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Veröffentlicht am 28.10.2018

Nesthäkchen und ihre Familie

Nesthäkchen, Bd. 7, Nesthäkchen und ihre Küken
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Annemarie ist mittlerweile seit 7 Jahren verheiratet und glücklich mit ihrem Mann und den drei Kindern in dem Heim in Lichterfelde. Gemeinsam schaffen sie auch schwere Zeiten, als zum Beispiel einiges ...

Annemarie ist mittlerweile seit 7 Jahren verheiratet und glücklich mit ihrem Mann und den drei Kindern in dem Heim in Lichterfelde. Gemeinsam schaffen sie auch schwere Zeiten, als zum Beispiel einiges im Haus abbrennt, weil die Kinder mit Streichhölzern gespielt haben. Das kann aber wieder aufgebaut werden und trotz Geldsorgen wirkt Annemarie in dem Buch wie eine glückliche Frau im Kreise ihrer Lieben.

Die Kinder werden sehr liebevoll beschrieben, nur stört mich etwas die Sprache, die eben so geschrieben ist, wie Kinder reden und das stört meinen Lesefluss schon ein wenig. Neben der Familie geht es in dem Buch auch noch um Annemaries Freundinnen und dabei vor allem um die „Unzertrennlichen“ Ilse und Marlene, die beide an einem Tag ihre Männer fürs Leben finden.

Insgesamt hat mir das Buch wieder gut gefallen. Da seit dem letzten Buch doch einige Jahre vergangen waren, sieht man Annemaries Entwicklung wieder sehr schön und auch die Familie lernt man schon sehr gut kennen.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Bauchgefühl

Bauch-Gefühl
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Luise Kaller ist seit über 40 Jahren Hebamme und kennt dank ihrer Erfahrung auf die meisten Fragen werdender Mütter die Antworten. Trotzdem ist das Buch nicht nur ein typischer, theoretischer Ratgeber, ...

Luise Kaller ist seit über 40 Jahren Hebamme und kennt dank ihrer Erfahrung auf die meisten Fragen werdender Mütter die Antworten. Trotzdem ist das Buch nicht nur ein typischer, theoretischer Ratgeber, wie alles ablaufen soll. Es wird an vielen Stellen deutlich gemacht, dass in der Praxis einiges anders abläuft als theoretisch vorgesehen und eben dennoch alles in Ordnung ist bei Mutter und Kind. Dies wird auch durch viele Geschichten aus der Praxis deutlich, die Frau Kaller immer wieder in das Buch einfließen lässt.

So begleitet Sie in ihrem Buch die werdende Mutter vom Kinderwunsch bis zu den ersten Monaten mit dem Baby.

Die Autorin beschreibt alles von ihrem Standpunkt aus, argumentiert eben für ihre Meinung. Sollte man eine andere Auffassung haben, muss man sich anderswo noch weiter informieren, wo pro und contra besser beschrieben werden.

Sehr übersichtlich sind auch die Vorsorgeuntersuchungen der Frauen beschrieben und welche die Kasse zahlt. Bei den Untersuchungen, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden, ist sehr gut aufgelistet, welche Untersuchungen sinnvoll sind und was diese kosten.

Auch Fachbegriffe und Abkürzungen, ohne die so ein Buch nicht auskommen kann, werden sehr gut beschrieben, aber da wäre es schön, wenn z.B. am Ende des Buches noch mal einige Begriffserklärungen wären, wo man einfach noch mal nachsehen könnte, wenn der Begriff oder die Abkürzung noch mal auftaucht.

Das Inhaltsverzeichnis und auch das Register am Ende des Buches sind sehr ausführlich und gut, wenn man nach der Lektüre des Buches noch mal gezielt nach etwas suchen möchte.

Was mir negativ auffiel, waren einige Rechtschreib – und Logikfehler im Buch, die hoffentlich in der nächsten Auflage behoben werden. Z.B. ist einmal die Rede davon, dass sich 2/3 bis 4/3 der Frauen für eine Untersuchung entscheiden. Oder der Name einer Firma ist falsch geschrieben.

Von diesen Kleinigkeiten abgesehen ist dieses Buch wirklich eine gute Empfehlung für werdende Mütter und Väter, weil es nicht nur die graue Theorie, sondern eben auch die Praxis aufzeigt.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Yahya Hassan

Yahya Hassan
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Dieses Buch ist ein sehr ungewöhnliches. Das fängt schon bei dem Titelbild an, was gar kein Bild ist, sondern einfach nur der Name des Autors in weißer Schrift auf tiefschwarzem Untergrund. Auf der Rückseite ...

Dieses Buch ist ein sehr ungewöhnliches. Das fängt schon bei dem Titelbild an, was gar kein Bild ist, sondern einfach nur der Name des Autors in weißer Schrift auf tiefschwarzem Untergrund. Auf der Rückseite stehen nur zwei Zeilen, der Klappentext steht innen auf dem Buchdeckel. Wenn man im Geschäft also kein Exemplar zur Ansicht geöffnet hat, weiß man nicht wirklich, auf was man sich mit dem Buch einlässt. Schon der Einband des Buches ist sehr ungewöhnlich und ein solches Buch habe ich noch nie gesehen. Es wirkt wie eine Mischung aus Taschenbuch und gebundenem Buch und liegt gut in der Hand.

Der Inhalt ist ebenfalls ungewöhnlich. Das Buch besteht nur aus Gedichten, die aber allesamt eine Geschichte erzählen. Die Geschichte ist die Kindheit und Jugend des Autors, der es wahrlich nicht leicht in seinem Leben hatte. Das wird in den Gedichten sehr deutlich. Dass die Gedichte alle nur in Blockschrift geschrieben sind, fand ich anfangs etwas störend, aber andererseits zeigt die durchgehend große Schrift auch noch mal, wie eindringlich der Autor seine Geschichte erzählen möchte. Auch zum aufmerksamen Lesen trägt die große Schrift mit bei.

Aus vielen Gedichten wird die Wut des Autors auf das ganze System sehr deutlich. Der Vater, der ihn geschlagen hat, hat ihm nie das Gefühl der Zugehörigkeit gegeben und auch seine Mutter und die Geschwister hatten scheinbar genug mit sich selber zu tun. In der neuen Heimat konnte die Familie auch nicht ankommen, weil der Vater verboten hat, die Sprache des Landes zu sprechen. So wird Integration natürlich schwierig und ein Teufelskreis aus Hass und Gewalt entstand.

Einige der Gedichte konnte ich mir nicht durchlesen, ohne schlucken zu müssen. Es ist schon unglaublich, was der noch sehr junge Autor in seinem Leben schon alles durchlitten hat, aber auch, was für Leid er anderen Menschen zugefügt hat. Man kann nur hoffen, dass er durch die Gedichte einen Weg findet, dieser Spirale zu entkommen. Ich fand das Buch sehr beeindruckend, aber es ist sicher nicht für jeden etwas und man muss sich ein Stück weit darauf einlassen.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Interessantes Buch zur Integration

Die Ungehaltenen
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Das Cover dieses Buches wirkt sehr einfach und fällt gerade dadurch auf. Das Buch selber hat mich überzeugen können. Die Sprache des Autors ist sehr unterschiedlich, aber immer sehr gut zu verstehen und ...

Das Cover dieses Buches wirkt sehr einfach und fällt gerade dadurch auf. Das Buch selber hat mich überzeugen können. Die Sprache des Autors ist sehr unterschiedlich, aber immer sehr gut zu verstehen und so ist es kein Problem, dem Handlungsverlauf folgen zu können. Die Handlung zeigt auf, wie schwer es auch für die junge Generation der Migranten ist, sich in unserem Land zurechtzufinden und richtig einzuleben. Auch wenn Cemo im Buch zu Elyas sagt, dass seine Generation nun etwas tun und kämpfen müsse (Seite 32), wird doch im Verlauf des Buches klar, dass es gar nicht so einfach ist, auch wenn viele dieser Menschen in Deutschland geboren und aufgewachsen sind und die Sprache gut beherrschen.

Man begleitet Elyas auf der Suche nach seinen Wurzeln und danch, was er aus seinem Leben machen möchte. Dieser Weg ist schon sehr gut beschrieben und da alles aus der Sicht von Elyas geschrieben ist, kann man sich sehr gut in diese Person hinein versetzen. Irgendwie konnte ich ihn teilweise sogar verstehen, auch wenn ich ihm schon ab und an gerne einen Tritt gegeben hätte. Da sehr viel wörtliche Rede in dem Buch vorkommt, kann man auch die Gedanken der anderen Protagonisten gut verfolgen. Ich kann das Buch auf jeden Fall den Menschen empfehlen, die Interesse an der Migration haben und die erfahren möchten, was die Menschen mit ausländischen Wurzeln antreibt und wie sie sich bei uns fühlen.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Zwölf Leben

Zwölf Leben
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In diesem Buch geht es um Hattie, die elf Kinder auf die Welt gebracht hat. Auch von einem Enkelkind wird erzählt. Zwölf Leben sind es, die sich völlig unterschiedlich entwickeln. Als Hattie aus dem Süden, ...

In diesem Buch geht es um Hattie, die elf Kinder auf die Welt gebracht hat. Auch von einem Enkelkind wird erzählt. Zwölf Leben sind es, die sich völlig unterschiedlich entwickeln. Als Hattie aus dem Süden, genauer gesagt aus Georgia, nach Philadelphia in den Norden kommt, ist es für sie eine ganz andere Welt, weil sie das Gefühl hat, auch als dunkelhäutige Frau etwas erreichen zu können, was im Süden ganz unmöglich scheint. Genau deswegen gibt sie ihren ersten Kindern, den Zwillingen auch die Namen Philadelphia und Jubilee, die eben diese Freude und Hoffnung zum Ausdruck bringen sollen. Dass sich die Hoffnung nicht erfüllt, wird in diesem Buch sehr gut und eindringlich beschrieben.

Die Kapitel sind so aufgeteilt, dass es immer um eines oder zwei der Kinder oder um das Enkelkind geht. Dabei sind die Kapitel im Grunde wie Kurzgeschichten aufgebaut, weil man sie auch alleine lesen und verstehen könnte. Aber die gesamte Geschichte wird doch erst dann deutlich, wenn man die Kapitel hintereinander liest, wie es bei einem Roman eben üblich ist. Auf einer der letzten Seiten gibt es einen Stammbaum, der gut aufgebaut ist und einem hilft, den Überblick zu bewahren, wessen Geschichte wann erzählt wird.

Alles in allem ist es ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es bringt die Geschichte der dunkelhäutigen Bevölkerung in Amerika in dieser Zeit sehr gut rüber und scheint auch allgemein sehr gut recherchiert zu sein. Über die Geschichten der Kinder wird auch die Geschichte von Hattie erzählt, die es in ihrem Leben trotz all der Hoffnungen nicht leicht hatte, weil diese sich einfach nicht erfüllt haben. Trotz des nicht ganz leichten Themas ist es ein Buch, das ich verschlungen habe und in dem ich in jeder freien Minute weiter lesen wollte.