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Veröffentlicht am 05.07.2019

Drei elitäre Damen wagen den Neuanfang in der wunderschön beschriebenen Toskana

Das Licht der Toskana
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„Das Licht in der Toskana“ von Frances Mayes ist 2019 im DuMont Buchverlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 608 Seiten.

Camille, Susan und Julia sind zufällig gleichzeitig bei der Besichtigung ...

„Das Licht in der Toskana“ von Frances Mayes ist 2019 im DuMont Buchverlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 608 Seiten.

Camille, Susan und Julia sind zufällig gleichzeitig bei der Besichtigung einer für sie geeigneten Seniorenresidenz in North Carolina und lernen sich dort kennen. Bei weiteren Treffen finden sie heraus, dass sie eigentlich alle noch mehr von ihrem weiteren Leben erwarten als es in der ruhigen, geordneten Seniorenresidenz zu erwarten ist.
Sie beschließen kurzerhand eine Villa in der Toskana zunächst zu mieten und sich dort noch einmal selbst zu verwirklichen.
Bei ihrem Einzug werden die drei Damen von Kit Raine beobachtete, welche die Nachbarin und von Beruf Schriftstellerin ist.
Kit ist neugierig und lädt die drei Damen ein, bald schon werden sie gute Freundinnen und erleben gemeinsam und auch einzeln viele kleine und große Abenteuer, denn jede hat noch Wünsche und Hoffnungen, die es zu erfüllen gilt.

Frances Mayes gelingt es in ihrem Roman dem Leser die Faszination und Liebe zu Italien näherzubringen und jeder Italienfan kommt was dies belangt hier sicherlich auf seine Kosten. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen und wecken die innere Vorstellungskraft des Lesers.
Schwierigkeiten hatte ich mit der Geschichte was die Situation der drei Damen in Italien anbelangt. Keine hatte Schwierigkeiten mit der Sprache, jede hatte mehr als genug Geld, das in meinen Augen unverhältnismäßig für teure Hotels, Reisen innerhalb Italiens, Bildbände und Malutensilien, Besuche teurer Restaurants ausgegeben wurde. Keine hatte in irgendeiner Art und Weise Probleme – auch gesundheitlich nicht. Hier war mir persönlich zu viel eitler Sonnenschein im Spiel und auf die Dauer hat mich die Geschichte gelangweilt.
Gelungen ist in meinen Augen die Beschreibung der unterschiedlichen Charaktere der Frauen. Hier konnte ich mich gut einfühlen. Auch der Wechsel der Erzählperspektive ist eine Besonderheit in diesem Roman.

Fazit: Ich bin hin und her gerissen, denn auf der einen Seite fand ich wie beschrieben viel Gutes an dem Roman, auf der anderen Seite hat mich die Geschichte doch zu sehr gelangweilt. Ich vergebe deshalb drei von fünf Sternen. Schade!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
  • Figuren
Veröffentlicht am 05.07.2019

Anspruchsvoll, tiefgründig, ehrlich, spannend, einfach lesenswert!

Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler
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Enni ist stinksauer und wütend auf ihre Pflegeeltern, weil sie in ein Internat gesteckt wird und ihr Bruder Noah darf mit seinen leiblichen Eltern in die Schweiz umziehen. Enni und Noah waren ein gutes ...

Enni ist stinksauer und wütend auf ihre Pflegeeltern, weil sie in ein Internat gesteckt wird und ihr Bruder Noah darf mit seinen leiblichen Eltern in die Schweiz umziehen. Enni und Noah waren ein gutes Team und beide fühlten sich als echte Geschwister. Klar manchmal haben sie etwas über die Strenge geschlagen, aber…
Im Internat angekommen, hat Enni nur einen Gedanken: abhauen und Noah finden. Aber zunächst einmal muss sie die Abläufe, Erwachsenen und ihre Mitschüler näher kennen lernen, denn eines ist ihr klar: alleine wird sie es nicht schaffen.
Und da liegt irgendwie dann auch das Problem – aber lest einfach selbst!

Das Buch „Die Unausstehlichen & ich: Das Leben ist ein Rechenfehler“ von Vanessa Walder ist im Löwe Verlag 2019 erschienen und umfasst 22 Kapitel auf 272 Seiten. Die Illustratorin Barbara Korthues hat ein sehr schönes Cover gestaltet und unterstreicht die Geschichte innerhalb des Buches durch weitere Zeichnungen.

Von mir gibt es eine absolute Lese- und Kaufempfehlung.
Die Tiefgründigkeit, die in der Geschichte steckt, hat mich absolut begeistert und auch das richtige Maß an Spannung überzeugt. Vanessa Walder schreibt flüssig, kreativ, anschaulich und genau und auch ihre Charaktere sind so facettenreich und toll beschrieben. Ich konnte mir jeden einzelnen Charakter sehr gut vorstellen und mich in den ein oder anderen auch sehr gut hineinversetzen und mitfühlen.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich habe, sind die vielen strichartigen Zensierungen. Natürlich überlegt man als Leser, was da wohl jetzt hätte stehen sollen, aber irgendwann ist es in meinen Augen auch gut damit. Mir war das persönlich einfach zu viel und etwas nervig, obwohl ich es nach einiger Zeit gut ausblenden konnte.
Wenn Vanessa Walder nicht hoffentlich noch weitere Bände schreiben würde, dann wären mir auch manche Handlungsstränge noch nicht abgeschlossen und zu viele Fragen offen. Aber da kommt bestimmt noch mehr… Potential ist da genug vorhanden.

Das Buch ist meiner Meinung nach geeignet für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren, die gerne auch einmal ein tiefgründige und anspruchsvollere Geschichten lesen und über Themen wie „Ausgrenzung“, „Akzeptanz“, „individuelle Stärken und Schwächen“, „schwieriges Verhalten“ etc. nachdenken oder dazu angeregt werden wollen.

Veröffentlicht am 03.07.2019

Es lebe die liebenswürdige Frechheit, die Individualität und die Freundschaft!

Spring! Vor allem über deinen Schatten
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Die eher schüchterne, höfliche Pebbels trifft eines Tages auf die extrovertierte Coco, die fast nie ein Blatt vor den Mund nimmt und gerne laut flucht. Und wie das so ist: Gegensätze ziehen sich an. Pebbels ...

Die eher schüchterne, höfliche Pebbels trifft eines Tages auf die extrovertierte Coco, die fast nie ein Blatt vor den Mund nimmt und gerne laut flucht. Und wie das so ist: Gegensätze ziehen sich an. Pebbels und Coco werden dicke Freundinnen und die eine kann von der anderen allerhand lernen und zusammen macht das Leben einfach mehr Spaß und Abenteuer zu erleben ist doch auch richtig fly, oder?! Aber lest einfach selbst!

Mit ihrem Buch „Spring! Vor allem über deinen Schatten“ ist Mina Teichert wieder ein wunderbares, jugendgerechtes, lebendiges, humorvolles und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH 2019 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 224 Seiten umfasst. Es ist geeignet für Kinder ab 10 Jahren, spricht sicherlich auf den ersten Blick Mädchen an, ist aber bestimmt auch für Jungs lesenswert.

Mina Teichert gelingt es in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Besonders toll finden wir es, wie sie auf das Thema „Introvertiertheit und Extrovertiertheit“ eingeht und hier viele Aspekte angeht, die zum Nachdenken anregen und auch zum Darüberschmunzeln. Sie nimmt die Themen Freundschaft, Erwachsen-Werden, Schule, Selbstbewusstsein ernst, schafft es aber dennoch den nötigen Humor mit in die Geschichte hineinzubringen. Dadurch gelingt es der Autorin, dass die Leser sofort einen Bezug zu ihrer eigenen Realität herstellen können, sich selbst in die Geschichte hineinversetzen können und das Interesse an der Geschichte natürlich absolut gesteigert wird.

Prima gefallen haben uns die so unterschiedlichen Protagonistinnen Pebbels und Coco. Wir konnten prima mit ihnen mitfühlen, uns mitfreuen, uns mit ihnen ärgern und auch mitfluchen.
Vor allem in Bezug auf das Thema „Freundschaft“ hat sich Pebbels toll entwickelt und herausgefunden, auf welche Freunde sie zählen kann. Und sie konnte doch tatsächlich „über ihren Schatten hüpfen“ – und wir wissen alle, wie schwer das oft ist!
Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie zum Beispiel Maris, Gerda, Mira usw. gefallen uns richtig gut und fügen sich in die Geschichte sehr stimmig ein.
Wer weiß, was sich daraus vielleicht in weiteren Bänden noch entwickeln wird?!

Was für ein schönes Buch! Es strotzt vor lauter Lebendigkeit und Lebenslust.
Es lebe die liebenswürdige Frechheit, die Individualität und die Freundschaft!

Veröffentlicht am 01.07.2019

Eine wunderbare, authentische, kurzweilige Reise auf die Alp! Sehr lesenswert!

Bergsommer
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„Bergsommer: Wie mir das Leben auf der Alp Kraft und Klarheit schenkte – Eine wahre Geschichte““ von Katharina Afflerbach verfasst ist 2019 im Verlag Eden Books erschienen und umfasst 256 Seiten.

Katharina ...

„Bergsommer: Wie mir das Leben auf der Alp Kraft und Klarheit schenkte – Eine wahre Geschichte““ von Katharina Afflerbach verfasst ist 2019 im Verlag Eden Books erschienen und umfasst 256 Seiten.

Katharina Afflerbach steht erfolgreich in ihrem Beruf, findet jedoch hier nicht ihre Erfüllung und beschließt, für zunächst einen Sommer ihr Leben auf der Alp Salzmatt in den Schweizer Bergen zu verbringen. Hier stehen ganz andere Dinge im Vordergrund als in der gewohnten Großstadt. Es heißt für Katharina das einfache Leben kennen zu lernen, schwere körperliche Arbeit zu leisten, mit der Natur zu leben, Tiere zu versorgen und die täglich anstehenden Arbeiten auf der Alp rund um die Uhr zu erfüllen. Und dies alles gibt ihr die Erfüllung, schenkt ihr Kraft und Zufriedenheit, Trost und Glück und geht soweit, dass sie sich auch noch für einen zweiten und dritten Aufenthalt in den Bergen entscheidet.

Die Autorin hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Meine Seiten sind dadurch nur so dahingeflogen und ich habe das Buch sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint.
Besonders gefallen haben mir die Beschreibungen der Natur und der Tiere. Ziegen sind wohl wirklich einmalig .
Für mich war das Lesen des Buches wie eine eigene, kleine Auszeit in den Schweizer Bergen. Ich war förmlich mittendrin und habe mich so wunderbar gut gefühlt. Vielen Dank dafür, liebe Katharina Afflerbach.
In der Mitte des Buches sind übrigens schöne Fotos von Katharinas Auszeit zu finden.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich mit jeder Zeile gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein tolles, sehr lesenswertes Buch!

Veröffentlicht am 28.06.2019

Eine tolle Mischung aus historischen Fakten und Fiktion. Lesenswert!

Die Zarin und der Philosoph (Sankt-Petersburg-Roman 2)
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„Die Zarin und der Philosoph“ von Martina Sahler ist 2019 im Verlag List Hardcover erschienen und umfasst 496 Seiten. Es handelt sich hier um den zweiten Band, der jedoch ohne Probleme unabhängig vom ersten ...

„Die Zarin und der Philosoph“ von Martina Sahler ist 2019 im Verlag List Hardcover erschienen und umfasst 496 Seiten. Es handelt sich hier um den zweiten Band, der jedoch ohne Probleme unabhängig vom ersten Band gelesen werden kann. Der erste Band trägt den Titel „Die Stadt des Zaren“.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Die junge Katharina krönt sich nach einem Putsch selbst zur Zarin. Sie sieht sich als Nachfolgerin von Peter dem Großen und will Russland nach Westen öffnen. Doch die Welt hält den Atem an, kann man der Deutschen auf dem Zarenthron trauen? Preußens König Friedrich II. schickt einen Philosophen nach Petersburg, um die Pläne der neuen Herrscherin auszuspähen. Stephan Mervier ist beeindruckt von Katharina, von ihrer Klugheit, ihrem Charisma, aber Russlands Rückständigkeit und das Elend der Leibeigenen machen ihn wütend. Dabei wächst der Widerstand im Winterpalast längst heran. Eine enge Vertraute Katharinas kämpft auf Seiten der Unterdrückten. Stephan verliebt sich in die mutige Rebellin, die in großer Gefahr schwebt. Denn die Zarin fördert zwar Fortschritt, Bildung und die Wissenschaften, aber ihre Herrschaft ist absolut, und sie setzt ihre Macht mit äußerster Härte durch.

Martina Sahler schafft es mit ihrem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte um Katharina der Großen zu ziehen. Ihre große Leidenschaft zu Russland, hier speziell auch Petersburg, und dessen ganzer Geschichte meint man förmlich in jeder Zeile zu spüren. Sahlers Buch lässt sich flüssig und fortlaufend spannend lesen und ich konnte mich als Leserin sehr gut in die gesamte Stimmung des wunderbar recherchierten Buches einfühlen. Martina Sahler hat ihr Buch mit vielen historischen Tatsachen unterlegt und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über Russland und Katharina die Große erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.

Fazit: „Die Zarin und der Philosoph“ ist ein unterhaltsames, kurzweiliges, lesenswertes Buch mit einer sehr gefühlvollen Geschichte. Die Spannung bleibt während des ganzen Romanes erhalten und ich habe jede Seite genossen.
Ich freue mich jetzt auf weitere Bücher von Martina Sahler, denn „Die Zarin und der Philosoph“ war mein erstes von ihr und ich kann es wirklich empfehlen.