Diese Kurzgeschichte zum ersten Band der Biss-Reihe hat mich positiv überrascht. Sehr interessant und nachvollziehbar wird der Anfang der Geschichte aus Edwards Sicht erzählt. Man kann sich wirklich besser ...
Diese Kurzgeschichte zum ersten Band der Biss-Reihe hat mich positiv überrascht. Sehr interessant und nachvollziehbar wird der Anfang der Geschichte aus Edwards Sicht erzählt. Man kann sich wirklich besser in Edward hineinversetzen nach dem Lesen der Geschichte und möchte eigentlich nur ungern das Buch beenden.
“Mistelzweigtanz“ ist eine Kurzgeschichte über die Sekretärin Nina Honstedt, 28 Jahre alt, die in der Vorweihnachtszeit erfahren muss, dass ihr Freund, der gleichzeitig ihr Chef ist, sie betrügt und darüber ...
“Mistelzweigtanz“ ist eine Kurzgeschichte über die Sekretärin Nina Honstedt, 28 Jahre alt, die in der Vorweihnachtszeit erfahren muss, dass ihr Freund, der gleichzeitig ihr Chef ist, sie betrügt und darüber hinaus auch noch ihren Arbeitsplatz anderweitig vergeben hat. Ohne Job fährt Nina Hals über Kopf über Weihnachten zu ihrer Patentante Elvira. Die lebensfrohe Tante lässt Nina Kraft für einen Neuanfang sammeln.
Ich bin von Anfang an in der Geschichte drin gewesen. Es ist alles - im positiven Sinne - derart bildhaft und geordnet erzählt, dass man nur so durch die Geschichte gleitet, was mir sehr gefallen hat.
Die Autorin schafft es immer wieder, die romantischsten Stellen beeindruckend unkitschig darzustellen. Die Figuren sind lebhaft ausgearbeitet, und auch das Städtchen Hattingen kann man sich bildlich vorstellen (so man es nicht eh schon aus der Realität kennt ).
In der Inhaltsangabe zum Buch steht: „Wie jedes Jahr dreht sich bei Elvira alles um die Frage: Wird sie zum legendären Mistelzweigtanz eingeladen – und von wem?“ Ich habe es nicht so empfunden, dass dies ein Hauptthema ist, und ich finde die Beschreibung deshalb nicht passend.
Ich bin von dem Buch insgesamt positiv überrascht ob der schönen Sprache (und weil ich eigentlich Kurzgeschichten nicht so gerne mag) und vergebe 4,5 Sterne.
Durch Zufall bin ich an Sabine Thieslers Thriller "Der Kindersammler" gekommen, der sich um das spurlose Verschwinden eines Kindes während eines Toskana-Urlaubs dreht. Es sollte das Buch werden, das mich ...
Durch Zufall bin ich an Sabine Thieslers Thriller "Der Kindersammler" gekommen, der sich um das spurlose Verschwinden eines Kindes während eines Toskana-Urlaubs dreht. Es sollte das Buch werden, das mich das Genre Thriller zu einem meiner Lieblingsgenre werden ließ.
Der Autorin gelingt es, die Spannung stetig zu halten. Sie schildert das Leben des Täters - auch Erlebnisse aus seiner Kindheit -, sodass man von vornherein weiß, wer der Täter ist, was der Spannung aber keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Ich fand es sehr interessant zu sehen, wie das Umfeld des Täters war/ist, wie er aufwuchs und welches Verhältnis er zu seinen Familienmitgliedern hat; welche Gedanken in ihm vorgingen, die ihn schließlich auch zu dieser grausamen Tat und noch weiteren Taten brachten.
Ein weiterer Handlungsstrang ist das Leben der Eltern des verschwundenen Kindes, die in der Toskana verzweifelt nach ihrem Kind suchen und alle Hebel in Bewegung setzen, das Verschwinden aufzuklären.
Die Schilderungen sind teilweise schwer zu ertragen, und ich konnte mir jahrelang nicht vorstellen, irgendwann einmal Urlaub in der Toskana zu machen. Was für mich nur heißt, es handelt sich um ein gelungenes Werk, das die volle Punktzahl verdient!
Katharina von Velden, Herrin der Burg Strahlenfels bei Nürnberg und Ehefrau des Reichsritters Thassilo von Wildenstein, ist eine begnadete Heilerin im frühen 16. Jahrhundert. Da sie und andere heilkundige ...
Katharina von Velden, Herrin der Burg Strahlenfels bei Nürnberg und Ehefrau des Reichsritters Thassilo von Wildenstein, ist eine begnadete Heilerin im frühen 16. Jahrhundert. Da sie und andere heilkundige Frauen sowohl der Kirche als auch der Wissenschaft zunehmend ein Dorn im Auge sind, verfolgt sie der Päpstliche Inquisitor Bonifatius von Ebenstatt, ein entfernter Vetter ihres Gatten. Katharina weckt in Bonifatius - aus seiner Sicht sündige - Begierden und bietet ihm auch noch die Stirn. Für ihn steht fest: Die Heilerin muss auf dem Scheiterhaufen brennen...
Der Autorin ist ein außerordentlich flüssiger und mitreißender Schreibstil gelungen. Von der ersten Seite an kann man das Buch nicht mehr weglegen. Die Geschichte geht direkt los; man wird nicht mit Jahreszahlen u. ä. "gequält", sondern man erlebt das Zeitalter durch die erzählten Geschehnisse mit.
Obwohl ich schon einiges über Hexenverfolgung wusste und Foltergeräte und Zeichnungen bezüglich derer damaligen Anwendung im Museum gesehen und Ausschnitte von Verhörprotokollen gelesen habe usw., haben mich die Beschreibungen der Folterungen im Roman erneut erschüttert. Die Schilderungen sind einerseits undramatisch-klar, andererseits dadurch so lebendig, dass mir so manches Mal beim Lesen ein kalter Schauer über den Rücken lief.
Frau Salomon hat gute Recherchearbeit geleistet und für meinen Geschmack bei ihren Beschreibungen durchweg die richtige Mischung gefunden: genau so viel, dass man sich gut in die Situation hineinversetzen kann und mitfiebert, aber nicht zu ausschweifend.
Auch die Protagonisten sind auf lebhafte Weise ausgearbeitet, und Katharina war mir ziemlich schnell sympathisch.
Das Ende, das die Spannungskurve nochmals nach oben schnellen lässt, hat mir gut gefallen.
Caro leitet zusammen mit ihrem Ex-Freund eine Event-Agentur und stellt einen Praktikanten namens Ben ein. Sie kann nicht verhindern, sich in Ben zu verlieben. Die Ereignisse überschlagen sich, und es kommt ...
Caro leitet zusammen mit ihrem Ex-Freund eine Event-Agentur und stellt einen Praktikanten namens Ben ein. Sie kann nicht verhindern, sich in Ben zu verlieben. Die Ereignisse überschlagen sich, und es kommt heraus, dass Ben einen Zwillingsbruder hat, mit welchem er zusammen ein falsches Spiel treibt…
Der Sprachstil ist sehr authentisch, wodurch sich das Buch flüssig liest. Es wird aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, was aber sehr gelungen ist und dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.
Die Autorin hat die Gedanken und Stimmungen der Figuren sehr gefühlvoll dargestellt, und man kann sich gut in diese hineinversetzen. Es handelt sich hier um keinen romantischen Liebesroman, sondern es herrscht eine eher düstere Grundstimmung vor.
Da es zu viele sprachliche Ungenauigkeiten/Verwechslungen in meiner Ausgabe gab, die das Lesevergnügen etwas minderten, und die Geschehnisse teilweise etwas vorhersehbar waren, kann ich keine volle Punktezahl vergeben.