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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2021

Sophie ermittelt wieder

Sophie und die Krimifrauen vom alten Bahnhof -2-
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Sophie hat ihre Detektei nach der Geburt ihrer Zwillinge erst mal auf Eis gelegt, denn sie möchte voll für ihre Kinder da sein. Ihre Großmutter Laura trifft sich natürlich weiter mit den Krimifrauen im ...

Sophie hat ihre Detektei nach der Geburt ihrer Zwillinge erst mal auf Eis gelegt, denn sie möchte voll für ihre Kinder da sein. Ihre Großmutter Laura trifft sich natürlich weiter mit den Krimifrauen im Café Schokohimmel im alten Bahnhof. Dort gibt es immer wieder neue Fälle, so dass auch Sophie etwas mitbekommt und ihre Fähigkeiten einbringen kann. Acht Fälle werden in diesem Buch beschrieben, bei denen es unterschiedlich ist, wer ermittelt. Mal sind es die Krimifrauen oder Sophie alleine, mal sind alle zusammen und auch die kleinen Detektive helfen tatkräftig mit. Das macht die Geschichten sehr abwechslungsreich und die einzelnen Themen sorgen sowieso dafür, dass jede Geschichte anders, aber auf jeden Fall wieder spannend ist. Da geht es zum Beispiel um Katzendiebstahl, Erpressung, Entführung und viele andere Themen.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich muss sagen, dass ich den ersten Band nicht kannte, aber trotzdem habe ich sofort einen Zugang zu den Figuren gefunden und das finde ich gerade bei den Kurzgeschichten schon ideal gemacht. Sie sind problemlos einzeln lesbar, aber wenn man sie am Stück liest, merkt man doch, dass die Geschichte der Figuren im Hintergrund weiter geht. Es sind gemütliche Krimis, bei denen man sich nicht gruseln muss und die man auch mal zwischendurch lesen kann, wenn man nicht so viel Zeit hat.

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Veröffentlicht am 24.05.2021

Wir müssen uns ändern

Ein Appell gegen Tierleid und Naturzerstörung
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Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere und seine Assistentin, Katze Mimi, halten den Menschen in diesem Buch den Spiegel vor und zeigen auf, was im Tierschutz schief läuft, wie zum Beispiel die Haltung der Tiere, ...

Dr. Rodolfo, Anwalt der Tiere und seine Assistentin, Katze Mimi, halten den Menschen in diesem Buch den Spiegel vor und zeigen auf, was im Tierschutz schief läuft, wie zum Beispiel die Haltung der Tiere, die dann zu Fleisch verarbeitet werden oder auch Gerichtsurteile, die nicht zum Wohl des Tieres, sondern für den Menschen entscheiden. Immer wieder wird der Mensch darauf hingewiesen, dass er selber, und zwar jeder einzelne, etwas tun muss, damit diese Welt auch für die Tiere gut wird und nicht nur für die Menschen, die nur an Profit denken und nicht darüber nachdenken, was sie mit ihrer blinden Profitgier anrichten. Manchmal genügen dafür schon Kleinigkeiten, wir müssen nur anfangen und das jetzt.
Dieses Buch hält dem Leser den Spiegel vor und das ist nicht angenehm. Ich würde behaupten, dass die meisten Menschen sich an irgendeiner Stelle oder auch an mehreren Stellen angesprochen fühlen und das verursacht dann schon einen Kloß im Hals. Und das ist gut und wichtig, denn genau dann fängt man auch an und ändert etwas im eigenen Leben, um diesen Kloß nicht mehr zu spüren, wenn man die Zeilen liest.
Mir hat das Buch gut gefallen. Die Eintragungen von Dr. Rodolfo wechseln sich immer wieder mit Gedichten ab, die thematisch sehr gut zu den Texten passen. Auch das Cover finde ich schön und passend.

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Veröffentlicht am 23.05.2021

Spannender Reisebericht

Jäger des verlorenen Paradieses
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In diesem Buch berichtet der Autor von einer Reise im Jahr 1989, die ihn in die Türkei, nach Syrien und Jordanien geführt hat. Als Student der Archäologie und großer Fan von Lawrence von Arabien interessieren ...

In diesem Buch berichtet der Autor von einer Reise im Jahr 1989, die ihn in die Türkei, nach Syrien und Jordanien geführt hat. Als Student der Archäologie und großer Fan von Lawrence von Arabien interessieren ihn die antiken Stätten und Ausgrabungen. Noch recht am Anfang der Reise lernt er eine junge Frau kennen, die nicht alleine reisen möchte und so sehen sie sich die Welt gemeinsam an.
Immer wieder fühlt Stefan auf dem Weg auch die Nähe Gottes und so überdenkt er am Ende noch seinen Berufswunsch.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Reisebeschreibung war sehr anschaulich und ich würde mir wünschen, dass man einige der Stationen auch heute noch besuchen kann, was leider nicht mehr bei allen möglich ist. Besonders toll fand ich die Beschreibung zu Petra, was die einzige Station der Reise ist, die ich auch selber schon gesehen habe. Bei der tollen Beschreibung sah ich alles wieder vor mir. Auch zu der Zeit waren viele Orte schon touristisch erschlossen, so dass man die ursprüngliche Beschaffenheit nicht mehr groß erkennen konnte und auch die Menschen sich schon verändert haben. Das alles wird toll im Buch beschrieben und wer gerne autenthische Reiseberichte liest, in denen nicht nur gute Dinge passieren, sondern auch die Misserfolge erwähnt werden, der bekommt hier ein richtig tolles Buch. Auch das Cover passt sehr gut dazu.

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Kampf gegen den Durst

Abgestürzt im Trockenwald - Dornen des Chaco
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Joe hat einige freie Tage, die er mit seiner Tochter Ivey verbringen möchte. Gemeinsam sind sie bei Albert, Joes Vater in Paraguay im Chaco. Dort in diesem unwirtlichen Gebiet hat er sich eine bequeme ...

Joe hat einige freie Tage, die er mit seiner Tochter Ivey verbringen möchte. Gemeinsam sind sie bei Albert, Joes Vater in Paraguay im Chaco. Dort in diesem unwirtlichen Gebiet hat er sich eine bequeme Farm gebaut und vor allem Ivey ist sehr gerne dort draußen. Sein Vater hat eine Bitte an Joe. Er soll einem Deutschen per Flugzeug ein Gebiet zeigen und den Gast dann mit auf die Farm bringen. Joe macht sich auf den Weg, aber der Pilot hat zu wenig Sprit in die Maschine getan, weil er sich mehr nicht leisten konnte. So kommt es, wie es kommen muss und die Maschine stürzt mitten im Chaco, einem tropischen Trockenwald, ab. Die Suchmannschaften kommen auch nicht weit, weil der Pilot ein anderes Ziel angegeben hatte.
Gemeinsam kämpfen die drei Männer sich durch den Wald, in dem es keine Wege gibt, sondern viele Dornen und wilde Tiere. Am schlimmsten ist der Durst, denn dort gibt es nicht einfach alle paar Meter einen See oder Fluss, wo man Wasser holen kann. Gleichzeitig sind die Männer sich in der Situation natürlich auch nicht ganz grün, was die Sache nicht leichter macht.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Sehr bildhaft und eindringlich wird die Situation der drei Männer geschildert. Man kann sich als Leser alles sehr gut vorstellen. Das ging bei mir so weit, dass ich beim Lesen oft Durst hatte, weil das das Hauptproblem der drei Männer war. Schön fand ich auch die Absätze zwischendrin, in denen Ivey berichtet, wie die Situation jeweils für sie und ihren Großvater war, die natürlich auch in größter Sorge waren.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne Abenteuerromane lesen und hier ist es dann auch noch nach einer wahren Geschichte beschrieben, was es noch authentischer macht. Auch das Cover gefällt mir gut und es passt hervorragend zum Buch.

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Veröffentlicht am 21.05.2021

Das schwarze Schaf der Familie?

Viktor
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Dieses Buch spielt in zwei Zeitebenen. Von 1914 an begleitet man Victor, der in seiner Familie eher das schwarze Schaf und nicht gerade sehr beliebt ist. Er ist nicht das Arbeitstier und bei Frauen hat ...

Dieses Buch spielt in zwei Zeitebenen. Von 1914 an begleitet man Victor, der in seiner Familie eher das schwarze Schaf und nicht gerade sehr beliebt ist. Er ist nicht das Arbeitstier und bei Frauen hat er das Ziel, nicht mehr als drei Treffen pro Frau zuzulassen. In seiner reichen Familie macht das alles nicht gerade den besten Eindruck und so ist es auch noch in nachfolgenden Generationen so, dass über Victor nicht geredet wird, außer als schlechtem Beispiel.
Diese Erfahrung macht 1994 auch Geertje, die viele Fragen hat, zu ihrer Familie und auch zum Judentum, was in ihrer Familie quasi nicht existiert. Sie sagt immer, dass ihre Familie zu den nichtjüdischen Juden gehört. Die Vergangenheit darf gerade bei ihrer Mutter auch nicht erwähnt werden, weil diese nicht daran erinnert werden möchte. So wächst Geertje in dem Bewusstsein auf, dass sie Jüdin ist, weiß aber nicht Recht, was es bedeutet, weil sie niemanden in ihrer Familie wirklich dazu fragen kann. Als sie ihr Studium beginnt und Abstand zu ihren Eltern gewinnt, fängt sie an, sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen, tritt der jüdischen Gemeinde bei und ändert ihren Vornamen in Judith.
Dabei erfährt sie immer mehr über ihre Familie und über Victor, was ihn auch in einem anderen Licht zeigt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Bei den einzelnen Kapiteln wird die Zeit meistens abgewechselt, so dass man sich auch schnell zurechtfindet. Gleichzeitig hat mir auch der Stammbaum vorne im Buch sehr geholfen, wo ich gerade Anfangs immer wieder nachgesehen habe, von welcher Generation die Rede ist.
Das Buch zeigt sehr gut die Probleme auf, mit denen Juden damals, aber auch noch heute umgehen mussten und noch müssen. Bei allen Problemen kommt aber auch der Humor nicht zu kurz im Buch und das hat mir sehr gefallen. Zwischendrin waren immer wieder Sätze, über die ich lachen konnte, was die Geschichte sehr aufgelockert hat. Schnell findet man einen Zugang zu diesem Buch und dann lässt es einen auch nicht mehr los. Auch das Cover gefällt mir.

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