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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2019

Ein Buch aus der Praxis

Die Macht der Affäre
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Die Autorin ist Psychotherapeutin und eine der berühmtesten Paartherapeutinnen der Welt. Ich finde, dass man dem Buch diese Erfahrung mit dem Thema definitiv anmerkt. Es beschreibt sehr anschaulich Beispiele ...

Die Autorin ist Psychotherapeutin und eine der berühmtesten Paartherapeutinnen der Welt. Ich finde, dass man dem Buch diese Erfahrung mit dem Thema definitiv anmerkt. Es beschreibt sehr anschaulich Beispiele aus der Praxis der Autorin und dazu dann auch eine Erklärung, warum die Menschen in dem Moment so gehandelt haben, auch wenn das für Außenstehende im ersten Moment teilweise unverständlich ist.

Aber was sie schreibt, klingt sehr plausibel und wirkt sehr gut recherchiert. Zudem finde ich es eben gut, dass es nicht nur trockene Lektüre über dieses Gebiet der Psychotherapie ist, sondern durch die Beispiele wirkt das Buch sehr interessant. Das Buch ist in vier große Bereiche unterteilt, die der Reihe nach die Themen und Fälle besprechen, in denen Betroffene sich vermutlich alle irgendwo wiederfinden können.

Ich finde es auch sehr interessant zu lesen, wie sie von Patienten berichtet und zu welchen Wegen und Lösungen die Autorin den betroffenen Paaren oder Personen geraten hat. Das Cover gefällt mir gut. Es zeigt angedeutet schön, worum es geht und zusammen mit dem Titel ist es dann sofort klar, was für eine Lektüre man erwarten darf.

Ich würde das Buch vor allem den Menschen empfehlen, die von einer der beschriebenen Situationen betroffen sind, damit die Leser vielleicht Klarheit bekommen, wie es weiter gehen kann. Aber auch wenn man nicht betroffen ist, ist es eine interessante Lektüre, weil man einiges über die Psychologie in einer Beziehung erfahren kann.

Veröffentlicht am 01.04.2019

Ein wichtiges Buch

Die große Heuchelei
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In seinem Buch beschreibt der Autor die Kriege, die es aktuell gibt und wie die Menschen in den Ländern darunter leiden, während die westlichen Länder davon reden, dass die Werte aufrechterhalten werden ...

In seinem Buch beschreibt der Autor die Kriege, die es aktuell gibt und wie die Menschen in den Ländern darunter leiden, während die westlichen Länder davon reden, dass die Werte aufrechterhalten werden müssen, während es eigentlich nur um die eigenen Interessen geht. Es gibt keine sauberen Kriege und weil die Regierungen einem nie die volle Wahrheit sagen, schreibt der Autor seine Bücher.

Ich hatte bisher noch kein Buch des Autors gelesen, fand das vorliegende Buch aber mehr als beeindruckend. Er berichtet über Kriege und die Betroffenen Zivilisten aus erster Hand, denn er sieht sich die Regionen vor Ort an und redet mit den Menschen. Dabei schreibt er nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern beschreibt einfach, was er sieht und über die Kriege weiß.

Genau das macht das Buch für mich so besonders, dass man sich selber sehr viele Gedanken machen muss. Leicht zu lesen ist das Buch nicht, aber das ist bei dem Thema auch klar. Trotzdem ist das Buch sehr lesenswert und wichtig, denn es zeigt einige Themen auf, über die wir Bürger uns Gedanken machen müssen. Auch über die Geschichte lernt man einiges, aber ich fand es immer spannend und nicht zu trocken. Allgemein würde ich das Buch allen empfehlen, die auch mal hinter die Kulissen blicken möchten und aus erster Hand auch von der Seite etwas erfahren möchten, über die man in unseren Medien kaum oder nichts lesen und hören kann.

Veröffentlicht am 12.03.2019

Wirklich ein Jugendbuch?

Deathland Dogs
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Zu diesem Buch bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es wirklich sehr spannend geschrieben und vor allem mit dem Hauptcharakter Jeet wird man sehr schnell warm. Man kann sein Handeln in weiten Teilen verstehen, ...

Zu diesem Buch bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es wirklich sehr spannend geschrieben und vor allem mit dem Hauptcharakter Jeet wird man sehr schnell warm. Man kann sein Handeln in weiten Teilen verstehen, zumindest erging es mir so.

Jeet kann als einer der wenigen noch verbliebenen Menschen lesen und schreiben und soll seine Geschichte aufschreiben und der Nachwelt erhalten. Das fängt er auch gerne an, nur wird es immer schwieriger im Verlauf der Geschichte.

Schon am Anfang des Buches wird darauf hingewiesen, dass auf einige Satzzeichen, vor allem auf Kommas, verzichtet wird und ich muss zugeben, dass ich mich im Verlauf des ganzen Buches nicht recht mit dieser Tatsache anfreunden konnte.

Was ich noch für ein Jugendbuch schwierig fand, war die zum Teil sehr detaillierte Beschreibung von brutalen und blutigen Szenen, bei denen ich als Erwachsene schon schlucken musste.
Aber davon abgesehen fand ich das Buch sehr gut geschrieben und auch das Cover finde ich toll. Es fällt in der Buchhandlung den interessierten Jugendlichen sicher sehr schnell auf.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Ein spannendes Jahrzehnt in Paris

An den Ufern der Seine
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Dieses Buch beginnt fast mitten im Krieg und erst einmal fühlte ich mich ein wenig erschlagen von den vielen Menschen, über die im Buch berichtet wird. Schnell stellt sich aber heraus, dass es vor allem ...

Dieses Buch beginnt fast mitten im Krieg und erst einmal fühlte ich mich ein wenig erschlagen von den vielen Menschen, über die im Buch berichtet wird. Schnell stellt sich aber heraus, dass es vor allem um die drei Schriftsteller Camus, de Beauvoir und Sartre geht, die sozusagen den Kern dieser Geschichte bilden. Während des Krieges und auch danach geht es um das Leben in Paris, das während der deutschen Besatzung natürlich sehr schwer ist, danach aber umso lebendiger ist.

Da sich das Buch um diese Schriftsteller und ihre Freunde und andere Künstler im Paris dieser Zeit dreht, liest es sich wie ein Roman und nicht so sehr wie ein Sachbuch, um das es sich ja eigentlich handelt. Aber ich hatte zwischendurch dieses Gefühl, dass ich immer weiter wissen wollte, was passiert und das kenne ich bei Sachbüchern von mir gar nicht so wirklich.

Empfehlen kann ich dieses Buch allen, die sich für die Geschichte Frankreichs und besonders der Hauptstadt Paris zu dieser Zeit interessieren und die auch ein Interesse an der französischen Literatur haben, die in dieser Zeit entstand. Ich muss zugeben, dass das bei mir bislang nicht der Fall war, aber dieses Buch hat mich doch inspiriert, einige Bücher der vorgestellten Autoren mal lesen zu wollen.

Veröffentlicht am 22.02.2019

Eine indische Familiengeschichte

Wir, die wir jung sind
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Devraj möchte sich zur Ruhe setzen und zwischen seinen drei Töchtern und den beiden Söhnen seines Beraters bricht ein Macht- und Geschlechterkampf los, um den es in diesem Buch geht. Damit ist für mich ...

Devraj möchte sich zur Ruhe setzen und zwischen seinen drei Töchtern und den beiden Söhnen seines Beraters bricht ein Macht- und Geschlechterkampf los, um den es in diesem Buch geht. Damit ist für mich zum Inhalt auch schon fast alles gesagt.
Die Autorin schafft es gut, in ihrem Buch die Stimmung und auch die Lage in Indien zu vermitteln. Allerdings muss ich sagen, dass ich zwar schon ein Interesse an anderen Ländern habe, aber nicht unbedingt viel Vorkenntnisse und ein unbedingtes Interesse an Indien habe. Das ist in diesem Buch aber sicher von Vorteil, da ich sonst stellenweise doch das Gefühl hatte, dass man das auch kürzer und nicht so ausführlich schreiben muss.
Ein Problem hatte ich mit den indischen Namen. Für meine Ohren klingen die teilweise schon ähnlich und ich muss sagen, dass ich bei der Fülle der Charaktere schon meine Probleme hatte und nicht immer wusste, wer jetzt wer war. Das hat für mich den Lesefluss schon behindert, aber andere Leser kommen damit vielleicht auch besser klar.
Das Cover gefiel mir ganz gut. Man hatte auch beim Anfassen schon das Gefühl, dass man frisch getrocknete Farbe auf dem Cover hat und das ist schon sehr besonders.
Empfehlen würde ich das Buch allen, die sich gerne mit der Kultur in Indien auseinandersetzen möchten und dabei auch keine Bedenken haben, dickere Bücher zu lesen.