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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2020

Klappe auf – Ton an – faszinierend, spannend, kindgerecht

Wieso? Weshalb? Warum? Mein junior zum Hören, Band 2: Einsatzfahrzeuge
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„Einsatzfahrzeuge“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum? Mein junior zum Hören“ von Marion Kreimeyer-Visse ist 2020 im Ravensburger Verlag erschienen. Das Pappbilderbuch in der Größe 17,2 x 2,9 x 19,7 ...

„Einsatzfahrzeuge“ aus der Reihe „Wieso? Weshalb? Warum? Mein junior zum Hören“ von Marion Kreimeyer-Visse ist 2020 im Ravensburger Verlag erschienen. Das Pappbilderbuch in der Größe 17,2 x 2,9 x 19,7 cm ist ein Soundbuch, d.h. auf einer Doppelseite wird durch Licht jeweils ein Sound ausgelöst. Die Sounds können manuell unterbrochen und auch bei Bedarf ausgeschaltet werden. Ein Wechsel der Batterie ist problemlos möglich.

Hier können Kinder wirklich mit Begeisterung entdecken und lernen.
Die Zeichnungen sind klar und kindgerecht und laden zum genauen Betrachten ein, der Text kann prima ergänzend vorgelesen werden und enthält zusätzliche Informationen, die Klappen machen neugierig und fördern zusätzlich die Feinmotorik und der Sound ist ein tolles Extra, schärft den Hörsinn und ist unglaublich motivierend.
Die Reihe "Wieso?Weshalb?Warum - Mein junior" ist informativ, kindgerecht, lässt Kinder lernen und weckt die Freude am Entdecken - einfach toll!
Das Thema "Einsatzfahrzeuge" ist so faszinierend und spannend für Kinder und toll gewählt.
Natürlich mussten wir das Buch nochmals und nochmals lesen, entdecken und auch die Geräusche immer wieder anhören. Unser Kleiner ist absolut begeistert und wenn wir ihn fragen, ob er ein Buch bringt zum Lesen, dann geht sein Griff zum „Einsatzfahrzeuge“-Buch.
Das Buch ist geeignet für Kinder ab 2-3 Jahren und wir haben es sehr genossen und werden es sicherlich noch zig-mal lesen, betrachten und dazu feste lauschen.
Eine ganz klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Ich heb ab und freue mich auf meinen Balkongarten dank der vielen Hinweise und Tipps in diesem wunderbaren Buch

Dein fantastischer Balkongarten
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„Dein fantastischer Balkongarten – Ernten bis zum Abheben“ von den „Löwenzähne“ und Freunden ist 2020 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst 164 Seiten.

In meinen Fingern kribbelt es total und am ...

„Dein fantastischer Balkongarten – Ernten bis zum Abheben“ von den „Löwenzähne“ und Freunden ist 2020 im Verlag Löwenzahn erschienen und umfasst 164 Seiten.

In meinen Fingern kribbelt es total und am liebsten möchte ich sofort damit beginnen, meinen Balkon zu bepflanzen. Das Buch gibt so viele Ideen und Inspirationen, so dass sicherlich jeder Balkongärtner fündig wird und sich auch alte Hasen noch den ein oder anderen Tipp abholen können. Und um es gleich vorwegzunehmen: Ich bin sehr begeistert von diesem Buch.
Es ist aufgeteilt in zwei übergeordnete Kapitel.
Der erste Teil „Planen, anpacken… Erntespaß“ gibt unzählige hilfreiche Tipps wie man die Bepflanzung eines Balkons angehen kann, an was zu denken ist, was man benötigt, in welchem Monat welche Pflanzen gesät oder gesetzt werden sollten. Auch auf die Anzucht der Pflanzen wird eingegangen und man erfährt beispielsweise, wie man selbst Zeitungspapiertöpfchen anfertigt und wie man aus einem Samenkorn einen Keimling und dann eine starke Balkonpflanze heranwachsen lässt. Zudem werden auch Informationen zur richtigen/passenden Erde, zur Düngung und auch zum wassersparenden Prinzip des Mulchens gegeben.
Der zweite Teil „Was wächst denn da? Mein Abendessen, Cocktailkräuter, Pilzdelikatessen, Winterradieschen“ bietet neun ganz unterschiedliche Bepflanzungsmöglichkeiten zu verschiedenen Themen :
- Sundowner-Balkon: Happy Hour mit frischen Kräutern
- Knack & Snack: Euch nasch ich in der Hängematte
- Immer schön hereingeflogen: Rosige Zeiten für wilde Nützlinge
- Keine Zeit? Pflegeleichtes Grünzeug für Vielbeschäftigte
- Hier sprießt doch was: Pilz-Challenge auf 2 m²
- Willkommen im Dschungel: Gemüse, das in den Himmel wächst
- Ab in die Gemüsekiste! Und dann in den Kochtopf! Yummy!
- Winter, Gemüse & Balkon: Eine knackfrische Dreieicksgeschichte
- Der Tomatillo so nah: Urlaubsgemüse auf Balkonien

Richtig gut gefallen hat mir hier, dass es sich um keine starre Bepflanzungsanregung handelt, sondern dass man jedes Motto ganz an seinen persönlichen Geschmack anpassen kann und das wirklich rund um das ganze Jahr.

Da unser Balkon etwas im Schatten liegt möchten wir uns nun unbedingt an das Abenteuer mit den Pilzen wagen und haben dazu wirklich viele Informationen in diesem Buch bekommen und zusätzlich werden am Ende des Buches noch weitere Quellen verraten, bei denen man noch mehr Infos einholen kann und auch Bezugsmöglichkeiten werden genannt, bei denen man allerhand für den Balkongarten erwerben kann, wie zum Beispiel Samen, Pflänzchen, Pilzbrut usw.

Dem Autorenteam gelingt es mit seinen persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser die Leidenschaft für das Balkongärtnern nahezubringen. Diese Leidenschaft und Freude beim Gärtnern wird auf eine sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise übertragen. Viele Tipps und Tricks lassen das Buch zu einem absoluten Leseabenteuer für Anfänger und Fortgeschrittene werden

Ein wirkliches Highlight innerhalb des Buches sind auch die wunderschönen, bunten Zeichnungen der Illustratorin Ruth Veres und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass hier Tet und Gestaltung Hand in Hand gehen und alles ganz wunderbar aufeinander abgestimmt ist.
Erwähnen möchte ich unbedingt auch, dass das Buch klimapositiv hergestellt, cradle-to-cradle gedruckt und plastikfrei verpackt wurde. Einfach so stimmig!

Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Gärtnern auf dem Balkon“, der Anfängern einen tollen Einblick gibt, aber auch erfahrene Gärtner können von diesem Buch, den Tipps, Tricks und enormen weitergegebenen Wissen profitieren.

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Veröffentlicht am 10.02.2020

Eine sehr bewegende, mitreißende und ein bisschen magische Geschichte zum Thema „Pflegekind“

Das Mädchen, das den Sturm ruft
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Was für ein unglaublich toller erster Roman von Lindsay Lackey, bei dem ich mich überhaupt nicht mehr losreisen konnte. Die Geschichte hat mich sehr bewegt. Ich habe die Geschichte so gerne gelesen und ...

Was für ein unglaublich toller erster Roman von Lindsay Lackey, bei dem ich mich überhaupt nicht mehr losreisen konnte. Die Geschichte hat mich sehr bewegt. Ich habe die Geschichte so gerne gelesen und bin jetzt fast ein bisschen traurig, dass es schon vorbei ist, aber ich hoffe auch, dass die Autorin noch viel mehr so schöne Bücher schreiben wird.
„Das Mädchen, das den Sturm ruft“ ist unter dem Titel „All the Impossible Things“ im Original 2019 in den USA erschienen und bei uns in Deutschland im Dressler Verlag im Januar 2020. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 367 Seiten. Übersetzt hat es Susanne Klein. An jedem neuen Kapitelanfang hat Annabelle von Sperber kleine Vignetten gezeichnet, die immer wunderbar zum Buch passen und die ich mir gerne ganz genau angesehen habe.

In dem Buch wird die Geschichte von Red erzählt. Sie hat schon viel in ihrem Leben erlebt und ertragen und als Leser darf man sie nun ein Stück begleiten. Man erlebt mit, wie schwer es ist, wenn man von einer zur anderen Pflegefamilie gereicht wird und nicht bei seiner Mutter leben darf. Red liebt ihre Mama abgöttisch, auch wenn sie irgendwann herausfindet, dass es nicht unbedingt gut für sie ist, bei ihr zu leben. Ihre Mama bleibt aber ganz klar ihre Mama und sie liebt sie unglaublich plus eins. Ist das Unmögliche für Red doch möglich? Wird sie am Ende doch noch glücklich? Und kann sie den Wind zähmen, der manchmal in ihr herrscht und den sie wohl von ihrer Mama geerbt hat? Den wütenden, den zornigen, und manchmal auch den federleichten und zarten? Um das herauszufinden, müsst ihr das Buch selber lesen und ich kann sagen: „Es lohnt sich!“

Lindsay Lackey gelingt es in ihrem Buch flüssig und locker zu schreiben und sie zeigt die Gedanken, Ängste, Nöte von Red ganz toll auf. Ich konnte mich als Leserin prima in die Protagonistin hineinversetzen und gut mit ihr mitfühlen. Genauso ging es mir mit all den anderen vorkommenden Personen. Sogar Wanda, Reds leibliche Mama, konnte ich etwas verstehen, wobei ich auch von ihr entsetzt war über ihre Einstellung, ihre Unverantwortlichkeit und vieles mehr. Sympathisch war sie mir nicht, dafür habe ich einfach zu sehr mit Red mitgefühlt.
Die Geschichte behält stets die Realität im Auge und verliert nicht die Bodenhaftung und nötige Ernsthaftigkeit und die Autorin setzt sich mit dem Thema Pflegefamilie-Pflegekind kritisch auseinander. Sie zeigt die Höhen und Tiefen auf, die Offenheiten, die Heimlichkeiten, die Sorgen, die Gedanken, die Ablehnung, die Liebe, die Schwere des Themas, die Einsamkeit, den Zorn und den Wind – einfach alles, was so dazugehört.

Fazit:
Ich empfehle das Buch absolut weiter. Ich denke, dass ich es sogar schon jetzt (Anfang Februar) auf meine Highlight-Liste 2020 setze.
Das Buch ist meiner Meinung nach geeignet für Kinder ab 12 Jahren, die gerne in die Geschichte von Red eintauchen wollen und mehr zum Thema „Pflegekind“ erfahren wollen.

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Veröffentlicht am 08.02.2020

Ein Loblied auf den Aal

Das Evangelium der Aale
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„Das Evangelium der Aale“ von Patrick Svensson ist im Januar 2020 im Carl Hanser Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 256 Seiten. Der Autor ist selbst an der schwedischen Küste aufgewachsen.

Die ...

„Das Evangelium der Aale“ von Patrick Svensson ist im Januar 2020 im Carl Hanser Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 256 Seiten. Der Autor ist selbst an der schwedischen Küste aufgewachsen.

Die Geschichte des Aals ist eine alte und lange und die Tiere haben schon viele Menschen in ihren Bann gezogen – sei es Aristoteles, Sigmund Freud oder auch Günther Grass. All dies und noch viel mehr wissenschaftliche Fakten erfährt man in diesem Buch: Geheimnisvolles, Unheimliches, Faszinierendes, Überraschendes. Die Erforschung des Aales ist vielfältig und bis zum heutigen Tag nicht ganz geklärt.
Der Autor ist vom Aal ebenso fasziniert und so baut er in seinem Buch einen Erzählstrang auf, der all dem Wissen gewidmet ist, dass er sich im Laufe der Zeit über den Aal angeeignet hat. Gegen Ende des Buches versucht er dann auch all dem gesammelten Wissen eine philosophische Deutung zu geben, was in meinen Augen jedoch etwas zu weit hergeholt ist. So ist es mir unter anderem nicht nachvollziehbar, wie der Zusammenhang zur Unsterblichkeit hergestellt werden kann.
Einen zweiten Erzählstrang widmet Patrick Svensson seinem Verhältnis zu seinem verstorbenen Vater, mit dem er oft Aale angeln gegangen ist. Er blickt auf die gemeinsamen Erlebnisse sehr liebevoll zurück.

Patrick Svensson gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen flüssigen, ruhigen und poetischen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er beschreibt den Aal aus ganz verschiedenen Perspektiven und das habe ich bisher bei keinem „Sachbuch“ so erlebt. Dies hat mich fasziniert und verdient in meinen Augen absolute Hochachtung. Die Faszination am Thema Aale von Patrick Svensson ist deutlich zu spüren und sprachlich ist dieses Buch ein wirklicher Genuss.
Bewundernswert finde ich es, wie es dem Autor gelungen ist, dass das Buch trotz seiner vielen wissenschaftlichen Fakten kein Sachbuch geworden ist, sondern ein Roman.

Fazit: Patrik Svensson hat mich in eine für mich absolut neue und interessante Welt blicken lassen. Dafür bedanke ich mich sehr. Seine Faszination hat sich jedoch auf mich nicht vollständig übertragen und streckenweise waren mir die Ausführungen zu lang, was ich auf mein persönliches Nicht-Verbundensein mit den Aalen zurückführe und auf die mir teilweise zu philosophischen Abhandlungen über den Aal.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Ehrlich, berührend, erschreckend!

Klara vergessen
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„Klara vergessen“ von Isabelle Autissier ist 2020 im Mare-Verlag erschienen. Der berührende und feinsinnig geschriebene Generationenroman umfasst in der gebundenen Ausgabe 336 Seiten.

Die Autorin Isabelle ...

„Klara vergessen“ von Isabelle Autissier ist 2020 im Mare-Verlag erschienen. Der berührende und feinsinnig geschriebene Generationenroman umfasst in der gebundenen Ausgabe 336 Seiten.

Die Autorin Isabelle Autissier erzählt in ihrem Buch auf sehr berührende Art und Weise die Geschichte von Juri und seiner Familie. Juri arbeitet als Ornithologe in den USA und bekommt eines Tages die Nachricht, dass sein Vater im Sterben liegt. Er reist zurück in „sein“ Land, zu seinem Vater und seine bis dato verdrängte unglückliche und schwere Familiengeschichte bricht über ihn herein.
Seine Großmutter Klara, eine Wissenschaftlerin, wurde vor den Augen ihres sechsjährigen Sohnes Rubin (Juris Vater) eines Nachts aufgrund von Spionagevorwürfen abgeholt und nicht mehr wiedergesehen. Dies hatte nicht nur Auswirkungen auf Rubin und seinen Vater, sondern auch auf die Folgegeneration, also Juri. Juri arbeitet seine Geschichte auf die Bitte seines Vaters auf, indem er sich auf die Suche nach Spuren von Klara macht.
Wichtig für die Geschichte von Juri und seiner Familie sind auch der historische Hintergrund zur Zeit Stalins, die ständige Überwachung, die permanente Angst etwas Falsches zu sagen oder zu tun, der Neid, die Denunziation, aber auch der Stolz auf das eigene Volk und die Liebe zum Vaterland.

Isabelle Autissier schafft es das schwere Thema über Juris Familiengeschichte gekonnt anzugehen. Ihr Buch lässt sich trotz des „harten“ Themas flüssig lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die Geschichte einfühlen. Isabelle Autissier schreibt detailliert, ruhig, tiefsinnig und sie trifft ihre Leser mitten ins Herz.
Besonders gut haben mir auch die Beschreibungen der Natur gefallen, die im Buch immer wieder auftauchen.
Ich spreche eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aus, das bei jedem Leser sicherlich lange nachwirken wird.

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