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Veröffentlicht am 01.10.2025

Wunderbares Kinderbuch (nicht nur) für die Arbeit mit Kindern!

Ich war das nicht!
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Ich war das nicht! von Lydia Hauenschild und Antje Bohnstedt ist ein Bilderbuch zum Thema Fehler eingestehen und verzeihen.
Als Klara zu Besuch bei Leo ist, fällt ihr in seinem Kinderzimmer der schöne ...

Ich war das nicht! von Lydia Hauenschild und Antje Bohnstedt ist ein Bilderbuch zum Thema Fehler eingestehen und verzeihen.
Als Klara zu Besuch bei Leo ist, fällt ihr in seinem Kinderzimmer der schöne Elefant im Regal auf. Aber Leo möchte nicht damit spielen, denn den Elefanten hat er mit seinem Onkel gebaut und er soll nicht kaputt gehen. Als Leo aber aus dem Zimmer geht, kann Klara nicht widerstehen. Sie möchte zu gerne den Elefanten genauer anschauen. Natürlich passiert ihr ein Missgeschick und der Elefant fällt auf den Boden und alle Bausteine kullern auseinander. Leo ist nicht nur traurig, sondern auch sehr wütend auf Klara, als er die Bescherung sieht. Klara möchte nicht zugeben, dass sie Schuld hat. Sie streitet alles ab. Was kann sie tun, um ihn zu trösten? Zugeben, dass sie nicht auf ihn gehört hat und sich entschuldigen?
Das ist sicher schon vielen Kindern passiert. Man möchte nur schauen und schon ist es passiert. Vor lauter Scham möchte man gar nicht zugeben, dass man die Schuld daran trägt. Aber wenn der andere dann böse ist? Gar nicht so leicht auf die Schnelle die richtige Entscheidung zu treffen. Das Bilderbuch zeigt wunderbar, in welchen Konflikt Klara gerät und wie sie und Leo sich schließlich doch wieder vertragen. Die Geschichte ist sehr ansprechend und für Kinder auch gut zu verstehen. Die wunderbaren Illustrationen von Antje Bohnstedt sind liebevoll gestaltet und es macht Spaß die Buchseiten zusammen zu betrachten. Die Kinder erkennen selbst schnell, welches die beste Lösung ist, um sich wieder mit dem Freund zu versöhnen. Ich finde das Buch sehr gut geeignet, um Kindern zu vermitteln, dass es immer eine Lösung gibt, um sich schnell wieder zu vertragen und wie wichtig es ist, Fehler einzugestehen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Hochzeit auf Sylt!

Inselleuchten auf Sylt
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Inselleuchten auf Sylt ist der sechste Band der Reihe Inselträume auf Sylt von Julia K. Rodeit.
Was für eine Überraschung! Hannas Mutter Ulla möchte wieder heiraten und natürlich wird Hanna ihr das schönste ...

Inselleuchten auf Sylt ist der sechste Band der Reihe Inselträume auf Sylt von Julia K. Rodeit.
Was für eine Überraschung! Hannas Mutter Ulla möchte wieder heiraten und natürlich wird Hanna ihr das schönste Hochzeitskleid schneidern. Doch Hannas Freude über das Glück ihrer Mutter wird getrübt, als sie erfährt, wen Ulla heiraten möchte. Ausgerechnet Knut, den Vater ihres Jugendschwarms Tjark, mit dem sie eine peinliche Geschichte verbindet. Hanna kann es nicht fassen. Und Knut und Ulla bitten die beiden, sich um die Organisation der Hochzeit zu kümmern. Für Hanna, die gar nicht auf Sylt lebt, ist das umso schwerer, zumal sie aktuell Stress mit ihrem Geschäftspartner hat und nur wenig freie Zeit. Ihrer Mutter zuliebe willigt sie ein und stellt fest, dass Tjark immer noch sehr charmant ist und sie in seiner Gegenwart noch immer Herzflattern bekommt. Sollte es doch noch eine Chance für sie beide geben? Schafft sie es sich von ihrem Geschäftspartner zu lösen und ihren Traum zu verwirklichen?
Ich kannte diese Reihe von der Autorin nicht. Es war aber gar kein Problem diesen Band zu lesen, da man keine Vorkenntnisse braucht. Das Buch liest sich ganz wunderbar leicht. Die Hauptprotagonisten sind mir direkt ans Herz gewachsen und so ging ich mit ihnen auf eine emotionale Reise. Nicht nur die Hochzeit von Hannas Mutter war sehr rührend, sondern auch Hannas Glück steht auf dem Spiel. So bangte ich als Leser bis zum Schluss mit ihr mit.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und es macht mir auch direkt Lust auch die Vorgängerbände der Reihe zu lesen. Aber ich freue mich auch sehr, dass im November 2025 schon der siebte Band der Reihe erscheint und ich direkt wieder lesend Urlaub auf Sylt mache.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Bewegendes Ende der Familiensaga!

Blankenese - Zwei Familien
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Zeitensturm ist der Abschluss aus der Reihe Blankenese – Zwei Familien von Michaela Grünig.
Im dritten und letzten Band starten wir im Jahr 1968. Die Gräben zwischen der alten und der jungen Generation ...

Zeitensturm ist der Abschluss aus der Reihe Blankenese – Zwei Familien von Michaela Grünig.
Im dritten und letzten Band starten wir im Jahr 1968. Die Gräben zwischen der alten und der jungen Generation könnte nicht größer sein. Die Konflikte äußern sich in Protesten der Studentenbewegungen und Hausbesetzungen. Ulrike Casparius, die älteste Tochter der gleichnamigen Reederei widersetzt sich den Plänen ihrer Mutter, die Reederei zu übernehmen und ist angehende Journalistin. Außerdem sympathisiert sie mit den Studentenbewegungen. Sabine hingegen, die jüngere Schwester von Ulrike, landet bei der Suche nach Anerkennung bei einer Gruppe Hippies und Hausbesetzern. Ihre Verwandtschaft mit Kurt Jacobson bringt sie in den Fokus der RAF. Sabine ahnt nichts von der Gefahr, die die Nähe zur RAF mit sich bringt.
Der letzte Band aus der Reihe Blankenese ist genauso spannend geschrieben, wie die vorherigen Bände. Michaela Grünig versteht es wunderbar die geschichtlichen Hintergründe mit der Geschichte, um die Familie Casparius zu verflechten. Einiges war mir bereits bekannt, aber es gab auch neue geschichtliche Details zu erfahren und so blieb es interessant und spannend bis zum Schluss. Ich mag den Schreibstil von Michaela Grünig sehr und finde die Trilogie sehr empfehlenswert. Man fühlt mit den Protagonisten der Reihe und ist emotional sehr eingebunden.
Jedes Buch der Reihe ist für sich allein lesbar, aber natürlich ist es schöner, wenn man der Familie Casparius schon ab dem ersten Buch folgt und man die Familiengeschichte über Jahrzehnte mitverfolgen kann.

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Veröffentlicht am 06.09.2025

Sehr bewegend und emotional zu lesen!

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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Am Ende des Zweiten Weltkrieges wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden. Da er ohne Begleitung und nicht fähig ist zu sprechen wird er Hartmut genannt und in ein katholisches Kinderheim gesteckt. ...

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wird mitten in Deutschland ein kleiner Junge gefunden. Da er ohne Begleitung und nicht fähig ist zu sprechen wird er Hartmut genannt und in ein katholisches Kinderheim gesteckt. Dort lernt er die etwas ältere Margret kennen, die sich seiner annimmt. Margret wird eine wichtige Stütze in dieser schweren Zeit und die beiden beschließen, immer füreinander da zu sein. Doch die vielen Schicksalsschläge hinterlassen bei beiden Spuren, die auch noch Generationen später beeinflussen. Die verdrängten Erlebnisse haben bei beiden große psychische Schäden hinterlassen, die beide aber verleugnen.
Die kleine Emily leidet unter dem Schweigen ihrer Urgroßeltern Hartmut und Margret. Als Teenager fängt sie an Fragen zu stellen und als sie keine Antworten bekommt, beginnt sie zu recherchieren. Aber ob es ihr gelingt, mit ihrem neu gewonnen Wissen, die Traumata in ihrer Familie zu durchbrechen?
Das Buch „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ von Susanne Abel ist hoch emotional geschrieben. Das Schicksal vieler Heimkinder in der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre rührt zu Tränen und es ist unglaublich, dass es so lange totgeschwiegen wurde. Das Buch hat mich sehr bewegt und die Geschehnisse werden mich auch noch lange beschäftigen. Es ist in zwei Zeitepochen geschrieben, in der Gegenwart sind Margret und Harmut schon Urgroßeltern und in der Vergangenheit erfahren wir, was ihnen als Kinder widerfahren ist.
Susanne Abels Recherchen haben mich tief beeindruckt und ihr spannender und auch berührender Schreibstil hat mich total gefangen genommen. Ich konnte das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen. In ihrem Buch beschreibt Susanne Abel sehr deutlich, wie wenig Fürsprache die Kinder damals erfahren haben. Das ist nur schwer zu verstehen und beim Lesen war ich öfters fassungslos. Auch wenn das Thema nicht einfach ist, kann ich das Buch wirklich sehr empfehlen. Dieses Stück Geschichte darf nicht einfach vergessen werden!

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Ein Thriller-Highlight!

Der Trailer
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Der Trailer von Linus Geschke ist der Auftakt zur neuen Thriller-Trilogie Donkerbloem.
Vor 15 Jahren verschwand die junge Studentin Lisa auf einem abgelegenen Campingplatz in den Ardennen. Die Hamburger ...

Der Trailer von Linus Geschke ist der Auftakt zur neuen Thriller-Trilogie Donkerbloem.
Vor 15 Jahren verschwand die junge Studentin Lisa auf einem abgelegenen Campingplatz in den Ardennen. Die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke hofft mit ihrer Teilnahme an einem True-Crime-Podcast auf neue Erkenntnisse. Sie ahnt nicht, dass diese Aktion weitere Morde auslösen wird.
Wout Meertens, ein schmieriger Barbesitzer in Köln, hört diesen Podcast. Er war damals vor Ort und kennt einige Hintergründe. Allerdings wird er nicht mit der Polizei sprechen. Als verurteilter Stalker will er sich nicht verdächtig machen.
Doch die beiden kommen in Kontakt und obwohl die beiden wissen, dass es ihnen nur gemeinsam gelingen kann, herauszufinden was mit Lisa passiert ist, versucht jeder auf eigene Faust zu ermitteln. Es stellt sich jedoch als großer Fehler heraus, dass die beiden sich nicht vertrauen.
Der neue Thriller von Linus Geschke ist ein totaler Pageturner. Selten habe ich bis zum Schluss so eine Spannung erlebt. Das Ende war für mich überhaupt nicht vorhersehbar und ein absoluter Hammer! Frieda Stahnke hat mich als Hauptprotagonistin unglaublich überzeugt und ich fand ihre Rolle sehr stark. Bei Wout Meertens bin ich sehr zwiegespalten, aber seine Rolle fand ich nicht unsympathisch. Ich bin sehr gespannt, wie sich sein Charakter in den Fortsetzungen der Thriller-Trilogie weiter entwickeln wird.
Das Buch war ein absolutes Jahreshighlight für mich und ich kann es kaum erwarten, die Fortsetzung „Das Camp“, die am 30. Januar 2026 erscheint, zu lesen.

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