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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2018

Style hat viele Facetten

Lass uns über Style reden
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Ich muss erst einmal sagen, dass ich den Autor bisher nicht kannte, da ich auch die Sendungen nicht gesehen habe, in denen er eine zentrale Rolle spielt. Trotzdem interessierte mich einfach die Message, ...

Ich muss erst einmal sagen, dass ich den Autor bisher nicht kannte, da ich auch die Sendungen nicht gesehen habe, in denen er eine zentrale Rolle spielt. Trotzdem interessierte mich einfach die Message, die er mit seinem Buch rüberbringen möchte und diese fand ich auch beim Lesen des Buches sehr interessant. Auch wenn der Autor in der Modebranche tätig ist, ist für ihn Style eben nicht nur eine Frage der Mode, sondern es hat viel mehr Gesichter.

Auch wenn ich mich für das Thema Mode überhaupt nicht groß interessiere, fand ich das Buch schon interessant, weil es eben auch zeigt, dass es nicht (nur) von der Mode abhängt, ob jemand Style hat. Es hängt vom Musikgeschmack ab und auch von vielen weiteren Faktoren. Zusätzlich zu den reinen Sachthemen gibt es auch immer wieder persönliche Geschichten des Autors, die auch sehr interessant sind.

Das Cover finde ich nicht schlecht, aber ich muss sagen, dass ich mir das Buch anhand des Covers nicht näher angesehen hätte, wenn ich es in der Buchhandlung gesehen hätte. Trotzdem passt es gut zu dem Buch und für Leute, die schon Fans des Autors sind, wird es sicher auch perfekt sein.

Veröffentlicht am 03.10.2018

Mit 105 Jahren noch voll im Leben

Ein Diktator zum Dessert
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Rose ist 105 Jahre alt und besitzt ein Restaurant in Marseille. Nun hat sie beschlossen, endlich ihre Memoiren zu schreiben und da gibt es einiges zu berichten. Geboren in Armenien, wird ihre Familie beim ...

Rose ist 105 Jahre alt und besitzt ein Restaurant in Marseille. Nun hat sie beschlossen, endlich ihre Memoiren zu schreiben und da gibt es einiges zu berichten. Geboren in Armenien, wird ihre Familie beim Völkermord umgebracht und sie ist schon als Kind auf sich alleine gestellt. Auf dem Weg trifft sie auf einen Salamander und dieses Tier begleitet sie fortan für eine sehr lange Zeit.

Auf Umwegen kommt sie nach Frankreich, wo sie in Paris eine Familie gründet und ein Restaurant eröffnet. Es stellt sich heraus, dass ihr Ex-Mann jüdische Wurzeln hat und nachdem er und die beiden gemeinsamen Kinder deportiert wurden, wendete sich Rose an Heinrich Himmler, der in sie verschossen war. Aber auch er konnte nichts daran ändern, dass ihre Lieben verstorben sind.

Der Weg von Rose geht weiter über die USA, China und schließlich wieder zurück nach Frankreich. Trotz allem Unglück, das Rose widerfahren ist, wollte sie immer leben und auch Rache an denjenigen üben, die ihre Lieben auf dem Gewissen haben.

Etwas gestört haben mich an dem Buch die ganzen Themen um die Bettgeschichten von Rose mit ihren Männern und Frauen. Auch die Tatsache, dass Rose so viele Menschen in hohen Positionen aus allen Ländern kannte und immer mal wieder auch auf ihre Art Rache übte, wirkte nicht eben realistisch. Aber abgesehen davon hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Die Sprecherin kann die Geschichte sehr gut vermitteln und ich konnte ihrer Stimme gut folgen, was nicht bei allen Sprechern der Fall ist. Auch zu der Geschichte um Rose passt die Stimme sehr gut. Auch das Cover gefällt mir, auch wenn es nicht eben aussagekräftig ist, was die Geschichte angeht.

Veröffentlicht am 02.10.2018

Alleinerziehend mit Zwillingen

Esst euer Eis auf, sonst gibt's keine Pommes
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Katja Zimmermann beschreibt in ihrem Buch die Erfahrung, die sie als Alleinerziehende mit ihren Zwillingen gemacht hat. Noch während ihrer Schwangerschaft teilt ihr Freund ihr mit, dass sie das alleine ...

Katja Zimmermann beschreibt in ihrem Buch die Erfahrung, die sie als Alleinerziehende mit ihren Zwillingen gemacht hat. Noch während ihrer Schwangerschaft teilt ihr Freund ihr mit, dass sie das alleine machen muss, weil er zu seiner Freundin nach Australien ziehen möchte. Somit ist die Autorin von Anfang an mit ihren Zwillingen alleine.

Der Alltag ist natürlich nicht einfach, aber Katja Zimmermann macht das Beste aus der Situation und sorgt dafür, dass es sowohl ihren Kindern als auch ihr selber gut geht. Da der Vater der Kinder weit weg ist, sucht sie sich Hilfe bei ihren Eltern und auch bei Freunden, die ihr die Kinder mal einige Zeit abnehmen, damit sie mal etwas unternehmen oder auch arbeiten gehen kann.

Das ist ihr immer wichtig, dass sie auch mal Ruhephasen bekommt, weil sie nicht 24 Stunden am Tag für ihre Kinder da sein kann. So beschreibt sie schon einige Nachteile von Alleinerziehenden anhand ihres eigenen Beispiels. Aber trotzdem werden auch immer wieder Vorteile genannt, wie zum Beispiel, dass man immer selber entscheiden kann und nicht alles immer mit dem Partner besprechen muss.

Somit ist das Buch keines, in dem die betroffene Frau nur über die Situation jammert, in die sie da geraten ist. Für mich zeigt die Autorin in dem Buch in erster Linie, dass sie mit ihren Kindern sehr glücklich ist, auch wenn die kleine Familie es nicht immer leicht hatte. Das gefällt mir an dem Buch sehr gut.

Auch wenn man selber nicht in einer ähnlichen Situation ist, finde ich das Buch dennoch sehr interessant. Viele Themen im Buch regen zum Nachdenken an, wenn zum Beispiel beschrieben wird, was in der Politik verbessert werden sollte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es trotz des eher ernsten Themas doch eine sehr kurzweilige Unterhaltung bietet.

Veröffentlicht am 02.10.2018

Männertypen unterscheiden lernen

Der letzte Scheißkerl
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Bei dem rosafarbenen Cover dachte ich erst an einen fröhlichen Frauenroman, aber als ich dann den Titel las, war es mir schon klar, dass es etwas anderes sein muss. "Der letzte Scheißkerl" ist ein Ratgeber ...

Bei dem rosafarbenen Cover dachte ich erst an einen fröhlichen Frauenroman, aber als ich dann den Titel las, war es mir schon klar, dass es etwas anderes sein muss. "Der letzte Scheißkerl" ist ein Ratgeber für Frauen, der von einem Mann geschrieben wurde. Es werden verschiedene Männertypen beschrieben und auch, von welchen Typen man besser Abstand halten sollte.

Da das nicht das erste Buch des Autors zu dem Thema ist, hat er schon viele Zuschriften von Leserinnen vor allem seines Buches "Scheißkerle" bekommen und gesammelt. In diesen Zuschriften erkannte er die Muster, die immer wieder bei bestimmten Männertypen passieren und auf die man sich als Frau einstellen kann, wenn man mit so einem Typ Mann zusammen ist.

In dem Buch geht es dann auch um die Ängste, die man in einer Partnerschaft hat und damit verbunden auch um die Hoffnung, dass alles doch noch besser werden kann. Gerade diese Hoffnung, an die man sich dann klammert, erweist sich oft als trügerisch und retten kann man damit oftmals nichts. Man muss den Tatsachen ins Auge blicken und daran arbeiten.

Dieser Ratgeber ist eine gute Mischung aus gut recherchierter Analyse und Geschichten über Personen, die Beziehungen miteinander führten und die dann oftmals aus verschiedenen Gründen zumindest auf die Dauer nicht funktioniert haben. Die Erklärungen, warum diese Beziehungen nicht funktioniert haben, waren sehr gut und ich denke, dass aus diesem Buch jeder etwas für sein Leben mitnehmen kann, was dabei weiterhilft, gewisse Typen an Menschen zu erkennen und vielleicht auch zu durchschauen, bevor man sich mit ihnen einlässt.

Mir gefällt es an dem Buch, dass es nicht so ernst geschrieben ist, obwohl es ein Ratgeber ist. Aber durch die Portion Humor lässt es sich viel besser lesen, als wenn man einen trockenen Ratgeber vor sich hätte. Und durch die Geschichten von betroffenen Frauen kann man sich vielleicht eher eingestehen, dass es einem selber so geht. Das ist manchmal leichter, wenn man merkt, dass man mit dem Problem nicht alleine in der Welt ist.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders gut gefiel mir ein Satz, der auch der letzte Satz des Buches ist. Er lautet: "Nicht Gefühle sind das Problem, sondern wie wir sie bewerten." Das ist schon ein wichtiger Punkt, da man Gefühle immer auch in verschiedene Richtungen deuten kann und dies führt auch mal zu Missverständnissen. Ich muss sagen, dass ich vermutlich ein anderes Cover gewählt hätte, aber mit der Farbe wird es den Frauen in der Abteilung für Beziehungsratgeber sicher auffallen und das ist natürlich auch das Ziel.

Veröffentlicht am 02.10.2018

Ein Bild und seine Fälschung

Das letzte Bild der Sara de Vos
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Auch wenn ich von Kunst nicht viel verstehe, habe ich diesen Roman doch sehr genossen. Schon das Cover ist einfach toll, auf dem scheinbar hinter einem geschwungenem Tuch aus Leinen ein kleines Stück des ...

Auch wenn ich von Kunst nicht viel verstehe, habe ich diesen Roman doch sehr genossen. Schon das Cover ist einfach toll, auf dem scheinbar hinter einem geschwungenem Tuch aus Leinen ein kleines Stück des Bildes sichtbar wird. Das macht schon sehr neugierig auf den Inhalt und ich muss sagen, dass dieser mich nicht eine Minute lang enttäuscht hat.

Sara de Vos ist die erste Malerin, die im Jahr 1631 in die Meistergilde in Amsterdam aufgenommen wird. Trotzdem ist über diese Frau nur sehr wenig bekannt und scheinbar nur ein Kunstwerk erhalten. Dieses hängt über dem Bett von Marty de Groot und seiner Frau Rachel. Im November 1957 wird das Bild allerdings gestohlen und durch eine sehr gute Kopie ausgetauscht. Marty versucht alles, um sein Bild wieder zu bekommen und engagiert sogar einen Detektiv.

Der bringt sie auf die Spur der Fälscherin Ellie Shipley, die eigentlich Studentin und Restauratoin ist. Unter falschem Namen umgarnt Marty die Frau, um seinem Kunstwerk auf die Spur zu kommen. Die letzte Zeitebene führt den Leser ins Jahr 2000 auf eine Kunstausstellung in Sydney. Dort sind dann das Original, die Fälschung, Ellie und Marty vereint und es wird noch einmal spannend. Die Zeitebenen sind in dem Buch gemischt, aber durch die Kapitelüberschrift weiß man als Leser sofort, in welcher Zeit und an welchem Ort man sich gerade befindet.

Es ist eine sehr spannende Geschichte von Anfang an bis zum Ende. Als Leserin fieberte ich richtig mit, was wohl mit den Charakteren passieren wird. Die Hauptcharaktere waren auch alle richtig sympathisch, was eher selten bei einem Buch der Fall ist. Sicher ist das Buch für Kunstliebhaber sehr interessant, weil es einige Einblicke in den Aufbau von Gemälden gibt. Aber auch dann, wenn einen die Kunst nicht so sehr interessiert, ist es ein sehr spannendes Buch. Für mich ist es auf jeden Fall das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe.