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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2018

Die Tafelrunde ist wieder da

Ritter reloaded - Die Tafelrunde kehrt zurück
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Michael wundert sich sehr, als er bei der erneuten Hochzeit seiner Mutter von niemand geringerem als Merlin, dem unsterblichen Zauberer, erfährt, dass er einer der Ritter der Tafelrunde ist. Er muss nur ...

Michael wundert sich sehr, als er bei der erneuten Hochzeit seiner Mutter von niemand geringerem als Merlin, dem unsterblichen Zauberer, erfährt, dass er einer der Ritter der Tafelrunde ist. Er muss nur die anderen Ritter finden und mit ihnen zusammen das Böse erneut bekämpfen. Die Idee, die hinter dem Buch steckt, finde ich ganz gut, aber ich muss sagen, dass Michael sich für meinen Geschmack zu wenig gewundert hat, als er erfahren hat, dass er ein Ritter der Tafelrunde sei. Dafür, dass er vorher gedacht hat, dass er ein normaler Junge sei, ist das schon etwas komisch.

Dass die Ritter ausgerechnet seine beiden besten Freunde sind, ein Junge und ein Mädchen, dazu noch ein neuer Schüler, ist auch recht komisch, weil es mir einfach zu glatt läuft. Außerdem finde ich es auch ungewöhnlich, dass König Artus nur drei Ritter an seiner Seite hat, wo es in der Sage doch deutlich mehr Ritter waren. Aber es ist eben ein Kinderbuch und als solches kann man über solche Feinheiten auch eher hinwegsehen. Und als Kinderbuch war es auch durchaus empfehlenswert, weil es sehr schön beschreibt, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind.

Bei dem Ende des Buches würde ich vermuten, dass es sich um eine Reihe handelt und das nur der Auftakt war. Das könnte ich mir auch gut vorstellen, weil es sicher noch viele Geschichten um König Artus und seine Ritter zu erzählen gibt. Für jemanden, der sich für Ritter interessiert, würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen. Schon das Cover wirkt sehr einladend, weil es auch gut zeigt, wie wichtig es ist, dass Freunde zusammenhalten.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Der Gast im Garten

Der Gast im Garten
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Auch wenn das Buch nicht wirklich dick ist und man es auch schnell durchgelesen hat, so ist es trotzdem ein Buch, das man so schnell nicht vergisst. Ein Ehepaar hat ein Gartenhaus von einer großen Villa ...

Auch wenn das Buch nicht wirklich dick ist und man es auch schnell durchgelesen hat, so ist es trotzdem ein Buch, das man so schnell nicht vergisst. Ein Ehepaar hat ein Gartenhaus von einer großen Villa gemietet und fühlt sich dort auch wohl. Dass trotzdem etwas gefehlt hat, merken sie erst, als Chibi in der Gasse auftaucht. Erst ist sie eine Streunerin, doch dann nimmt sich die Nachbarsfamilie ihrer an und macht sie zu ihrer Katze. Auch wenn das Ehepaar im Gartenhaus nie daran gedacht hat, sich Tiere anzuschaffen und es auch laut Mietvertrag verboten ist, so merken sie doch, dass sich etwas in ihrem Leben verändert, als Chibi immer öfter in ihrem Garten und später auch in ihrem Häuschen auftaucht. Das Haus wird zum zweiten Zuhause von Chibi, oder Glöckchen, wie das Ehepaar Chibi wegen des Glöckchens am Halsband nennt.

Mir hat besonders die poetische Sprache des Buches gefallen, auch wenn die Beschreibungen des Gartens oder auch der Tätigkeiten des Ehepaares teilweise ein wenig zu viel Raum einnehmen. Ich frage mich, ob dieses Buch ein autobiografisches ist oder zumindest so ähnlich wirklich passiert ist. Es wird nicht wirklich erwähnt und liest sich wie ein Roman, aber der Autor ist vor dem Schreiben von Büchern Verlagslektor gewesen, wie auch der Ehemann im Buch. Neben der Sprache gefielen mir auch die Illustrationen sehr gut, die perfekt zum Buch passen. Für einen Katzenliebhaber ist es auf jeden Fall die perfekte Lektüre, auch wenn leider ein Happy End für Chibi fehlt.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Wissen, das man nicht wirklich braucht

What The Fact!
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Ich kannte die beiden Autoren noch nicht, bevor ich von diesem Buch erfahren habe, da ich nicht so wirklich häufig auf YouTube unterwegs bin. Aber wenn man dort mal schaut, scheinen die beiden auf jeden ...

Ich kannte die beiden Autoren noch nicht, bevor ich von diesem Buch erfahren habe, da ich nicht so wirklich häufig auf YouTube unterwegs bin. Aber wenn man dort mal schaut, scheinen die beiden auf jeden Fall schon sehr bekannt zu sein. Ich kenne nun aber nur das Buch, das mir gut gefallen hat. Einige der Fakten im Buch habe ich schon mal gehört, aber viele waren mir auch völlig neu. Dabei weiß ich nun nicht, ob ich mir diese Dinge merke, um sie irgendwann mal anbringen zu können, aber vielleicht fallen sie mir ja in der richtigen Gesprächssituation auch mal ein. Dann glaube ich schon, dass man mit dem eigentlich unnützen Wissen auch punkten kann.

Die Fakten im Buch sind eine gute Mischung aus skurrilen, lustigen, aber manchmal auch durchaus lehrreichen Dingen. So hätte ich zum Beispiel nicht gewusst, woher der Ausspruch "Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts" kommt, oder woher der Inbus-Schlüssel seinen Namen hat. Auch wenn man das Buch schnell durch hat und man die genannten Fakten nicht wirklich kennen muss, so macht es doch Spaß, es zu lesen. Auch die Passagen über die Autoren selbst sind interessant zu lesen.

Auch die Aufmachung ist sehr schön. Da gibt es Fotos der Autoren und auch mal ein Bild, bei dem man die Zahlen verbinden muss, um das Bild zu sehen. Am unteren Rand kann man wie bei einem Youtube-Video sehen, wie weit man schon ist und wie viel man noch vor sich hat. Einige Fakten sind fett gedruckt. Diese hielt ich erst mal für Überschriften, was aber nicht so ist, wahrscheinlich soll dadurch einfach die Seite aufgelockert werden. Das alles macht das Buch schon zu einem sehr guten Begleiter in Situationen, in denen man sich sonst langweilen würde, wie bei der Zugfahrt oder im Wartezimmer.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Schön für Fußballfans

Vor der Glotze zum Weltmeister
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Nachdem ich Fußball auch nur immer vor der Flimmerkiste verfolge und nicht selber spiele, hat mich der Titel des Buches direkt angesprochen. Auch das Cover gefällt mit gut, auf dem groß der Titel steht ...

Nachdem ich Fußball auch nur immer vor der Flimmerkiste verfolge und nicht selber spiele, hat mich der Titel des Buches direkt angesprochen. Auch das Cover gefällt mit gut, auf dem groß der Titel steht und ein Fernseher von früher und ein Fußball abgebildet sind. Auch dass es hauptsächlich um die beiden Weltmeisterschaften von 1990 und 2014 geht, kann man auf dem Titel schon lesen.

Aber es geht nicht nur um diese beiden Weltmeisterschaften, auch wenn sie im Buch eben den größten Teil einnehmen. Es geht aber auch darum, wie der Autor überhaupt Fußball-Fan geworden ist und es noch immer geblieben ist. Und vor allem geht es auch um die Menschen, mit denen der Autor die Spiele zusammen verfolgt und auch um die Kommentare, die da abgegeben werden. Das ist schon sehr interessant und meistens auch lustig, was man da lesen kann. Auch wenn man die Ergebnisse kennt oder nachlesen kann, ist es schön, es zu lesen, wie die Spiele dort wahrgenommen wurden und eben auch kommentiert wurden.

Bei den Texten zur WM 1990 ist es für mich nicht ganz so spannend, weil ich zu der Zeit noch zu jung war, um die Spiele zu schauen und mich für Fußball zu interessieren. Aber trotzdem ist es interessant, vom persönlichen WM-Studio des Autors zu lesen, das er aufgrund einer Verletzung eröffnet hat, weil er nicht in die Kneipe gehen konnte. So trifft er sich mit seinen Freunden und auch mal mit seinem Bruder bei sich zu Hause, wo er das Bein hochlegen kann.

Noch schöner fand ich doch die Texte und Kommentare zur WM 2014, weil ich die Spiele auch alle verfolgt habe und mich daran natürlich auch noch gut erinnern kann. Alles in allem kann ich das Buch für Fußballfans schon sehr empfehlen und auch die Leute, die sich nur bei der WM oder EM für Fußball interessieren, dürften ihre Freude an dem Buch haben.

Veröffentlicht am 23.10.2018

Das Mädchen im roten Mantel

Das Mädchen, das rückwärts ging
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Bei diesem Buch gefiel mir auch schon die Aufmachung sehr gut. So etwas habe ich noch nie gesehen, dass die hintere Klappe komplett über die Seiten geschlagen war. Auch sonst wirkt die Aufmachung des Buches ...

Bei diesem Buch gefiel mir auch schon die Aufmachung sehr gut. So etwas habe ich noch nie gesehen, dass die hintere Klappe komplett über die Seiten geschlagen war. Auch sonst wirkt die Aufmachung des Buches sehr wertig und schön. In den Klappen ist ein Interview mit der Autorin, was ich aber eigentlich erst nach dem Lesen der Geschichte lesen würde, da schon einige kleine Details verraten werden. Besonders schön fand ich auch die kurzen Kapitel, die in der Ich-Perspektive immer im Wechsel etwas aus dem Leben von Carmel und ihrer Mutter Beth erzählen.

Dieses Buch hat eine ungeheure Intensität. Man ist sofort mit den Protagonisten vertraut und mitten in der Geschichte. Erst lernt man Carmel und ihre Mutter zusammen kennen und die beiden verstehen sich schon gut, auch wenn es natürlich manchmal auch Streit gibt. Dann kommt Carmels Geburtstag und der Besuch im Labyrinth, bei dem Carmel verloren geht. Beth macht sich große Sorgen, aber am Ende findet sie die schlafende Carmel wieder.

Bei einem Elternsprechtag erfährt Beth dann von einem Lehrer, dass Carmel während eines Schulausflugs auch schon mal weg war und erst später wieder träumend auf einer Bank gefunden wurde. Beth wird gesagt, dass ihre Tochter hochbegabt ist, aber manchmal in ihrer eigenen Welt versinkt. So ist es auch an dem Tag, als sie verschwindet. Bei einem Festival ist ihr zu viel Rummel in einem Zelt und sie verkriecht sich unter einem Tisch. Dort findet sie ein Buch, das ihr als kleines Kind sehr gefallen hat. Sie liest es und erst viel später merkt sie, dass sie noch immer unter dem Tisch hockt und sie sucht ihre Mutter.

Doch statt ihrer Mutter nimmt sich ein älterer Mann ihrer an und behauptet, ihr Großvater zu sein. Er nimmt sie mit und sagt, ihre Mutter hätte einen Unfall gehabt. Später heißt es, sie sei an den Folgen des Unfalls gestorben, was für Carmel natürlich ein heftiger Schock ist. Bei ihrem angeblichen Großvater und dessen Frau mit ihren Zwillingen lernt sie ein ganz anderes Leben kennen. Auf der anderen Seite erfährt man von Beth, wie sie die Jahre zwischen hoffen und bangen verbringt.

Und genau dieser wirklich gelungene Einblick in die Gefühlswelt der Betroffenen macht das Buch so toll. Es ist unheimlich spannend zu lesen, wie die beiden, die hauptsächlich betroffen sind, mit der Lage der Dinge zurecht kommen und umgehen. Und man lernt über Carmel, dass sie wirklich ein ganz besonderes Kind ist. Und dieses Buch ist auch ein besonderes, an das man nach der Lektüre noch lange denken wird.