei ist das Thema wirklich gut gewählt und es gibt einige wirklich gute und nicht unbedingt vorhersehbare Wendungen. Das Ganze ist gewohnt gut geschrieben und bringt so gute Unterhaltung.

Mein Fazit: spannender Thriller mit ein paar Schwächen.

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