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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.06.2024

Das andere Gesicht von Frau Holle

Frau Holles Labyrinth
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Stefanie Lasthaus greift den Trend der Märchenadaptionen auf und widmet sich Frau Holle. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet.
Die Geschichte beginnt in einer realen Welt, wobei aber ...

Stefanie Lasthaus greift den Trend der Märchenadaptionen auf und widmet sich Frau Holle. Das Cover und der Farbschnitt sind wunderschön gestaltet.
Die Geschichte beginnt in einer realen Welt, wobei aber auch hier schon magische Fähigkeiten eine Rolle spielen.
Die Rollen der ungleich geliebten Schwestern sind klar verteilt und die Geschichte nimmt mit dem Fall in den Brunnen an Fahrt auf. Wir folgen Mary durch unwirkliche, düstere Welten bis hin zu Frau Holle, die so gar nicht den Vorstellungen aus den Märchen entspricht. Die Adaption ist gelungen, obwohl sie stellenweise schon sehr brutal daherkommt. Aber wenn man es genau nimmt, Grimms Märchen waren alles, aber nicht gewaltfrei. Gut gefallen hat mir die Rolle, die das Thema Erinnerungen gespielt hat. Auch die anderen Charaktere, auf die Mary während ihrer “Reise” trifft, sind gut ausgearbeitet. Obwohl die Rolle von Marys Schwester nicht sehr groß ist, habe ich sie und ihre Art sehr gemocht.
Im letzten Drittel hätte ich mir noch ein bisschen mehr “Frau Holle” gewünscht.
Der Epilog war nicht so meins, da ich inhaltlich ein Problem mit der Einordnung hatte.
Insgesamt eine tolle Geschichte, die eine neue, spannende Variante von Frau Holle mit einer starken Gegenfigur bietet.

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Veröffentlicht am 14.06.2024

Mit Büchern durch bewegte Zeiten

Der Club der Bücherfreundinnen
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Amy Lynn Green nimmt uns mit in das Jahr 1942. Der Zweite Weltkrieg wirft seine Schatten auch auf die Küstenorte in den USA
Als Louise Cavendish, die von ihrem Vater geerbte Bücherei schließen will, ...

Amy Lynn Green nimmt uns mit in das Jahr 1942. Der Zweite Weltkrieg wirft seine Schatten auch auf die Küstenorte in den USA
Als Louise Cavendish, die von ihrem Vater geerbte Bücherei schließen will, gründet Avis einen Buchclub.
Schnell wird der Buchclub zum Anker für völlig verschiedene Menschen. Avis, die lieber backt als liest und immer noch Schwierigkeiten mit ihrer Rolle als Ehefrau hat. Ginny, die ihrer Familie das Zuhause wieder geben möchte. Martina, die auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit ist und für sich und ihre Kinder Ablenkung sucht.
Luise, die wichtigste Person des Ortes, kühl, zurückhaltend, aber auch sie hat ein Päckchen aus ihrer Vergangenheit zu tragen.
Ihre Geschichten treffen aufeinander und verweben sich vor dem Hintergrund des Krieges.
Gemeinsam wagen sie sich an das Abenteuer gemeinsam zu lesen. Eine Vielzahl an unterschiedlichen Buchtiteln begegnet uns, von denen einige inzwischen echte Klassiker sind.
Der Titel ist nicht ganz korrekt, da am Buchclub auch Männer teilnehmen. Mehrere Geheimnisse begleiten die Story, die sich auf zu erwartende Art und Weise zum Ende hin auflösen .
Die Kapitel sind kurz und sind inhaltlich immer aus anderen Perspektiven geschrieben.
Es ist eine nette, lesenswerte Geschichte vor historischen Hintergrund.
In diesem Zusammenhang muss das Nachwort der Autorin erwähnt werden, indem sie diese Hintergründe noch näher erläutert.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.06.2024

Pure Spannung

Fürchte das Böse
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Holly Wakefield geht in die vierte Runde und das absolut grandios.
An aktuellen Tatorten taucht die Handschrift des Mannes auf, der ihre Eltern ermordet hat. Doch “Die Bestie” ist tot !?
Holly ist sich ...

Holly Wakefield geht in die vierte Runde und das absolut grandios.
An aktuellen Tatorten taucht die Handschrift des Mannes auf, der ihre Eltern ermordet hat. Doch “Die Bestie” ist tot !?
Holly ist sich sicher, er lebt. Wird man ihr glauben?
Es beginnt eine Mördersuche, die ihresgleichen sucht. Mit falschen Fährten und unerwarteten Wendungen hält Mark Griffin die Spannung konstant aufrecht. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig.
Da der Fall für Holly sehr persönlich ist, erfahren wir viel mehr über ihre Vergangenheit. Auch die Sequenzen aus der Sicht des Täters bieten viel Raum für Spekulationen. Ihre Beziehung zu D.I. Bishop entwickelt sich weiter, ohne dass es kitschig wird.
Das Ende ist überraschend und ich bin gespannt, ob es einen Band 5 geben wird.
Insgesamt eine klare Empfehlung für dieses Buch und die ganze Serie.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Bunte Mischung aus erprobten Familienrezepten

Ich koche für meine Lieben
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Silvia Richelli hat hier ein persönliches Kochbuch mit familientauglichen Rezepten für den Alltag geschrieben. Jedem Rezept ist ein schönes Foto beigefügt, die Zutatenliste und eine leicht verständliche ...

Silvia Richelli hat hier ein persönliches Kochbuch mit familientauglichen Rezepten für den Alltag geschrieben. Jedem Rezept ist ein schönes Foto beigefügt, die Zutatenliste und eine leicht verständliche Beschreibung.
Das Kochbuch gliedert sich in drei Abschnitte: "Selbstgemacht", "Vom Garten auf den Tisch" und "Meine Lieblingsgerichte". Es ist eine Mischung aus süß und herzhaft, italienisch und asiatisch.
Ausprobiert habe ich bis jetzt das Salbeipesto, das Kirsch-Tomaten-Chutney und die Galette mit Pfirsichen. Alles ist wunderbar gelungen und hat gut geschmeckt.
Das Buch ist sehr hochwertig aufgemacht und hat ein Lesebändchen. Die Autorin stellt sich zu Beginn vor und schreibt die Rezepte in der Ich-Form. Ungewöhnlich, aber macht es auch sehr persönlich. Aufgelockert wird das Buch zusätzlich durch wunderbare Fotos aus Italien. Ein Urlaubsgefühl bekommt man hier noch gratis dazu.
Insgesamt ein alltagstaugliches Kochbuch, ohne extravagante Zutaten, dafür mit Rezepten, für die man nicht stundenlang in der Küche stehen muss.
Hier sind es nicht die neuen Rezepte, die im Vordergrund stehen, sondern die Rezepte, die in der Familie getestet wurden.

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Veröffentlicht am 04.06.2024

Erwartungen nicht erfüllt

A Tempest of Tea
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A Tempest of Tea, die Story hat eine tolle Grundidee. Luxuriöses Teehaus am Tag, Treffpunkt der Vampire bei Nacht.
Der Vergleich mit Leigh Bardugo war für mich nicht relevant, da ich bisher nur ein Buch ...

A Tempest of Tea, die Story hat eine tolle Grundidee. Luxuriöses Teehaus am Tag, Treffpunkt der Vampire bei Nacht.
Der Vergleich mit Leigh Bardugo war für mich nicht relevant, da ich bisher nur ein Buch von ihr gelesen habe.
Das Cover und auch der Einband sind toll gestaltet, aber man liest ja nicht den Einband.
Ich hatte von Anfang an Schwierigkeiten mit der behäbigen Art zu erzählen. Es wirkte alles sehr distanziert und ein bisschen leblos. Die Charaktere konnten mich nicht fesseln, obwohl man durch die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven eigentlich genug Zugang hatte.
Der Auftrag, um dessen Planung und Durchführung es ja hauptsächlich ging, gestaltete sich dann doch weniger spektakulär als angenommen.
Die Geschichte nahm zum Ende hin dann an Schwung auf, mit einer Entwicklung, die ich schon ab Mitte des Buches habe kommen sehen. Ich bin mir nicht sicher, ob das offene Ende genug Interesse bei mir weckt, den zweiten Teil zu lesen.
Fazit: Meine Erwartungen an das Buch haben sich nicht erfüllt, aber die Grundidee ist wirklich gut. Vielleicht war ich auch nicht die richtige Zielgruppe, da es ja auch viele sehr positive Stimmen gibt.

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