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Veröffentlicht am 07.12.2025

Lass dich entführen in eine andere Zeit

Die Heilerin vom Strahlenfels
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Katharina von Velden, Herrin der Burg Strahlenfels bei Nürnberg und Ehefrau des Reichsritters Thassilo von Wildenstein, ist eine begnadete Heilerin im frühen 16. Jahrhundert. Da sie und andere heilkundige ...

Katharina von Velden, Herrin der Burg Strahlenfels bei Nürnberg und Ehefrau des Reichsritters Thassilo von Wildenstein, ist eine begnadete Heilerin im frühen 16. Jahrhundert. Da sie und andere heilkundige Frauen sowohl der Kirche als auch der Wissenschaft zunehmend ein Dorn im Auge sind, verfolgt sie der Päpstliche Inquisitor Bonifatius von Ebenstatt, ein entfernter Vetter ihres Gatten. Katharina weckt in Bonifatius - aus seiner Sicht sündige - Begierden und bietet ihm auch noch die Stirn. Für ihn steht fest: Die Heilerin muss auf dem Scheiterhaufen brennen...

Der Autorin ist ein außerordentlich flüssiger und mitreißender Schreibstil gelungen. Von der ersten Seite an kann man das Buch nicht mehr weglegen. Die Geschichte geht direkt los; man wird nicht mit Jahreszahlen u. ä. "gequält", sondern man erlebt das Zeitalter durch die erzählten Geschehnisse mit.

Obwohl ich schon einiges über Hexenverfolgung wusste und Foltergeräte und Zeichnungen bezüglich derer damaligen Anwendung im Museum gesehen und Ausschnitte von Verhörprotokollen gelesen habe usw., haben mich die Beschreibungen der Folterungen im Roman erneut erschüttert. Die Schilderungen sind einerseits undramatisch-klar, andererseits dadurch so lebendig, dass mir so manches Mal beim Lesen ein kalter Schauer über den Rücken lief.

Frau Salomon hat gute Recherchearbeit geleistet und für meinen Geschmack bei ihren Beschreibungen durchweg die richtige Mischung gefunden: genau so viel, dass man sich gut in die Situation hineinversetzen kann und mitfiebert, aber nicht zu ausschweifend.

Auch die Protagonisten sind auf lebhafte Weise ausgearbeitet, und Katharina war mir ziemlich schnell sympathisch.

Das Ende, das die Spannungskurve nochmals nach oben schnellen lässt, hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Der Gute und der Böse

Das Zwillingsmatch
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Caro leitet zusammen mit ihrem Ex-Freund eine Event-Agentur und stellt einen Praktikanten namens Ben ein. Sie kann nicht verhindern, sich in Ben zu verlieben. Die Ereignisse überschlagen sich, und es kommt ...

Caro leitet zusammen mit ihrem Ex-Freund eine Event-Agentur und stellt einen Praktikanten namens Ben ein. Sie kann nicht verhindern, sich in Ben zu verlieben. Die Ereignisse überschlagen sich, und es kommt heraus, dass Ben einen Zwillingsbruder hat, mit welchem er zusammen ein falsches Spiel treibt…

Der Sprachstil ist sehr authentisch, wodurch sich das Buch flüssig liest. Es wird aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben, was aber sehr gelungen ist und dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Die Autorin hat die Gedanken und Stimmungen der Figuren sehr gefühlvoll dargestellt, und man kann sich gut in diese hineinversetzen. Es handelt sich hier um keinen romantischen Liebesroman, sondern es herrscht eine eher düstere Grundstimmung vor.

Da es zu viele sprachliche Ungenauigkeiten/Verwechslungen in meiner Ausgabe gab, die das Lesevergnügen etwas minderten, und die Geschehnisse teilweise etwas vorhersehbar waren, kann ich keine volle Punktezahl vergeben.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

England im Mittelalter

Hiobs Brüder
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Acht von der Gesellschaft ausgestoßene Männer treffen im mittelalterlichen England schicksalhaft aufeinander.

Der Roman ist sehr gut recherchiert und enthält viele interessante geschichtliche Fakten. ...

Acht von der Gesellschaft ausgestoßene Männer treffen im mittelalterlichen England schicksalhaft aufeinander.

Der Roman ist sehr gut recherchiert und enthält viele interessante geschichtliche Fakten. Auch erhält der Leser einen guten Einblick, wie im mittelalterlichen Westeuropa mit behinderten/kranken Menschen umgegangen wurde und was es hieß, ein Adeliger oder aber ein Bauer zu sein. Auch der damalige Umgang von Katholiken und Juden miteinander wird an einigen sehr konkreten Beispielen plastisch verdeutlicht. Mich hat die Geschichte zwischendurch sehr aufgewühlt.

Ich fand gelungen, dass die Krankheiten der acht Hauptcharaktere - dem Leser aus heutiger Sicht bekannt - nicht eindeutig beim Namen genannt werden (bis auf Simons Krankheit, deren damaliger Name auftaucht), sondern diese aus Sicht eines im Mittelalter lebenden Menschen beschrieben werden.

Leider hat das Buch ungefähr in der Mitte seine Längen. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, es zu Ende zu lesen, da es im letzten Drittel nochmals richtig spannend wird - und das bis zur letzten Seite.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Naivität und Emanzipation

Und die Nacht prahlt mit Kometen
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Valerie, kurz „Vie“, trifft bei einem Flohmarktbesuch auf den einige Jahre älteren Bojan und denkt sofort: „Das ist der Mann, von dem ich ein Kind bekommen werde.“ Als sie sich nach einiger Zeit zufällig ...

Valerie, kurz „Vie“, trifft bei einem Flohmarktbesuch auf den einige Jahre älteren Bojan und denkt sofort: „Das ist der Mann, von dem ich ein Kind bekommen werde.“ Als sie sich nach einiger Zeit zufällig wiedertreffen, beginnen sie eine Beziehung. Eine Beziehung, die nicht auf Augenhöhe stattfindet. Abwertung und Gewalttätigkeit bestimmen immer mehr Vies Alltag.

Es wird kapitelweise abwechselnd die Gegenwart und die Vergangenheit erzählt. Der Erzählstil des außenstehenden Erzählers ist fast schon nüchtern-kühl. Am Anfang fand ich das noch passend; schließlich kann man sich vorstellen, dass Vie genau so eine Distanziertheit benötigt, um überhaupt noch irgendwie klarzukommen. Nach einiger Zeit aber, wenn man tiefer in die Begebenheiten eintauchen möchte, wandelt sich das Kühl-Distanzierte fast schon in Oberflächlichkeit. Dadurch nahm mich das Buch nicht ganz so gefangen, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Vie wirkt wie eine ziemlich naive Person, die leider wenig Selbstbewusstsein hat. An einer Stelle nimmt der Erzähler Bezug auf das Verhalten von Vies Eltern ihr gegenüber, als sie noch ein Baby war. Sie ließen sie „nach der Erstfütterung“ - ins Badezimmer abgeschoben - schreien. Zitat: „Nach den ersten drei Tagen war das Thema erledigt.“ Zum Glück weiß man heute dank engagierter Sozialpädagogen und Wissenschaftler, dass genau das der Psyche eines Kindes dauerhaft schaden kann. Auch wenn es im Buch nicht ausdrücklich gesagt wird, stellt der Leser hier einen Zusammenhang zu Vies Persönlichkeit her, der auch einleuchtend erscheint.

Über Bojan wird erzählt, dass er als kleiner Junge oft geweint habe, weil er sich, aus einem anderen Land stammend, in seiner neuen Heimat nicht dazugehörig gefühlt habe. Ob das eine (ausreichende) Erklärung für sein gewalttätiges und abwertendes Verhalten ist, mag jeder für sich selbst entscheiden.

Ich fand es aufgrund der Vergangenheit merkwürdig, dass Vie das Bedürfnis verspürte nachzuschauen, ob Bojan noch in seiner alten Wohnung lebte, und das auch noch mehrmals. Irgendwie widerspricht das auch dem eigentlichen Eindruck, dass Vie sich mittlerweile emanzipiert hat. Was mir Vie aber letztendlich regelrecht unsympathisch machte, war der Umstand, dass sie sich an Bojans Katze verging. Wie tief kann man sinken!

Die letzten Seiten fand ich sehr gelungen, und ich vergebe daher 3,5/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Geschichte trifft Fantasy

Outlander – Feuer und Stein
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Die englische Krankenschwester Claire fährt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrem Mann Frank nach Schottland, um ihre Flitterwochen nachzuholen. Als sie eines Abends alleine spazierengeht, trifft sie ...

Die englische Krankenschwester Claire fährt kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit ihrem Mann Frank nach Schottland, um ihre Flitterwochen nachzuholen. Als sie eines Abends alleine spazierengeht, trifft sie auf einen Steinkreis und wird neugierig, als sie ein Stimmengewirr wahrnimmt, welches von dort zu kommen scheint. Neugierig betritt sie den Steinkreis und wird ohnmächtig. Als sie erwacht, muss sie erkennen, dass sie in der Zeit um rund 200 Jahre zurückgereist ist und zunächst für eine englische Spionin gehalten wird. Aufgrund ihres medizinischen Wissens nimmt der McKenzie-Clan sie zu sich, und Claire lernt so den Ausgestoßenen Jamie kennen, der ihre Hilfe gebrauchen kann.

Ich muss sagen, dass ich die Idee der Geschichte sehr interessant fand. Auch scheinen die historischen Fakten gut recherchiert zu sein, sodass man einiges über die damalige Zeit erfährt.

Leider empfand ich die Geschichte ab spätestens der Mitte des Buches etwas langatmig. Dass Claire während ihrer Zeitreise nun unbedingt einem Vorfahren ihres Mannes Frank begegnet, konnte ich noch - vor allem vor dem Hintergrund, dass Claire quasi zwischen zwei Zeiten hin und her gerissen ist - als nettes Gedankenspiel annehmen. Dass aber irgendwann die Handlung mehr oder weniger nur noch daraus bestand, dass - vereinfacht ausgedrückt - Claire oder Jamie bedroht/entführt wird, und der jeweils andere zwecks Rettung hinterherjagt, nur damit, sobald sie aus der Patsche waren, bald darauf alles von Neuem beginnt - nun ja, das war nicht so meins.

Zusammenfassend kann ich sagen, das Buch hat mich im Großen und Ganzen gut unterhalten, aber - auch aufgrund des eher durchschnittlichen Schreibstils - nicht dazu animiert, die Folgebände zu lesen.

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