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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2024

Lesenswert, aber schwächerer Teil der Reihe

Die Hand des Todes
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Kathy Reichs gelingt es auch mit Nr.22, mich mit Temperance Brennan zu überzeugen. Das Cover gliedert sich im Stil der vorhandenen Bücher ein. Die Personen, nun es ist wie nach Hause kommen zur Familie. ...

Kathy Reichs gelingt es auch mit Nr.22, mich mit Temperance Brennan zu überzeugen. Das Cover gliedert sich im Stil der vorhandenen Bücher ein. Die Personen, nun es ist wie nach Hause kommen zur Familie. Man kennt sie und weiß, was man zu erwarten hat.

Gekonnt ist der Spagat zwischen Rechtsmedizin und Krimihandlung, obwohl die forensische Kernkompetenz von Temperance diesmal etwas stiefmütterlicher behandelt wird. Kathy Reichs Krimis erfordern immer ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit, um den Überblick nicht zu verlieren. Die Bände sind in sich abgeschlossen, aber die Kenntnis der vorherigen Bücher erhöht in meinen Augen den Lesespaß.

Der Ort der Handlung ist diesmal etwas außergewöhnlicher. Es geht in die Karibik.
Grausam verstümmelte Leichen und Bandenkriminalität. Gibt es einen Zusammenhang? Temperance und Monck fischen im Trüben. Die Ermittlungen gestalten sich etwas zäh und so nimmt auch das Buch erst im letzten Drittel richtig Fahrt auf.
Schade war, dass die Forensik diesmal zu kurz kommt.
Die Auflösung ist jedoch in allen Punkten nachvollziehbar, sowohl was den Täter als auch das Motiv betrifft.
Insgesamt einer der schwächeren Teile der Reihe, aber durchaus lesenswert.

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Veröffentlicht am 20.08.2024

Etwas sperrig

All das Böse, das wir tun
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Sandrone Dazieri, ein mir unbekannter Autor. Cover und Klappentext waren aber durchaus ansprechend. Die Farbkombination aus Schwarz und Rot wirkt düster und passt hervorragend zum Stil des Buches, das ...

Sandrone Dazieri, ein mir unbekannter Autor. Cover und Klappentext waren aber durchaus ansprechend. Die Farbkombination aus Schwarz und Rot wirkt düster und passt hervorragend zum Stil des Buches, das für mich auch sehr düster und eindringlich daherkommt.
Mit dem Inhalt habe ich mich allerdings sehr schwer getan. Wir bewegen uns auf zwei Zeitebenen. Vor dreißig Jahren wird ein Unschuldiger für die Taten des Serientäters “Der Perser” verhaftet und stirbt. Die Methoden der beteiligten Behörden sind bestenfalls fragwürdig.
Heute, Amala, die Nichte der Anwältin des unschuldig Verurteilten, wird entführt.
Es beginnt eine Suche, die den Leser in einen Sumpf aus Korruption, Intrigen und Gewalt führt. Eine besondere Rolle kommt dabei auch Gerry zu, der vor keinem Mittel bei der Suche zurückschreckt.
Soweit so gut, aber das Buch hat mir einfach zu viele Längen und ich bin mit den Charakteren einfach nicht warm geworden. Der Schreibstil ist sperrig, ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Es entsteht zwar ein Kopfkino, besonders bei den Beschreibungen aus Amalas Perspektive, aber es wirkt schwerfällig.
Das Ende ist gelungen und durchaus in einigen Konstellationen unerwartet. Das Buch ist definitiv kein Thriller für zwischendurch, eine Straffung hätte aber gut getan.
Ich vergebe 3,5 Sterne und die Empfehlung, den Thriller nicht nur so nebenbei zu lesen.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

Solide mit Schwächen

Deine dunkle Seite
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Titel, Cover und Klappentext kommen durchaus vielversprechend daher. Mord an einer Autorin auf einer Thriller-Convention. Im Fokus stehen vier andere Autoren, die eine anonyme Nachricht über einen Twitter-Account ...

Titel, Cover und Klappentext kommen durchaus vielversprechend daher. Mord an einer Autorin auf einer Thriller-Convention. Im Fokus stehen vier andere Autoren, die eine anonyme Nachricht über einen Twitter-Account erhalten “Du bist als Nächstes dran”.
Die Autorin rollt das Geschehen in vielen Kapiteln aus wechselnden Perspektiven auf.
Es geht um Lügen, Intrigen, Eifersucht, Geheimnisse verletzte Gefühle, kurz um die ganze Bandbreite von Emotionen, die zu einem Mord führen können.
Es startet wirklich spannend, da man auch zu jedem der Beteiligten wechselnde Sympathien oder Antipathien entwickelt. Leider tritt man ab der Mitte inhaltsmäßig etwas auf der Stelle. Die Story entwickelt sich nicht so richtig weiter, es kommt zu Wiederholungen und Ungereimtheiten in der Handlung. Ein vager Verdacht, bzgl. der Auflösung sollte sich dann auch bewahrheiten. Das Ende war mir zu konstruiert.
Insgesamt ein Thriller, der aber durchaus Unterhaltungswert hat und von mir 3,5 Sterne bekommt.

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Veröffentlicht am 12.08.2024

Kairo 1912 - Geschichten aus dem Ministerium für Alchemie etc.

Der Spuk in Luftbahnwagen 015 (inklusive: Ein toter Dschinn in Kairo)
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Clark bietet dem Leser hier zwei Kurzgeschichten rund um das Ministerium für Alchemie, Verzauberungen und übernatürliche Wesen.
Nach Meister der Dschinn ist das eine schöne Ergänzung und versetzt einen ...

Clark bietet dem Leser hier zwei Kurzgeschichten rund um das Ministerium für Alchemie, Verzauberungen und übernatürliche Wesen.
Nach Meister der Dschinn ist das eine schöne Ergänzung und versetzt einen direkt wieder ins Kairo von 1912, in eine Fantasy-Welt mit spektakulärer Magie, Dschinns, Engeln und vielen anderen skurillen Typen. Dazu eine gehörige Prise aus 1001 Nacht.
Fatma bekommt es mit einer unglaublichen Verschwörung aus der Unterwelt zu tun. Die beiden anderen Agenten kämpfen mit einem merkwürdigen Wesen, das sich als Ort seines Handelns ausgerechnet einen Luftbahnwagen ausgesucht hat.
Ich würde mich freuen, wenn wir bald wieder mehr von Fatma el-Sha’arawi und den anderen Agenten hören.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

809 km zu sich selbst

Weil das noch nicht alles ist
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Ein geplatzter Urlaub, der Verlust des Arbeitsplatzes und die eigenen Bedürfnisse immer hinten angestellt. Hanna, 56 Jahre, steht definitiv an einem Punkt in ihrem Leben, wo sich etwas ändern muss.
Eine ...

Ein geplatzter Urlaub, der Verlust des Arbeitsplatzes und die eigenen Bedürfnisse immer hinten angestellt. Hanna, 56 Jahre, steht definitiv an einem Punkt in ihrem Leben, wo sich etwas ändern muss.
Eine TV-Doku bringt sie auf die Idee, nach Paris zu radeln, mit ihrem Hollandrad.
Gegen alle Bedenken, ohne Unterstützung durch ihren Mann, der mit der neuen Hanna nicht zurechtkommt, macht sie sich auf in das größte Abenteuer ihres Lebens.
Das Buch ist mit einer solchen wunderbaren Leichtigkeit geschrieben, ohne dabei oberflächlich zu sein. Ich habe Hanna gerne bei ihrer Reise begleitet. Viele Situationen aus der Familie, auf ihrer Reise oder auch in den Beziehungskonflikten kommen einem durchaus bekannt vor. Entweder aus eigenen Erfahrungen oder weil man es schon im näheren Umfeld so erlebt hat. Die Beschreibungen von den Personen, auf die sie trifft oder dem kleinen Hotel in Paris sind alle sehr authentisch und lassen Bilder im Kopf entstehen. Ein schöner Roman für den Sommer, der gleichzeitig unterhält und zum Nachdenken anregt.

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