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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.11.2025

Unterhaltsam für groß und klein

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
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Ich glaube, das letzte Mal, dass ich ein Gregs Tagebuch gelesen habe, war ich selbst noch ein Kind. Ich muss sagen, jetzt dass ich eigene Kinder habe, habe ich einen ganz neuen Blickwinkel.
Ich finde ...

Ich glaube, das letzte Mal, dass ich ein Gregs Tagebuch gelesen habe, war ich selbst noch ein Kind. Ich muss sagen, jetzt dass ich eigene Kinder habe, habe ich einen ganz neuen Blickwinkel.
Ich finde es richtig beeindruckend, wie viele Themen aufgefriffen werden, und vor allem, solche, die sowohl Kinder als auch Erwachsene ansprechen. Mein Kind ist sieben und hat viel gelacht.
Für ein Comic-Roman enthält das Buch überraschend viele Lehren für den Lebensalltag, auch wenn sich Greg darüber beschwert. Zum Beispiel: Dass es schön ist, Dankeskarten zu schicken, dass Trampolineparks ziemlich gefährlich sein können, oder das Hypes schnell vorbeigehen.
Es gibt so viele Situationen, die Kindern vertraut vorkommen, und es ist macht Spaß zu sehen, was sich Greg alles überlegt. Besonders lustig finde ich, wie er seine komischen Gedanken bis zu ihren logischen Schlussfolgerungen verfolgt. Zum Beispiel, wenn man Superkräfte hätte, würde man ständig nach Gefallen gebeten werden, und genau deshalb tragen Superhelden Masken.
Fazit: ein unterhaltsames Buch mit überraschender Tiefe

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Humor
Veröffentlicht am 15.11.2025

Düsterer Fantasy-Jugendroman

House of the Beast
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Im Buch geht es um Alma, die zu Beginn der Geschichte 11 Jahre alt ist, als sie zu ihrem Vater zieht und ihre Mutter stirbt. Acht Jahre später trifft der Leser sie wieder: Nun ist sie eine ausgebildete ...

Im Buch geht es um Alma, die zu Beginn der Geschichte 11 Jahre alt ist, als sie zu ihrem Vater zieht und ihre Mutter stirbt. Acht Jahre später trifft der Leser sie wieder: Nun ist sie eine ausgebildete Kämpferin und sinnt auf Rache an ihrem Vater, den sie für den Tod ihrer Mutter verantwortlich macht. Ihr einziger Begleiter ist das Dread Beast, der Gott des Todes, der ihr als junger Mann in ihrem Alter erscheint.
Trotz des Paares, das eindeutig im Mittelpunkt der Geschichte steht, gibt es hier keine Liebesgeschichte. Vielmehr geht es um Almas Rachefeldzug, und darum, was sie bereit ist, dafür zu opfern.
Die Fantasiewelt finde ich originell und ungewöhnlich. Die Bewohner von Kugara verehren vier Götter, die eher grausam als gütig sind und von den Menschen ein persönliche Opfer verlangen, um ihnen eine Gabe zu gewähren.
Der Schreibstil finde ich OK, aber zieht sich etwas. In der zweiten Hälfte des Buches habe ich dann doch die Geduld verloren und die Geschichte eher überflogen, auch wenn die Handlung in diesem Abschnitt deutlich temporeicher wird. Als Leserin hatte ich allerdings das Gefühl, durch die Geschichte gezogen zu werden, und konnte die Überraschungen und Wendungen in der Handlung nicht wirklich genießen.
Persönlich finde ich die Geschichte nicht besonders Tief, und auch die Darstellung von Almas Charakterentwicklung finde ich eher oberflächlich, auch wenn sie am Ende einige ernste Entscheidungen trifft. Ich würde daher das Buch klar als Jugendbuch einstufen.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

Eine süße, herzzerreißende Geschichte

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Die Geschichte ist unterhaltsam und wird abwechselnd aus der Sicht von James und Jude erzählt. Ich fand es erfrischend, eine "Manic Pixie Dream Girl"-Geschichte aus der Perspektive der Frau zu lesen. Sie ...

Die Geschichte ist unterhaltsam und wird abwechselnd aus der Sicht von James und Jude erzählt. Ich fand es erfrischend, eine "Manic Pixie Dream Girl"-Geschichte aus der Perspektive der Frau zu lesen. Sie ist chaotisch, witzig und emotional nicht verfügbar. Der Schreibstil ist unterhaltsam und lebendig, und das Geplänkel zwischen Jude und James erinnert an Gilmore Girls und macht einfach richtig Spaß.
Die Handlung fühlt sich ein bisschen wie ein "Hallmark Film" an: Kleinstadt, heimlich reicher oder berühmter Protagonist, unterdrückte Gefühle, missed Opportunities.
Die Liebesgeschichte bleibt jedoch emotional eher oberflächlich. Es gibt einige gute Momente, wo es herzzerreißend wird, aber insgesamt habe ich leider nicht allzu viele tiefe Emotionen gespürt.
Auch die "Grumpy meets Sunshine"- bzw. "Enemies to Lovers"-Tropes finde ich nicht ganz überzeugend: James Grummeligkeit wirkt auf mich etwas gezwungen. Mein persönliches "pet peeve" ist,  wenn ein Protagonist den anderen angeblich nicht mag, aber ständig betont, wie heiß er oder sie ist, was hier bei James der Fall ist.
Die Spicy-Szenen sind dagegen richtig gut geschrieben: Heiß, aber zugleich einfühlsam. Durch die wechselnden Perspektiven erlebt der Leser das Spice aus beiden Seiten, was richtig Spaß macht.

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Veröffentlicht am 06.11.2025

Tolles Buch für groß und klein!

Ups, ich darf auch Nein sagen
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Dieses Buch ist eine Mischung aus Erklärbuch und Vorlesebuch. Es enthält sechs Vorlesegeschichten/Kapitel, die unterschiedliche Aspekte rund um das Thema Grenzen setzen behandeln.

In diesem Buch gibt ...

Dieses Buch ist eine Mischung aus Erklärbuch und Vorlesebuch. Es enthält sechs Vorlesegeschichten/Kapitel, die unterschiedliche Aspekte rund um das Thema Grenzen setzen behandeln.

In diesem Buch gibt es fast genauso viel Inhalt für Eltern wie für Kinder. Ich würde die Vorlesegeschichten tatsächlich als quasi zweitrangig betrachten. Meiner Meinung nach lohnt es sich, zuerst die Erwachsene-Teile zu lesen, bevor man mit seinem Kind beginnt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Eltern, die zu diesem Buch greifen, selbst Schwierigkeiten mit dem Grenzen setzen haben. Die Erklärungen sind also wirklich hilfreich, um sich effektiv mit dem Kind auszutauschen.

Die Geschichten sind simpel und bieten viele Anregungen zum Diskutieren und Nachdenken. Die dargestellte Situationen sind für Kinder gut nachvollziehbar, und der Schreibstil ist angenehm und kurzweilig.

Nur eine Sache hat mir weniger gefallen: in der ersten Geschichte wird die Tante mit einer Sahnetorte verglichen. Ich verstehe, dass die Autorin zeigen möchte, dass man einer schwierige Situation auch mit Humor begegnen kann. Allerdings ist mein Kind gerade in einer Phase, wo es gerne herablassende Bemerkungen macht, und solche Bemerkungen in ein Buch zu sehen finde ich halt suboptimal.

Davon abgesehen ist das Buch ein wirklich tolles Hilfsmittel.

Veröffentlicht am 02.11.2025

Eine spannende, originelle Geschichte für Fantasie-Liebhaber, die keinen Liebesroman lesen wollen.

Das Dreizehnte Kind
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"Das dreizehnte Kind" ist eine faszinierende Neuerzählung des Märchens "Gevatter Tod" der Gebrüder Grimm. Die Grundzüge der Handlung sind an das Märchen angelehnt, doch in dieser Geschichte ist das Kind ...

"Das dreizehnte Kind" ist eine faszinierende Neuerzählung des Märchens "Gevatter Tod" der Gebrüder Grimm. Die Grundzüge der Handlung sind an das Märchen angelehnt, doch in dieser Geschichte ist das Kind aber ein Mädchen, und es entwickelt sich eine Liebesgeschichte.
Das Cover hat mich zunächst nicht wirklich angesprochen. Es erinnerte mich irgendwie an die "Weird Tales"-Cover aus der Mitte der 19ern, was nicht zu meiner Erwartung passte, da ich dachte, es handelte sich um ein Fantasy-Romance-Buch. Die Liebesgeschichte bleibt jedoch zweitrangig, und der Fokus liegt vielmehr auf der Art und Weise wie sie ihre Gabe einsetzt, den schwierigen Entscheidungen, die sie treffen muss, und dem Umgang mit deren Folgen.
Die Fantasiewelt ist meisterhaft gestaltet, düster und märchenhaft zugleich, was hervorragend zum Cover passt. Der Schreibstil ist gelungen: Ein wenig poetisch, aber nicht so floskelhaft, dass er das Lesen erschwert. An einigen Stellen zieht sich die Geschichte etwas in die Länge; die Handlung laüft ja über mehrere Jahre. Häzel wächst heran, lernt zu heilen ohne sich immer auf ihre Gabe zu verlassen. Es gibt einen Krieg, eine Pandemie und Hofintrigen.
Insgesamt: Eine spannende, originelle Geschichte für Fantasy-Liebhaber, die keinen Liebesroman lesen wollen.