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Veröffentlicht am 16.02.2023

Wunderbarer Roman einer Hamburger Familie!

Blankenese - Zwei Familien
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Blankenese, das neue Buch von Michaela Grünig handelt von zwei Familien.
Die Familien Casparius und Familie Hansen könnten unterschiedlicher nicht sein. Familie Casparius gehört die gleichnamige Reederei ...

Blankenese, das neue Buch von Michaela Grünig handelt von zwei Familien.
Die Familien Casparius und Familie Hansen könnten unterschiedlicher nicht sein. Familie Casparius gehört die gleichnamige Reederei und Familie Hansen lebt in ärmlichen Verhältnissen, seit der Familienvater Kapitän Hansen bei einem Schiffsunglück mit einem Schiff der Reederei Casparius verunglückte.
John Casparius kehrt 1919 aus dem Krieg zurück. Die Reederei kämpft ums Überleben und nachdem ihm seine Verlobte den Laufpass gegeben hat, ist er verzweifelt genug darüber nachzudenken, ob es überhaupt noch einen Grund gibt weiterzuleben. Da lernt er Leni Hansen kennen. Die junge Frau beeindruckt ihn schwer und er setzt alles daran, sie näher kennenzulernen. Obwohl die Familie Casparius für den Tod ihres Vaters verantwortlich ist, fühlt sich auch Leni zu John hingezogen. Deshalb nimmt sie Johns Heiratsantrag an, obwohl sie spürt, dass sie bei seiner Familie nicht willkommen ist. Leni setzt sich aber durch und die beiden sind sehr glücklich miteinander, obwohl es in der Reederei große finanzielle Schwierigkeiten gibt.
Doch dann erfährt John, dass die Familie Hansen seiner Familie die Schuld am Tod von Kapitän Hansen gibt. Fassungslos glaubt er, dass Leni ihn nie geliebt hat und nur ausgenutzt hat. Obwohl Leni versucht ihn von ihren Gefühlen zu überzeugen, verlässt er Leni und konzentriert sich auf die Rettung der Familienreederei. Wird es Leni gelingen, ihn von ihren wirklichen Gefühlen zu überzeugen?
Das Buch ist sehr spannend geschrieben und Michaela Grünig versteht es sehr gut Geschichtliches mit einzubinden. Mir hat der Schreibstil von ihr auch sehr gut gefallen. Sehr spannend und emotional, so dass man mit den Protagonisten leidet.
Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung, da mir Leni und John sehr ans Herz gewachsen sind.

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Veröffentlicht am 16.02.2023

Sehr spannend!

Fräulein vom Amt – Der Tote im Kurhaus
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Der Tote im Kurhaus ist der zweite Band aus der Reihe Fräulein vom Amt von Charlotte Blum.
Obwohl ich den ersten Band noch nicht gelesen habe, fiel es mir nicht schwer in die Geschichte reinzukommen.
Alma ...

Der Tote im Kurhaus ist der zweite Band aus der Reihe Fräulein vom Amt von Charlotte Blum.
Obwohl ich den ersten Band noch nicht gelesen habe, fiel es mir nicht schwer in die Geschichte reinzukommen.
Alma arbeitet bei der Hauptpost in Baden-Baden. Sie ist Vermittlerin und stellt am Schalttisch Telefonverbindungen her. Zusammen mit den anderen Fräuleins vom Amt ist sie dafür zuständig, dass die Menschen telefonieren können.
Mit ihrer besten Freundin Emmi bewohnt sie eine kleine Mansardenwohnung im Stadtteil Lichtenthal. Ihre Freundin ist Floristin und als solche auch zuständig für viele Blumenarrangements in den Hotels und Villen in Baden-Baden, aber auch bei zahlreichen Veranstaltungen in der Stadt. So kommt Emmi auch immer wieder in den Genuss von Vergünstigungen in Form von Eintrittskarten für verschiedene Kulturveranstaltungen.
Als sie die Premierenfeier der Oper Aida besuchen, kommt es zu später Stunde zu einem Mord. Als Alma und Emmi davon erfahren, ist ihr Entsetzen groß. Vor allem aber, als sie erfahren, dass der Hauptverdächtige ausgerechnet ein Freund von Emmi ist. Emmi bearbeitet Alma so lange, bis diese sich bereiterklärt herauszufinden, wer wirklich der Mörder ist.
Unterstützt wird Alma unter anderem von Ludwig, dem Kriminalkommissar, mit dem sie mal eine kleine Liaison hatte. Obwohl Ludwig sie warnt sich nicht in Gefahr zu bringen, gerät Alma jedoch immer wieder in gefährliche Situationen. Wird sie auch diesmal den Mörder zur Strecke bringen?
Mir hat dieser 2. Band der Fräulein vom Amt sehr gut gefallen. Er ist sehr spannend und interessant geschrieben. Auch der geschichtliche Hintergrund finde ich sehr spannend. Es war kein Problem, dass ich den ersten Band noch nicht gelesen habe. Allerdings werde ich ihn mir auch noch kaufen, da mich auch die Ex-Beziehung zu Ludwig interessiert. Im Herbst 2023 soll der 3. Band erscheinen und ich freue mich schon sehr darauf.

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Veröffentlicht am 05.02.2023

Sehr emotionale Geschichte!

Der Ruf des Eisvogels
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Der Ruf des Eisvogels ist nach Die vier Gezeiten das zweite Buch von Anne Prettin, welches in deutscher Sprache erscheint.
Die Geschichte handelt von Olga, deren Mutter bei ihrer Geburt stirbt. Olga findet ...

Der Ruf des Eisvogels ist nach Die vier Gezeiten das zweite Buch von Anne Prettin, welches in deutscher Sprache erscheint.
Die Geschichte handelt von Olga, deren Mutter bei ihrer Geburt stirbt. Olga findet sich immer mitschuldig am Tod der Mutter und erst Jahre später erfährt sie von ihrem Bruder, dass der Vater den Tod der Mutter verschuldet hat.
Olgas Vater und Großvater sind beide Ärzte. Nach dem Tod der Mutter lebt Olga aber bei ihrem Großvater und den Vater sieht sie nur sehr selten. Die Familie ihrer besten Freundin Lotte ist auch ihre Ersatzfamilie. Vom Großvater lernt sie alles über die Natur und als sie älter ist, nimmt er sie auch zu Kranken mit. So wächst in ihr der Wunsch auch Ärztin zu werden. Sie würde gerne die Familientradition weiterführen, zumal ihr Bruder kein Interesse am Medizinstudium hat.
Als Olga und Lotte sich in denselben Jungen verlieben, beginnen die Heimlichkeiten, die ihre Freundschaft beschädigt.
Als im 2. Weltkrieg die Russen kommen, muss Olga flüchten. Sie verdrängt ihr früheres Leben und beginnt neu. Nach 50 Jahren kehrt sie mit Tochter und Enkelin zurück.
Mich hat diese Geschichte von Olga sehr begeistert. Schon die ersten Seiten haben mich begeistert und so wollte ich es fast nicht aus der Hand legen. Es passiert so wahnsinnig viel. Die Geschichte wechselt von Vergangenheit in die Gegenwart, wobei die Vergangenheit überwiegt. Ich wollte unbedingt wissen, was damals in den Kriegsjahren passiert ist und erst ganz am Schluss kommt nach und nach alles ans Tageslicht.
Der Schreibstil von Anne Trettin begeistert mich und ich bin sicher, dass es auch anderen so gehen wird. Ich werde das Buch sehr gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 16.01.2023

Bewegend und dramatisch!

Saubere Zeiten
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Saubere Zeiten ist das Romandebut von Andreas Wunn.
Jakobs Großvater Theodor ist ein Erfinder und Tüftler. In den 50er Jahren erfindet er das Waschmittel Auber und wird sehr reich damit. Als Jakobs Vater ...

Saubere Zeiten ist das Romandebut von Andreas Wunn.
Jakobs Großvater Theodor ist ein Erfinder und Tüftler. In den 50er Jahren erfindet er das Waschmittel Auber und wird sehr reich damit. Als Jakobs Vater Hans einen Schlaganfall erleidet und im Krankenhaus liegt, entdeckt Jakob in einem abgeschlossenen Zimmer in seinem Elternhaus unzählige Tonbänder und Tagebücher. Jakob erfährt viel von der Kindheit seines Vaters und auch wie sein Großvater so erfolgreich wurde. Immer wieder taucht der Name Bella auf. Sie war die Tochter des jüdischen Drogisten, bei dem Jakobs Großvater in die Lehre ging.
Als Hans stirbt, findet Jakob in den Manteltaschen seines Vaters einen Briefumschlag. Der Absender ist eine Bella Oliveira das Pedras, wohnhaft in Rio. Jakob macht sich auf den Weg…
Dieses Buch konnte ich fast nicht mehr aus der Hand legen. Es hat mich auch sehr beschäftigt. Als Jakobs Mutter früh stirbt, leidet die Beziehung zu seinem Vater Hans. Jakob erfährt nie, warum sein Vater und sein Großvater immer gestritten haben. Erst als er die Tonbänder anhört, die sein Vater besprochen hat, kommt er seinem Vater ein Stück näher. Auch die Tagebücher seines Großvaters Theodor enthalten viele Geschichten, die Jakob nicht kannte. Aber es bleiben trotzdem noch so viele Fragen offen. Wie furchtbar muss es für Jakob als Kind gewesen sein. Er hat so früh seine Mutter verloren und ein Stück Familie.
Andreas Wunn versteht es wunderbar durch Zeitsprünge die Spannung zu steigern. Die Rückblicke in die Vergangenheit sind nie zu lange und auch in der Gegenwart erfahren wir so viel von Jakob und seinem Vater. Es ist ein wunderbares Buch und es macht auch nachdenklich.
Ein Buch, dass ich nur empfehlen kann!

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Veröffentlicht am 16.01.2023

Spannend und interessant!

Gezählte Tage
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Hatte John Lennon und die Beatles Erfolg, weil er seine Seele dem Teufel verkaufte? Martin Häuslers lässt in „Gezählte Tage“ seine Fantasie spielen und so erfahren wir in diesem Buch ganz viel über die ...

Hatte John Lennon und die Beatles Erfolg, weil er seine Seele dem Teufel verkaufte? Martin Häuslers lässt in „Gezählte Tage“ seine Fantasie spielen und so erfahren wir in diesem Buch ganz viel über die Beatles, aber eben mit dem Hintergrund, dass der Erfolg der Band kein Zufall war.
John Lennon begegnet dem Teufel 1960 als er an seinem Tiefpunkt angelangt ist. Das erste Angebot lehnt er noch ab. Doch nach dem zweiten Angebot, erhalten John und seine Bandmitglieder einen Vorgeschmack auf das was möglich wäre, wenn er auf den Deal mit dem Teufel eingeht. Letztendlich kann er nicht widerstehen. Der Teufel bietet ihm 20 fantastische, erfolgreiche Jahre an. Die Beatles werden ganz oben ankommen. Das ist all das, was sie immer wollten.
Doch dieser Erfolg führt auch zu Drogen und Missgunst und John erkennt, dass er einen zu hohen Preis gezahlt hat für den Erfolg. Als er Yoko Ono kennenlernt, hat er die Hoffnung, dass sie ihm helfen kann den Teufel zu überlisten. Was er nicht weiß, Yoko wurde ihm geschickt. Auch Gott hat Interesse daran, dass der Teufel nicht gewinnt.
Als ich dieses Buch gelesen habe, habe ich sehr viel von den Beatles erfahren, was ich nicht wusste. Gerade über die Anfangszeit in Hamburg wusste ich gar nichts. Aber auch über John erfährt man sehr viel und zwischendurch schwankte man zwischen Mitleid und Entsetzen. Man kennt natürlich die erfolgreichen Songs, aber den Menschen dahinter kennt man ja nicht. All die wunderschönen, erfolgreichen Songs der Beatles, aber auch vom Solokünstler John Lennon verraten uns eigentlich sehr viel über den sensiblen Künstler. Man muss nur genau hinhören.
Das Gedankenexperiment von Martin Häusler ist ohne Zweifel gewagt, aber John Lennon hat in unzähligen Gesprächen und Situationen gezeigt, dass er an das Okkulte glaubte. Warum also könnte es nicht tatsächlich so gewesen sein?
Martin Häusler schreibt sehr spannend, manchmal wird es etwas zu ausführlich und man muss schon sehr bei der Sache bleiben. Auf jeden Fall keine einfache Bettlektüre, aber auf jeden Fall ein Buch für jeden Beatlesfan!

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